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Wie man ohne Studium Nachhilfelehrer werden kann

Superprof Blog DE > Privatunterricht > Nachhilfe geben > Ich bin Autodidakt und möchte Nachhilfe Geben: Wie gehe ich vor?

„Jemand, der sich ein bestimmtes Wissen, bestimmte Kenntnisse ausschließlich durch Selbstunterricht angeeignet hat.“

So definiert der Duden den Begriff „Autodidakt“.

Du erkennst Dich in dieser Definition wieder, da Du Deine Kenntnisse in einer Disziplin selbständig, d.h. ohne Unterricht, erworben hast?

Die stetige Entwicklung des Internets ermöglicht seit vielen Jahren einen leichteren Zugang zum Wissen, welches hier in Hülle und Fülle zur Verfügung steht.

Mit Tutorials auf Plattformen wie YouTube, Online-Unterricht, Artikeln und Videos, die in Blogs und Foren bestimmte Kenntnisse verbreiten, ist es heute möglich, sich in Geschichte, Gitarre oder auch Altgriechisch zu perfektionieren, und das ganz ohne Lehrer.

Bücher vervollständigen diese Art des Unterrichts gut.

Selbstunterricht verlangt jedoch viel Motivation. Man muss den Willen haben, sich regelmäßig hinzusetzen und allein, ohne äußeren Zwang, zu lernen. Das ist Dir bewusst.

Nicht wenige brauchen die Unterstützung von außen, um etwas zu lernen und in einem Gebiet Fortschritte zu machen.

Nun möchtest Du Deine Kompetenzen denjenigen vermitteln, die ihre Kenntnisse nicht allein erwerben und vertiefen wollen.

Du möchtest Dein Wissen mit Nachhilfeunterricht weitergeben, um Deinen Schülern zum Erfolg zu verhelfen.

Doch Du weißt nicht, ob Du als Autodidakt überhaupt berechtigt bist, Privatunterricht beim Schüler zu Hause zu geben.

Darf man ohne einen offiziellen Abschluss Nachhilfelehrer werden?

Ist es schwierig, Nachhilfeschüler zu finden, wenn man sich eine Disziplin selbst beigebracht hat?

Kann man dennoch die nötigen didaktischen Fähigkeiten besitzen, um seine Schüler zu unterstützen?

Deine Fragen zum Nachhilfeunterricht sind absolut berechtigt.

Superprof hat sich mit diesem Thema befasst und liefert Dir die Antworten.

Der Autodidakt, ein Konzentrat an Wissen

Während der Autodidakt für gewöhnlich als eine Person betrachtet wird, die sich allein Kenntnisse aneignet, gibt es inzwischen immer mehr kollektive Selbstlernquellen wie z.B. Gruppen, in denen man sein Wissen austauscht, und soziale Lernnetzwerke.

Auch wenn Autodidakten oft als einsame Wölfe angesehen werden, so haben sie doch den Vorteil, ihre eigenen Lernmethoden zu besitzen.

Der Autodidakt ist also die ideale Alternative zu traditionellen Lernweisen.

Selbstlerner lernen nicht immer nur allein. Autodidakten können sich auch zusammentun und ihr Wissen austauschen. | Quelle: visualhunt

Das Selbststudium ist laut des Pädagogen Philippe Meirieu die beste Art und Weise überhaupt, etwas zu erlernen.

Ob mit oder ohne Bildungseinrichtung, ein Autodidakt kann sich Wissen aneignen, weil er motiviert ist.

Nach einem langen Arbeitstag wirkt vielleicht Netflix anziehender, als eine oder zwei Stunden mit einem Buch etwas zu lernen, sich den Kopf zu zerbrechen und versuchen, einen Sachverhalt zu verstehen.

Doch Lernern, die willig sind, sich zu öffnen und neues zu lernen, fällt das leichter.

Sie sind für die Zukunft besser gewappnet, denn ein unstillbares Lernbedürfnis erleichtert das persönliche Wachstum.

In diesem Artikel wirst Du erfahren, wie ein autodidaktischer Lehrer den Nachhilfeunterricht bereichern kann!

