2020 waren fünf der Top Ten Songs der deutschen Single-Jahrescharts HipHop-Lieder, darunter zwei Lieder von Apache 207. Rap ist gerade hoch im Kurs, vielleicht wollt auch Ihr deshalb Rappen lernen, um ein eigenes Album aufzunehmen, Videos auf YouTube hochzuladen oder einfach nur Eure Freund*innen an gemeinsamen Abenden zu unterhalten.

Wer Rappen lernen möchte, braucht aber andere Fähigkeiten als für einfachen Gesang. Wenn Ihr bereits singen könnt, spart Ihr Euch zwar etwas Zeit beim Erlernen von Rhythmus, aber einige Eigenheiten des Genres müsst Ihr Euch komplett von neu beibringen.

Wenn Ihr unseren Tipps zum Rapper*in werden Schritt für Schritt befolgt und Euch vielleicht sogar Hilfe von außen in Form einer privaten Lehrkraft holt, kommt Ihr aber trotzdem schnell voran!

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Voraussetzung für alle Rapper*innen: Viel Rap hören!

Wer Rapper*in werden möchte, hat meistens eine gewisse Vorliebe für das Genre und hört sich schon viele Rapsongs an. Wenn das nicht auf Euch zutrifft, solltet Ihr schnellstens in die HipHop-Kultur eintauchen, Euch mit den bekanntesten Rap-Künstler*innen bekannt machen, sowie deren Texte, Stileinflüsse und klanglichen Eigenheiten analysieren. Ihr werdet nicht drumrum kommen, Euch an den Sound von Rap zu gewöhnen. Genauso wie Ihr auch nicht drumrum kommt, Euch viele Poetry Slams anzuhören, wenn Ihr selber Poetry Slam Texte schreiben wollt.

An Auswahlmöglichkeiten mangelt es eh nicht! Egal ob Ihr lieber Old-School HipHop Heads wie Die Beginner oder Samy Deluxe hören wollt, auf Klassiker wie Kool Savas oder Sido steht oder neuere Acts wie Capital Bra und Hayiti feiert, die deutsche Raplandschaft ist breit und abwechslungsreich. Ganz zu schweigen vom tiefen Pool, großartiger Rap-Künstler*innen aus den USA, sei es Eminem, 2Pac oder Cardi B.

HipHop besteht aus DJing, Rap, Breakdance und Graffiti.
"Ich lebe für HipHop" sagte schon DJ Tomekk und bringt es damit auf den Punkt: HipHop ist ein Lebensgefühl! | Quelle: unsplash

In jedem Fall ist es sinnvoll, sich mehrere Stilrichtungen anzuhören, sowohl US- und Deutschrap, als auch französischen HipHop oder Grime aus Großbritannien. Aber verschließt Euch nicht in der Rapszene. Die besten Künstler*innen, darunter auch Rapper*innen, hören sich verschiedenste Musikgenres an, um daraus Inspiration zu ziehen und das Genre weiterzuentwickeln.

Am Anfang mag das nicht offensichtlich sein, aber Rapper*in sein bedeutete auch eigene Leider schreiben und kreativ sein, und genau hierbei hilft es immer, offen für andere Musikrichtungen und das Umfeld im Allgemeinen sein.

Erster Schritt zum Rap lernen: Rhythmus

Ähnlich wie die anderen beliebten afroamerikanischen Genres (Blues, Gospel, Jazz, Funk) ist auch Rap sehr rhythmisch. 

Häufig wechseln sich Snares und Bass ab, um der Stimme der Künstler*innen Nachdruck zu verschaffen. Die Snares geben eher leichte “Tak”-Sounds von sich, während der Bass für das wuchtige, tiefe “Wumms” zuständig ist. Lernt also, die zwei auseinander zu halten. Hört Euch außerdem die folgenden Beats an, um zu verstehend was mit Bass gemeint ist: 

Wenn Ihr verschiedene Rapsongs hört, fällt dieser häufige Gebrauch von Snares und Bass schnell auf. Manchmal kann das auch zu etwas eintönigen Liedern führen.

