Ihr wollt Rapper*innen werden? Dann nehmt Stift und Papier in die Hand und lernt, wie man eigene Rap Texte schreiben kann. Eminem, Dr. Dre, Sido, Farid Bang… all diese Rapper können gute Rap Texte schreiben. Denn zu Ihrem Erfolg im Rap gehört nicht nur Flow und Auftreten, sondern auch die Bereitschaft, aus dem eigenen Leben zu erzählen.

Wenn Ihr also einen Rap Song schreiben wollt, schaut Euch unsere Tipps an!

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Einen Rap Song im Takt schreiben: Die Grundlagen

Fangen wir mit den Grundlagen an. Vor allem im Rap schreibt man Songs gerne mit 16 Takten. Diese 16 Takte entsprechen dann einer Strophe.

Ein Takt ist eine Zeiteinheit. In der Welt von Rap und Hip-Hop besteht ein Takt meistens aus vier Grundschlägen oder Beats. Die Schläge zeichnen sich durch eine bestimmte Frequenz aus. Im Rap geben meistens die Snares oder der Bass die Grundschläge.

Lyrische Fähigkeiten helfen dabei, gute Rap Texte schreiben zu können.
Daran führt nichts dran vorbei: Ihr werdet Euren Kopf anstrengen müssen! | Quelle: unsplash

In 16 Takten zu schreiben bedeutet also 16 mal einen Takt aus vier Grundschlägen zu schreiben, insgesamt also 64 Grundschläge. Je schneller das Tempo, desto kürzer fallen die Grundschläge aus. Das klassische Format der meisten Lieder in Europa ist 16 Takte, Refrain, 16 Takte, Refrain… Ihr könnt aber auch nur Strophen schreiben und den Refrain auslassen.

Erster Schritt: Die Instrumentierung bestimmen

Vor dem Schreiben solltet Ihr wissen, welches Instrumental Ihr verwenden wollt. Es sollte Euch inspirieren, Emotionen auslösen und Ideen schaffen. Einige passende Beats findet Ihr zum Beispiel auf der Seite beatbruecke.de.

Dann könnt Ihr auch schon mit dem Rap Text Schreiben anfangen, was deutlich einfacher ist, sobald Ihr einmal den Flow und den Beat festgelegt habt.

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Zweiter Schritt: Brainstorming und Themenwahl

Um ein Thema für Euer Lied zu finden, könnt Ihr mit einer Schreibaufgabe beginnen: Schreibt einfach alles auf, was Euch durch den Kopf geht und woran Euch der Beat erinnert. So kommt Ihr Schritt für Schritt zu einem Thema, über das Ihr Euren Rap Song schreiben könnt. Oder Ihr bestimmt ein zufälliges Thema und schreibt einfach Ideen dazu auf.

Für den Anfang ist es hilfreich, große Themen wie Liebe, Freundschaft, Wut, Angst oder Vergangenheit zu nehmen. Dadurch habt Ihr den Freiraum, Eure Perspektive darzustellen, ohne Euch auf etwas einzuschießen. Das gleiche Thema könnte bei zwei Künstler*innen in zwei radikal unterschiedlichen Liedern resultieren, abhängig von deren Erfahrungen und Charakter.

Übrigens, wenn Ihr Inspiration sammeln möchtet, findet Ihr beim Poetry Slam sehr interessante Themen. Ihr müsst nicht selber Poetry Slam lernen um von der Fülle der spannenden Texte zu profitieren und sie für Eure Themenwahl zu verwenden.

Dritter Schritt: Strukturiert Euren Song wie ein Drehbuch

Vielleicht hattet Ihr beim Schreiben der ersten Strophe keine Probleme, wisst aber bei der zweiten Strophe einfach nicht mehr weiter. Hier hilft es, sich bei Drehbuchautor*innen nach Tipps umzuschauen.

Die Struktur Eures Liedes

Die Lösung: Denkt Euren Rap Song wie eine Geschichte aus einem Film, wie ein Drehbuch eben, dass sich wandelt und fortentwickelt (inklusive Einstieg, Höhepunkt und Schluss):

  • Erste Strophe: Beschreibung der Situation
  • Zweite Strophe: Handlung
  • Dritte Strophe: Rückkehr zur Situation
  • Vierte Strophe: Ergebnis
Eine gute Performance funktioniert selten ohne starke Rap Texte.
Wenn Ihr Euer Publikum begeistern wollt, muss der Rap Text sitzen! | Quelle: unsplash

Euer Lied sollte eine logische Abfolge haben, die die Aufmerksamkeit Eurer Zuhörer*innen behält.

Wie legt Ihr mit einer Strophe los?