Tausende Superprof-Lehrer in Deutschland mit den verschiedensten Profilen

Die Plattform Superprof, die sich ausschließlich dem Nachhilfe- und Privatunterricht widmet, ermöglicht Nachhilfelehrern, kostenlos Ihre Nachhilfeanzeigen zu veröffentlichen und ganz leicht Schüler zu finden.

Von Englisch-Nachhilfe über Geschichtsunterricht bis hin zu Musiklehre und Yoga: Die von einigen Zehntausend Superprof-Lehrern unterrichteten Disziplinen sind vielseitig.

Doch diese Vielseitigkeit hört nicht bei den Fächern auf, im Gegenteil.

Während alle Lehrer gemeinsam haben, ihr Wissen verbreiten zu wollen, sind ihre Niveaus, Bildungswege und Persönlichkeiten – kurz: ihre Profile als Nachhilfelehrer – doch recht unterschiedlich.

Nachhilfelehrer haben die unterschiedlichsten Profile. Viele Profile – ein Ziel: Wissen weitergeben. | Quelle: visualhunt

In ganz Deutschland findet man also auf Superprof:

  • Forscher und ausgebildete Lehrer, die in ihrem Spezialgebiet (Online-)Nachhilfe geben (z.B. Mathematik für Gymnasiasten)
  • Studenten und Gymnasiasten, die Schülern niedrigeren Niveaus bei den Hausaufgaben helfen und mit ihnen für Arbeiten/Klausuren üben (z.B. fürs Abitur)
  • Fachkräfte, die Schülern von ihren Fachkenntnissen und Erfahrungen in einem bestimmten Gebiet Nutzen ziehen lassen (z.B. Buchführung mit einem Buchhalter)
  • Autodidakten, die in einer Disziplin zur Fortbildung eines Schülers beitragen möchten (z.B. Informatikunterricht, in dem sie die Grundlagen des Programmierens erklären)

Wenn Du also Experte im Gitarrenspielen, in der Biologie, der Fotografie oder sogar Gastronomie bist und Dir Deine Kenntnisse allein beigebracht hast, bist Du absolut berechtigt, auf Superprof Privatunterricht zu geben!

Für Dienstleistungen in Privathaushalten, wie z.B. Nachhilfe, wird jedoch vorausgesetzt, dass Du mindestens 13 Jahre alt bist (Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes).

Sprachunterricht: Muttersprachler stehen hoch im Kurs

Neben Fächern wie Mathe, Physik und Deutsch ist bei den Schülern die Nachfrage nach Fremdsprachenunterricht sehr hoch.

Heutzutage gelten Kenntnisse einer Fremdsprache als ausschlaggebend für die berufliche Zukunft.

Eine Fremdsprache bildet einen großen Pluspunkt in jedem Lebenslauf, und die Schüler sind sich dessen bewusst.

Jedoch ist der Fremdsprachenunterricht an der Schule nicht immer ausreichend, um zweisprachig zu werden.

Aus diesem Grunde bildet Privatunterricht zu Hause oft die ideale Lösung für diejenigen, die ihre Sprachkenntnisse vertiefen wollen.

Nachhilfe in Englisch, Spanisch oder Französisch geben nicht nur ausgebildete Lehrer sondern auch Muttersprachler.

Du wurdest in Südamerika, China, Russland oder der USA geboren, bist zweisprachig und möchtest Schülern dabei helfen, in Deiner Muttersprache Fortschritte zu machen?

Dann tu es!

Als Muttersprachler bist Du absolut berechtigt, Privaunterricht zu erteilen. Muttersprachler geben ihren Schülern einen alternativen Blick auf die Sprache. | Quelle: visualhunt

Und für die Schüler und Eltern der Schüler bringt Privatunterricht mit einem muttersprachlichen Lehrer zahlreiche Vorteile:

  • Man erhält mit Anekdoten des Lehrers einen Einblick in die Kultur des jeweiligen Landes
  • Man verbessert sich durch Sprachtraining im Mündlichen
  • Der Lehrer wendet eine spielerische und unterhaltsamere Lehrmethode an

Als zweisprachige Person, die in einem anderen Land als Deutschland geboren wurde, kannst Du also Schülern, die sich in Deiner Sprache verbessern wollen, durchaus Nachhilfe geben.