Ohne Rhythmus kein Rap.
Der Weg auf die Rap-Bühne ist lang, aber wer den Rhythmus drauf hat, kann es schaffen! | Quelle: unsplash

Das Tempo bewegt sich meistens zwischen 9ß und 105 BpM (Beats per Minute). Noten sind oft synkopiert, d. h. sie werden auf einem schwachen Schlag angeschlagen und auf dem nächsten (starken) Schlag verlängert. Diese Form erinnert stark an die Form des Funks à la James Brown, woraus die ersten Rapsongs entstanden sind:

  • rhythmische Musik
  • abgehackter, gesprochener oder geschriener Gesang
  • stark politisch und gesellschaftskritisch geprägte Texte

Das ist es vielleicht auch, was Euch an Rap interessiert: Der starke Fokus auf Text und Rhetorik! Um Euch also auf den Text konzentrieren zu können und Euch nicht in der Musik zu verlieren, solltet Ihr den Rhythmus schnell lernen.

Zweite Etappe: Übt mit den wichtigsten Liedern

Imitation ist die beste Methode, um sich selber Rap beizubringen. Bevor Ihr eigene Rap Texte schreibt, fangt mit Parts von Liedern an, die Ihr gut kennt und natürlich auch mögt. Am besten zum Üben am Anfang eignen sich Songs mit einem langsamen Tempo.

Ein solcher Track wäre Airwaves von Pashanim. Schaut Euch den Rhythmus und den Flow der Künstler*innen gut an. Imitiert die Aussprache von jeder Silbe. Achtet auch auf Momente, an denen Ihr atmen könnt und nutzt diese.

Rapper*innen kennen sich fast immer gut mit der Kultur aus.
Rap lernen geht Hand in Hand mit dem Hören der größten Rap-Hits! | Quelle: unsplash

Prägt Euch den Part ein und versucht, ihn gleichzeitig mit der Originalversion zu rappen. Sobald Ihr das draufhabt, wagt Euch A-Cappella dran. So könnt Ihr gleichzeitig Euer Gedächtnis testen (auch, wenn Ihr den Text natürlich zur Sicherheit griffbereit haben könnt) und Eure Fähigkeit verbessern, einem Rhythmus ohne Beat zu folgen. Den Text Wort für Wort auswendig zu lernen ist übrigens essentiell. Im Rap habt Ihr keine Zeit, um Worte zu ringen!

Sobald Ihr auch hier fit seid, könnt Ihr versuchen, den Teil auf einer Instrumentalversion des Songs zu rappen. Habt keine Angst, Euch währenddessen aufzunehmen, um Fehler korrigieren zu können.

Am Flow arbeiten: Lernt, Stimmte und Tempo zu beherrschen

Flow ist die Grundlage von Rap. Damit ist der sprachliche und rhythmische Fluss des Textes gemeint. Guter Flow bedeutet, dass die Geschwindigkeit der Stimme mit der Musikkadenz übereinstimmt. Ihr werdet lernen müssen, die Sprech-/Gesangsgeschwindigkeit mit dem Rhythmus der Musik abzustimmen. Flow umfasst aber auch abwechselnde Geschwindigkeit, Intonation, Aussprache, Stimmlage, Modulation und Betonung von bestimmten Wörtern.

Ihr werdet sehen, dass der Flow sehr stark an den Songtext und damit auch die Kadenz, Regelmäßigkeit und Häufung von Reimen gebunden ist. Deshalb ist es für’s Rappen lernen auch so wichtig, Texte gut zu analysieren.

Guter Flow ist enorm wichtig für guten Rap.
Wer guten, sauberen Flow mit professioneller Produktion verbinden kann, kann ein paar ordentliche Songs schaffen! | Quelle: unsplash

Flow ist außerdem sehr stark von der rappenden Person abhängig, er bildet dessen Alleinstellungsmerkmal. Am Anfang werdet Ihr andere Rapper*innen imitieren, aber Schritt für Schritt entwickelt sich ein eigener Stil mitsamt eigenem Flow.

Zu Beginn stehen die Chancen gut, dass Ihr Eure Stimme nicht mögen werdet. Sie klingt vielleicht zu schüchtern, nicht stark genug. Rap erfordert viel Arbeit und bis zur Perfektion Eurer Fähigkeiten im Rappen ist es ein weiter weg. Wir haben deshalb drei Tipps, die Euch dabei helfen sollen, Euren Flow zu verbessern.

