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Die besten Wege für erfolgreiche Private Mathe Nachhilfe

Von Christine, veröffentlicht am 20/12/2017 Superprof Blog DE > Nachhilfe > Mathe > Mathe Lernen: Methoden & Tipps

„Wenn man etwas nicht einfach erklären kann, liegt es daran, dass man es selbst nicht versteht.“

Ein Zitat, das gerne Albert Einstein zugeschrieben wird, dessen Ursprung aber nicht klar zuzuordnen ist.

Nichts desto trotz steckt darin viel Wahrheit: Als Mathematiker ist es sehr gut möglich, dass Albert Einstein verstanden hatte, auf was es ankommt.

Es reicht für Mathematik nicht aus, mathematische Thesen, Theorien und Argumentationen auswendig zu lernen. Vielmehr ist es notwendig, sie zu verstehen und anzuwenden, um sie auf einfache und prägnante Weise erklären zu können.

Also ist Mathematik reine Übungssache, oder?

Nein. Natürlich nicht. Es gibt für diejenigen, denen Mathe Probleme bereitet vor allem einen Stolperstein: Für Mathematik brauchen wir eine gut entwickelte Fähigkeit zum logischen Denken!

Schon der Begriff „mathematisch“ sorgt bei vielen für gesträubte Nackenhaare, gerümpfte Nasen und hochgezogene Augenbrauen.

Wir alle haben unsere Geschichte mit der Mathematik: Mal lieben wir sie, mal hassen wir sie.

Wir erinnern uns an entsetzliche Lehrer. Aber auch an die richtig Guten, die unsere Begeisterung für das Fach Mathematik wecken konnten.

Eines ist klar: Nicht jeder Mensch besitzt die gleichen kognitiven Voraussetzungen zum Erlernen der Naturwissenschaft Mathematik.

Es gibt Menschen, die Mathematik einfach besser verstehen, die Zahlen besser interpretieren und die Regeln besser anwenden können, weil sie die richtige Denkweise haben. Sie besitzen einen analytischen und kartesischen Verstand, der genau zur Mathematik passt.

Und dann sind da noch die Anderen. Menschen, die darum kämpfen, zu verstehen. Menschen, die – manchmal auch erfolglos – versuchen, eine Gleichung zu lösen, Theoreme und Formeln zu begreifen.

Auch wenn die Begabung bei Mathematik eine große Rolle spielt, so ist als weiteres wichtiges Kriterium die Lernmethode zu nennen.

Superprof gibt Dir hier einige Tipps, um den Mathematikunterricht für unterschiedliche Schüler interessant und lehrreich zu gestalten!

Methodik, eine fundamentale Grundlage der Mathematik

Mathematik ist ein bisschen wie eine Fremdsprache: Es ist ein Fach mit einem eigenen Vokabular, mit eigenen Codes, mit einer eigenen Logik und einer eigenen Kultur. Es ist ein Fach, das eine gute Lernmethode erfordert.

Tatsächlich kann niemand Mathe Lernen, ohne die Methodik zu verstehen. Allerdings kann eine gute Pädagogik die Schüler dazu anregen, Mathematik zu lernen!

Jeder von uns kann eine Liste von Formeln auswendig lernen oder das spezifische und technische Vokabular der Mathematik beherrschen. Aber wenn Du das alles nicht anwenden kannst, wird das Gelernte schnell wieder vergessen.

Tipp Nr. 1 Üben, Trainieren, Wiederholen

Auswendig lernen reicht nicht, um Mathematik wirklich zu verstehen.

Das Auswendiglernen muss mit praktischen Übungen verbunden sein. Mit Übungen, bei denen das Gelernte erfolgreich angewendet werden kann.

Um ein mathematisches Gesetz, eine Formel, eine Gleichung oder eine Regel richtig zu lernen, sollte man sie in unterschiedlichem Kontext wiederholen.

In der Mathematik zweifelt jeder einmal. Mathematik ist nicht für jeden einfach! | Quelle: Visualhunt

Tipp Nr. 2: Ersetze abstrakte Begriffe durch Konkretes

Um die abstrakten Begriffe aus der Mathematik mit Konkretem zu verknüpfen, kann der Lernende jeden Begriff mit einem Bild, einem Gegenstand oder einem Ton kombinieren.

Mathematik muss, wie eine Fremdsprache auch, lebendig sein. Andernfalls bleibt dieses Fach eine abstrakte Kunst, eine schwer fassbare Wissenschaft.

