Was ist Psychiatrie? Leider ist eine psychiatrische Behandlung noch immer mit vielen Vorurteilen behaftet. Viele stereotype Eindrücke der Psychiatrie entstehen aus Filmen oder Büchern, in denen Patienten auf einer Couch liegen und in die tiefen Tiefen ihrer Kindheitserinnerungen eintauchen müssen, um herauszufinden, warum sie in ihrem gegenwärtigen Leben ein Problem mit Angstzuständen oder Essattacken haben. Der Psychiater sitzt schlummernd im Sessel. Die Realität sieht etwas anders aus: Während Kindheitserfahrungen manchmal in der psychiatrischen Behandlung wichtig sind, ist diese Methode definitiv nicht das Standbein des Berufes und die Couch ist out. Moderne Psychiater sind sehr aktiv und haben mitnichten die Zeit, während der Behandlung ein Nickerchen zu machen.

Auch viele der Ängste, die mit einer psychiatrischen Behandlung einhergehen, sind völlig unbegründet, schließlich ist ein Psychiater ein Facharzt für Psychiatrie, also für seelische Leiden. Die Psychiatrie ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich auf die Diagnose, Behandlung und Prävention von psychischen, emotionalen und Verhaltensstörungen konzentriert. Im Gegensatz zum Psychologen, ist ein Psychiater ein Arzt, der sich auf die psychische Gesundheit spezialisiert hat. Psychiater sind qualifiziert, sowohl die psychischen als auch die physischen Ursachen körperlicher und seelischer Probleme zu diagnostizieren und zu behandeln.

Ein verwischtes Bild einer Frau - Innere Verwirrung und seelische Not durchrüttelt das ganze Leben.
Ein Psychiater hilft Dir, wieder klar zu sehen. | Unsplash

Erfahre, welche Ausbildung ein Psychiater durchlaufen hat und wie er seine Patienten behandelt.

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Welche Ausbildung braucht ein Psychiater?

Der Beruf des Psychiaters setzt ein abgeschlossenes Medizinstudium und eine anschließende Facharztausbildung voraus. Das Studium dauert mindestens 12 Semester; in den Semestern elf und zwölf findet das sogenannte Praktische Jahr statt. Angehende Mediziner absolvieren es im Krankenhaus in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie und in einem selbst gewählten Gebiet. Es folgt die Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie, die weitere fünf Jahre in Anspruch nimmt. In dieser Zeit durchlaufen angehende Psychiater verschiedenste Bereiche im Krankenhaus wie die Neurologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und die Psychosomatische Medizin.

Fertig ausgebildete Psychiater arbeiten in der Regel in psychiatrischen Krankenhäusern, in Hochschulkliniken, in Facharztpraxen oder in Forschung und Lehre.

Erfahre auch, was ein Psychologischer Berater macht.

Wann sollte man einen Psychiater aufsuchen?

Menschen suchen aus vielen Gründen psychiatrische Hilfe. Die Probleme können plötzlich auftreten, wie beispielsweise Panikattacken, beängstigende Halluzinationen oder Selbstmordgedanken. Andere psychische Probleme stellen sich schleichend ein wie Gefühle von Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Essstörungen oder Angst oder Probleme, die dazu führen, dass sich der Alltag verzerrt oder außer Kontrolle anfühlt. Viel zu oft begeben sich Patienten erst sehr spät in Behandlung. Viele Menschen tendieren dazu, zunächst selbst mit ihren Problemen fertig werden zu wollen und brauchen viel Zeit, um festzustellen,  dass professionelle Hilfe notwendig ist. Es ist nicht einfach, bei psychischen Problemen zu wissen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, sich professionelle Hilfe zu holen. Wie merkt man also, wann die Grenze erreicht ist, an der es nicht mehr weitergeht und man handeln sollte?

Grundsätzlich solltest Du wissen, dass es kein Problem gibt, das zu unwichtig für einen Besuch beim Psychiater ist. Wenn Dein Problem groß genug ist, um Dir den Alltag zu vermiesen, dann ist es auch groß genug, um behandelt zu werden. Vielleicht ist es wirklich kein Riesen-Problem, aber Du schaffst es trotzdem nicht, es alleine zu lösen? Umso besser! Dann reicht vielleicht schon ein einziges Gespräch mit einem Psychiater, um Dir zu helfen und es ist keine weitere Therapie notwendig. Aber warum solltest Du Dich lange alleine mit dem Problem herumschlagen, das sich zudem vielleicht, wenn Du es nicht angehst, zu einem Riesen-Problem auswächst?

