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Was steckt hinter dem Sport Pilates?

Von Anna, veröffentlicht am 13/08/2018 Blog > Sport > Yoga > Was ist Pilates? Definition, Herkunft & Vorteile

Körperliche Fitness ist die Grundvoraussetzung für ein glückliches Leben. – Joseph Pilates

In einer perfekten Welt wäre Pilates Volkssport.

Diese Disziplin zwischen sanfter Gymnastik und Yoga ist eine ganzheitliche und vielschichtige Methode, die ein so großes Spektrum an Übungen hat, dass für (fast) jeden etwas dabei ist.

Dehnung, Atmung, Beweglichkeit, Konzentration – Pilates hat viele Schlüsselwörter und bietet zahlreiche Vorteile für Körper und Fitness.

In der Regel dauert ein Pilates-Workout zwischen 50 und 60 Minuten und man merkt schnell, dass es eine ganzheitliche Disziplin ist, die Körper, Geist und Seele in Einklang bringt.

Es ist fast schon ein eigener Lebensstil und auch, wenn noch nicht alle überzeugt sind, ist diese Trainingsform doch sehr gut für die Gesundheit und Fitness.

Doch was genau steckt hinter Pilates, dieser Methode, die inzwischen weltweit bekannt ist?

Schauen wir uns das doch einmal zusammen an …

Die Geschichte hinter Pilates

Der Ursprünge und die Geschichte von Yoga Pilates sind eigentlich relativ jung, denn sie beginnen Anfang des 20. Jahrhunderts.

Der Begründer der Technik ist Joseph Pilates, ein erfolgreicher Sportler (nach dem die Disziplin schließlich auch benannt wurde).

Nachdem er zuvor zahlreiche andere Sportdisziplinen betrieben hatte, wie Gymnastik, Boxen, Yoga oder sogar Ski, entwickelte er seine eigene Methode, inspiriert von ganz unterschiedlichen Einflüssen.

Dabei handelte es sich um die Vorläufer der Pilates-Methode, die der Erfinder damals Contrology nannte.

All diese Kräftigungs- und Atemübungen entwickelte Joseph Pilates ohne Zubehör am Boden, als er in einem Internierungslager inhaftiert war.

Seine ersten Versuchskaninchen schienen begeistert zu sein von diesem neuen Bewusstsein, das die Methode in einem hervorruft, sowie von der Verbesserung der körperlichen Fitness durch das regelmäßige Training. 

Und so war Pilates geboren!

Wo erfand Joseph Pilates seine Trainingsform? Joseph Pilates erfand Pilates aus der Not heraus – in einem Gefangenenlager. | Quelle: Pixabay

Joseph Pilates zog schließlich mit seiner Familie nach New York, wo er sein erstes Pilates-Studio eröffnete.

Die sanfte Form eines Fitnesstrainings erfährt sogleich Erfolg, wird aber insbesondere nach Pilates‘ Tod von seinen Schülerinnen und Schülern weitergelebt. 

Heutzutage ist Pilates auch außerhalb der USA sehr beliebt und weltweit bekannt.

Dieses Training, das sich zwischen Yoga, sanfter Gymnastik und manchmal sogar Tanz bewegt, ist in aller Munde und wird jährlich weltweit von mehr als 30.000 Menschen praktiziert!

Der Nutzen von Pilates

Um die Vorteile von Pilates für unseren Organismus und unsere körperliche Verfassung zu verstehen und maximal zu nutzen, muss man sich zunächst einmal mit den Grundlagen dieser Trainingsform auseinandersetzen.

Sie stützt sich auf einfache, aber essentielle Pfeiler für unseren Alltag: Körper & Geist.

Eine weitere Dimension ist dabei die Willensstärke, der innere Antrieb, die Motivation oder wie auch immer man diesen Motor in uns nennen mag.

Die erfolgreiche Verbindung dieser drei Aspekte ermöglicht es, Pilates richtig zu praktizieren und somit Rückenschmerzen zu bekämpfen, abzunehmen, den Körper in Form zu bringen, ihn beweglicher zu machen und gleichzeitig eine bewusste Atmung zu erlangen.

Unter den Vorzügen dieser Disziplin findet sich auch eine erhöhte Beweglichkeit, die einer der wichtigsten Aspekte von Pilates ist.

Dadurch, dass die Gliedmaßen beweglicher werden, erreicht man auch eine ganz bestimmte Harmonie und nimmt seinen Körper besser wahr. Außerdem werden viele Dinge im Leben einfacher, wenn man beweglich ist!

Doch das ist noch nicht alles …

Zusätzlich erreicht man auch ein besseres Koordinationsvermögen des Körpers, der Gliedmaßen und somit letztlich jeder Bewegung.

Pilates ist eine Art sanfte Gymnastik für schwangere Frauen genauso wie für den Meister-Yogi, die zum reibungslosen Funktionieren der verschiedenen Muskelgruppen beiträgt.

Denn für ein Pilates-Workout ist nichts hilfreicher, als seine Bewegungen gut koordinieren zu können, und genau das ist es auch, was man bei dieser Trainingsform lernt. Eine wahre Zentrierung!

Wie bereits erwähnt, hilft Pilates auch bei der Linderung von Rückenschmerzen oder anderen Beschwerden im Rückenbereich.

Sowohl die Wirbelsäure als auch der obere und untere Rücken werden durch Pilates richtig ausgerichtet und gestärkt.

Was hat Pilates mit Stress zu tun? Pilates kann helfen, Stress abzubauen. | Quelle: Pexels

Ein weiterer Pluspunkt ist der Stressabbau.