Nach einem Mathematikstudium stehen den Absolventen viele Berufe offen. Es lohnt sich deshalb, der Mathematik eine Chance zu geben.

Denn wenn die Voraussetzungen erst einmal gegeben sind und es den berühmten „Klick“ gemacht hat, ist Mathematik wirklich einfach.

Erstellen von Lernkarten, um Mathe Üben zu können

Mathe wird mehr geübt als gelernt. Erstaunlich, oder? Nun ja, auch Fremdsprachen muss man üben. Man muss sie sprechen, um sie zu perfektionieren.

Um Mathe zu lernen, gibt es eine sehr effektive Methode. Sie erlaubt es Dir, Ideen zu behalten und sie miteinander in Zusammenhang zu setzen.

Diese Methode sind Lernkarten.

Auf jeder Karte wird dabei ein Thema aus der Mathematik zusammengefasst. Definitionen, Theorie, Lehrsätze, Formeln, Gleichungen, Graphen, usw…

Dabei kannst Du für jedes Kapitel und für jeden wichtigen Punkt eine Schlüsselkarte schreiben und diese dann miteinander verknüpfen.

Das Kartensystem ist eine richtig gute systematische Unterstützung, die Dir vor allem das Auswendiglernen erleichtert und sich für die Mathe Nachhilfe auch als hervorragende pädagogische Unterstützung erweist.

Durch das Schreiben der Methodenkarten lernt man unbewusst deren Inhalt. Und man kann auf diese Weise strukturieren, wie man die Themen der Karten am besten lernt.

Durch farbliche Markierungen wird das Lernen noch weiter vereinfacht: Wenn die bedeutendsten Begriffe in Gelb, Grün oder Orange hervorgehoben werden, sieht der Schüler die wichtigsten Infos zum Thema auf einen Blick.

Ein Farbsystem für Lernkarten kann beim Mathelernen sinnvoll sein. | Quelle: pixabay

Tipps und Methoden zum Verständnis der Mathematik

Um mathematisch zu arbeiten, muss man die richtigen Fragen stellen und die dazu passenden Antworten finden. Klingt simpel, findest Du? Ist es auch.

Dennoch musst Du sehr klare Vorstellungen haben, um ein bestimmtes Schlüsselwort mit einer bestimmten Antwort kombinieren zu können.

Um das Kartensystem richtig benutzen zu können, ist es am besten, sich selbst eines herzustellen. Bei Gelegenheit kann man dann einen Lehrer fragen, ob wichtige Begriffe fehlen.

Wiederholungsübungen

Manche Menschen lernen am besten durch Wiederholen. Sie wiederholen immer wieder, was sie gelesen oder gelernt haben.

Wie bei einem Schauspieler auch, reicht es für diese Menschen nicht aus, aufmerksam Dinge aufzunehmen, gleich ob visuell oder auditiv. Für sie ist es notwendig, zu Lernendes mehrere Male zu wiederholen, damit die Übung aufgenommen wird und „in Fleisch und Blut“ übergeht.

Um herauszufinden, ob eine Argumentationskette gut verstanden wurde, sollte sie direkt angewendet werden. Das ist der einzige Weg, sich in Mathematik etwas wirklich anzueignen.

Das Lösen eines Gleichungssystems mit zwei Unbekannten erklärt sich kaum von selbst.

Aber durch das detaillierte Beschreiben jedes einzelnen Schrittes – Isolieren einer Unbekannten (x), diese in der Gleichung ersetzen, dann die Gleichung nach der zweiten Unbekannten auflösen (y) – kann man das richtige Ergebnis erzielen.

Für alle anderen Aufgaben in Mathematik gilt dasselbe Schema. Aufgabe verstehen, Regeln anwenden.

Mathematik lernt man durch Training. Das ist wie im Sport!

Aber Du musst auch nicht unendlich viele Aufgaben rechnen. Wenn der Schüler einen Fehler gemacht hat oder wenn ein Begriff immer noch nicht richtig verstanden wird, sollte man sich das Thema nochmal anschauen und versuchen die Punkte zu verstehen, die Schwierigkeiten bereiten.

So können Matheblockaden oft sehr schnell aufgehoben werden!

