Was viele nicht wissen: Der Wiener Walzer war weit mehr als nur ein Tanz. Der Musikkritiker Eduard Hanslick nannte ihn die „Marseillaise des Herzens“, weil er als Ausdruck von Freiheit, Emotion und gesellschaftlichem Wandel galt. In einer Zeit politischer Umbrüche spiegelte der Walzer den Wunsch nach Veränderung wider.

Doch der Walzer bewegt nicht nur die Geschichte – sondern auch Körper und Geist. Eine Studie des Albert Einstein College of Medicine in New York zeigt: Tanzen kann das Risiko für Demenz deutlich senken und zählt zu den Aktivitäten, die unser Gehirn besonders aktiv halten. Ein guter Grund also, selbst das Tanzparkett zu erobern.

Ob Wiener Walzer, Langsamer Walzer oder moderne Varianten – hier erfährst du alles, was du wissen musst: von der Herkunft des Tanzes, über die Varianten des Walzers bis hin zu Tipps für den perfekten Einstieg. Mach dich bereit für einen Tanz, der seit Jahrhunderten begeistert – und vielleicht auch dich in seinen Bann zieht.

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Was ist ein Walzer?

Der Walzer gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Paartänzen überhaupt. Charakteristisch ist sein fließender Bewegungsablauf im 3/4-Takt. Dabei bewegen sich die Tanzpartner in gleichmäßigen Kreis- und Drehbewegungen über die Tanzfläche. Durch seine geschlossene Tanzhaltung und die ständig rotierenden Bewegungen wirkt der Walzer elegant, dynamisch und zugleich harmonisch.

Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Varianten entwickelt, darunter der Langsame Walzer und der Wiener Walzer. Trotz seines hohen Alters gehört der Walzer bis heute zu den wichtigsten Gesellschaftstänzen.

Merkmale im Überblick

  • Tanz im 3/4-Takt
  • Dreh- und Kreisbewegungen
  • Geschlossene Haltung
  • Fließende, elegante Bewegungen

Der Begriff „Walzer“ leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort „walzen“ ab. Dieses bedeutete ursprünglich „sich drehen“, „rollen“ oder „kreisend bewegen“. Die Bezeichnung passt bis heute perfekt zu diesem Tanzstil, denn die charakteristischen Drehbewegungen sind sein wichtigstes Erkennungsmerkmal.

Während viele Tanznamen auf Regionen oder Musikformen zurückgehen, beschreibt der Name „Walzer“ direkt die zentrale Bewegung des Tanzes. Schon früh wurde der Begriff verwendet, um Tänze zu beschreiben, bei denen sich Paare fortlaufend drehend über die Tanzfläche bewegten – eine Besonderheit, die den Walzer deutlich von älteren Tanzformen unterschied.

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Die Geschichte des Walzers

Der Ursprung des Walzers liegt vermutlich im Gebiet zwischen dem heutigen Deutschland und Österreich. Historiker gehen davon aus, dass er sich im 18. Jahrhundert aus verschiedenen ländlichen Volkstänzen entwickelte. Besonders in Österreich wurde der Tanz um 1780 immer populärer und verbreitete sich anschließend rasch in ganz Europa.

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Woher kommt der Walzer?

Der Walzer entstand vermutlich im Gebiet zwischen Deutschland und Österreich und entwickelte sich aus ländlichen Volkstänzen. Besonders in Österreich wurde er im 18. Jahrhundert sehr beliebt und verbreitete sich von dort aus in ganz Europa.

Seine geschlossene Tanzhaltung war damals ungewöhnlich und galt in höheren Gesellschaftsschichten zunächst sogar als anstößig, da Tanzpartner sich dabei deutlich näherkamen als zuvor üblich. Denn damals waren die Tanzpartner beim Paartanz nebeneinander und nicht von Angesicht zu Angesicht aufgestellt. Damals hat man z.B. Menuette getanzt. Das sah dann so aus:

Nach der Französischen Revolution veränderten sich gesellschaftliche Vorstellungen jedoch stark, wodurch sich der Walzer zunehmend durchsetzen konnte.

Im 19. Jahrhundert wurde er endgültig zum Gesellschaftstanz und erhielt durch Komponisten wie Johann Strauss große Popularität. Heute zählt der Walzer weltweit zu den bekanntesten Standardtänzen und ist fester Bestandteil von Tanzschulen, Bällen und gesellschaftlichen Veranstaltungen.

Hier erfährst du alles Nötige, was du als Anfänger über Paartanz wissen solltest!

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Verschiedene Walzerstile

Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Walzerstile entwickelt, die sich vor allem in Tempo, Rhythmus, Bewegungsstil und Herkunft unterscheiden. Manche Walzer werden schnell und mit vielen Drehungen getanzt, andere wirken ruhiger und fließender.

Zu den bekanntesten Varianten zählen der klassische Wiener Walzer, der Langsame Walzer und der französische Musette-Walzer. Daneben gibt es weitere Formen wie den Figurenwalzer oder regionale Varianten, die den Tanz auf unterschiedliche Weise geprägt haben.