Fangt am besten stark an, um die Leute direkt zu catchen:

  • Ihr könnt mit einer Punchline anfangen
  • Startet mit schnellem Flow und nutzt dafür Alliterationen auf [t], [d] und [b]
  • Nehmt ein witziges Wortspiel her

Der Refrain

Der Refrain ist keine Pflicht, aber wer eine breite Zuhörerschaft haben will, fährt mit einem Refrain meistens gut. Hier ein paar Tipps dazu:

  • Der Refrain sollte sich inhaltlich an die Strophen anpassen: Am besten fasst er die Strophen zusammen
  • Er sollte klar von den Strophen und dem Rest des Textes unterscheidbar sein: Wenn die Strophen mit langen Takten geschrieben sind, könnt Ihr hier kurze Takte nutzen. Außerdem könnt Ihr den Refrain mit rhetorischen Figuren wie Alliterationen und Assonanzen rhythmischer machen und den Rhythmus variieren oder sogar singen.
  • Analysiert die Refrains, die Euch auffallen, egal, aus welchem Genre. Warum ist er Euch in Erinnerung geblieben, was mögt Ihr daran?

Tipp zum kreativen Schreiben: Fangt mit dem Refrain an, wenn Ihr einen habt!

Vierter Schritt: Punchlines ginden

Eine Punchline im Rap ist ein Satz, der reinhaut! So etwas zu schreiben ist nicht immer einfach, hier also ein paar Tipps:

  • Besinnt Euch immer auf die Message, die Ihr rüberbringen wollt
  • Nutzt Wortspiele: Verschafft Euch einen Überblick zu dem lexikalischen Feld, in das Euer Thema fällt und spielt mit Homonymen (gleichklingende Wörter). Beispiele: “Halt den Rand, wie Tellerwäscher!”
  • Nutzt Humor
  • Haltet ein Reimwörterbuch oder eine entsprechende App bereit und achtet auf Eure Mitmenschen, wenn sie sprechen: Vor allem in alltäglichen Gesprächen überhört man häufig Sachen, die sich echt gut in einem Rap Song machen würden. Ausdrücke von den Großeltern, Zungenbrecher, schlecht ausgesprochene Wörter von kleinen Geschwistern. Gute Ideen kommen selten, wenn man stur auf ein leeres Papier oder einen Laptop starrt, nutzt die Spontaneität des alltäglichen Lebens und schreibt Einfälle auf, wenn sie kommen!
Um eine große Zuhörerschaft zu bekommen, helfen gute Punchlines.
Die Essenz vieler Rap Songs: Starke Punchlines, die die Menge begeistern! | Quelle: unsplash

Beim Rappen gibt es übrigens einige Fehler, die Rapper*innen vermeiden sollten! Dazu gehört es auch, uninspirierte Texte zu schreiben. Um das zu vermeiden, solltet Ihr die wichtigsten Stilmittel im Rap kennen:

