Egal ob Du einfach nur Lust auf einen Kurztrip zu geschichtsträchtigen Orten wie Moskau, Kaliningrad oder Sankt Petersburg hast oder gar ein Studium in Russland planst – ein paar Russisch Grundkenntnisse solltest Du auf jeden Fall im Reisegepäck haben.

Während das Interesse der Deutschen für Fremdsprachen ständig wächst und immer mehr Menschen vor der Auslandsreise zum Schnellkurs greifen, trauen sich nur wenige an Russisch heran.

Das kyrillische Alphabet, das scherzhaft als „chinesisch rückwärts“ abgestempelt wird, erscheint beim Russisch Lernen für Anfänger ein unüberwindbares Hindernis.

Also lass uns das Eis brechen!

Russisch lernen ist nämlich gar nicht so kompliziert, wie es vielleicht aussieht, denn es hat mehr mit Deutsch gemeinsam, als Du vermutet hättest!

Genau wie im Deutschen entspricht jedes kyrillische Zeichen einem bestimmter Klang. Man liest ein ganzes Wortes und kennt die Aussprache.

Im Gegensatz dazu steht im Japanischen jedes Symbol für eine Silbe eines Wortes, und Silben gibt es unheimlich viele. Aber wer Chinesisch erlernen möchte, hat es noch schwerer, da jedes Wort sein eigenes Zeichen hat, und die Schriftzeichen – von denen es Tausende gibt - nicht den geringsten Anhaltspunkt auf die Aussprache geben.

Mit etwas Übung ist es daher möglich, die russische Schrift schon innerhalb von ein paar Wochen zu beherrschen.

Um Dir beim Russisch Schreiben und Russisch Lesen Lernen zu helfen, haben wir in diesem Artikel ein paar wichtige Tipps zusammengefasst.

Kyrillisches Alphabet

Das Ende des 9. Jahrhunderts in Bulgarien entstandene kyrillische Alphabet besteht aus 33 Buchstaben, das sind nur 7 mehr als im hierzulande verwendeten lateinischen Alphabet.

Aber die kyrillische Schrift werden nicht nur in Russland geschrieben.

Somit ist das russische Alphabet die perfekte Grundlage für das Erlernen zahlreicher weiterer eurasischer Sprachen:

  • Slawische Sprachen (Russisch, Ukrainisch, Serbisch, Bulgarisch),
  • Türkische Sprachen (Usbekisch, Kasachisch, Baschkirisch, Tatarisch)
  • Uralische Sprachen (Komi, Kildinsamisch, Mari),
  • Mongolische Sprachen (Mongolisch, Burjatisch, Kalmückisch)
  • Iranische Sprachen (Kurdisch, Tadschikisch, Ossetisch)
  • Romanische Sprachen (das in Transnistrien gesprochene Rumänisch),
  • Sinotibetische Sprachen (Dunganisch)

Auch in der Europäischen Union spielt Russisch eine wichtige Rolle. Wusstest Du, dass die kyrillische Schrift eines der drei offiziellen Alphabete der EU ist, gemeinsam mit dem griechischen und dem lateinischen?

Russisches Alphabet – so kannst Du es lernen

Wer Schwierigkeiten beim Einprägen der Schriftzeichen hat, kann beruhigt sein: es unterteilt sich genau wie das Deutsche in Vokale und Konsonanten.

Außerdem gibt es mehrere russische Zeichen, die mit unserer Schrift übereinstimmen (das А, das Е, das К, das М, das О und das Т.)

Das З ähnelt ein wenig dem Z der altdeutschen Sütterlinschrift und wird wie ein stimmhaftes S ausgesprochen.

Zum Lernen der kyrillischen Schrift beginnst Du am besten mit den Schriftzeichen, die es auch in unserem, dem lateinischen Alphabet gibt. Anschließend sind die griechischen Buchstaben dran, die Dir vielleicht aus dem Mathematik- oder Physikunterricht bekannt vorkommen. Damit wäre bereits die Hälfte geschafft. Und zum Schluss erhöhst Du den Schwierigkeitsgrad, indem Du typisch russische Buchstaben lernst.

Achte darauf, Dich nicht von den sogenannten falschen Freunden täuschen zu lassen: denn Verwechslungsgefahr besteht bei В, Н, Х, С, und P, die auch in unserem Alphabet vorkommen aber völlig anders ausgesprochen werden.

