Obwohl in den Anfängen der Geschichte des Schlagzeugs und des klassischen Orchesters jeder Perkussionist auf ein bestimmtes Instrument spezialisiert war, suchten die Musiker mit der Zeit nach Möglichkeiten, ihre Instrumente zu kombinieren, damit sie möglichst viele Instrumente zur gleichen Zeit bespielen konnten.

Ein Meilenstein in der Entwicklung war die Erfindung des Bass-Drum-Pedals, das es erlaubt die große Basstrommel mit dem Fuß zu bedienen. Im Jahr 1918 kam das erste Schlagzeug-Set auf den Markt. In der folgenden Zeit wurde viel ausprobiert, verbessert und verfeinert, bis sich schließlich das Schlagzeug, wie wir es heute kennen als Standardset etablierte.

In diesem Artikel stellen wir Dir alle Schlagzeug Bestandteile vor und erklären Dir, wie sie aufgebaut werden. Du erfährst alles, was Du über das Schlagzeug wissen musst.

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Und los geht's

Schlagzeug Bestandteile

Hast Du schon das neue Gretsch Catalina Birke ausprobiert? Wie spielt sich eine Meinl Byzance Jazz Hi-Hat? Klingt das Yamaha Stage Custom Set wirklich so gut, wie der Test verspricht? Wenn sich erfahrene Schlagzeuger über ihre Instrumente unterhalten, kann das für Neulinge auf dem Gebiet ziemlich schnell unverständlich und überfordernd werden.

Keine Angst, Du musst Dich nicht Marken- und Modellnamen um Dich werfen können, um Schlagzeug spielen zu lernen. Wenn Dich die Leidenschaft für das Thema packt, wirst Du Dich ganz von alleine auf die Entdeckungsreise begeben.

Je nach Musikstil und persönlichen Vorlieben, können Schlagzeugsets verändert und erweitert werden. Viele der bekanntesten Schlagzeuger haben ihren ganz eigenen Schlagzeugaufbau gefunden.

Als Anfänger*in musst Du Dir darüber noch keine großen Gedanken machen. Du wirst auf einem ganz typischen modernen Drumset lernen. Aus welchen Teilen ein Standard Schlagzeug aufgebaut ist, schauen wir uns jetzt genauer an. Suchst Du noch nach Schlagzeugunterricht Köln? Superprof zeigt Dir die besten Lehrer.

Ein Drum Set ist, wie der Name schon andeutet, eine kleine Sammlung an verschiedenen Trommeln und Becken. Der Standard als Grundform ist ein fünfteiliges Set. Der Name ist etwas verwirrend, da es tatsächlich aus mehr als fünf Teilen besteht, aber für die Bezeichnung nur die Trommeln gezählt werden.

  • Eine Bass Drum: Die große Bass Trommel, die mit einer Fußmaschine bedient wird.
  • Eine Snare Drum: Die Trommel mit leicht schnarrendem Sound, die zwischen den Beinen des*der Schlagzeuger*in platziert ist.
  • Eine Stand Tom: Eine lange Trommel, die auf einem Ständer steht.
  • Zwei Tom Toms: Unterschiedlich große Trommeln, die über der Bass Drum hängen.
  • Eine Hi-Hat: Zwei aufeinanderliegenden Becken auf einem Ständer, die mit einer Fußmaschine geöffnet und geschlossen werden können.
  • Weitere Becken: Hinter den Toms stehen weitere Becken auf Ständern. Zu der Standartausstattung gehören in der Regel ein Crash- und ein Ride-Becken.

Auf so einem fünfteiligen Schlagzeug-Set kannst Du nahezu alle Songs mit dem Schlagzeug spielen, die Du lernen möchtest!

Bei einem Double Bass Drumset werden zwei Kickdrums aufgestellt.
Erfahrene Schlagzeuger stellen sich ihre ganz eigenen Drumsets zusammen. | Quelle: Brad Stallcup via Unsplash

Wenn Du Dich irgendwann einem bestimmten Musikstil zu wendest und mit verschiedenen Klängen experimentieren willst, kannst Du Dein Drumset nach Belieben erweitern oder einzelne Komponenten austauschen.

