"Es gibt niemanden, der nicht ißt und trinkt, aber nur wenige, die den Geschmack zu schätzen wissen." - Konfuzius

Studenten neigen beim Kochen oft dazu, den einfachsten Weg zu wählen, um Zeit zu sparen, aber ohne zu sehr auf die Gesundheit zu achten.
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Dem Klischee nach greifen sie meistens auf Fast Food, Lieferdiensten und Nudeln mit Pesto zurück. Eine ausgewogene Ernährung sieht anders aus und einer der Hauptgründe für diese Wahrnehmung sind die finanziellen Mittel der Studentenschaft.

Nach der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks beträgt das durchschnittliche Monatsbudget eines Studenten 918 € im Monat. Davon werden 168 €, also etwa 18 %, für die Ernährung verwendet. Nicht gerade ein Vermögen, um ausgefallene Rezepte und Spielereien auszuprobieren.

Studenten müssen also auf ein paar Tricks zurückgreifen, um ihre Mittel so effizient wie möglich zu nutzen. Sie müssen Rezeptideen filtern, wirtschaftlich Denken und mit einfachen, aber günstigen Rezepten die eigenen Kochkünste verbessern.

Gehen Wir also mal ein paar dieser Kochtipps für Studenten durch.

In großen Mengen kochen um das Studentenbudget zu schonen

"Wenn ihr gegessen und getrunken habt, seid ihr wie neu geboren; seid stärker, mutiger, geschickter zu eurem Geschäft." - Johann Wolfgang von Goethe

Tatsache ist, dass die Lebenshaltungskosten immer weiter steigen, in manchen Region mehr als in anderen.

Aber eines ist für alle Bundesländer und deren sozialer Struktur gleich, die Löhne steigen nicht schnell genug, um die Inflationsrate auszugleichen, die Lebenshaltungskosten werden als höher.

Als logische Folge davon steigt auch der Budgetanteil, der für Lebensmittel ausgegeben werden muss.

Durch das Kochen in großen Mengen kann man die Ausgaben für Lebensmittel etwas geringer halten.
In großen Mengen zu kochen hilft Studenten dabei, das Monatsbudget zu erleichtern! | Quelle: unsplash

Für junge Studenten, besonders Frauen, ist die Lage am problematischsten. Menschen unter 25 Jahren und Frauen gehören zu den am meisten von Armut betroffenen Personengruppen.

Manchmal - vor Allem in Metropolen und touristischen Gegenden im Sommer - ist Essen eine schweineteure Angelegenheit, wodurch es nicht immer einfach ist, innerhalb des eigenen Budgets zu bleiben und sich ausgewogen zu ernähren.

Das ist aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, ganz im Gegenteil, denn es gibt ein paar Möglichkeiten, trotz der steigenden Preise Gefallen im Kochen zu finden ohne an Geschmack einbüßen zu müssen.

Wer gerne und regelmäßig kocht weiß, dass bestimmte Gerichte schnell dem Monatsbudget die Suppe versalzen. 

Alles noch kein Grund zur Panik, die Lösung liegt darin, in größeren Mengen zu kochen!

Zwei, drei oder auch sechs Portionen sind zwar erst einmal teurer in der Zubereitung, aber die Bemühungen, selber zu kochen, tragen ihre Früchte so noch länger und letztendlich zu geringerem Preis.

Das Prinzip dahinter kennt jeder: Lebensmittel, die in großen Mengen gekauft werden, sind günstiger, als kleine Einheiten! Perfekt also für ein kleineres Budget!

Essen einfrieren um als Student Geld zu sparen

Wenn um billig Kochen geht, hilft diese Methode enorm. So kannst Du Essen in großen Mengen kochen ohne irgendwas zu verschwenden und Deine wöchentliche Einkaufsliste kurz halten.

Ernährung und Kochen ist von guter Organisation kaum zu trennen!

Wer in großen Mengen kocht, kann überschüssiges einfrieren.
Anstatt überschüssiges Essen wegzuschmeißen, kann man auch zum Gefrierschrank greifen! | Quelle: unsplash

Ein Teil davon ist das Einfrieren von Essen, was dabei hilft, sich ausgewogen zu ernähren, ohne jeden Abend zum teuren REWE City laufen zu müssen oder sich fettige und kostspielige Burger liefern zu lassen.

Hähnchen mit Zitrone, Bratkartoffeln und Karotten, ein Ham-and-Cheese Sandwich, Spinat mit Ziegenkäse, Spätzle, Quiche Lorraine, Nudeln mit Tomatensoße, Pilzrisotto, Lachs im Ofen, Lasagne usw.

Essen Einfrieren erlaubt es, weniger einkaufen zu müssen!

Der Vorteil liegt darin, dass eingefrorene Lebensmittel meistens die gleichen Nährstoffe haben wie frische Lebensmittel. Daher sollte in jedem Studentenhaushalt im oder neben dem Kühlschrank auch ein Gefrierfach verfügbar sein.

Selbst in einer kleinen Einzimmerwohnung im Wohnheim sind die meisten kleinen Kühlschränke damit ausgestattet. Mit dem Gefrierfach lassen sich die gefüllte Zucchini, Spaghetti Bolognaise, Chili sin Carne und der Schokokuchen problemlos tagelang lagern.