Integralrechnung und Kurvendiskussion - diese Themen sind bereits höhere Mathematik. Um ein Integral zu berechnen, muss man wissen, wie man eine Funktion ableitet. | Quelle: Visualhunt

Mathematik-Verständnis

Wie schon gesagt, es reicht nicht, Mathematik einfach nur zu lernen. Man muss sie verstehen. Das bedeutet, dass man in der Lage sein muss, jede Beweisführung, jeden Gedankengang auch selbst jemand anderen zu erklären.

Es ist sinnlos, Gesetze und Formeln auswendig zu lernen, wenn man sie sofort vergisst und nicht anwenden kann. Wir müssen verstehen, woher die Beweisführung kommt. Wofür sie verwendet wird und wie sie funktioniert.

Und dann sollten wir uns die Frage stellen: Wie kann ich es vereinfachen?

Darum zum Beispiel reduzieren wir im Alltag die Brüche: Wir schreiben ½ und nicht 2/4 oder 8/16.

Sobald der Sinn einer Formel oder Gleichung verstanden wurde, sind Lösungen schneller zu finden, weil die Denkweise in einen Automatismus übergeht.

Schau Dir niemals Lösungen an

Das mag auf den ersten Blick offensichtlich sein. Aber es ist tatsächlich eine der wichtigsten Voraussetzungen zum Mathematiklernen.

Warum? Nun, wenn wir mit ungelösten Problemen konfrontiert werden, entwickeln wir die besten Strategien, um das Problem zu lösen oder etwas zu lernen.

Und warum ist das so? Weil wir Zeit brauchen, um das Problem erstmalig zu lösen oder zu erfassen und zu lernen.

Wir zermartern uns das Hirn und genau daran erinnert es sich später. Denn diese intensive Beschäftigung mit einer Sache hinterlässt Spuren in unserem Gehirn.

Dabei gilt es aber einiges zu beachten:

  • Höre nicht auf, bevor es „Klick!“ gemacht hat und die Lösung des Problems gefunden ist.
  • Lies! Es hilft, die Mathe-Lektionen immer und immer wieder durchzulesen,
  • Fall weiterhin Probleme bestehen: Vereinfache die Übungen!
  • Dann steigere den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben nach und nach.
  • Schau Dir die Fehler der Vergangenheit an, um dich durch die erzielten Fortschritte immer wieder neu zu motivieren.
  • Versuche alles noch einmal abzuleiten. Zerlege dabei das Problem in einzelne Elemente, um es besser zu verstehen.
  • Versuche dann, jedes einzelne Element zu verstehen.
  • Versuche zu begreifen, dass jedes dieser Elemente Teil eines Ganzen ist. Das kann helfen, die Grundlagen in Mathe zu festigen.
  • Erkläre einem nahestehenden Menschen das gelöste Problem. Zeig ihm Deine Ergebnisse, um zu sehen, ob auch Deine Lösung gut verstanden wird.

Wenn wir unsere Ergebnisse, den Ansatz und den Lösungsweg klar erläutern können, dann erst haben wir verstanden, worum es ging.

Umgekehrt gilt: Ist unsere Erklärung unklar und verwirrend, verheddern wir uns in der Argumentationskette, weil wir etwas noch nicht verstanden haben.

Methoden des Auswendiglernens

Vor kurzem hat mir jemand eine Technik gezeigt, mit der ich mir Telefonnummern oder Geburtsdaten merken kann. Er erzählte mir, dass er Probleme habe, sich Zahlen zu merken. Heute kann er das perfekt.

Er verwendet eine Technik, bei der er Zahlen mit einem gedanklichen Bild assoziiert, das so persönlich ist, dass er es sich merken kann.

Von 1 bis 100 ordnet er jeder Nummer auf dem Papier ein Objekt oder Bild zu und kreiert aus diesen Bildern dann Geschichten zu einer bestimmten Telefonnummer.

Je seltsamer die Geschichte, desto besser kann man sich die Zahlen/Bilder merken.

Um sich eine lange Reihe von Zahlen zu merken, können mentale Bilder eine wertvolle Hilfe sein. | Quelle: Visualhunt

Was hat das mit Mathematik zu tun? Diese Techniken zum Auswendiglernen kann für diejenigen nützlich sein, die Schwierigkeiten mit Algebra und Arithmetik haben.

Zum Beispiel kann die Berechnung von 248 + 679 für manche Menschen schwierig sein.

Indem wir ein Objekt mit den 6 Ziffern und der Additions-Operation verknüpfen, erhalten wir eine Geschichte, die zum Ergebnis führt: 927!

