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So findest Du den passenden Walzerkurs!

Von Florence, veröffentlicht am 17/07/2019 Blog > Sport > Tanzen > So findest Du den passenden Walzerkurs!

Was viele heute nicht mehr wissen: Der Wiener Musikkritiker Eduard Hanslick bezeichnete den Wiener Walzer als “Marseillaise des Herzens”, er solle „Wien die Revolution erspart [haben]. Der Walzer war Ausdruck gehemmter politischer Umbruchsstimmungen und Johann Strauss (Sohn) war selbst in der Märzrevolution 1848 ein Revolutionär.

Einer Studie des Albert Einstein College of Medicine in New York zufolge, soll das Tanzen das Risiko seniler Demenz um bis zu 76% verringern. Das ist Motivation genug, um mit dem Walzer tanzen anzufangen!

Wiener Walzer, Langsamer Walzer, Amerikanischer Walzer, Choreographie, Tanzeinführung, Probestunde, Privatunterricht, Tanzunterricht zu Hause, Tanzkurs in der Tanzschule… Hier erfährst Du alles, was Du über den Wiener Walzer wissen musst, um ihn und seine grandiosen Schritte zu beherrschen.

Was ist der Walzer?

Der Walzer ist einer der ältesten Paartänze, der auch heute noch sehr beliebt ist. Bevor wir uns die Technik anschauen, möchten wir einen kleinen Rückblick auf die Geschichte dieses Tanzes machen.

Der Walzer kommt zuallererst aus Österreich. Um 1780 herum wird dieser Tanzstil dort sehr beliebt und breitet sich von dort aus nach Westeuropa aus. Der Name wurde vom deutschen Wort „walzen“ abgeleitet, was so viel wie „drehen“ bedeutet und auch heute noch sehr gut diese Tanzart beschreibt.

Der Walzer ist ebenso Teil von Österreich wie die wunderschönen Berglandschaften und -dörfer! Der Ursprung des Walzers wird in Österreich verortet. | Quelle: Wikimedia Commons

Der genaue Ursprung des Walzers ist jedoch nicht ganz klar. In jedem Fall muss es irgendwo zwischen Deutschland und Österreich gewesen sein. Der Walzer hat sich wahrscheinlich aus Volkstänzen weiterentwickelt.

Der Walzer entwickelt sich zu einer Zeit, in der höfischer Tanz sehr wichtig war. Er revolutioniert die gängigen Tanzsitten in den höheren Gesellschaftsschichten, denn damals waren die Tanzpartner beim Paartanz nebeneinander und nicht von Angesicht zu Angesicht aufgestellt.

Damals hat man z.B. Menuette getanzt. Das sah dann so aus:

Der Walzer, dieser neue Tanz in “geschlossener Haltung” wurde damals in Frankreich als obszön verurteilt. Walzer tanzen war beschämend! Nach der Französischen Revolution hat sich das verändert. Die höfischen Tänze sind in langsam in Vergessenheit geraten. Der Walzer, der eher den Ruf des Volkstümlichen besaß, verdrängt den französischen aristokratischen Menuett Tanz und wird selbst als eigenständiger Tanz gesehen.

Die Walzermusik ist in der gleichen Zeit entstanden und Komponisten haben sich mehr und mehr für sie interessiert. Berühmte tanzbare Walzermusik stammt z.B. von Joseph Lanner, Johann Strauss (Vater), dessen Sohn Johann Strauss (Sohn) (z. B. der Donauwalzer, 1867) sowie von Pjotr Iljitsch Tschaikowski.

Der Walzer ist, wie schon gesagt, heute einer der ältesten modernen bürgerlichen Gesellschaftstänze. Er wird eher von der älteren Generation praktiziert. Die meisten Menschen haben jedoch, meist im Musikunterricht in der Schule, mindestens ein oder zwei Walzerschritte in ihrem Leben ausprobiert. Denn der Walzer gehört zur unserer Kultur einfach dazu!

Welche Walzerstile kannst Du lernen?

Im Laufe der Zeit haben sich an unterschiedlichen Orten viele verschiedene Walzerstile entwickelt. Damit Du auch den richtigen Tanzkurs für Dich aussuchst, solltest Du also erst einmal wissen, welche Walzerstile existieren.

Der Wiener Walzer

Wir könnten jetzt natürlich erklären, dass der Wiener Walzer ungefähr 60 Takte pro Minute (180bpm) zählt. Das wird für viele unter euch aber nicht viel heißen.

