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Schüler im Nachhilfeunterricht für Mathe begeistern

Von Christine, veröffentlicht am 20/12/2017 Blog > Nachhilfe > Mathe > Wie kann ich Nachhilfe Schüler für Mathe Begeistern?

In den letzten Jahren ist auch der Markt für Mathematik-Nachhilfe stetig gewachsen. Immer mehr Familien nutzen den Unterricht zu Hause durch einen Mathe Privatlehrer, um die Leistung und die Fähigkeiten ihrer Kinder in diesem Hauptfach zu verbessern.

Wenn aber Mathe Nachhilfe so gefragt ist und offenbar für viele Schüler und Studenten zu einem eher unzugänglichen Fach geworden ist: Wie soll dann ein Mathe Nachhilfelehrer unterrichten, um für seinen Schüler das abstrakte Fach verständlich zu machen und ihm oder ihr den Zugang zu erleichtern?

Der Schlüssel ist die richtige Pädagogik.

Ich gebe Euch hier Tipps und Ratschläge, die ihr für den Privatunterricht in Mathematik übernehmen könnt.

Ihr werdet sehen, dass alle Ideen, die ich Euch in diesem Blog-Beitrag vorstelle, nur zwei Ziele haben: mehr Flexibilität beim Unterricht und ein ständiges Anpassen an die Bedürfnisse der Schüler.

So, und nun geht’s los: Tipps und Tricks für begeisterte Schüler im Matheunterricht!

Der Kursinhalt der Mathe Nachhilfe muss interessant und spannend sein

Um Mathematik und Formeln zu lehren, musst Du als Lehrer selbst von der Materie begeistert sein.

Und es versteht sich von selbst, dass Du die Inhalte, in dem Fall das Fach Mathematik, komplett beherrschst.

Denn wie sonst sollte er seinen Schüler mit immer wieder wechselnden Themen in den Unterrichtseinheiten begeistern können?

Dein Ziel muss es sein, den Schüler für das Fach zu motivieren, um das Leistungsniveau anzuheben. Und das funktioniert nur, wenn keine Langeweile aufkommt.

Mathematik – das ist unser Leben in Formeln. Motivation entsteht durch Praxisbezug. | Quelle: pixabay

Andernfalls ist es für den Schüler derselbe langweilige eintönige Unterricht wie in der Schule und es ist für ihn nahezu unmöglich, mehr Interesse an diesem trockenen Fach aufzubringen.

Dies würde zweifellos die Bereitschaft zum Lernen vermindern und seine Abneigung gegen die Materie noch verstärken.

Zum Inhalt der Unterrichtseinheiten scheinen mir zwei Punkte besonders wichtig zu sein:

1. Der Mathe Nachhilfelehrer muss Theorie und Praxis verbinden

Rein theoretischer Unterricht ist langweilig. Interessant wird ein Fach, wenn man das Gelernte in Anwendungsübungen versteht und schätzen lernt.

Deshalb ist es immens wichtig, die Grundprinzipien und Gesetzmäßigkeiten der Mathematik anhand von Anwendungen zu erklären, zu üben und zu verstehen.

Nur dann wird es dem Schüler gelingen, sie zu lernen, selbst anzuwenden und ihren Nutzen zu verstehen.

Reine Theorie hilft in Mathematik nicht weiter und würde den Schüler im Nachhilfeunterricht langweilen – und damit die Abneigung gegen Mathe noch weiter verstärken.

Ist der Nachhilfelehrer aber in der Lage, die Gesetze der Mathematik durch Übungen zu vermitteln, wird der Schüler in der Lage sein, aus der abstrakten Wissenschaft ein greifbares Wissen zu formen und eine genaue Vorstellung der Inhalte zu entwicklen.

Er wird außerdem das Fach leichter verstehen und einen besseren Zugang zu den abstrakten Inhalten gewinnen.

Die Übungen sollten im Idealfall zu einem „spielerischen“ Element des Unterrichts werden. Dieser spielerische Ansatz in der Mathe Hilfe ist hier sehr wichtig, um im Mathe Nachhilfeunterricht die Blockaden in Mathe aufzuheben!

2. Der Nachhilfelehrer Mathe muss den praktischen Nutzen jedes Themas verdeutlichen können.

Alle Formeln und Gesetzmäßigkeiten müssen in diesem Sinne in einen Kontext gestellt werden. Denn es ist zwingend erforderlich, dem Schüler zu erklären, wann er sie verwenden sollte.

Dazu sind stetige Wiederholungen nötig, bis der Schüler mit den verschiedenen Anwendungen eines mathematischen Grundprinzips, einer Formel oder Gesetzmäßigkeit vertraut ist.