KyrillischLateinische UmschriftAussprache
А аaBand
Б бbBach
В вwWald
Г гgGold
Д дdDüne
Е еje / ejedoch
Ё ёjoJochen
Ж жschEtage
З зsVase
И иiInka
Й йjja
К кkKater
Л лlLuft
М мmMaus
Н нnnoch
О оooffen
П пpPapa
Р рrRock
C csAst, Wasser
Т тtTür
У уuLuft
Ф фffein
Х хchich, ach
Ц цzzwei
Ч чtschMatsch
Ш шschschön
Щ щschtschBorschtsch
Ъ ъhartes Zeichen
Ы ыy (nicht ü!)(Diesen Laut gibt es auf Deutsch nicht. Die Zunge ist will "u" sagen, der Rest des Mundes "i")
Ь ьweiches Zeichen
Э эenett, Ärger
Ю юjuJuni
Я яjaJahr

Wie Dir sicher aufgefallen ist, gibt es im russischen Alphabet zwei besondere Zeichen: das Weichheitszeichen (ь) und das Härtezeichen (ъ). Diese Zeichen werden zwar selbst nicht ausgesprochen aber definieren die Aussprache anderer Laute, mit denen sie in Verbindung stehen. Gerade Anfängern bereiten sie dabei Kopfzerbrechen.

Unsere Empfehlung: Sie beim Schreiben einfach wegzulassen wäre ein Fehler, da ein Wort so eine völlig neue Bedeutung annehmen kann. Wenn es Dir nur darum geht, die russische Schrift zu entziffern, musst Du das Weichheits- und Härtezeichen lediglich erkennen können. Willst Du aber richtig sprechen können, solltest Du beide Sonderzeichen auf jeden Fall mit einbeziehen, und Dir die genauen Ausspracheregeln von einem Muttersprachler erklären lassen.

Kyrillisch schreiben üben auf der Tastatur

Wer seine Kurse und Notizen sauber am Computer abschreiben möchte, hat die Möglichkeit, eine kyrillische Tastatur zu installieren. Dies kann Dir das Erlernen der Fremdsprache in vielerlei Hinsicht erleichtern und angenehmer machen.

Zum Beispiel kannst Du so einen Russisch Onlinekurs besuchen, an Lernspielen teilnehmen, per E-Mail mit Muttersprachlern austauschen oder im Internet nach russischen Suchbegriffen recherchieren.

Wenn Du Windows 10 als Betriebssystem hast, gehst Du so vor:

  1. Öffne die Einstellungen, indem Du auf den Windows-Button unten auf dem Desktop klickst, und gehe über das Startmenü in die Einstellungen
  2. Wähle die Rubrik «Zeit und Sprache» und klicke anschließend auf dem Menüpunkt «Region und Sprache»
  3. Hier findest Du den Button «Sprache hinzufügen», wähle dann in dem neuen Fenster Russisch aus
  4. Klicke auf «Weiter» und danach auf «Installieren»
  5. Nachdem das Russisch Sprachpaket installiert ist, kannst Du die Russische Tastatur aktivieren, indem Du auf der Taskleiste unten rechts neben Datum und Uhrzeit auf «DEU» klickst: An dieser Stelle erscheinen nun alle installierten Sprachen. Nach Deinem Russischunterricht kannst Du hier wieder zurück auf Deutsch schalten.

Auf Mac OS X die russische Tastatur einrichten:

  1. Klicke auf das Apple-Icon und öffne die Systemeinstellungen.
  2. Unter Hardware auf den Bereich „Tastatur“.
  3. Wechsle im Dialogfeld in den Reiter „Eingabequellen“.
  4. Klicke auf das + unten im Fenster. Ganz oben werden die bereits installierten Sprachen angezeigt, alle anderen sind alphabetisch aufgelistet.
  5. Wenn Du auf Russisch klickst, wird Dir bereits eine Vorschau angezeigt, wie die Tastatur aussehen wird.
  6. Klicke auf „Hinzufügen“ und setze ein Häkchen bei „Eingabemenü in der Menüleiste anzeigen“.
  7. In der Menüleiste erscheint nun eine Flagge, die die zurzeit aktivierte Sprache anzeigt. Klicke darauf, um sie zu ändern. Du kannst über die Flagge jederzeit wieder auf Deutsch zurückwechseln.