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Neben den vielseitigen Standardsets gibt es auch speziell für einen Musikstil optimierte Schlagzeuge (z.B. Heavy Kit, Jazzset). Diese unterschieden sich vor allem in der Größe der Trommeln.

Für Kinder, die mit dem Schlagzeug spielen anfangen wollen, gibt es Kinderschlagzeuge mit kleineren Trommeln. Häufig sind solche Junior Drum Sets drei- oder vierteilige Schlagzeuge. Da heißt, dass sie neben Bassdrum und Snaredrum über nur eine bzw. zwei Toms verfügen.

Bass Drum

Die Bass Drum ist für die tiefen Töne zuständig und deshalb auch deutlich größer als andere Trommeln. Daher kommt auch ihr deutscher Name: große Trommel.

In der Marschmusik werden große Trommeln vor dem Körper getragen, sodass auf beiden Seiten mit einem Mallet (ein Schlägel mit rundem Kopf aus Filz) auf die Felle geschlagen werden kann. Fälschlicherweise wird sie oft als Pauke bezeichnet.

Bei einer Pauke handelt es sich aber genaugenommen um eine andere Trommelart. Pauken haben einen deutlich größeren Kessel als Bassdrums und verfügen über ein Pedal, um die Tonhöhe zu verändern. So können sie auch harmonisch eingesetzt werden.

In einem Schlagzeugset wirst Du keine Pauke, sondern eine Bass Drum finden, die in der Mitte des Sets auf einem Ständer platziert wird. Sie ist die einzige Trommel in „liegender“ Position. Auf der Dir zugewandten Seite ist ein Fußmaschine angebracht, die aus einem Pedal und einem Schlägel besteht.

Das Pedal wird in der Regel mit dem rechten Fuß bedient. Bei jedem Tritt schnellt der Schlägel nach vorne und schlägt auf das Fell. Deshalb wird die Bassdrum in Schlagzeugsets auch oft Kick Drum genannt.

Die ersten Pedale wurden von Schlagzeugern selbst entwickelt und hergestellt, bevor sich verschiedene Unternehmen daran machten, Fußmaschinen serienmäßig herzustellen. Die Firma Ludwig war auf diesem Gebiet Vorreiterin und ist bis heute einer der führenden Schlagzeug Hersteller.

Die Felle einer Bassdrum haben einen Durchmesser von 18 bis 24 Zoll, die Tiefe des Kessels beträgt 14 bis 18 Zoll.

Das Resonanzfell hat oft ein Loch in der Mitte, damit ein Mikrofon in die Trommel eingeführt werden kann. Auf den Klang hat das keinen großen Einfluss.

Im Inneren einer Bassdrum wird häufig ein Kissen oder eine Decke so platziert, dass sie beide Felle berührt. So kann man sie leicht abdämpfen und zu dem gewünschten satten und tiefen Ton kommen.

Auf der Bass Drum befindet sich die Rosette, eine Halterung, auf der die Tom Toms befestigt werden können.

Snare Drum

Die Snare Drum ist eine doppelköpfige, zylinderförmige Trommel mit einer Tiefe von 9 bis 16 Zoll und einem Durchmesser von 14 bis 16 Zoll. Sie steht auf einem Ständer und wird zwischen den Beinen des*der Schlagzeuger*in platziert.

Das Besondere an Snaredrums ist der Snare-Teppich; viele kleine Drähte, die parallel verlaufend zu einem breiten Band gespannt sind. Der Snare-Teppich befindet sich auf der Unterseite der Trommel, unter dem Resonanzfell.

Wird die Trommel angeschlagen, fängt das Resonanzfell an zu schwingen und je nachdem wie fest der Snare-Teppich gespannt ist, schwingt er mit. Dadurch entsteht der typisch schnarrende Sound einer Snaredrum.

Der Snareteppich auf der Unterseite der Snare ist für den typisch schnarrenden Klang verantwortlich.
Auf der Snare kannst Du messerscharfe Trommelwirbel spielen. | Quelle: Brent Ninaber via Unsplash

Die Snare Drum ist sehr sensibel und reaktionsschnell. Sie kann sehr fein und subtil klingen (zum Beispiel, wenn sie mit Besen bespielt wird) oder aber auch laute, scharfe Klänge hervorbringen (zum Beispiel mit Rimshots: der Drumstick trifft gleichzeitig auf dem Fell und dem Rand der Trommel auf).