  • Allegorie: Ein Bild, das eine abstrakte Idee darstellt, um sie konkreter zu machen.
  • Alliteration: Wiederholung eines Anfangsbuchstaben zur Unterstützung einer Aussage, z. B. des [s]- oder [t]-Lauts
  • Anapher: Wiederholung eines oder mehrerer Wörter am Anfang eines Satzes, um eine Idee zu verstärken oder einen symmetrischen Effekt zu erzeugen. Zum Beispiel: "Ich liebte ein Mädchen in Blankenese, die trug die Haare so wie Jonathan Meese / Ich liebte ein Mädchen in der Hafen-City, die ging Nachts los und bomte Graffiti” Fettes Brot - Für immer immer 
  • Assonanz: Die Wiederholung eines Vokallauts wie [o], [a] oder [i] zur Unterstützung einer Aussage
  • Vergleich: Zwei Elemente mit Hilfe von "wie" in Beziehung setzen, um sie zusammenzubringen. Zum Beispiel: "Und dein Kopf dreht sich im Kreis so wie Uhrzeiger” SSIO - Nuttööö
  • Aufzählung: Mehrere Elemente werden gezählt, nur durch Kommata getrennt, um eine Idee zu verstärken. Zum Beispiel: "Fassen wir jetzt noch mal zur Übersicht zusammen / Das Nichts, der Urknall, Menschheit, Untergang" Käpt’n Peng - Sockosophie
  • Euphemismus: Eine mildere Ausdrucksweise unangenehmer Dinge, die die Wahrheit abschwächt oder Vulgarität vermeidet.
  • Gradation: Aufzählung von Elementen mit zunehmendem oder abnehmendem Ausdruck, um eine Idee zu verstärken. Zum Beispiel: "My hand going through your hair, I'd spend the night, the day, even my life there" Ash Kidd - Motel
  • Hyperbel: Übertreibung einer Idee zur Karikatur oder zum Ausdruck eines extremen Gefühls. Zum Beispiel: "Motiviert in den Morgen, mal sad, mal so funny / Erst Mister Important, dann Mister Nobody” RAF Camora - So lala
  • Litote: Doppelte Verneinung oder Verneinung des Gegenteils zur Verstärkung der eigentlichen Idee. Zum Beispiel: "Vertraut euerm Kind, ihr werdet nicht enttäuscht / Meine Mutter hat das auch geschafft und sie hat es nicht bereut” Sido - Schlechtes Vorbild
  • Metapher: Kurz gesagt ein Vergleich ohne “wie”. Zum Beispiel: "Yeah, 5th Avenue, Upper Eastside / Ein Blick aus der Plaza-Suite reicht 'ne Galaxie weit” Kollegah - Empire State of Grind
  • Metonymie: Ein Begriff wird durch einen anderen ersetzt, der mit dem ersten in einer impliziten Weise verbunden ist. Dies sind in der Regel gängige Ausdrücke.Negativitäte
  • Neologismus: Ein Begriff, der von Grund auf neu erfunden wurde, um Zuhörer zu überraschen und zu beeindrucken. Zum Beispiel: "Wortgewalttätig, aber masterpiece-ig drauf” Beginner - Ahnma
  • Oxymoron: zwei Wörter, die aufeinander folgen, aber entgegengesetzt sind und so einen Überraschungseffekt erzeugen.
  • Personifizierung: Konzepten oder Objekten werden menschliche oder tierische Eigenschaften zugeschrieben, um eine Idee verständlicher zu machen.
  • Synekdoche: Ein Wort wird durch einen Begriff aus demselben Begriffsfeld ersetzt, mal mit weiterer, mal mit engerer Bedeutung, um eine Idee zu illustrieren.

Punchlines sind nicht Pflicht, aber sie können Euren Song Nachdruck verleihen. Punchlines verwenden bedeutet übrigens nicht zwingend, andere Rapper*innen fertig zu machen. Denkt immer an Eure Message!

Um starke Strophen zu schreiben sollten Eure Punchlines am Anfang oder am Ende stehen. Manche Rapper*innen sehen die Punchline wie einen rechten Haken beim Boxen, als dass man es nicht mit ihnen übertreiben sollte. Andere wiederum nehmen gut und gerne vier Punchlines auf vier Strophen, ohne zu zögern.

Fünfter Schritt: Reime finden

Reime sind meistens am Ende der Strophe, egal ob bei Conscious Rap, Trap, Oldschool oder Grime. Aber auch mitten in der Strophe können sie gut klingen. Nachdem Euer Text Struktur und Punchlines hat, könnt Ihr Euch um die Reime kümmern.

Ein guter Rap Song hat gute Reime.
Am Ende müssen auch die Reime Eures Textes sitzen! | Quelle: unsplash

Hier die vier grundlegenden Reimtypen:

  • Unsaubere Reime: Sie basieren nur auf einem Vokal und sollten eher spärlich verwendet werden (etwa mitten in der Strophe).
  • Doppelreime: Enden auf ein Vokal und einen Konsonanten (flehen - gehen zum Beispiel). Infinitive auf “en” gehören dazu, sollten aber spärlich verwendet werden, da der Text sonst schnell eintönig wird.
  • Saubere Reime mit mindesten drei gleichen Elementen (Hofnarr’n - Koksfarm)
  • Reime mit mehreren Übereinstimmungen (Fake Ass-G - KFC)

Außerdem gibt es verschiedene Reimschemen:

  • Der Paarreim: A-A-B-B
  • Der Kreuzreim: A-B-A-B
  • Der umarmende Reim: A-B-B-A
  • Der Haufenreim: A-A-A-A

Mit einem Reimwörterbuch macht Ihr Euch das Leben übrigens um einiges einfacher!

Und nicht vergessen, ein guter Rap Text lebt von Ehrlichkeit und der Universalität Eurer Erfahrungen (irgendwer wird sich in Eurem Rap Text immer wiederfinden). Vor allem aber müsst Ihr Durchhaltevermögen zeigen! Am Anfang werden Eure Texte wenig taugen, aber mit viel Übung und Geduld, Selbstkritik und Beharrlichkeit kommt Ihr irgendwann ans Ziel. Es kann anstrengend sein, aber Ihr könnt es schaffen, wir glauben an Euch!

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Siad

Student der Poltikwissenschaft, Hobbiefotograf und Kochbegeisterter. Spezialität: Hummus