Ein muttersprachlicher Lehrer arbeitet weniger akademisch und weiß, mit welchen Lehrmitteln er die Aufmerksamkeit seines Schülers gewinnt.

Schon allein die Tatsache, dass Du im Ausland geboren wurdest und die Sitten und Bräuche Deines Heimatlandes kennst, erzeugt wirkungsvolle Anziehungskraft.

Zeige Deinen Nachhilfeschülern auch ruhig Serien und Filme und lese mit ihnen Bücher, mit denen Du Deinen Unterricht interessanter gestaltest und effektiv vertiefst.

So werden Deine Schüler schneller Fortschritte machen.

Aus Freude an der Wissensvermittlung Nachhilfe geben

Was macht einen guten Pädagogen aus?

Er muss den Wunsch haben, seine Kenntnisse zu vermitteln, den Fortschritt seines Schülers einschätzen können sowie in der Lage sein, seinen Unterricht der Persönlichkeit des Schülers anzupassen.

Um dies alles zu können, braucht man keinen Abschluss!

Die Freude am Weitergeben bildet mitunter den wichtigsten Antrieb, um Nachhilfe oder Musikunterricht zu geben. Eine Freude, die das Hauptmerkmal einer guten Pädagogik ist.

Wenn Du mit Herz und Seele unterrichtest, selbst wenn die Nachhilfe für Dich „nur“ ein Studentenjob ist, wird Dein Schüler das merken und entwickelt mehr Motivation fürs Lernen.

Er wird sich nicht dagegen sträuben, mit Dir noch einmal die Grundlagen durchzugehen und intensiver zu lernen.

Vergiss dabei nicht, dass Privatunterricht Einzelunterricht bedeutet, in dem die Lehrmethode an den Schüler angepasst werden muss.

Eine ideale Gelegenheit für Dich, Deine Lehrfähigkeiten zu verbessern.

Ein gutes Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler bildet das A und O. Ein motivierter Lehrer im Nachhilfeunterricht bewirkt, dass auch die Motivation des Schülers ansteigt. | Quelle: visualhunt

Je länger Du verschiedene Schüler unterrichtest, desto größer wird Deine Freude an der Wissensvermittlung und desto perfektionierter Deine Lehrmethode.

Immer schneller wirst Du herausfinden, welche Methode für welchen Schüler am besten geeignet ist.

Infolgedessen entsteht zwischen Deinem Schüler und Dir ein Vertrauensverhältnis, wodurch Deine Freude am Unterrichten noch größer wird.

Der Beruf des Nachhilfelehrers

Abgesehen von einigen Nachhilfeeinrichtungen, die ein Studium (im Gange oder abgeschlossen) verlangen, kannst Du als Autodidakt also durchaus Privatunterricht geben.

Zögere also nicht mehr und entdecke den Beruf des Nachhilfelehrers!

Hier die Schritte, um Schüler für Privatunterricht zu finden:

  1. Verfasse eine Anzeige mit Deinen Kompetenzen und Deinem Tarif
  2. Veröffentliche Sie kostenlos auf Superprof oder einer anderen Internetseite
  3. Antworte den Schülern, die Dich kontaktieren, zügig (Garant für Seriosität)
  4. Gebe die erste Unterrichtsstunde beim Schüler zu Hause
  5. Mache mit ihm einen Test, um sein Niveau und Deine Methode festzulegen
  6. Lege mit dem Schüler die zu erreichenden Ziele sowie die Häufigkeit der Nachhilfestunden fest
  7. Schicke ihm regelmäßig Bilanzen zu, damit er weiß, ob er seine Ziele erreicht hat

Einer der berühmtesten Autodidakten ist sicherlich Steve Jobs, der langjährige CEO von Apple Inc. und Multimillionär!

Man braucht also nicht unbedingt einen Abschluss, um in etwas gut zu sein.

Autodidakten haben eine schöne Zukunft vor sich!

Und das nicht nur als selbstständiger Nachhilfelehrer

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