Ursprünglich wurde die Snaredrum vor allem in der Marschmusik gespielt, wo sie an einem Gürtel vor der linken Hüfte getragen wurde. Daher kommt auch die deutschen Namen Marschtrommel oder kleine Trommel (in Abgrenzung zur Basstrommel). Heute ist sie das Herzstück eines jeden Drumsets.

Tom-Toms

Ein Tom-Tom ist eine zylinderförmige Trommel, die in einem Schlagzeugset in verschiedenen Größen vertreten ist. Die Toms werden häufig für Fills benutzt.

Die Tom-Schalen sind in der Regel aus verschiedenen Arten von Holz und bis zu 8-lagig. Materialien wie Mahagoni können lackiert oder aus massivem Holz sein. Künstliche Materialien wie Glasfaser oder Acryl werden meist mit laminiertem Kunststoff veredelt.

In einem typischen fünfteiligen Drumkit findest Du drei Tom-Toms.

  • Zwei Hänge-Toms: Diese beiden kleineren Toms hängen an einem Ständer, der an der Bassdrum Rosette befestigt ist.
  • eine Standtom (auch Floortom): Diese ist größer als die beiden Hängetoms. Sie steht rechts vom Schlagzeughocker auf einem eigenen Ständer.

Toms gibt es in den verschiedensten Größen. In Standardsets kommen meistens Hängetoms mit einem Durchmesser von 10 und 12 Zoll zum Einsatz. Sie können nach Belieben mit 8, 14 und 16 Zoll Toms ergänzt oder ausgetauscht werden. Für Floortoms wird meist die Standardgröße von 16 Zoll verwendet. Du kannst aber auch Standtoms mit einem Durchmesser von 14, 18 oder 20 Zoll finden.

Hi-Hat

Das Hi-Hat-Becken ist ein Beckenpaar, das horizontal auf einem Hi-Hat-Ständer montiert wird. Ein Fußpedal bewegt das obere Becken, während das untere festbleibt.

Sie entstanden ursprünglich aus Becken, die ebenerdig aufgestellt und mit einem Federmechanismus betrieben wurden. Sie wurden auf kurzen Ständern montiert („Low-Boys"), die angehoben wurden, damit man die Becken sowohl mit Sticks als auch mit dem Fußpedal anspielen konnte.

Diese Konstellation wurde ursprünglich „High Socks" bezeichnet und wurde dann durch den Begriff „Hi-Hat" ersetzt.

Hi-Hats werden häufig für den Beat oder für Akzente im Rhythmus verwendet und gelegentlich für Effekte. Sie können mit Sticks in offener, geschlossener oder halboffener Position gespielt werden.

Die Hi-Hat ist eines der wichtigsten Schalgzeug Teile.
Die Hihat wird mit einem Pedal geöffnet und geschlossen und mit einem Stick angeschlagen. | Quelle: Marcela Miranda via Unsplash

Ride-Becken

Ride-Becken werden ähnlich wie Hi-Hats als taktgebende Komponente eingesetzt. Da es aber ein einzelnes Becken ist, kann der Sound nicht so stark variiert werden. Es schwingt frei an seinem Ständer und erzeugt einen gewissen Nachhall; wie der Name sagt: es fährt mit der Musik.

Sie haben meist einen Durchmesser von 18 bis 24 Zoll. Je nach Stärke des Materials kann sich der Klang verändern. Während bei manchen Ride-Becken ein recht definierter Anschlag zu hören ist, entsteh bei anderen ein etwa diffuser, rauschender Klangteppich.

Crash-Becken

Während Rides für den Rhythmus genutzt werden, sind die Crashs Effekt-Becken. Wenn sie angeschlagen werden gibt es einen „Crash“, einen lauten explodierenden Ton, der dann langsam ausklingt.