Damit Du nun weißt, welche Taste Deiner Deutschen Tastatur welchem Zeichen entspricht, gibt es verschiedene Tricks:

  • Du bestellst Dir im Internet eine Russische Tastatur, die Du an Deinen PC anschließt
  • Du bastelst oder kaufst Dir Aufkleber für Deine Tastatur
  • Du besorgst Dir eine passende Silikonabdeckung mit kyrillischer Schrift, Dir Du bei Bedarf auf Deine Tastatur legst
  • Du aktiverst in den Einstellungen die Bildschirmtastatur und klickst mit der Maus auf die entsprechenden Tasten.

Warum die russische Handschrift lernen?

Wer einmal die kyrillische Druckschrift beherrscht, hat bereits einen wichtigen Grundstein gelegt, um anschließend solide Sprachkenntnisse zu erwerben.

Doch damit Dein Russisch wirklich alltagstauglich wird, solltest Du die Schreibschrift nicht vernachlässigen.

Zugegeben: wer nur über die Medien mit Russisch in Kontakt kommt, wird zunächst wenig Sinn darin sehen, die Schreibschrift Buchstabe für Buchstabe zu einzuüben, wenn doch das Tippen am Computer viel schneller geht.

Sobald Du allerdings mit russischsprachigen Muttersprachlern in Kontakt kommst – sei es durch eine Brieffreundschaft oder auf einer Russlandreise – wird Dir auffallen, wie stark handschriftliche Texte doch von der gedruckten Variante abweichen.

Um Deinen Briefen eine persönlichere Note zu verleihen, mühelos Formalitäten zu erledigen und trotz guter Russischkenntnisse nicht plötzlich schulterzuckend dazustehen, empfehlen wir Dir daher, der schönen kursiven Schreibschrift ein wenig Aufmerksamkeit zuzuwenden.

Zunächst wird Dich das Erlernen der Schreibschrift vielleicht an Deine Zeit als Schulanfänger erinnern. Anstatt gleich Deine eigene persönliche Schrift zu entwickeln, solltest Du Dich damit begnügen, jeden Buchstaben so genau wie möglich nachzuschreiben.

Denn was bei kleinen Kindern klappt, kann auch bei Erwachsenen Wunder bewirken. Da das Gehirn durch dieses «Wörter malen» viel aktiver ist als beim Drücken auf die Tastatur, gelingt das Einprägen wesentlich besser. Und indem Du ganze Wörter schreibst, gehen selbst schwierige Vokabeln leichter ins Langzeitgedächtnis über.

Russische Buchstaben & russische Schreibschrift lernen

Wenn Du die russische Schreibschrift lesen und schreiben lernen willst, gehst Du am besten gleich vor, wie beim Erlernen der Druckbuchstaben. Unterteile das kyrillische Alphabet in drei Gruppen und lerne jede einzeln, Schritt für Schritt.

In einem ersten Schritt lernst Du die Schriftzeichen, die Du bereits kennst. Darunter fallen die Buchstaben, die im lateinischen und kyrillischen Alphabet gleich geschrieben werden, sowie die „falschen Freunde“. Denn hier geht’s ja nicht mehr darum, das Alphabet zu kennenzulernen, sondern wie russische Buchstaben geschrieben werden und das kannst Du in den meisten Fällen von der deutschen Schrift ableiten.

Als zweites folgen dann die Schriftzeichen aus dem griechischen Alphabet. Einige davon kennst Du wahrscheinlich bereits aus dem Mathe Unterricht und hat sie da auch zeichnen gelernt. Zuletzt widmen wir uns dann den typisch kyrillischen Schriftzeichen. Diese wirst Du natürlich etwas länger üben müssen.

Aber Achtung: Die Einteilung in die drei Gruppen ist nicht genau gleich wie bei den Druckbuchstaben. Ein paar wenige wechseln in der Handschrift die Kategorie.

Bereits bekannte russische Buchstaben

Die Buchstaben A, O, Е, К und М wirst Du ohne viel rumüben zu müssen, sofort nachschreiben können. Sie werden gleich ausgesprochen wie auf Deutsch und auch in der Schreibschrift gleich geschrieben. Du musst nur bei К und М etwas Acht geben: anders als bei uns gibt es dafür keinen besonderen Kleinbuchstaben; er entspricht dem Großbuchstaben in halber Höhe.