Ein schwarz-weißes Bild einer überlebensgroßen Spinne und einer kleinen. Gestalt daneben. Auch bei einer Spinnen-Phobie hilft eine Therapie
Ein paar Sitzungen reichen in der Regel, um Phobien zu behandeln. | Unsplash

Wenn es sich allerdings bei Deinem Anliegen von Anfang an um ein schwerwiegenderes Problem handelt, dann solltest Du ohnehin frühzeitig mit einer Behandlung beginnen. Auf jeden Fall ist es also eine gute Idee, zumindest ein Erstgespräch zu vereinbaren. Dort kann Dein Anliegen mit dem Psychiater besprochen werden und – wenn notwendig – vereinbart ihr weitere Termine.

Manche psychiatrischen Erkrankungen können auch körperliche Symptome hervorrufen. Diese werden in der Regel vom Hausarzt behandelt, wobei aber die zu Grunde liegende Ursache häufig unentdeckt bleibt, weil es eben keine körperliche Ursache gibt. Wenn Du die Vermutung hast, dass Deine körperlichen Symptome eine psychische Ursache haben könnten, dann solltest Du Dich ebenfalls an einen Psychiater wenden.

Eine Psychotherapie ist eine gute Gelegenheit, den nächsten Schritt zu planen, herauszufinden, was man will und wie man sein Leben verbessern kann. Der Besuch bei einem Psychiater ist die Möglichkeit, an selbstzerstörerischen Verhaltensweisen zu arbeiten und sie in eine positive Richtung zu ändern.

Wie diagnostiziert ein Psychiater Patienten?

Als Fachärzte können Psychiater eine ganze Reihe von labormedizinischen und psychologischen Untersuchungen anordnen oder durchführen, die in Verbindung mit Gesprächen mit den Patienten helfen, sich ein Bild von der körperlichen und psychischen Verfassung des Patienten zu machen. Auf der Grundlage Deiner psychischen und körperlichen Symptome stellt der Psychiater eine Diagnose und entwickelt einen Plan für Deine Behandlung und Genesung.

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Wobei kann ein Psychiater helfen?

Grundsätzlich kannst Du Dich mit allen psychischen Problemen und Symptomen an einen Psychiater wenden. Einige typische Symptome sind

  • Antriebslosigkeit
  • Ängste aller Art
  • das Hören von Stimmen
  • Panikattacken
  • persönliche Krisen
  • das Gefühl „nicht mehr zu können“
  • ständige Unruhe
  • Fressattacken
Eine Person sitzt auf dem Boden vor ihrem Bett und hält sich weinend eine Hand an den Kopf.
Wenn Du unter Depressionen leidest, kann ein Psychiater helfen. | Unsplash

Die meisten psychischen Erkrankungen können erfolgreich behandelt werden. Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung können Ärzte für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Psychologische Psychotherapeuten direkt aufsuchen, Du benötigst also keine Überweisung durch einen Hausarzt. Generell sollte die Behandlung drei Sitzungen pro Woche nicht überschreiten. Üblich sind ein bis zwei Termine. Eine Sitzung dauert in der Regel 50 Minuten. Die Verhaltenstherapie und die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie sind schon als Kurzzeittherapie mit 25 Stunden möglich.

Verschreiben Psychiater immer Medikamente?

Häufig beinhalten die Arbeit des Psychiaters das Verschreiben von Medikamenten. Für viele Patienten ist diese Vorstellung abschreckend. Viele Menschen wollen auf gar keinen Fall psychopharmakologische Medikamente einnehmen. In vielen Fällen brauchen sie das auch nicht. Eine Behandlung kann auch ohne Medikamente erfolgen. Aber Du solltest dem Psychiater vertrauen: Er kann beurteilen, ob ein Medikament wirklich notwendig ist oder nicht und gegebenenfalls Alternativen aufzeigen. Unter Umständen wird er Dir raten, eine Psychotherapie zu beginnen. Die Entscheidung, ob es sinnvoller für Dich wäre, zu einem Psychotherapeuten oder einem Psychiater zu gehen, kann gemeinsam mit dem Psychiater getroffen werden. Vielleicht hat Dein Hausarzt Dir bereits ein Medikament verschrieben. In diesem Fall kann es eine gute Idee sein, Rücksprache mit einem Psychiater zu halten: In den meisten Fällen stehen verschiedene Medikamente zur Auswahl und der Psychiater kann die Behandlung individuell an Deine Bedürfnisse anpassen.

