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Wie ist Yoga Pilates entstanden?

Von Anna, veröffentlicht am 07/08/2018 Blog > Sport > Yoga > Pilates Yoga Unterschied: Zur Geschichte des Pilates

Es ist der Geist, der sich den Körper baut. – Das Motto von Joseph Pilates

Heutzutage sind sogenannte „Wellness-Sportarten“ weit verbreitet und gleiches gilt auch für die Idee eines „gesunden Geistes in einem gesunden Körper“.

Deshalb entwickeln sich immer mehr Trainingstechniken und Unterarten dieser Formen von Bewegung.

Zu den beliebtesten Sportarten gehört Yoga, das immer weiter boomt. Beweis dafür ist auch die Entstehung von Pilates, das von Yoga-Techniken inspiriert ist.

Weltweit gibt es mehr als 800 Zentren, die sich ausschließlich mit diesem Sport befassen.

Aus diesem Grund wollen wir dieser neuen Disziplin auf den Grund gehen, da sie immer mehr in Mode kommt und eine geistige Einstellung und Werte zur Basis hat, die die meisten von uns ansprechen.

Die Entstehung von Pilates

Das Konzept „Pilates“ (ja, es handelt sich wirklich um ein ganzheitliches Konzept, einen neuen Ansatz) wurde von Joseph H. Pilates entwickelt und entsprechend nach ihm benannt.

Anfang des 20. Jahrhunderts wird Joseph Pilates, ein erfolgreicher Sportler im Ruhestand, in einem Internierungslager festgehalten.

Zuvor hatte er schon Thai-Chi, Kampfsport (Martial Arts), Yoga, Boxen, Gymnastik, Ski usw. ausprobiert.

Als er inhaftiert wurde, entwickelte er eine neue Methode, die am Boden ausgeführt wird, und die er Contrology nannte. Das war sozusagen der Vorgänger von Pilates, der die Trainingsform in der Folge prägt.

Das Praktizieren von Yoga, Dehnübungen, Atemübungen, die Haltung usw. – all das sind Elemente, die J. Pilates in der Entwicklung seiner Technik nicht dem Zufall überlässt.

Die Pilates-Anhänger schätzen also diese Idee und Werte, die auch zu einem straffen und definierten Körper führen können.

Während des Krieges war Pilates Krankenpfleger und konnte so ausprobieren und zeigen, dass sein Konzept an Patienten funktioniert.

Dabei wird vor allem auf eine Grippeepidemie verwiesen, die dank Pilates alle Gefangenen überlebten, als Joseph Pilates mitinhaftiert war.

Am Anfang waren es nur bestimmte Bewegungsabläufe (mit oder ohne Geräte oder Zubehör).

Konkret wird der Erfolg der Praxis, als Joseph Pilates mit seiner Familie in die USA zieht (nach New York, um genau zu sein) und sein erstes Pilates-Studio eröffnet.

Wir schreiben das Jahr 1926 und die Pilates-Methode nimmt nun konkrete Form an.

Wie kann ich gut entspannen? Mit Pilates trainiert man nicht nur die Muskeln, sondern lernt auch zu entspannen. | Quelle: Visualhunt

Eine körperliche Betätigung, die heute in aller Munde ist, ihren wahren Erfolg aber erst in den 1980er-Jahren in den USA erfuhr.

Diese sanfte Alternative zum traditionellen Yoga bringt den Körper mithilfe von Dehnung und der Aneinanderreihung von Bewegungen in eine spirituelle Harmonie und kann ihn sogar tiefenentspannen und beweglicher machen.

Pilates zu machen, heißt also, die Vorteile von Yoga zu spüren – und das vor einem ganz besonderen historischen Hintergrund, dem von Joseph Pilates.

Sich zu konzentrieren und Übungen auszuführen, um sich besser zu fühlen: Das war das ursprüngliche Ziel, um den Körper in einer guten physischen Verfassung zu halten und maximales Bewusstsein dafür zu erlangen.