Wiener Walzer

Der Wiener Walzer gilt als die bekannteste und traditionsreichste Form des Walzers. Seine Wurzeln liegen vermutlich in ländlichen Volkstänzen aus dem deutsch-österreichischen Raum, die sich durch kreisende Bewegungen auszeichneten.

Vor rund 200 Jahren wurde der Tanz besonders in Wien populär und erlebte während des Wiener Kongresses 1814/15 seinen großen gesellschaftlichen Durchbruch. Von dort aus verbreitete er sich in ganz Europa.

Charakteristisch für den Wiener Walzer ist sein hohes Tempo: Mit etwa 180 bis 200 Schlägen pro Minute zählt er zu den schnellsten Tänzen des Welttanzprogramms. Typisch sind die schnellen, fortlaufenden Drehbewegungen in enger Tanzhaltung, meist nach rechts.

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Neben dem internationalen gibt es auch einen amerikanischen Stil. Große Komponisten wie die Familie Strauss machten den Wiener Walzer weltberühmt. Aufgrund seiner kulturellen Bedeutung zählt er seit 2017 sogar zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe Österreichs.

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Langsamer Walzer (Englischer Walzer)

Der Langsame Walzer, auch Englischer Walzer genannt, ist eine ruhige und elegante Weiterentwicklung des Wiener Walzers. Seine Entstehung wird auf die frühen 1920er Jahre in England zurückgeführt, wobei er vermutlich durch langsamere Walzerformen aus den USA und Österreich beeinflusst wurde.

Eine wichtige Vorstufe war der sogenannte „Boston“, eine gleitende, langsamere Tanzform, die im 19. Jahrhundert nach Europa zurückkehrte. Der Langsame Walzer wird im 3/4-Takt getanzt, jedoch deutlich langsamer als der Wiener Walzer – mit etwa 30 Takten pro Minute. Dadurch wirkt er besonders fließend, weich und ausdrucksstark.

Typisch sind:

  • lange, gleitende Bewegungen,
  • eine starke Hoch-Tief-Bewegung über Ferse und Spitze sowie
  • eine eng geführte Tanzhaltung.

Obwohl er ruhiger ist, bleibt der Grundschritt des Walzers erhalten und wird durch zahlreiche Figuren erweitert. Heute ist der Langsame Walzer fester Bestandteil des internationalen Turniertanzes und gilt als besonders eleganter Standardtanz im Welttanzprogramm.

Musette-Walzer

Der Musette-Walzer ist eine französische Variante des Walzers, die vor allem in der Pariser Bal-Musette-Kultur des frühen 20. Jahrhunderts entstanden ist. Typisch ist sein charakteristischer Klang, der stark vom Akkordeon geprägt wird und an den traditionellen Klang der Musette (Dudelsack) erinnert.

Im Vergleich zum klassischen Wiener Walzer wirkt er oft einfacher, etwas sinnlicher und wird in enger Tanzhaltung mit vielen Drehungen getanzt. Häufig bewegen sich die Paare dabei auch nach links, was ihn von anderen Walzerformen unterscheidet.

Der Musette-Walzer wurde besonders in Arbeiter- und Tanzlokalen in Frankreich populär und entwickelte sich parallel zu ähnlichen Tanzformen wie der „Java“. Noch heute steht er für den typischen französischen Tanzstil mit nostalgischem Pariser Flair.

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Walzerschritte und Technik

Die verschiedenen Walzerarten unterscheiden sich nicht nur in Tempo und Herkunft, sondern auch in ihrer Technik und den Grundschritten. Trotzdem basieren sie alle auf einem gemeinsamen Prinzip: dem Dreivierteltakt und der typischen Drehbewegung des Paares.

Je nach Stil wird der Tanz entweder schnell und dynamisch oder langsam und fließend ausgeführt. Besonders wichtig sind dabei Haltung, Führung und das richtige Zusammenspiel der Schritte. Für Einsteiger empfiehlt es sich, zunächst die Grundbewegungen zu erlernen, bevor komplexere Figuren hinzukommen.

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Wie ist die Schrittfolge beim Walzer?

Die Schrittfolge beim Walzer besteht meist aus drei Schritten im 3/4-Takt: einem Schritt, einem Seitenschritt und einem Nachziehschritt. Dabei bewegen sich die Tanzpartner rhythmisch drehend im Kreis über die Tanzfläche.

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Grundschritte des Wiener Walzers

Der Grundschritt des Wiener Walzers basiert auf einer schnellen, kontinuierlichen Drehbewegung im 3/4-Takt. Eine einfache Einstiegsmöglichkeit ist die sogenannte Pendelvariante: Dabei bewegt sich das Paar seitwärts oder vor und zurück, wobei in der Grafik meist die Seitwärtsbewegung gezeigt wird.

Ein Wechsel zwischen beiden Varianten ist möglich, sobald der Herr den rechten Fuß frei hat. Diese Form eignet sich besonders für Anfänger, da sie das Gefühl für Rhythmus und Rotation vermittelt.