Wie lange das Ausklingen dauert hängt mit der Größe zusammen, die zwischen 12 und 20 Zoll liegen kann. Die Dicke eines Crashbecken bestimmt die Klangfarbe. Dünnere Becken haben einen leiseren, feineren und dunkleren Klang; dickere klingen laut, hell und dünn.

Das Schlagzeug aufbauen

Um Dein Schlagzeug aufbauen zu können brauchst Du neben den Trommeln, Becken und Fußmaschinen einen geeigneten Schlagzeughocker, der in der Höhe verstellbar ist und einen Schlagzeugteppich, der den Boden vor Kratzspuren schützt und Dein Schlagzeug am Wegrutschen hindert, auch wenn Du mal kräftiger spielst.

Du kannst dafür auch einen alten Teppich vom Sperrmüll nehmen, wenn er in einem akzeptablen Zustand ist und keine Löcher hat. Er muss natürlich groß genug sein, dass das ganze Schlagzeug inklusive Hocker darauf Platz hat. Achte auch darauf, dass er mindestens 0,5 bis 2cm dick ist.

Als erstes platzierst Du nun die Bassdrum vorne mittig auf dem Teppich. Sie wird so aufgestellt, dass die Füße leicht schräg (ca. in einem 45 Grad Winkel) abgehen. So hat sie einen stabilen Stand und kann nicht nach vorne rutschen.

Danach wird die Bassdrum Fußmaschine am Spannring festgeschraubt. Damit der Spannring nicht beschädigt wird, kannst Du ein Stück Gaffa Klebeband draufkleben oder ein Taschentuch zwischen den Ring und die Halterung legen.

Um die richtige Position für alle weiteren Schlagzeug Teile zu finden, stellst Du zunächst den Hocker auf und stellst die Höhe ein. Wenn Du aufrecht darauf sitzt, sollten Deine Knie etwas tiefer als die Sitzfläche sein. Dein rechter Fuß liegt so auf dem Bassdrum Pedal, dass Du das Gelenk frei bewegen und gut kontrollieren kannst.

Das Schlagzeug wird so aufgebaut, dass alle Bestandteile gut erreichbar sind.
Setze Dich gerade auf den Schlagzeughocker, um die richtige Position für die Trommeln zu finden. | Quelle: Neonbrand via Unsplash

In einer korrekten Sitzhaltung beim Schlagzeug Spielen sind die Beine leicht gespreizt, ohne dass sie unbequem überdehnt sind. Wichtig ist, dass Du die Snare zwischen Deinen Beinen platzieren kannst, ohne sie mit den Oberschenkeln zu berühren. All das erklärt dir dein Lehrer im Unterricht. Wenn du noch nach Schlagzeugunterricht Nürnberg suchst, kannst du bei Superprof viele Lehrer finden.

Wenn Du eine gute Haltung gefunden hast, nimmst Du Deine Drumsticks in die Hand und hältst sie mit locker angewinkelten Armen, so als würdest Du spielen. Nun platzierst Du die Snare; die Mitte der Schlagfläche sollte genau an der Stelle sein, wo vorhin die Spitze der Sticks war.

Die Höhe der Snare wird so eingestellt, dass die Sticks möglichst waagerecht gehalten werden. Damit Du nicht ausversehen den Rand triffst, wird die Snaredrum leicht in Deine Richtung geneigt. Die Neigung sollte aber nicht zu groß sein, Du musst auch Rimshots noch bequem ausführen können.

Als nächstes stellst Du die Hi-Hat auf. Das Pedal kommt unter Deinen linken Fuß und steht ungefähr in einem 45 Grad Winkel zum Bassdrum Pedal. Die Hi-Hat wird so eingestellt, dass der Weg zwischen ihr und der Snare möglichst kurz ist.

Der Abstand der zwei Hi-Hat Becken kann über eine Schraube eingestellt werden. Die Becken müssen parallel zu einander stehen und dürfen sich in geöffneter Position nicht berühren. Für den genauen Abstand gibt es keine festen Regeln. Du kannst verschiedene Abstände ausprobieren, um herauszufinden, womit Du Dich wohl fühlst. Häufig werden die Hihat-Becken auf einem Abstand von 3 bis 6cm eingestellt.