Das Prinzip von Pilates

In seinem Streben nach materiellem Fortschritt und Perfektion hat der Mensch gänzlich vergessen, was die komplexeste und wunderbarste Kreation überhaupt ist: Der Mensch selbst (…) – Joseph Pilates

Jetzt wissen wir also etwas mehr über die Geschichte von Pilates, einer Trainingsform voll kleiner Geschichten und plötzlichen Wendungen.

Doch welches Prinzip steckt eigentlich hinter dieser inzwischen so beliebten Technik?

Wie können wir unsere Kenntnisse über die Herkunft von Pilates vertiefen und eine Gelassenheit erlangen, die es uns ermöglicht, uns (wieder) zu zentrieren?

Ein(e) Yoga-Lehrer(in) wird Euch die Pilates-Technik beibringen können, denn die Atemübungen, die Muskelkräftigung, das mentale Aufwärmen, das Dehnen oder auch die Beweglichkeitsübungen sind integraler Bestandteil von Pilates und den beiden Sportarten gemein.

Was bringt Pilates? Pilates steigert die Beweglichkeit und verhilft zu einem definierten Körper. | Quelle: Pexels

„Entspannung“, „Definiertheit“, „Konzentration“ oder auch „Beweglichkeit“ – all das sind Schlüsselbegriffe des Pilates und diese Grundprinzipien zu kennen und zu beherrschen, ist enorm wichtig.

Pilates ist eine sanfte Methode, den Körper zu stärken, ihn neu zu definieren (vor oder nach einer Geburt zum Beispiel) und sich körperlich zu betätigen, um tiefe Atemtechniken zu beherrschen.

Pilates verbindet Körper und Geist und ist damit eine ganzheitliche Disziplin.

Es ist von mehreren anderen Techniken und Sportarten inspiriert, hat aber auch seine ganz eigene Identität mit eigenen Bewegungen und einer eigenen Methode zur Stressbewältigung.

Man kann zusätzlich Geräte verwenden (wie Bälle, Gummibänder etc.), dies ist aber nicht unbedingt nötig, um Yoga Pilates ausführen zu können.

Joseph Pilates hat also eine neue Art des Yoga erfunden und wiedererfunden: ein dynamisches Yoga (aber nicht zu dynamisch), eine Art, den Körper neu auszurichten.

Er hat es geschafft, Yoga zu einem eigenen Sport, ja fast zu einer ganzen Überkategorie für weitere Sportarten zu machen.

Als ein Mittelweg zwischen Tanz und Gymnastik gibt Pilates unserem Körper neue Vitalität – und das für Anfänger genauso wie für Profis!

Die Entwicklung von Pilates

Joseph Pilates starb im Jahr 1967, seine Trainingsmethode verbreitete sich aber erst in den 1980er-Jahren flächendeckend.

Dies deutet darauf hin, dass seine Arbeit trotzdem Früchte trug, denn es waren vor allem seine Schüler, die die Werte und positiven Auswirkungen dieser Technik weitergaben.

Im Laufe der Zeit eroberte Pilates nach und nach zunächst die Vereinigten Staaten von Amerika, dann die englischsprachigen Länder (Kanada, England usw.) und schließlich die ganze Welt.

Auch in Deutschland ist diese Art des Trainierens extrem beliebt.

Yoga ist einer davon, aber inzwischen gibt es noch viele andere Wege, einen Zustand der Tiefenentspannung zu erlangen und sein Karma ins Gleichgewicht zu bringen.

Seit wann gibt es Pilates? Eigentlich schon Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden, wird Pilates erst in den 80ern richtig groß. | Quelle: Pixabay

Vor allem die Tänzerinnen und Tänzer dieser Zeit haben diese Methode ausprobiert und zu ihrer Entwicklung beigetragen, quasi als Ergänzung ihrer künstlerischen Tätigkeit, zwischen Sophrologie und Kraftübungen.