Andere Methoden zum Auswendiglernen und für das Gedächtnistraining im Alltag können sein:

  • Multiplikationstabellen
  • Sich nicht auf den Taschenrechner verlassen, sondern viel Kopfrechnen,
  • Sich an die Einkaufsliste erinnern
  • Sich Vornamen auf einer Party merken, auf der man zunächst niemanden kennt,
  • Die eigene Sozialversicherungsnummer auswendig lernen,
  • Passwörter im Internet im Gedächtnis behalten, statt sie aufzuschreiben etc….

Aber Mathematikkurse haben noch viele andere Themen, nicht nur das Kopfrechnen:

  • mathematische Schreibweisen, Arithmetik
  • Den GGT (größten gemeinsamen Teiler) verstehen
  • Geometrie
  • Prozent-, Wahrscheinlichkeits- und Integralrechnung
  • Funktionen ableiten, Variantentabellen erstellen
  • Stammfunktionen berechnen, Aufgaben aus der Analysis lösen
  • Gleichungen für Kreuzprodukte und Faktorielle entwickeln und lösen können.

Zwei bekannte Lehr- & Lernmethoden für Mathe Nachhilfe – und nicht nur!

Um Mathematik zu lernen, werden im Allgemeinen zwei traditionelle Methoden empfohlen: die ASSimil-Methode und die Berlitz-Methode.

Die ASSimil-Methode für Mathematik

„Assimil ist ursprünglich ein französisches Unternehmen, das 1929 vom Autodidakten Alphonse Chérel in Paris gegründet wurde und seinen Hauptsitz heute in Chennevières-sur-Marne bei Paris hat. Diese Marke ist heute in verschiedenen Ländern weltweit vertreten.

Assimil entwickelt und veröffentlicht Fremdsprachenkurse; […] Diese Methode, fremde Sprachen zu lehren, basiert auf der natürlichen Fähigkeit des intuitiven Lernens.

Sie besteht darin, dass der Lernende parallel zum Lehrbuch mit dem fremdsprachigen Text auf der linken und dem muttersprachlichen Text auf der rechten Seite die Texte in der Fremdsprache hört. Der Schwerpunkt besteht darin, ganze Sätze zu verwenden.

Man beginnt mit einer längeren Phase des passiven Lernens (Hören/Lesen/Verstehen) mit vielen kleinen Wiederholungen, ungefähr bis zur Hälfte des Lehrbuchs, bevor dann der „aktive“ Teil mit dem Bilden der ersten eigenen Sätze in der fremden Sprache (selber sprechen) anfängt.“ (Quelle: Wikipedia)

Mathematik begegnet uns auch in der Natur - hier in einem Bergpanorama. Selbst im Urlaub kann man sich mit Mathematik beschäftigen: sind die Flanken der Berge steigende oder fallende Kurven? | Quelle: Pixabay

Zu Hause, bei der Arbeit, in den Pausen kann der Lernende täglich Sätze, Gleichungen und Probleme hören und lesen: In der Regel entspricht ein Tag einer bestimmten Lektion und jedes Buch hat zwischen 60 und 150 Lektionen.

Hören, Lesen, Lesen, Lesen, Nachlesen, Übungen am Ende der Lektion für eine halbe Stunde ermöglicht es, ohne Stress zu lernen, ohne das Gefühl, sich anzustrengen.

Alle 5 oder 6 Kapitel wird eine so genannte Erklärungslektion vorgeschlagen, um die wesentlichen Punkte, die in jeder Lektion behandelt werden, abzudecken. Die Sprechgeschwindigkeit ist langsam genug für ein besseres Verständnis.

ABER: Es handelt sich um eine Methode, die nur für Schülerinnen und Schüler geeignet ist, die ein auditives Gedächtnis haben (im Gegensatz zum visuellen Gedächtnis, zum Beispiel) und die nicht viel schreiben müssen, um sich daran zu erinnern.

In der Regel ist diese Assimil-Methode für die Mathematik nicht sehr geeignet. Erinnern wir uns: Mathematik muss geschrieben werden, wir müssen Fehler machen, müssen versuchen mögliche Fehler zu verstehen.

Es geht also darum, immer wieder auch die Anwendung zu wiederholen. Eine Arbeit, die zusätzlich zum Verstehen und Einprägen geleistet werden muss.