Die Angst vor Wiederholungen ist hier fehl am Platz! Der Mathe Nachhilfelehrer sollte daher auf jede Frage zu den mathematischen Gesetzen wissen, was sie tun, was sie bedeuten und wie man sie anwenden sollte.

Fahrrad fahren und Mathe haben gemeinsam, dass man viel üben muss. Mathematik ist wie Fahrrad fahren: Aller Anfang ist schwer, aber mit viel Übung verlernt man es nie wieder. | Quelle: pixabay

Nehmen wir als Beispiel die Trigonometrie aus der Mittelstufe – meistens Stoff in etwa der 9. Klasse. Hier muss der Nachhilfelehrer alle Formeln mit dem Nachhilfeschüler bearbeiten.

Übungen zu jedem einzelnen Themengebiet und jeder einzelnen Formel sind notwendig, um dem Schüler das Anwenden dieser mathematischen Gesetze aus der Trigonometrie zu verdeutlichen. Nur durch viel Übung gehen die logischen Zusammenhänge in „Fleisch und Blut“ über.

So ist es beispielsweise auch wichtig, bei einem Abiturienten Verbindungen zur Mathe Abitur Prüfung herzustellen.

Dazu sollte am besten die Form der Fragen bereits den Prüfungsfragen ähneln, damit das Anwenden der Mathematik-Gesetze später in der Prüfung locker von der Hand geht. Viel praktische Übungen sind dazu das richtige Mittel.

Und muss ich dazu mit einem Schüler im selben Raum sitzen? Mitnichten. So kannst Du natürlich auch problemlos Mathe Nachhilfe per Webcam anbieten! (Stichwort: Mathe Lernen Online)

Sei sparsam mit Erklärungen

Nachhilfeschüler benötigen, um wirklich Fortschritte zu machen, nicht unbedingt eine exakte Wiederholung dessen, was ihnen ihr „offizieller“ Lehrer schon erläutert hat. Vor allem nicht auf dieselbe Weise.

Wenn komplexe Erklärungen im Schulunterricht nicht verstanden werden, dann hilft es auch nicht, sie im Nachhilfeunterricht zu wiederholen.

Für den Lehrer in der Schule ist es oftmals schwierig, abstrakte Zusammenhänge so zu erklären, dass sie von jedem einzelnen Schüler verstanden werden.

Die Zahl der Schüler im Unterricht ist für dieses Problem mitverantwortlich. Denn jeder von Ihnen benötigt eine andere Art von Erklärung, einen anderen Zugang zur Mathematik.

Einige kommen mit den theorielastigen, trockenen Erläuterungen der meisten Lehrer gut zurecht. Andere benötigen einen lebendigeren Zugang zur mathematischen Wissenschaft.

Und einen Lehrer, der mit einfachen, praxisbezogenen Erklärungen motiviert.

In der Schule ist es fast unmöglich, Mathematik individuell zu vermitteln – das ist die Chance für Privatunterricht. | Quelle: pixabay

Hier liegt die Chance für den Privaten Mathematik Nachhilfeunterricht. Der Lehrer kann sich voll auf den Schüler einstellen und möglichst einfach erklären.

Ein rein theoretischer Vortrag zur Mathematik führt hier nicht zum Ziel. Anwendungsbezogene einfache Erklärungen dagegen schon. Das bezeichne ich als pädagogische Sparsamkeit.

Es hat keinen Sinn, sein eigenes Wissen über dem Schüler regelrecht auszukippen und zu hoffen, dass er ein paar Tröpfchen mehr davon aufschnappt.

Der Versuch, den Schüler glauben zu lassen, dass sein Unverständnis der Mathematik darauf zurückzuführen ist, dass er sich diese Theorien nicht merken kann, ist keine gute Nachhilfe.

Der Lehrer muss dem Schüler zuhören

Der NDR beschäftigte sich in einem Beitrag im April 2017 mit dem Thema, was einen guten Lehrer ausmacht.

Fazit: Ein guter Lehrer hinterfragt sich selbst, schafft ein fehlerfreundliches Klima und steht im ständigen Dialog mit den Schülern.

Er sollte daher vor allem auch aktiv zuhören können.

Im April 2015 hatte bereits das Opinion Way Institute in Frankreich eine Umfrage unter 1.010 Personen im Alter von 18 Jahren und älter durchgeführt, um herauszufinden, welche die wichtigsten Qualitäten eines guten Lehrers sind.

Die Eigenschaft „Schülern zuhören“ stand ganz oben auf der Liste und hatte mehr als 50% der Antworten erhalten.