Woran Du Dich jedoch erinnern solltest: Nach Takten, wenn auch nicht nach Taktschlägen, ist der Wiener Walzer der schnellste Tanz des Welttanzprogramms. Es gibt zwei Arten des Wiener Walzers, den Internationalen und den Amerikanischen Stil. Die Partner tanzen sehr eng und geschlossen miteinander, und trennen sich nur für gewisse Figuren.

Kennst Du die Walzer Positionen? Neun verschiedene Positionen des Walzers. | Quelle: Wikimedia Commons

Beim Wiener Walzer wird vor allem nach rechts gedreht. Manche Paare drehen jedoch ab und zu auch nach links, damit sie nicht dem Schwindel zum Opfer fallen.

Große Komponistenfamilien haben dem Walzer alle Ehre gemacht: Da gibt es z.B. die Familie Strauss oder den französischen Komponisten Offenbach.

Der Langsame oder Englische Walzer

Der Englische Walzer ist eine Weiterentwicklung, eine sanftere Form des Wiener Walzers. Es ist nicht ganz klar, ob dieser um 1920 in England entstandene Walzer sich aus einer Wiener Walzer Form aus den USA oder direkt aus Österreich inspiriert hat.

Der Langsame Walzer wird im 3/4-Takt, bei einem Tempo von etwa 30 Takten pro Minute getanzt. Da dieser Walzerstil langsamer ist, bereichern ihn die Tänzer/innen in der Regel um weitere Figuren.

Der Musettewalzer

Schnapp Dir ein französisches Beret, ein Akkordeon und ein paar schöne Kleider! Mit dem Musettewalzer bist Du im Herzen des französischen Volkstanzes angekommen.

Der Musettewalzer ist etwas einfacher und sinnlicher als der Wiener Walzer und benötigt weniger Platz. Die Partner drehen noch mehr als beim klassischen Walzer und zwar nach links!

Zur gleichen Zeit ist in Frankreich der populäre Java Tanz entstanden.

Mach einen Walzerkurs in einer Tanzschule mit Deinem/r Tanzpartner/in

Wenn Du Walzer lernen willst, hast Du verschiedene Optionen. Die gängigste ist Dich in einen Paartanz Kurs an einer Tanzschule einzuschreiben.

Der/die Tanzlehrer/in wird Dir erst einmal die Grundschritte beibringen, damit Du schnell Deinen ersten einfachen Walzer tanzen kannst.

Das Wichtigste sind die Schritte. Im Anschluss lernst Du, wie Du Dich im Raum bewegst und Deinen Körper im Verhältnis zu Deinem/Deiner Tanzpartner/in positionierst.

Am besten fängst Du mit kleinen und einfachen Schritten an und gehst dann Schritt für Schritt zu mehr Komplexität über. So wie beim Klavier lernen, geht es erst einmal darum, nicht zu schnell vorwärts zu gehen, damit die Kenntnisse auf soliden Grundlagen aufbauen.

Deswegen ist die Hilfe eines/r Lehrers/in ja auch so wertvoll. Er/sie kann Dir dabei helfen, nicht von Anfang an schon falsche Schritt einzustudieren, was beim autodidaktischen Lernen schnell passieren kann.

Mit der Zeit wirst Du die Schritt ganz von alleine immer schneller machen. Mit dem Können kommt auch das nötige Selbstbewusstsein.

Im Anschluss lernst Du die richtige Körperhaltung. Die Arme sollten nicht am Körper anliegen und auf Brusthöhe zusammenkommen. Die Oberkörper der Tanzpartner/innen sollten sich abgesehen von der rechten Seite des Beckens nicht berühren.

Die rechte Hand der Tänzerin legt sich in die linke Hand des Tänzers, während sich die rechte Hand des Tänzers unter das Schulterblatt der Tänzerin positioniert.

Nun wird es darum gehen zu lernen, wie ihr euch in dem vorgegeben Raum drehen könnt.

Die besondere Herausforderung bei Tanzschulkursen ist meist, dass es sich um Gruppenkurse handelt. Mehrere Paare müssen sich den zur Verfügung stehenden Raum teilen. Es besteht also eine leichte Karambolage Gefahr 😉.

Wie oft hast Du schon Walzer tanzen geübt? Übung macht den Meister! | Quelle: Wikimedia Commons

Außerdem müssen die vorgegebenen Kurszeiten Dir und Deinem/r Tanzpartner/in passen. Das kann natürlich die Organisation etwas komplizierter gestalten.