Dieser wird durch eine bessere Haltung, eine bessere Atmung und durch allgemeines Wohlbefinden gefördert.

Durch genaues Befolgen der Übungen und Ratschläge kann dem Stress optimal entgegengewirkt werden.

Es gibt vieles, womit Pilates auftrumpfen kann, und dazu zählt auch, dass es ein wirkungsvolles Muskeltraining ist.

In vielen Pilates-Übungen geht es auch um die Kräftigung der Muskeln und die Folge ist ein definierter Bauchgürtel und die Straffung vieler Körperpartien, die auch zu einem flachen Bauch, starken Bauchmuskeln und insgesamt einem wohlgeformten und definierten Körper führt!

Die Grundübungen von Pilates

Wenn man Pilates hört, kann man sich vielleicht erst einmal nicht vorstellen, wie diese Übungen im Rahmen eines Pilates Kurs wohl aussehen mögen.

Es handelt sich nicht einfach nur um eine Aneinanderreihung verschiedener Positionen ohne Sinn und Zweck, sondern um ein ganzheitliches Training, das viele verschiedene Körperpartien beansprucht – vom Bauch über den Rücken bis zum Po.

Unter den über 500 Übungen, die Pilates umfasst, gibt es natürlich einige Basics.

Ziel ist dabei stets, den ganzen Körper zu trainieren und verschiedene Effekte zu erzielen, wie beispielsweise Cardio-Training, Bauchmuskeltraining oder allgemeines Wohlbefinden.

Die Bauchübung „Criss-Cross“ ist dabei eine klassische Pilates-Übung, die nicht nur zu einer strafferen Bauchdecke führt, sondern auch eine Art Power Yoga darstellt und enorm die Bauchmuskeln trainiert und somit kräftigt.

Außerdem gibt es Übungen wie die „Reverse Bridge“, die bei richtiger Ausführung die Oberschenkel strafft und zu einem definierten Körper führt.

Mit dieser Übung arbeitet man außerdem an seiner Körperhaltung und auch knallhart an seiner Fitness – denn ja, Pilates ist ein richtiger Sport!

Was muss man für Pilates können? Am besten beginnt man mit den Basics. | Quelle: Pexels

Sogenannte „Leg Lifts“ sind wiederum eine Pilates-Übung, die gut für einen knackigen Po sind.

Frauen wie Männer profitieren von dieser Übung, die die Pomuskulatur kräftigt und zu einem Knackpo führt, wie man ihn sonst nur von Sport-Coaches kennt.

Übungen wie diese wirken vielleicht etwas simpel, führen dank regelmäßiger Wiederholung aber zu einem ausgeglichenen und sportlichen Körper, wie man ihn sich sonst hart im Fitnessstudio erarbeiten muss.

An dieser Stelle sei auch die Plank mit durchgestreckten Armen erwähnt (quasi die oben gehaltene Liegestützposition).

Wie der Name (die deutsche Übersetzung ist „Brett“) schon andeutet, ist sie nicht sonderlich kompliziert, dafür aber sehr effizient.

Auch diese Übung zielt auf die Kräftigung der Körpermuskulatur (insbesondere der Bauchmuskulatur) ab.

Sie ist sehr wirkungsvoll, wenn man sie richtig und regelmäßig ausführt, und hilft auch, an einer guten Atmung zu arbeiten.

Die Grundprinzipien von Pilates

Nicht alle Wellness-Sportarten haben eigene Werte und Regeln, die von allen, die den Sport betreiben, beherrscht werden.

Umso interessanter ist es, einen Blick auf die großen Prinzipien von Pilates zu werfen, um diese Technik besser verstehen zu können.

Zunächst einmal geht es beim Pilates um die sanfte Stärkung von Körper und Geist.

Dank der Bedeutung von Atmung und zahlreichen Kräftigungsübungen und Elementen von Gymnastik und Yoga ist dies ein ganzheitlicher, aber trotzdem sanfter Sport.

Er erlaubt es uns, uns zu stärken, aber gleichzeitig unser Wohlbefinden zu erhöhen und unseren „inneren Garten“ zu pflegen.

Ein weiterer Eckpfeiler von Pilates ist die Atmung. Sie ist der Schlüssel zur Effizienz dieser Trainingsform.

Diese Methode hilft einem, die Atmung auf das auszurichten, was man erreichen will, und so Herr seines Bewusstseins und Körpers zu werden. Das hilft enorm, sich selbst besser kennenzulernen!

Wem bringt Yoga Pilates etwas? Pilates ist für praktisch jeden geeignet. | Quelle: Unsplash

Wie bereits erwähnt, ist ein weiteres Grundprinzip von Pilates, Körper & Geist in Einklang zu bringen und sich dabei seiner Willensstärke zu bedienen.

Ziel ist die Harmonie dieser drei Elemente, geleitet durch Atemübungen, Sportübungen und Muskeltraining, die regelmäßige oder sogar tägliche Workouts ermöglichen. (So ähnlich wie beim Yoga eigentlich.)

Ein weiteres wichtiges Element beim Pilates ist die Zentrierung, die von Joseph Pilates auch „Powerhouse“ genannt wurde.

Damit wird die Körperpartie zwischen Brustkorb und Becken bezeichnet, die man durch eine Aneinanderreihung verschiedener Übungen am meisten trainiert.

Sinn und Zweck: eine bessere Stabilisierung, eine ideale Kontrolle und eine optimale Koordination der Bewegungen.

Kurzum: Pilates ist eine ganzheitliche und vielschichtige Disziplin, die zahlreiche zeitlose Werte verbindet und für jeden etwas zu bieten hat!

Los geht‘s, probier es jetzt aus!

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