Poetry Slam liegt zwischen Rap und Dichtung. Texte Schreiben ist das Fundament vom Poetry Slam, aber gleichzeitig ist es eine Bühnenkunst, die von der Poesie ausgehend Gesang, Kabarett, Erzählung und sogar Schauspiel verbindet.

Wer Poetry Slam lernen möchte, sollte sich sowohl Texte von bekannten Poetry Slammer*innen anschauen, als auch eigene Poetry Slam Texte schreiben. Da Poetry Slam stark auf persönlichen Erfahrungen aufbaut, kommt Ihr nicht drum rum. Es wird leider nicht reichen, die Texte anderer Slammer*innen zu interpretieren.

Hier also unsere Schritt für Schritt Anleitung für Alle, die Poetry Slam schreiben lernen möchten!

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Erster Schritt: Poetry Slams anhören

Ähnlich, wie wenn Ihr Rappen lernen möchtet, müsst Ihr auch in den Poetry Slam voll eintauchen und Euch am besten die Werke verschiedener Künstler*innen anhören. Poetry Slam ist eine Form der Poesie und kann unterschiedlich aussehen. Jede*r Künstler*in hat eine eigene Vortragsart, einen anderen Rhythmus, usw…

Poetry Slam schreiben lernen geht auf jeder Sprache.
Deutsch, Französisch, Englisch... Ihr könnt auf jeder erdenklichen Sprache Poetry Slam Texte schreiben! | Quelle: unsplash

Es lohnt sich, verschiedene Stilrichtungen an Poetry Slams anzuhören, um Euch nicht auf einen einzuschießen und Euren eigenen Stil zu entwickeln. Poetry Slam schreiben bedeutet ja vor allem, ein Gedicht zum Vortragen zu schreiben. Deshalb solltet Ihr nicht nur offen gegenüber allen Stilen an Poetry Slams bleiben, sondern Eure Kreativität und Inspiration auch durch verschiedenen Musikrichtungen fördern.

Schießt Euch also nicht auf einen Musikstil ein und hört verschiedene Genres, um verschiedene Rhythmen kennenzulernen.

Zweiter Schritt: Einen Poetry Slam analysieren

Nehmen wir einen der bekanntesten Poetry Slammer*innen Deutschlands, Sebastian 23, als Beispiel. Seit mehr als 20 Jahren ist er schon aktiv und hat seitdem einiges an tollen Poetry Slams geliefert!

Sebastian 23, genau wie jede*r andere Poetry Slammer*in, hat einen individuellen Slam Stil. Ihr könnt Euch den Text, die Atempausen, Wortspiele und Reime anschauen und sogar seine Bühnenpräsenz und Aussprache analysieren.

“Bäume sind Büsche auf Balken.

Schrauben sind Nägel mit Falten.

Zugfahren ist Fließen auf Gleisen.

Flüsse sind Meere auf Reisen.

Träume sind Schlaf mit Ideen,

Igel Kakteen, die gehen.

Fenster sind gläserne Mauern,

Und Berge Wellen, die dauern.”

Wer Poetry Slam Texte schreiben möchte, sollte fremde Poetry Slams analysieren.
Vor dem Schreiben ist es sinnvoll, fremde Poetry Slams zu analysieren! | Quelle: unsplash

Nehmt Euch die Zeit, jeden Vers zu analysieren, den Rhythmus und die Aussprache und schlussendlich das gesamte Werk nachzuahmen.

Dritter Schritt: Einen Poetry Slam interpretieren

Wer gut im Singen werden möchte, fängt meistens damit an, bekannte Lieder nachzuahmen. Genauso wählt Ihr also auch hier einen Poetry Slam aus, den Ihr mögt, und versucht Ihn und die Vertragsweise des Slammers oder der Slammerin zu kopieren, nachdem Ihr ihn analysiert habt.

Poetry Slam ist gesprochene Poesie, deshalb spielen Poetry Slammer*innen mit Betonung, Tempo und Lautstärke Ihrer Stimme. Slammer*innen sind Dichter der Moderne. Man muss sich erstmal trauen, auf die Bühne zu gehen und sich vor einem Publikum auf diese Art preiszugeben.