Auch von den bereits bekannten falschen Freunden В, C, Y, und X kannst Du die entsprechende lateinische Schreibschrift ganz einfach übernehmen. Bei Н und P kannst Du die Großbuchstaben übernehmen. Das kleine н entspricht, wie in der Druckschrift, dem großen in halber Höhe. Der runde Teil des kleinen р bleibt nach unten offen.

Das stimmhafte „S“ – З oder russisches z– entspricht einer Variante des „Z“ in der deutschen Normalschrift.

Russisches e, russisches z: manche russische Zeichen sind unseren lateinischen sehr ähnlich.
Das russische e, das russische z sowie diese anderen zehn russischen Schriftzeichen musst Du nicht lange üben.

In der Schreibschrift kommen ein paar falsche Freunde dazu, die es in der Druckschrift nicht in diese Kategorie gehören. Das erschwert zwar das Lesen, ist Dir aber beim russisch Schreiben Lernen eine Hilfe, da Du die Bewegung bereits gut ausführen kannst.

Der russische Buchstabe И wird handschriftlich wie ein deutsches U geschrieben. Das Д (russisches d)wird in der Schreibschrift als Großbuchstabe zu einem „richtigen“ Freund – es wird genau gleich geschrieben, wie das deutsche D. Als Kleinbuchstabe hingegen ist es ein falscher Freund, denn es wird geschrieben wie das kleine g.

Noch etwas komplizierter wird es beim T. Als Großbuchstabe wirst Du es ganz neu kennenlernen müssen, als Kleinbuchstabe sieht es aus wie ein lateinisches m.

Russisches d: Russisch schreiben und lesen lernen braucht etwas Übung.
Jetzt kannst Du schon die Hälfte des russischen Alphabets schreiben.

Damit hast Du schon mehr als die Hälfte aller kyrillischen Buchstaben gelernt. Die zwei Laute Й (j) und Ё (jo) sind zwar typisch kyrillisch, wenn Du aber И und E bereits kennst, genügt es den kleinen Haken, beziehungsweise zwei Punkte, darüber zu setzten.

Buchstaben aus dem griechischen Alphabet

Kommen wir nun zu fünf Zeichen, die dem griechischen Alphabet entstammen und von denen Du manche vielleicht schon mal im Mathe Unterricht gesehen hast.

Zuerst kannst Du Dich an Б/б, П/п und Ф/ф heranwagen. Sie sehen in der Handschrift fast gleich aus wie in der Druckschrift.

Das große Г sieht einem deutschen T recht ähnlich. Achte darauf, dass Du die horizontale Linie links mit einem kleinen Bogen beginnst und die vertikale Linie vor der Mitte ansetzt. Der entsprechende Kleinbuchstabe ist etwas schwieriger zu erkennen, dafür leicht zu zeichnen. Du kannst ihn Dir als umgedrehtes kleines s vorstellen.

Der Buchstabe Л/л ist wiederum einfach. Im Gegensatz zur Druckschrift, wird er oben nicht abgeflacht, sondern zu einem Spitz zulaufend geschrieben.

Das kyrillische Alphabet hat manche Zeichen aus dem griechischen übernommen.
Manche dieser Buchstaben kennst Du aus dem Mathematik oder Griechisch Unterricht.

Typisch kyrillische Buchstaben

Die größte Herausforderung sind die typisch kyrillischen Buchstaben. Wenn Du einmal gelernt hast, sie als Druckbuchstaben zu erkennen und die Aussprache geübt hast, kannst Du Dich daran machen, sie zu schreiben. Teile Dir diese Etappe in zwei Schritte ein.

In einem ersten Schritt widmest Du Dich den Buchstaben Ц, Ч, Ш, Щ und Ж. Drucke Dir Übungsblätter aus, auf denen sie vorgezeichnet sind und zeichne sie erstmal einige Male ganz langsam und sorgfältig nach. Deine Hand gewöhnt sich dadurch an die Stiftführung.

Danach kannst Du versuchen, sie selbst zu malen. Bei den ersten Versuchen, wird es wahrscheinlich noch etwas krakelig aussehen. Nach zwei, drei Zeilen wirst Du sicherer werden.