Interessanterweise haben sich auch die über 35-Jährigen für dieses Qualitätsmerkmal entschieden. Dies zeigt, dass alle Generationen die Fähigkeit zuzuhören als gleich wichtig erachten.

Und über was sprechen wir hier? Über Nachhilfe. Wissensvermittlung im Eins-zu-Eins-Gespräch oder in kleinen Gruppen. Daher können Nachhilfelehrer dieses Qualitätsmerkmal problemlos voll erfüllen.

Gerade der private Mathelehrer sollte ein Vertrauensverhältnis zu seinem Schüler aufbauen, indem er ständig versucht, dessen individuelle Bedürfnisse zu erkennen und zu verstehen.

Erst das Vertrauensverhältnis zwischen Lehrer und Schüler sorgt für gute Leistungen in Mathematik. | Quelle: pixabay

Dazu reicht es nicht aus, diese Bedürfnisse bestmöglich zu erraten.

Vielmehr sollten wir als Nachhilfelehrer den Schüler fragen, was er fühlt, was ihn blockiert oder was ihm Sorgen bereitet. Aber auch, was in interessiert und fasziniert. Denn in Letzterem steckt die Motivation zum Lernen.

Weitere wichtige Grundvoraussetzungen für erfolgreiche Mathe Nachhilfe:

1. Wohlfühlen vom ersten Tag an

Der Kursleiter muss vom ersten Tag an eine ruhige Atmosphäre schaffen, in der der Schüler sich wohlfühlt, in der er sich weiterentwickeln kann und in der er zum Erfolg motiviert ist.

Das Vertrauensverhältnis muss in den ersten Sitzungen entstehen. Tritt dabei eine psychologische Blockade auf, wird der Unterricht wenig Wirkung zeigen.

Denn der Schüler hat dann einfach nicht die Motivation, sich anzustrengen. Er wird sich nicht trauen, seine Fragen zu stellen. Und das wird eine Distanz zwischen ihm und dem Lehrer schaffen.

Sobald das Vertrauen jedoch da ist, wirst Du als Nachhilfelehrer in der Lage sein, verschiedene Lernmethoden vorzuschlagen und der Schüler wird Deinem Weg vertrauen.

2. Mit Empathie unterrichten – Vertrauen wecken

Meiner Meinung nach ist der beste Weg, um ein vertrauensvolles Klima zu schaffen, sich in den Schülers hineinzuversetzen. Nur so kannst Du seine Schwierigkeiten, Ängste, Zweifel usw. selbst fühlen.

Auf diese Weise wirst Du spüren, wann Dein Schüler aufmerksam und zum Lernen motiviert ist, oder wann er ängstlich, blockiert und unfähig ist, das Gelernte aufzunehmen.

Wer sich nur um die Ergebnisse kümmert, ohne sich mit dem Schüler zu identifizieren, wird bald auf Ablehnung durch den Schüler stoßen.

3. Je mehr Fragen, desto besser

Zum Aufbau des Vertrauensverhältnisses gehört, dass der Schüler jede Frage stellen kann, solange sie einen direkten Bezug zur Mathematik hat.

Meist haben Nachhilfeschüler viele Fragen, die sie aus verschiedenen psychologischen Gründen nicht im normalen Unterricht stellen wollen.

Übrigens werden diese Fragen auch meist nicht mit den Eltern besprochen!

Du als Nachhilfelehrer aber kannst Dich mit all diesen Fragen befassen, da sie zwischen Dir und Deinem Schüler vertraulich bleiben.

Dieses Element der Nachhilfe-Pädagogik ist von grundlegender Bedeutung. Denn die Antwort auf bisher unbeantwortete Fragen sind oft der Schlüssel zum Erfolg.

*

Letztlich muss die Pädagogik des einzelnen Nachhilfelehrers, also Deine Art, den Mathematik Nachhilfeunterricht zu gestalten, vor allem flexibel und an die Bedürfnisse des Schülers angepasst sein.

Zu diesem Zweck müssen alle Besonderheiten des Privatunterrichts berücksichtigt werden. Keiner der Aspekte darf unberücksichtigt bleiben. Ob es sich nun um die psychologische Dimension, die theoretische Wissensvermittlung oder das persönliche Verhältnis handelt.

Alle diese Aspekte sind voneinander abhängig und bilden so ein einheitliches Ganzes. Eine allumfassende Pädagogik, die auch ein wenig Übung bedarf!

Entdecke hier eine Auswahl an Lehrmethoden für erfolgreiche Mathe Nachhilfe.

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