Oben auf der Bassdrum findest Du eine Halterung, die Rosette, in die Du den Doppeltom einstecken und festschrauben kannst. Ist der Arm sicher befestigt, kannst Du die beiden Hängetoms daran anbringen. Die kleinste der Tom-Toms kommt aus Spieler*innen Sicht auf die linke, die größere Hängetom auf die rechte Seite.

Wie auch die Snare, werden die Hängetoms leicht geneigt. Kleinere Schlagzeuger*innen werden sie etwas stärker neigen müssen, um sie gut zu erreichen.

Die Standtom platzierst Du rechts von der Bassdrum Fußmaschine. Stelle sie nicht zu nah an die Snare. Am besten setzt Du Dich auch dafür kurz auf den Hocker und stellst die Tom so auf, dass sie einige Zentimeter Abstand zu Deinem Oberschenkel hat.

Die Floortom wird auf ungefähr die gleiche Höhe wie die Snare eingestellt. Sie bleibt aber ganz geradestehen und wird nicht geneigt.

Zum Schluss werden die Becken aufgestellt. Bei einem Standard Drumset wirst Du ein Ride und ein Crash Becken haben. Für beide brauchst Du einen Beckenständer. Meist sind das gerade Ständer, bei denen das Becken auf dem Ständer aufliegt.

Wenn Du nur wenig Platz hast, kannst Du einen Galgenständer verwenden. Bei diesen hängt das Becken an einem schwenkbaren Arm. Du musst ihn also nicht genau an diese Stelle stellen, an der das Becken am Ende hängen soll.

Die Becken werden so platziert, dass sie gut erreichbar sind und gezielt und kontrolliert, auch an unterschiedlichen Positionen, angeschlagen werden können. Dazu kannst Du sie auch etwas kippen. Beim Crash Becken, sollte die Neigung aber so klein wie möglich ausfallen, damit es ordentlich „krachen“ kann. Beim Ride, darf es ruhig etwas mehr sein.

Achte darauf, dass die Becken jederzeit frei schwingen. Auch dann, wenn sie sehr stark angeschlagen werden. Dazu gehört auch, dass die Schraube nicht zu fest angezogen wird. Es muss außerdem ein Abstandhalter zwischen Schraube und Becken angebracht werden. Diese sind meistens aus Filz, manchmal auch Gummi oder Plastik.

Die Schlagzeugteile werden so angeordnet, dass sie gut zu erreichen sind.
Damit Du schnell und präzise spielen kannst, musst Du beim Aufbau auf kurze Wege achten. | Quelle: Gabriel Barletta via Unsplash

Das Ridebecken wird hinter die Standtom gestellt. Da Du es vor allem für durchgehende Rhythmik verwenden wirst, solltest Du es nicht zu hoch einstellen. Dein Arm wird sonst schnell ermüden und Du kannst nicht mehr gleichmäßig spielen.

Das Crashbecken steht auf Deiner linken Seite, hinter der Hi-Hat. Dieses kann auch etwas höher eingestellt sein. Du wirst es nur ab und zu für gezielte Effekte verwenden.

Setze Dich zum Abschluss nochmal auf den Hocker und überprüfe, ob Du alle Trommeln und Becken gut erreichen und bespielen kannst. Die Becken müssen hoch genug hängen, dass Du sie nicht ausversehen anschlägst und die Wege zwischen den einzelnen Bestandteile sollten möglichst kurz sein.

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Elektronisches Schlagzeug-Set

Elektronische Schlagzeug-Sets haben einige Vorteile: Die Lautstärke kann besser kontrolliert werden, da Du auch Kopfhörer an die E-Drums anschließen kannst. Sie sind außerdem kleiner und leichter.

Ein E-Drumset ahmt ein klassisches Schlagzeugset nach. Die verschiedenen Schlagzeugteile werden nachgebaut und in den gleichen Positionen aufgestellt. Wenn Du sie bespielst, löst Du einen Impuls aus, der in einen Klang umgewandelt wird. Dafür braucht es natürlich einige Komponenten, die man bei einem akustischen Schlagzeug nicht findet.