Damit es etwas einfacher geht: Das Ц kannst Du Dir als handschriftliches U vorstellen, an das ein „Mini y“ angehängt wird. Wenn Du den Buchstaben Ш einmal sicher kannst, sollte auch Щ kein Problem mehr sein. Denn auch hier kannst Du zum Anschluss das „Mini y“ anhängen.

DIe russischen Zischlaute werden mit typisch kyrillischen Zeichen notiert.
An diese russischen Zeichen muss man sich erst etwas gewöhnen. Probiere sie zu schreiben, ohne den Stift abzusetzen.

Bleiben also noch die russischen Buchstaben ы, Э, Ю und Я (kyrillisch r) sowie das Härte- und das Weichheitszeichen. Zum Üben gehst Du genau gleich vor, wie bei den anderen Zeichen.

Die Zeichen ы, ь und ъ gibt es nur in einer kleinen Variante. Das liegt daran, dass sie nie am Anfang eines Wortes vorkommen und dementsprechend auch nie großgeschrieben werden.

Jetzt kannst Du das ganze russische abc schreiben.
Jetzt hast Du alle russischen Schriftzeichen gelernt.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, wie Du den Stift führen musst, um die Zeichen richtig malen zu können, kannst Du Dir auf YouTube Hilfe holen. Es gibt zahlreiche Videos, in denen das russische Alphabet vorgestellt wird und ganz genau gezeigt wird, wie die einzelnen Zeichen geschrieben werden.

Die russischen Schreibregeln

Im Unterschied zum Deutschen, werden die Substantive kleingeschrieben. Die Großbuchstaben kommen nur am Satzanfang, Eigenenamen von Personen, Ländern und Städten, Geografische Bezeichnungen, wie Meere, Flüsse oder Berge sowie Ehrentitel, höhere Dienstbezeichnungen, Bezeichnungen von Einrichtungen (staatlichen oder gesellschaftlichen) und Titel (von Büchern, Filmen usw.)

Die Buchstaben Ч und Щ sind immer weich, ganz egal welcher Laut auf sie folgt; Ш, Ж und Ц sind immer hart.

In der Rechtschreibung gibt es tatsächlich zwei Regeln ohne Ausnahme.

  • Auf г, к, х und ж, ш, ч, щ folgt niemals ein ы. Anstelle dessen wird ein И geschrieben.
  • Auf г, к, х und ж, ш, ч, щ sowie ц folgt niemals ein ю oder ein я. An ihrer Stelle steht y, beziehungsweise a.

Zur Erinnerung: Die russischen Vokale treten als Paare auf, von denen immer einer weich und einer hart ist.

hartаэыоу
weichяеиёю

Diese Schreibregeln werden wichtig, wenn Du anfängst Dich der Konjugationen und Deklinationen zu widmen. Die Endungen sind lauten oft i, a oder u, wobei man sich zwischen der harten und weichen Variante des Lautes entscheiden muss. Wenn Du diese Regeln verinnerlicht hast, wird Dir die Grammatik und die Rechtschreibung etwas leichter fallen.

Das Weichheitszeichen zeigt an, dass der vorangehende Konsonant weich ausgesprochen werden muss. Dementsprechend verweist das Härtezeichen auf eine harte Aussprache des Konsonanten. Heutzutage wird es aber nur noch sehr selten verwendet.

Die Interpunktionsregeln sind sehr ähnlich wie auf Deutsch. Du kannst Dich also beim Punkte und Komma setzen an dem orientieren, was Du bereits im Deutschunterricht gelernt hast.

Ein wichtiger Unterschied ist, dass nach einem Doppelpunkt klein weitergeschrieben wird; selbst, wenn es sich um einen vollständigen Satz handelt.

Der Doppelpunkt dient auch als Einleitung der direkten Rede, die anschließend mit Hilfe von Anführungszeichen gekennzeichnet wird. Während in der Druckschrift dafür die französische Variante («…») verwendet wird, benutzt man handschriftlich die deutschen „Gänsefüßchen“.

Unterricht bei einem Russisch Privatlehrer

Auch wenn das Internet eine wahre Fundgrube an nützlichen Informationen für Sprachschüler ist, ersetzt nichts einen Kurs mit einem Muttersprachler.