Wenn bekannte Persönlichkeiten Gefallen an einer neuen Technik finden, ist das oft der Beginn der Blütezeit einer Disziplin.

Wahrscheinlich sagte Joseph Pilates auch deshalb: „Ich bin meiner Zeit um 50 Jahre voraus.“

Anzeichen dafür war die Faszination, die seine Schüler für diese Technik zeigten.

Die ganze Entwicklung von Pilates ist also zu einem Großteil den Schülern zu verdanken, die am Aufschwung der Disziplin beteiligt waren und sie zu einer einzigartigen Sportart machten, weit weg vom integralen Yoga, das regelmäßig praktiziert wird.

Eine Art, die Prinzipien, Werte und Regeln loszulösen, zwischen Sonnengruß und innerem Frieden.

Wenn man davon ausgeht, dass die Pilates-Methode besonders effizient und effektiv ist, verwundert es nicht, dass sie sich in den letzten Jahrzehnten, in letzter Zeit so rasant ausbreitete.

Zukünftige Mama, ausgebildeter Yogi, ein junger Mensch auf der Suche nach sich selbst: Theoretisch kann jeder Pilates machen, man muss nur etwas für sich selbst tun, sich bewusst darauf einlassen.

Pilates heute

Unser Körper ist uns in allen Belangen von Nutzen, es ist stets von größter Bedeutung, dass er in einem guten Zustand ist. – Xenophon

Inzwischen hat Pilates Schritt für Schritt die Welt erobert, ohne anderen ähnlichen Disziplinen gänzlich den Rang abzulaufen.

Noch immer haben Yoga für Schwangere, Yin Yoga, Meditation, Entspannungsübungen, Krafttraining, Reflexologie oder Gymnastik ihren Platz in Sporthallen und Übungsräumen.

Welche ist die beliebteste Wellnes-Sportart? Egal ob Yoga für Schwangere, Pilates oder Muskeltraining – jede Trainingsform hat ihre Berechtigung. | Quelle: Pexels

Man findet Pilates eigentlich überall ein bisschen, über die klassischen Kurse in der Turnhalle hinaus.

Man darf nicht vergessen, dass diese Methode ursprünglich im Gefängnis entstanden ist, als Joseph Pilates inhaftiert war.

Eine ironische Auswirkung dieser außergewöhnlichen Situation – die Körper und Wirbelsäule stärkt.

Aktuelle Magazine sprechen über dieses Konzept inzwischen als etwas ganz Normales, Etabliertes, und geben sogar Ratschläge heraus, die noch immer im Einklang stehen mit den Ideen von Joseph Pilates.

Sportlerinnen und Sportler integrieren Pilates ihrerseits immer mehr in ihr Training, denn auch Gesundheitsexperten legen immer mehr Wert darauf.

Von Tiger Woods bis zu den verschiedenen Pilates-Zentren in Deutschland – das Konzept von Joseph Pilates für die dynamische Entwicklung von Körper und Geist scheint sich bewährt zu haben.

Den Po straffen und seine Beweglichkeit maximal ausreizen – das ist das aktuelle Pilates-Versprechen für einen guten Körper.

Wer hätte gedacht, dass Joseph Pilates in seiner Gefängniszelle neuen Wind in den Bereich Wellness-Sportarten bringt und ein Training entwickelt, das Rückenschmerzen lindert und später einmal in Yoga-Kleidung ausgeführt wird?

Na, hast Du auch Lust auf Pilates bekommen, jetzt wo Du mehr über seine Geschichte gelernt hast? 

Diese Disziplin vereint Sport, Wohlbefinden und Entspannung und ist somit ganzheitlich.

Sie kann quasi von jedem praktiziert werden und scheint viele Vorteile zu bieten.

Bist Du bereit für Dein erstes Pilates Workout?

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