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Elektronisches Schlagzeug Bestandteile:

  • Das Modul: Das Gehirn der E-Drums. Hier werden die eingehenden Impulse verarbeitet, mit abgespeicherten Soundsamples verknüpft und an den Verstärker oder Kopfhörer weitergeleitet.
  • Drum-Pads: Diese Gummiplatten ersetzen die Trommeln. Für ein authentischeres Spielgefühl werden heute häufig Mesh Heads verwendet. Das sind Kunststofffelle, die ähnlich reagieren wie die Felle akustischer Instrumente.
  • Becken-Pads: Die Metallbecken werden auf E-Drums durch tellerförmige Gummischeiben ersetzt.
  • Trigger: Jedes Durm- und Beckenpad ist mit mindestens einem Trigger ausgestattet. Dieser erkennt den mechanischen Impuls und leitet ihn als elektrisches Signal an das Modul weiter. Wenn ein Pad über mehrere Trigger verfügt, können in unterschiedlichen Bereichen verschiedene Sound-Effekte erzeugt werden.
Der Aufbau von E-Drums ist sehr einfach.
E-Drumsets sind klein, leicht und leiser als akustische Sets. | Quelle: Freestocks via Unsplash

Auf einem elektronischen Schlagzeug kann man zwar nie genau den gleichen Sound und dasselbe Spielgefühl erreichen wie auf einem akustischen, dafür bietet es schier unbegrenzte Möglichkeiten für Soundexperimente. Auch als Übungsschlagzeug für zuhause, sind E-Drums bei vielen Perkussionist*innen beliebt.

Ein E-Drum Set aufbauen

Auch beim Aufbau eines elektronischen Schlagzeugs ist es wichtig, dass Du in aufrechter, korrekter Sitzhaltung alle Drums und Becken gut bespielen kannst und Deine Beine die Fußmaschinen souverän bedienen können. Die Anordnung der einzelnen Schlagzeug Bestandteile ist gleich wie bei einem akustischen Set. Zum Einrichten von E-Drums gehört aber auch das Verkabeln.

Das hört sich aber erstmal komplizierter an, als es ist. Die Kabel Ein- und Ausgänge sind alle klar gekennzeichnet und wenn Du der Beschriftung der Schlagzeug Teile folgts, kannst Du kaum etwas falsch machen.

In einem Schritt musst Du das Rack zusammenbauen. Das Rack ist das Gestänge, an dem später die Tabs befestigt werden. Deinem neuen Drumset wird eine Anleitung beiliegen, auf der Du erkennen kannst, in welcher Reihenfolge Du die Stangen zusammensetzen musst.

Wenn das Rack steht, kannst Du die Drumpads daran befestigen, falls sie nicht sowieso schon vor montiert sind. Anschließend werden die Beckenarme aufgestellt und die Becken-Pads daran festgeschraubt.

Nun stellst Du die Kickdrum in die Mitte und befestigst die Fußmaschine. Beachte, dass auch das Pedal von E-Drums ziemlich laute Geräusche verursachen kann, wenn Du darauf trittst. Mit Hilfe von speziellen Podesten oder Matten, kannst Du diese Geräusche abdämpfen und die Nerven Deiner Nachbarn schonen.

Wenn Dein E-Drumset über eine Hi-Hat auf einem Stativ verfügt, baust Du sie genauso auf wie eine herkömmliche Hi-Hat. Ansonsten wird die Hi-Hat auf dem Rack befestigt und für den Fuß gibt es einen unabhängigen Controller, der nur verkabelt werden muss.

Um die Kabel richtig zu stecken, musst Du eigentlich nur lesen können. Jedes Kabelende und jede Buchse ist beschriftet und Du musst nur die passenden Paare finden und zusammenstecken. Selbst wenn Du einmal ein Kabel falsch stecken solltest, kannst Du nichts kaputt machen. Das entsprechende Pad wird dann keinen Sound liefern, aber das ist mit einmal richtig umstecken alles wieder in Ordnung.

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Wenn Du mit alle dem fertig bist, musst Du nur noch das Modul und den Verstärker einschalten und schon kann’s losgehen. Viel Spaß beim Drummen!

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.