Hier ein Ausschnitt aus Sebastian 23’s Poetry Slam Online Sein:

”George Orwell hat einmal geschrieben: 'Wer verstehen will, wie sehr Maschinen unseren Alltag bestimmen, der möge sich jetzt sofort einmal umschauen.'

Er schrieb dies 1932.

Heute ist 1984.

Ich bin online. Sonst nichts.”

Abgeschnittene Sätze, Wortwitze, Rhythmuswechsel - alles dabei!

Ein guter Poetry Slam umfasst auch eine gute Vortragsweise.
Genauso wichtig wie der Poetry Slam Text an sich ist dessen Vortragsweise! | Quelle: unsplash

Beim Poetry Slam schreiben ist Eure Vortragsweise mindestens so wichtig wie der Text, ähnlich wie beim Rap. Ein häufiger Fehler beim Rappen ist es, das zu missachten und auch beim Poetry Slam sollte Euch das nicht passieren. Für manche ist Erstere aber der schwierigste Teil. Seid Ihr einmal so weit, den Slam während der Originalversion zu sprechen, solltet Ihr es A-Cappella versuchen. Eure Stimme ist schließlich das wichtigste.

Zögert nicht, mit Privatlehrer*innen zu arbeiten, um an Eurer Aussprache, Eurem Sprachstil und Eurer Bühnenpräsenz zu arbeiten. Jede Sitzung lernt Ihr, Eure Emotionen freier vorzutragen und sie dem Publikum näherzubringen.

Wer bessere Poetry Slam Texte schreiben will, kann auch vom Rap viel lernen. Einige Fehler von Rapanfänger*innen kommen auch im Poetry Slam häufig vor, achtet also drauf.

Vierter Schritt: Einen eigenen Poetry Slam selber schreiben

Zu Poetry Slam gehört natürlich auch kreatives Schreiben. Wer nur Texte von anderen Künstler*innen interpretiert, ist bei weitem noch kein*e Poetry Slammer*in.

1. Ein Thema auswählen

Aller Anfang ist schwer, auch beim Poetry Slam. Ein Seminar für kreatives Schreiben könnte sicher dabei helfen, Euch den Umgang mit Wortspielen und Poesie Schritt für Schritt näher zu bringen.

Für den Anfang braucht Ihr ein Thema, das Euch interessiert: Frieden, Solidarität, die Umwelt, Liebe, Freundschaft…

Der Beginn ist vor allem deshalb so schwer, weil Viele von Anfang an Perfektion erwarten, seien es Reime, Wortspiele oder ganze Verse. Versucht, Euch von dieser Einstellung zu befreien. Schreiben ist ein Prozess der Kreation.

Fangt damit an, Euch Gedanken zum Thema zu machen und versucht, Eure Gedanken poetisch zu fassen: Was möchtet Ihr über Themen wie Alltagsstress oder Liebe sagen? Schreibt diese Gedanken auf oder sprecht sie einfach auf Euer Smartphone. Irgendwann kommen die Ideen, die Ihr aufschreiben wollt, von alleine. Mit diesen Grundgedanken und Schlüsselwörter könnt Ihr dann Euren Text anfangen.

Wenn Ihr beispielsweise über den Corona-Lockdown schreiben wollt könntet Ihr (falls zutreffend) aufschreiben: Ich habe keine Energie mehr, es dauert so lange, ich vermisse meine Freund*innen, das zu Hause rumhocken ist anstrengend, mir ist langweilig, die Zukunft macht mir Angst…

Mit diesen Gedanken könnt Ihr Euren Poetry Slam zum Corona-Lockdown anfangen. Damit ist es im Anschluss einfacher, Euren Poetry Slam weiter zu entwickeln. Ihr könnt dann im zweiten Schritt Reime, Metaphern oder Wortspiele hinzufügen.

Noch ein Tipp: Die französische Schreibweise écriture automatique kann Euch dabei helfen, freier und ohne zu viel nachdenken zu schreiben. Das Grundprinzip ist, dass Ihr für eine bestimmte Zeit (zehn Minuten zum Beispiel) schreibt, ohne aufhören. Ziel ist es, all Eure Gedanken und Gefühle ungefiltert und unreflektiert zu Papier zu bringen.