Verbessert Eure Aussprache

Aussprache ist ein essentieller Teil von Rap. Wenn Ihr an Eurer Aussprache arbeitet, könnt Ihr auch einen eigenen Stil entwickeln. Wer eine gute Aussprache hat und Konsonanten und Vokale klar singen kann, kann auch besser kontrollieren, welche Silben betont oder unbetont bleiben sollen.

Für eine bessere Aussprache helfen Euch folgende Übungen:

  • Rappt mit einem Stift zwischen den Zähnen. So müsst Ihr Euch mehr anstrengen, um die richtige Aussprache zu schaffen und Euch verständlich auszudrücken. Fangt mit normalem Sprechen an und arbeitet Euch zu schnellem Rappen hoch, ohne den Stift aus den Zähnen rauszunehmen.
  • Übt Zungenbrecher. Jede*r kennt diese kleinen Sätze, die vor allem für Kinder gerne aufsagen: “Brautkleid bleibt Brautkleid und Blaukraut bleibt Blaukraut” oder “Zehn zahme Ziegen zogen zehn Zentner Zucker zum Zoo.” Sie sind perfekt dafür geeignet, an der Aussprache zu arbeiten und je schneller Ihr es versucht, desto schwieriger wird es.

Im Internet lassen sich auch zahlreiche weitere Übungen finden, die Euch garantiert weiterhelfen werden, Schritt für Schritt Eure Aussprache zu verbessern.

Atmung

Rap kann manchmal sehr schnell werden und zwischen all den anderen Dingen, auf die Ihr achten müsst, kann dabei manchmal die Atmung vergessen werden. Aber wer sich klar ausdrücken will, muss auch hierauf achten. Einerseits klingt es nicht gut, wenn man das Einatmen im Song zu laut hört, andererseits kann schlechte Atmung auch dazu führen, dass Ihr aus dem Rhythmus kommt.

  • Trainiert Eure Bauchatmung. Die meisten Menschen atmen in den Brustkorb. Leider nutzt Ihr so nicht Eure gesamten Kapazitäten und generiert so weniger Lautstärke, als Ihr könntet. Wer in den Bauch atmet muss seltener einatmen und kann der Stimme dadurch mehr Wumms und Dynamik verleihen.
  • Haltet Euch gerade, um Luft besser auszuatmen und die Klangwellen ohne Anstrengung zu produzieren. Am besten steht Ihr beim Rappen, anstatt zu sitzen. Wenn Ihr ein Mikrofon habt, solltet Ihr sicherstellen, dass es auf Mundniveau ist und Ihr Euren Kopf nicht senken müsst.
  • Achtet beim Hören von Rapsongs (egal ob 187 Strassenbande, Jay Cole, SSIO oder Kendrick Lamar) auf Atempausen.
  • Schreit nicht, um Eure Stimmbänder zu schonen. Stattdessen könnt Ihr auf andere Art und Weise der Stimme Druck verleihen oder vielleicht das Instrumental vom Song leiser stellen.
  • Rappt über einen ganzen Song hinweg nicht zu schnell: Sonst wird es Euch schwer fallen, Eure Atmung zu kontrollieren.

Schnell Rappen lernen

Der letzte Schritt ist es, schnell Rappen zu lernen. Vielleicht schafft Ihr es irgendwann, Eminem’s Rap God oder Kollegah’s Mondfinsternis zu rappen! Mit guter Aussprache und Atmung könnt Ihr schnell rappen, ohne Wörter zu verschlucken. Schnell Rappen bedeutet nämlich nicht immer gut Rappen. Wer schnell sein möchte sollte deshalb auch bei normaler Geschwindigkeit wissen, wie man Fehler beim Rappen vermeidet.

Durch schnelles Rappen könnt Ihr Euren Flow verbessern, es entspannt sich dadurch nicht nur die Zunge, sondern Ihr seid auch gezwungen, Eure Atmung zu perfektionieren. Wenn Ihr Zungenbrecher in Eure Texte einbaut, steigert Ihr Euch gleichzeitig in einer der Königsdisziplinen des Raps: dem Freestyle!

Also, bereit zum spitten?

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Siad

Student der Poltikwissenschaft, Hobbiefotograf und Kochbegeisterter. Spezialität: Hummus