Zu den Nebenwirkungen von Psychopharmaka

Die Angst vor Medikamenten entsteht häufig durch die Angst vor möglichen Nebenwirkungen. Selbst wenn es nur Schmerztabletten sind - wer die Beipackzettel von Medikamenten liest, braucht oft starke Nerven: Die Aufzählung der möglichen Nebenwirkungen ist endlos, ganz gleich, wie selten die womöglich auftreten. Die Furcht vor Nebenwirkungen ist verständlich, aber der Psychiater kann helfen, den Beipackzettel korrekt zu interpretieren und im Fall der Fälle richtig zu reagieren. In der Regel ist die Angst vor Nebenwirkungen unbegründet und sollte Dich auf keinen Fall von einer Behandlung abhalten.

Du bist auch nicht „verrückt“, weil Du einen Psychiater aufsuchst und Medikamente nimmst. Oft geht es bei der Medikamenteneinnahme darum, chemische Ungleichgewichte zu korrigieren und die Symptome zu lindern.

Wenn Du Bedenken hast, spreche diese ruhig offen an. Du sollten wissen, warum die Einnahme der Medikamente notwendig ist und das Gefühl haben, das Richtige zu tun.

Psychiatrische Probleme bei Angehörigen

Vielleicht bist Du gar nicht selber von psychiatrischen Problemen betroffen? Wenn ein Familienmitglied oder der Partner leidet, hat das natürlich auch Auswirkungen auf das eigene Leben. Solltest Du nun auch zum Psychiater gehen, weil Du mitbetroffen bist? Für die Angehörigen von Menschen mit einer psychischen Erkrankung ist es wichtig, die Erkrankung zu verstehen. Der Psychiater kann Dir das Verhalten von psychisch kranken Familienmitgliedern verständlich erklären. Das reduziert nicht nur Deine Ängste und Vorurteile sondern erleichtert Dir auch den Umgang mit dem Betroffenen im Alltag. Auch hier gilt: Wenn Dich etwas belastet, solltest Du Dir Hilfe holen. Psychische Erkrankungen von Angehörigen sind immer auch eine große Herausforderung für die Familie. Vergesse nicht, dass Du nur helfen kannst, wenn es Dir selbst gut geht.

Zwei junge Frauen stehen an einem See und strecken lebensbejahend ihre Arme in die Luft.
Egal, ob Du oder ein Angehöriger leidet - ein Psychiater hilft, das Leben wieder geniessen zu können. | Unsplash

Wenn Dein Partner oder ein anderes Familienmitglied sich weigert, eine Behandlung zu beginnen, kann man in der Regel nicht viel machen. Ein Erwachsener darf seine eigenen Entscheidungen über medizinische Behandlungen treffen. Normalerweise kann man jemanden nicht zwingen, eine Therapie zu machen oder sich psychiatrisch behandeln zu lassen.

Aber in diesem Fall kann ein Informationsgespräch mit einem Psychiater helfen, die Probleme besser zu verstehen. Fragen auch nach konkreten Ratschlägen, wie Du Deinem Angehörigen helfen kannst, um eine Lösung zu finden.

Wahrt ein Psychiater die Anonymität?

Wie jeder Arzt unterliegt auch der Psychiater der Schweigepflicht und wahrt folglich Deine Anonymität. Der Psychiater teilt also keine Informationen, die Dich betreffen mit Dritten, es sei denn Du erteilst ihm Deine Erlaubnis. Das gilt natürlich auch für Kinder und Jugendliche.

Beachte allerdings, dass Deine Krankenversicherung zwecks Kostenabrechnung von Deiner Behandlung informiert wird. Wenn Du nicht möchtest, dass Deine Krankenkasse davon erfährt, solltest Du einen sogenannten Wahlarzt aufsuchen. Wahlärzte sind niedergelassene Privatärzte ohne Vertrag mit den gesetzlichen Krankenkassen, die ihre Honorierung aber an den Krankenkassentarifen orientieren. In diesem Fall zahlst Du allerdings die Behandlung aus eigener Tasche. Die Honorare bewegen sich in der Regel zwischen 70 und 150 Euro für eine Einzelsitzung von 50 Minuten.

Mit zunehmendem medizinischen Wissen wird es einfacher, psychische Erkrankungen zu behandeln. Die Psychiatrie kann helfen, Dein Leben auf eine Weise zu verbessern, die Du vorher nie für möglich gehalten hättest.

Schiebe es also nicht auf!

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Bertine

Ich bin studierte Ethnologin und Politikwissenschaftlerin, schreibe leidenschaftlich gerne und interessiere mich besonders für Sprachen, fremde Kulturen, Geschichte und Handwerk.