Die Berlitz Methode für Mathematik

Diese Methode wird seit mehr als 135 Jahren angewandt und gehört zu den Immersions-Methoden.

Ziel ist es, den Studenten zu befähigen, Mathematik zu „denken“. Eigentlich aber stammt auch diese Methode aus dem Bereich des Erlernens von Fremdsprachen.

Die Berlitz Methode, die an bestimmten Berlitz-Schulen oder Zentren angewandt wird, bietet dem Schüler zwei Möglichkeiten des Lernens: entweder einzeln oder in kleinen Gruppen.

Für das individuelle Lernen sind Umfang und Zeitplan des Mathematikunterrichts frei definierbar. Die Kurse werden einmal oder mehrmals wöchentlich in einer angeschlossenen Berlitz-Schule angeboten, können aber auch in Form von beschleunigten Intensivkursen gebucht werden.

Für das Lernen in einer Minigruppe ermöglicht diese Form des Mathematikunterrichts drei Teilnehmern des gleichen Niveaus die Verfolgung der gleichen Ziele.

Es ist ein motivierendes und abwechslungsreiches Studium, erfordert aber den Besuch einer Einrichtung, die mit der Berlitz Methode arbeitet. Dort steht jeder Schüler dann einem zertifizierten Mathelehrer gegenüber.

Oder doch lieber Mathematik Privatunterricht?

Die häufigste Art, Mathematik außerhalb der Schule zu lernen, ist der Privatunterricht bei einem Lehrer.

Diese Person kann ein aktiver Lehrer, Schüler oder auch ein Rentner sein, der Mathematik unterrichtet hat.

Suche Dir einen Mathelehrer der Dir helfen kann, die Mathematik zu durchschauen. | Quelle: Pixabay

Der Vorteil des Mathematikunterrichts in privatem Rahmen ist, dass der Lehrer sich nur auf den Schüler konzentriert, auf seinen Leistungsstand und er sich deshalb an den Schüler, seine Bedürfnisse und Erwartungen anpasst.

Zusätzlich stellt der Lehrer dem Schüler eine personalisierte Lernmethode zur Verfügung.

Darüber hinaus trägt die privilegierte Beziehung zu einem Mathelehrer, der nach Hause kommt, dazu bei, eine Verbindung zwischen dem Lehrer und dem Schüler herzustellen: Das stärkt das Selbstvertrauen.

Dem Schüler fällt es so leichter, Fragen zu stellen, falls er etwas nicht versteht.

Auch wenn Privatunterricht in Form von Einzelunterricht mit einem Lehrer in der Regel teurer ist als Gruppenkurse, so ist es aber sicher, dass der Schüler mehr Motivation und Selbstvertrauen gewinnt, weil der Unterricht personalisiert wurde.

Andere Methoden des Mathematiklernens

Aber gibt es nur Berlitz und Assimil in der Welt der Mathematik? Nein, natürlich nicht.

Es gibt viele andere Methoden und Strategien, die entwickelt wurden, um Mathe zu erlernen und gute Mathe Nachhilfe Geben zu können. Beispiele hierfür sind die Singapur-Methode oder die Kumon-Methode.

Die Singapur-Methode

Die besten Studenten der Mathematik finden sich in Singapur. Erstaunt? Nun, die internationale Studie TIMSS, Trends in International Mathematics and Sciences Studies, zeigt Singapur regelmäßig auf dem ersten Platz.

Nach der Unabhängigkeit 1965 setzte Singapur die Mathematik und die Naturwissenschaften an vorderste Stelle im neuen Bildungsplan. Dennoch hat es weitere vierzig Jahre gedauert, um eine effektive Methode zu finden, die das Land seit 2008 an die Spitze der TIMSS- und PISA-Umfragen gebracht hat.

Ziel der Singapur-Methode ist es, Schüler zu ermutigen, sich von konkret zu abstrakt und von einfach zu komplex zu bewegen.

Die Konzepte und einfachen Operationen (Addition, Multiplikation, Subtraktion, Brüche, Dezimalzahlen, usw.) werden eingehend studiert, bis die Studenten sie perfekt beherrschen.