Denn nur mit einem Lehrer kannst Du:

  • sicher sein, dass Du den gelesenen Text auch wirklich verstanden hast
  • die Feinheiten der Aussprache und Betonung verstehen
  • Tipps zum sachgemäßen Übersetzen erhalten
  • Dein mündliches Ausdrucksvermögen verbessern
  • Russische Lieder anstimmen
  • Fehler in Echtzeit korrigieren lassen, bevor Du Dir etwas falsch einprägst

Um die Grundlagen zu erlernen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten:

  • Russisch als zweite oder dritte Fremdsprache in manchen Realschulen bzw. Gymnasien
  • Russischunterricht an der Volkshochschule
  • Russisch Studium an der Universität
  • Kurse in privaten Sprachschulen
  • Onlineunterricht Russisch mit Privatlehrer

Bei Superprof liegt der Durchschnittspreis für eine Russisch Unterrichtsstunde momentan bei 17€.

Hier findest Du qualifizierte Sprachlehrer – darunter zahlreiche Muttersprachler – die vom Russisch Anfängerkurs bis hin zum Training für Fortgeschrittene alle Sprachniveaus unterrichten. Dank Webcam kannst Du auch ganz bequem von zu Hause aus an Deinem Russischkurs teilnehmen.

Also worauf wartest Du noch? Und vergiss nicht: Die erste Unterrichtseinheit ist bei Superprof gratis!

Unsere Tipps zum täglichen Üben der Schrift

Das kyrillische Alphabet zu verinnerlichen ist keine Frage des Talents. Hier gilt nur eines: üben!

Auf die Regelmäßigkeit kommt es an!

Tägliches üben hilft auch beim Lernen der russischen Schrift.
Neben den klassischen Vokabelkarten, kannst Du Gegenstände in Deiner Wohnung beschriften,um die russische Schrift zu lernen. | Quelle: Kyle Glenn via Unsplash

Denn wer selten übt aber dafür stundenlang stur paukt, sammelt nicht nur jede Menge Frust, sondern wird das Gelernte auch schnell wieder vergessen.

Daher ganz wichtig: Übe in kurzen Abschnitten, dafür aber wenn möglich täglich oder mehrmals pro Woche.

In einem ersten Schritt, übst Du die Zeichen, so wie Du damals in der ersten Klasse die lateinische Schrift geübt hast. Du kannst Dir dazu ein Buch zu Hilfe nehmen, in dem das Alphabet vorgezeichnet ist und danach einige Linien zum selber ausprobieren frei sind.

Damit das Lernen Freude macht und ohne Kopfzerbrechen geschieht, kannst Du zum Beispiel Vokabelkarten anlegen, um Dir die Russisch Vokabeln besser einzuprägen – ähnlich wie ein Memory Spiel.

Da das Gedächtnis visuell optimaler funktioniert, machen Bilder – sofern es sich nicht um abstrakte Begriffe handelt – die Vokabeln noch einprägsamer.

Den russischen Lernwortschatz kannst Du in folgende Themen und Bereiche unterteilen:

  • Russischer Grundwortschatz: jemanden begrüßen, sich verabschieden, sich bedanken und entschuldigen
  • die Zahlen auf Russisch
  • Russische Verben
  • Russische Redewendungen
  • die Farben auf Russisch
  • Russische Vornamen usw.

Wer noch einen draufsetzen will, kann:

  • die verschiedenen Gegenstände im eigenen Zuhause auf Russisch benennen und mit entsprechenden Klebezetteln versehen
  • die darauf geschriebenen Wörter bei jedem Vorbeigehen oder bei jeder Benutzung des Gegenstandes aussprechen
  • einen Satz mit dem Wort oder mehreren Wörtern bilden usw.

Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Auf keinen Fall solltest Du zu viel Zeit darauf verwenden, jedes Zeichen einzeln auswendig zu lernen. Unser Gehirn kann sich nämlich viel besser Informationen einprägen, die wir im Kontext kennenlernen.

Versuch es also lieber mit kurzen, einfachen Wörtern und Du wirst überrascht sein, wie schnell Dein Grundwortschatz wächst!

Um die russische Schreibschrift zu üben, kannst Du auch Deinen eigenen sowie die Vornamen von Freunden in kyrillischer Schrift aufschreiben. Dazu brauchst Du noch keine Vokabeln oder Grammatikkenntnisse. Es ist daher der ideale Einstieg in die ersten Schreibübungen.

Auf der Suche nach einer Lehrkraft für Russisch?

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.