Tanzworkshop, wöchentliche Kurse, Intensiv Wochenenden, Abendkurse, Walzerkurse für Fortgeschrittene, für Anfänger…Angebote gibt es viele. Kontaktiere am besten direkt die Tanzschulen, um mehr herauszufinden.

Du kannst dann auch gleich davon profitieren und Dir den gesamten Kursplan der Tanzschule anschauen. Immerhin gibt es auch noch viele andere spannende Tanzkurse: Paso Doble, Tango, Rumba, Bachata, Salsa, Kizomba, Mambo, Stepptanz, Afrikanischer Tanz, Cha-Cha-Cha, Orientalischer Tanz, Rock ‘n’ Roll, Swing, Ballett, usw.

Es gibt viele gute Gelegenheiten, um mit einem Paartanz auf die Tanzfläche zu gehen: eine Ballouvertüre, ein Hochzeitswalzer, eine Endjahres-Tanzaufführung, ein Junggesellenabschied, eine romantische Tanznacht, usw.

Lerne den Walzer mit einem/r Privatlehrer/in

Nicht jeder/r in Deutschland wohnt in einer großen Stadt. Und auf dem Land ist es manchmal etwas schwieriger, eine gute Tanzschule zu finden.

Außerdem gehört der Walzer heutzutage nicht mehr zu den beliebtesten Tänzen. Du findest ganz einfach Tanzkurse, die Modern Jazz, Salsa, Flamenco, Zumba, Breakdance, Dancehall, Merengue, Zeitgenössischen Tanz oder Hip Hop anbieten. Beim Walzer ist es leider nicht immer ganz so einfach.

Eine praktische Alternative wäre in diesem Fall privater Tanzunterricht. Das ist heute gang und gäbe.

Wenn Du mit einem/r Privatlehrerin Walzer tanzen lernst, kannst Du Deinen Lernprozess ganz an Deine Bedürfnisse und Deinen Körper anpassen.

Die Körperhaltung spielt beim Tanzen natürlich eine ganz besonders große Rolle. Beim Privatunterricht kann der/die Lehrer/in Dich optimal korrigieren, damit Du immer die richtige Haltung behältst.

Der/die Tanzlehrer/in wird damit anfangen, die Fähigkeiten von Dir und Deinem/r Tanzpartner/in zu bestimmen und so euer Tanzniveau (Anfänger, Mittel, Fortgeschritten) ganz genau zu ermeßen. So kann er/sie seinen/ihren Unterricht perfekt an euch anpassen.

Wusstest Du, dass der Walzer sich aus Volkstänzen heraus entwickelt hat? Der Walzer hat sich in Opposition zum Hoftanz in Österreich entwickelt. | Quelle: Wikimedia Commons

Bevor Du eine/n Privatlehrer/in aussuchst, solltest Du Dir ganz genau sein/ihr Profil anschauen. Manche werden eher klassischen Walzer unterrichten, andere sind moderner orientiert.

Bei den Superprof Lehrern/innen kostet die erste Probestunde sehr oft sogar garnichts. So kannst Du erst einmal testen, ob eure Lehr- und Lernstile gut zusammen passen und eure Bedürfnisse und Erwartungen auf einander abgestimmt werden können.

Das Tolle beim Privatunterricht ist natürlich, dass Du und Dein/e Tanzpartner/in viel freier bei der zeitlichen Planung seid. Das ist für vielbeschäftigte Menschen (und wer ist das heutzutage nicht?) schon einer großer Pluspunkt.

Der einzige Nachteil beim Privatunterricht ist, dass ihr nicht vom Austausch mit anderen Tanzpaaren profitieren könnt. Wenn ihr andere Walzertänzer/innen kennen lernen möchtet, solltet ihr zu Tanzsoirées, Bällen oder Volksfesten gehen.

Um den/die perfekte/n Tanzlehrer/in zu finden, könnt ihr wie gesagt bei Superprof vorbeischauen, aber auch in den Kleinanzeigen herumstöbern oder im Internet direkt bei Ebay oder Google suchen. In den Läden im Kiez gibt es oft kleine Zettelchen an den Wänden, wo Gesuche aufgegeben werden. Vielleicht findest Du dort Dein Glück!

Und wenn Du den Tango (oder vielleicht sogar den Walzer im Tango?) testen willst, wirst Du mit einem Tanzkurs ebenfalls Dein Glück finden!

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