Das Marina Bay Sands in Singapur sieht merkwürdig aus wie eine sehr berühmte Zahl in der Mathematik….Pi. | Quelle: pixabay

Jedes Thema wird anschaulich und kurz erklärt, und die Kinder werden dann mit der Lösung mathematischer Probleme durch den so genannten „concrete-image-abstract“-Ansatz konfrontiert:

Die Schüler lernen die Aufgabe zunächst durch den Umgang mit Würfeln, Marken oder Gegenständen – einem Bleistift, einem Blatt Papier, zwei Kits, drei Radiergummis usw. – und können sie dann als Werkzeug verwenden.

Die Objekte werden später durch Bilder ersetzt (Image Approach): Ein Stapel von zehn Radiergummis wird zur Zahl 10, oder eine Münze von z.B. 10 Cent.

Nach und nach bringt der Lehrer die Schüler dazu, nur mit Symbolen und Zahlen zu arbeiten (abstrakt).

Die Fähigkeit, abstrakte Begriffe visuell darstellen zu können, ermöglicht es Kindern, sich selbst weiter zu entwickeln und Fortschritte in Algebra zu machen. Und das in einem Alter, in dem kleine Europäer noch Additions- und Subtraktionstabellen auswendig lernen…

Die Kumon-Methode

Eine wenig bekannte Methode zum Lernen der Mathematik stammt aus Japan.  Die Kumon-Methode, benannt nach ihrem Gründer und Mathematiker Toru Kumon (1914-1995), hat sich mittlerweile auch in Kanada und den USA bewährt.

„Der Gründer von Kumon, Toru Kumon, war Mathematiklehrer an einem Gymnasium in Ōsaka (Japan). Als sein ältester Sohn in der Schule Schwierigkeiten in Mathematik hatte, stellte er für ihn Aufgaben zusammen und entwickelte Lernblätter, die sein Sohn jeden Tag durcharbeitete.

1957 eröffnete seine Frau Teiko in Toyonaka, Präfektur Ōsaka, mit Hilfe anderer Eltern, deren Kinder ebenfalls die von Toru Kumon entwickelten Arbeitsblätter zum Lernen nutzten, das erste Kumon-Lerncenter.

Bereits 1958 erfolgte dann die Gründung des Kumon Institute of Education, das nach und nach die Kumon-Methode weltweit bekannt machte.

Nach eigenen Angaben (Stand 2017) lernen weltweit mehr als 4 Millionen Schüler in 50 Ländern nach der Kumon-Methode.

In Deutschland wurde 1981 die erste europäische Niederlassung von Kumon gegründet. Heute gibt es in Großbritannien und Spanien noch zwei weitere europäische Niederlassungen.“ (Quelle: Wikipedia)

Die Unternehmensgruppe Kumon ist einer der größten Franchise-Geber weltweit und es gibt derzeit etwa 150 Kumon-Lerncenter in Deutschland.

Nachteile dieser Methoden

Die Methoden werden meist nur in bestimmten Zentren unterrichtet (Berlitz) und häufig sind sie kostenpflichtig (Assimil, Singapur-Methode, Kumon-Methode).

Der methodische Rat eines Mathematiklehrers

Der Lehrer für Erziehungswissenschaften (Stanford University) und Dozent Jo Boaler entwickelte eine alternative Methode, um Kindern Mathematik beizubringen.

Unzählige Fachbücher über Mathematik zu lesen, ist nicht die richtige Methode. | Quelle: Visualhunt

Ihr zufolge könnten alle Kinder in Mathe erfolgreich sein. Das dazu notwendige Verständnis liegt in zwei wichtigen Techniken:

Zum einen sind positive Gedanken wichtig. Das menschliche Gehirn in der Entwicklung vergrößert sich, wenn es Fehler machen darf.

Schüler-Hirn-MRTs haben gezeigt, dass der Glaube an unbegrenztes Lernpotenzial zu deutlich besserem Lernerfolg führt.

Zum anderen propagiert Boaler eine andere Art, Fragen zu stellen, und macht dazu mehrere Vorschläge:

  • offene Fragen stellen
  • Kreativität und Visualität stimulieren
  • Mit den Fingern rechnen. Ein Verbot schade, so Boaler, der kognitiven Entwicklung.
  • Die Schüler die Aufgabe und deren Lösung eigenständig erarbeiten lassen.

Boaler, Professor an der Stanford Graduate School of Education, argumentiert außerdem in einem neuen Artikel, den die „Fluency Without Fear“ veröffentlichte, dass Geschwindigkeitsdruck, zeitgesteuertes Testen und blindes Auswendiglernen Hindernisse für das Erlernen der Mathematik darstellten.

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