Fangt mit Eurem Thema an und schreibt alles auf, was Euch dazu einfällt. Es werden einige Sätze zustande kommen, die Ihr rausstreichen werdet, aber auch die ersten Textstücke entwickeln sich so. Die Technik mag am Anfang schwierig klingen, aber wagt Euch ein paar mal dran, mit der Zeit wird es immer einfacher.

2. Euren Text schreiben

Ist die Grundlage Eures Textes einmal gelegt, könnt Ihr versuchen die Ideen in poetischer Form umzuschreiben. Ab diesem Punkt ergibt es Sinn, sich über Reime und Wortspiele Gedanken zu machen, aber wenn Euch keine einfallen, ist das nicht so schlimm.

Auch beim Poetry Slam lernen gilt: Übung macht den Meister.
Egal ob Schreibmaschine oder Laptop, das wichtigste beim Poetry Slam ist, dass Ihr übt! | Quelle: unsplash

Beginnt mit der Geschichte, die Ihr erzählen wollt und der Aussage, die Euer Poetry Slam treffen soll. Die Lust am Schreiben ist dabei unumgänglich. Euer Ziel sollte es sein, Schritt für Schritt voranzukommen und dem finalen Text mit groben Strukturen immer näher zu kommen. Ihr könnt diese Version auch laut vorlesen, um ihr Potential zu testen.

Passt auf, nicht zu viele Konjunktionen wie und, also oder weil zu verwenden. Ihr müsst sie nicht komplett rausstreichen, aber zumindest minimieren, da sie den Rhythmus Eures Poetry Slams brechen können.

3. Euren Text ausschmücken

Wenn Ihr fertig seid mit dem Poetry Slam Text Schreiben, ist die Arbeit noch nicht getan. Jetzt geht es darum, Euren Text auszuschmücken und unvergesslich für’s Publikum zu machen. Auch hier ist die Parallele zum Rap stark: Beim Rap Texte schreiben müsst Ihr ebenfalls darauf achten, einen stilistisch ansprechenden Text zu schaffen.

Achtet darauf, einen Reim nicht zu oft zu wiederholen. Im Deutschen ist es recht einfach, Verben im Infinitiv aufeinander zu reimen, was im Überfluss etwas billig wirken kann. Durch abwechslungsreiche Reime wird Euer Text ansprechender.

Vermeidet überflüssige Verse und wiederholt Euch nicht zu häufig. Manchmal ist im ersten Paragraph alles gesagt und der Rest des Textes verkommt zu einer Zusammenfassung oder Paraphrase. Euer Texte sollte eine Entwicklung aufweisen. Wiederholt nicht immer die gleiche Idee, bringt jeden Vers und jede Strophe etwas neues ein.

Gleichermaßen solltet Ihr aufpassen, einzelne Wörter zu oft zu wiederholen: Mit Synonymen seid Ihr stilistisch oft besser aufgestellt. Trotzdem kann eine vielfache Wiederholung in bestimmten Fällen auch ein rhetorisches Mittel sein, das Eurem Text Tiefe verleiht.

Poetry Slam ist Poesie, also spart auch nicht mit Metaphern, Vergleichen und Wortbildern.

Mit einem Synonym- und Reimwörterbuch seid Ihr sicherlich gut aufgestellt. Aber auch auf dem Smartphone gibt es tolle Apps wie Doppelreim, mit denen Ihr Reime und Synonyme finden könnt. Das hilft natürlich auch dann, wenn es darum geht, Rap Texte zu schreiben!

4. Bei einer Poetry Slam Open Mic Night mitmachen

Wer lernen möchte, Texte vorzutragen und die eigenen Emotionen zu übertragen, kommt nicht an einer Bühne mit echten Zuschauer*innen vorbei. Erst dadurch könnt Ihr die Qualität Eures Textes, aber auch die Eurer Vortragsweise überprüfen.

Die ist beim Poetry Slam entscheidend. Mit Schreibkursen und Workshops zu kreativem Schreiben könnt Ihr gute Poetry Slam Texte schreiben lernen, aber früher oder später führt kein Weg dran vorbei, bei einer Open Mic Night oder einem Poetry Slam Wettbewerb mitzumachen.

Also, auf geht’s! Schreibt Eure Poetry Slam Texte gerne in die Kommentare, wir sind neugierig, was Ihr so drauf habt!

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Siad

Student der Poltikwissenschaft, Hobbiefotograf und Kochbegeisterter. Spezialität: Hummus