Anspruchsvoller ist das Dreischrittsystem, bei dem die Schritte präziser und technisch komplexer gesetzt werden. Es erfordert mehr Übung, ermöglicht aber den typischen fließenden Drehcharakter des Wiener Walzers in seiner klassischen Form.

Grundschritte des langsamen Walzers

Der Grundschritt des Langsamen Walzers ist ruhiger und gleichmäßiger als beim Wiener Walzer. Er wird im 3/4-Takt getanzt, jedoch mit deutlich reduziertem Tempo, wodurch die Bewegungen größer und fließender wirken. Typisch ist eine Kombination aus Vorwärts-, Rückwärts- und Seitwärtsschritten, die in einer weichen Auf- und Abbewegung ausgeführt werden.

Die Tänzer gleiten dabei förmlich über die Fläche, wobei die Führung besonders wichtig ist. Durch das langsamere Tempo bleibt mehr Zeit für Technik und Körperhaltung.

Anfänger können sich gut auf das Gleichgewicht und die saubere Schrittfolge konzentrieren, bevor zusätzliche Figuren eingebaut werden. Der Grundschritt bildet die Basis für elegante Drehungen und Variationen im Turnier- und Gesellschaftstanz.

Haltung und Führung

Der Grundschritt des Musette-Walzers ist eng mit dem klassischen Walzerprinzip im 3/4-Takt verbunden, wirkt aber oft einfacher und spielerischer. Die Schritte werden klein gehalten, da der Tanz häufig in Tanzlokalen mit wenig Platz entstanden ist.

Typisch sind viele Drehbewegungen, die oft nach links ausgeführt werden und dem Tanz seinen besonderen Charakter geben. Die Partner bewegen sich eng miteinander und nutzen den Raum eher kreisend als linear.

Der Rhythmus wird stark durch das Akkordeon geprägt, was dem Tanz seinen typischen französischen Klang verleiht. Für Anfänger ist der Musette-Walzer gut geeignet, da die Grundbewegung leicht zugänglich ist und weniger technische Präzision als Turnierformen erfordert.

Wie lernt man den Walzer?

Am besten lernt man Walzer in einem strukturierten Tanzkurs, da man dort Schritt für Schritt angeleitet wird und direkt mit einem Partner üben kann. Der Ablauf eines Paartanzkurses ist dabei meist klar aufgebaut: Ein Tanzlehrer oder eine Tanzlehrerin vermittelt zuerst die Grundschritte, sodass man schnell einen einfachen Walzer tanzen kann.

Danach geht es darum, ein Gefühl für den 3/4-Takt, die Bewegung im Raum und das Zusammenspiel mit dem Tanzpartner zu entwickeln. Besonders wichtig ist es, langsam zu beginnen und sich nicht zu überfordern – ähnlich wie beim Erlernen eines Musikinstruments baut alles aufeinander auf.

Anfänger sollten sich zuerst auf saubere, kleine Schritte konzentrieren, bevor sie komplexere Figuren ausprobieren. Auch die richtige Haltung spielt eine große Rolle: Die Arme werden in angenehmer Position gehalten, während der Oberkörper aufrecht und stabil bleibt. Die Partner führen und folgen klar miteinander, ohne sich unnötig zu verkrampfen.

Mit regelmäßiger Übung wird die Bewegung zunehmend flüssiger und das Tanzen selbstbewusster. Wichtig ist außerdem Geduld, denn Sicherheit entsteht erst durch Wiederholung. Wer in einem Kurs tanzt, profitiert zusätzlich von der Korrektur durch den Lehrer und dem gemeinsamen Lernen mit anderen Paaren.

Tipps für Anfänger

  1. Auf den Takt achten
  2. Grundschritt zuerst üben, erst dann Figuren
  3. Aufrechte Haltung, nicht nach vorne kippen
  4. Führung verstehen (Der Herr führt, die Dame folgt)
  5. Kleine Schritte machen
  6. Im Kreis bewegen
  7. Entspannt bleiben, nicht verkrampft
  8. Regelmäßig üben und den Spaß nicht verlieren!

Entdecke hier außerdem die besten Tanzstile für Pärchen: Salsa, Kizomba, Zouk!

Quellen

  1. Vgl. "Der Wiener-Walzer-Grundschritt einfach erklärt", in: doodance.com, 2026, https://doodance.com/blog/wiener-walzer-grundschritt
  2. Vgl. Rudolf Flotzinger, "Walzer", in: musiklexikom.ac.at, 2022, https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_W/Walzer.xml
  3. Vgl. Luisa Aha, "11 Fakten zum Wiener Walzer", in: berliner-philharmoniker.de, 2026, https://www.berliner-philharmoniker.de/stories/11-fakten-zum-wiener-walzer/

Mit KI zusammenfassen:

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Florence Dezoteux

Meine Städte sind Berlin und Paris, aber mein Herz gehört der Welt, den Menschen und unterschiedlichen Kulturen: Ich reise und übersetze leidenschaftlich gerne. Meine Neugier und mein Wissensdurst kennen keine Grenzen!