Durch das Einfrieren solcher Gerichte kannst Du außerdem vor Allem im Vergleich zu Restaurants oder Lieferdiensten Deine Ausgaben verringern.

Unterm Strich also perfekt für jeden Studenten, der leckere und günstige Studentenezepte kochen will, ohne das Monatsgbudget zu sprengen.

Saisonale Produkte verwenden, um das Studentenbudget zu erleichtern

In sozialen Netzwerken findet man immer mehr Dokumentationen und Videos, die Kritik an der Agrarindustrie äußern und die Risiken der industriellen Produkte benennen (Glyphosat, Pestizide, lange Lieferketten, verschlechterte Terms of Trade).

Die verschlechterten Handelsbedingungen bedeuten, dass die Einnahmen der lokalen Produzenten gedrückt werden, um die Handelsspannen der großen Vertriebsunternehmen zu erhöhen.

Saisonale Produkte sind günstiger und schmecken besser.
Egal ob Frühstück oder Abendessen, auch studentische Mahlzeiten sollten mit den Jahreszeiten im Einklang sein! | Quelle: unsplash

Es gibt augenscheinlich keinen Anreiz mehr, frische, saisonale Produkte mit kurzen Transportwegen (d.h. ohne Zwischenhändler) zu konsumieren.

Zumindest wenn man nicht die zahlreichen Vorteile berücksichtigt, die sich hinter solchen Produkten verstecken:

  • Saisonale Produkte schmecken besser
  • Saisonale Produkte liefern Uns die Nährstoffe, die Wir in dieser Zeit brauchen
  • Saisonale Produkte sind günstiger als andere Lebensmittel
  • Saisonale Produkte belasten die Umwelt weniger

Wieso also eine Packung Garnelen zu horrenden Preisen, Avocados aus Mexiko (die den dortigen Boden und die Agrarökonomen belasten), Mangos aus Asien oder Tomaten und Erdbeeren im Winter essen, wenn man in jedem Supermarkt regionales Obst und Gemüse aus der Saison finden kann?

Mittlerweile hat jede Supermarktkette ein ausgeprägtes Fundament an regionalen Produkten, die mit bestimmten Prüfzeichen gekennzeichnet werden.

Ein eingeschränktes Budget und günstiges Studentenessen heißt also nicht, dass man auf Genuss und Qualität verzichten muss.

Auch die Gesundheit muss nicht unter geringen finanziellen Mitteln leiden.

Tatsache ist, dass Studenten saisonale Produkte aus der Region bevorzugen sollten, wenn sie ihr Budget schonen wollen.

Tomaten im Dezember sind nicht nur für die Geschmacksnerven unangenehm, sondern auch für den Geldbeutel!

Ein Biomarkt ist nicht unbedingt viel teurer als die klassischen, fünfmal in Plastik verpachten Industrieprodukte.

Wir sehen die Kommentare schon kommen: Noch ein Artikel für die links-grün-versifften Vegetarier und Studenten.

Da ist vielleicht was dran, aber das ändert nichts daran, dass der menschliche Körper im Winter Kohl und Clementinen besser verträgt als Zucchini und Himbeeren.

Sich an die Saison Anpassen bietet einfach den Vorteil, dass man viel leichter auf schnelle Rezeptideen kommt und nur das auf den Teller kommt, was der Körper auch wirklich braucht!

Rotkohl, Brokkoli und Chicorée im Winter, Paprika, Aubergine und Mozzarella mit Tomate im Sommer. Das schmeckt einfach und ist sogar günstiger!

Kurz vor Marktende einkaufen gehen um günstig zu Kochen

Es gibt so manche Tricks, die kaum bekannt, aber beim Geld Sparen super hilfreich und gar nicht mal so dumm sind.

Darunter auch die Idee, erst auf den Wochenmarkt zu gehen, wenn dort die Stände für den Tag schon fast schließen!

Auf Märkten gibt es so einige leckere Produkte zu günstigen Preisen.
Um unverkaufte Waren vom Markt zu bekommen, solltest Du kurz vor Schluss da sein! | Quelle: unsplash

Niemand verkauft seine Waren restlos, die meisten Händler geben ihre unverkauften Lebensmittel an alle Interessierten.

An diesem Vorgehen ist auch nichts beschämendes, denn so wird unnötiges Wegwerfen von oftmals nicht verdorbenen Lebensmitteln vermieden, während diejenigen mit Bedarf von den kostenlosen Lebensmitteln profitieren!

Egal ob Student oder nicht, diesen Trick sollte Jeder kennen!

Egal wo Du wohnst, irgendwo in der Nähe wird es mit Sicherheit einen Wochenmarkt geben.

Klar, nicht überall findest Du Räucherlachs, Macarons, Gänseeier oder Muscheln finden!

Aber was spricht dagegen, mal vorbeizuschauen und mit etwas Glück vielleicht ein Bund Radieschen, Rotkohl, Sellerie, Gurken oder Fenchel abzustauben?

Von Bonn bis Berlin, Hamburg bis München, der Ostsee über das Rheinland bis nach Schwaben, auch in Deutschland gibt es zahlreiche Märkte mit tollen Produkten!

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Siad

Student der Poltikwissenschaft, Hobbiefotograf und Kochbegeisterter. Spezialität: Hummus