"Der Mann von Geist versteht die Kunst zu essen." – Anthelme Brillat-Savarin

Tajine, Quiche, gefüllte Paprika, Taboule, Brownies… Alles Gerichte, die Ihr kennt und die Appetit machen, aber die Ihr nicht allzu oft esst?

Das ist bei Studenten oft der Fall, denn zwischen Klausuren, Hausarbeiten und Praktikumsbewerbungen bleibt selten Zeit für komplizierte Gerichte. Stattdessen greift man da schnell zu Lieferdiensten und Fertigessen, das nicht nur schlecht für die Gesundheit ist, sondern auch noch um einiges teurer.

Aber nicht verzagen, auch für Studenten gibt es tolle Rezepte, die mit dem Lebensstil zusammenpassen!

Immerhin greifen laut einer gemeinsam von Constata und der Universität Maastricht durchgeführten Studie aus der Studienreihe “Fachkraft 2020” 87,1 % bzw. 85,1 % aller Studenten regelmäßig zu Gemüse bzw. Obst, während der Anteil bei Süßigkeiten unter 60 % liegt. Die meisten Studenten essen also bereits eher gesund!

Für Diejenigen, die aber immer noch lieber zum Lieferdienst greifen, wollen Wir aber festhalten, dass das für Studenten nicht unbedingt die beste Option ist!

Hier also ein paar Gründe, warum Ihr lieber ein paar Rezepte ausprobieren und Eurer Gesundheit zuliebe auf Hausmannskost greifen solltet.

Zu Hause Kochen ist für Studenten um einiges billiger

Als Student ist man oft dazu geneigt, die einfachste Lösung zu bevorzugen, weil man gestresst ist oder nicht organisiert genug.

Darüber hinaus sind Studenten nicht sehr repräsentativ im Arbeitsmarkt vertreten.

Selbst wenn sie zur Finanzierung des Studiums, der Miete und anderer monatlicher Fixkosten arbeiten gehen, finden sie sich häufig in unterqualifizierten Positionen, sowie schlecht bezahlten und anstrengenden Jobs wieder.

Deshalb gehören die unter 25-Jährigen zur am stärksten von relativer Armut betroffenen Bevölkerungsgruppe, was bedeutet, dass ein großer Anteil der Studenten unter der Armutsgrenze von 1135 € pro Monat (60 % des durchschnittlichen Einkommens) lebt.

In der Küche sollte man sich auch als Student immer wohlfühlen.
Eine Küche ist ein Ort, in dem das Leben stattfindet, egal ob Student oder nicht! | Quelle: unsplash

Genau deshalb gibt es auch noch heute einige Studenten, die gerne zu Fastfood, Unimensen und Lieferdiensten greifen, obwohl sie zu den teuersten Optionen, sich zu ernähren, gehören.

Klar, es ist um einiges einfacher sich Pizza, Lasagne oder Pommes im Imbiss zu bestellen oder liefern zu lassen, ohne sich groß anzustrengen, aber es ist auch um einiges günstiger, sich stattdessen eine halbe Stunde zu Hause in die Küche zu stellen!

Es gibt außerdem zahlreiche einfache Rezeptideen, die super günstig und genauso lecker wie im Restaurant sind.

Um es etwas anschaulicher und klarer zu machen, hier eine kleine Tabelle mit klassischen Gerichten, sortiert nach deren Preis und Zubereitungsort:

 Zu Hause gekochtVom Lieferdienst
Steak mit Pommes8 €17 €
Mayonnaise (2 Eier)1,50 €5 €
Insalata Verde1,50 €4 € - 7 €
Spaghetti Bolognese2 €8,50-12 €

Zu dieser Tabelle noch eine Prise der häufig bestellten Menüs, egal ob per Lieferdienst oder vor Ort:

  • Mc Donald’s Menu: 8 €
  • Pizza per Lieferdienst: 7 € - 15 €
  • Burger per Lieferdienst: 9 € - 17 €
  • Döner mit Getränk: 5,50 € - 7 € 

Es dürfte langsam klar geworden sein, dass zu Hause Kochen um einiges günstiger ist, als sich das gleiche Gericht liefern zu lassen.

Versucht Euch mal daran, die im Lieferdienst angebotenen Gerichte zu Hause nachzukochen und Ihr werdet bemerken, dass es nicht nur billiger sein wird, sondern oft auch noch leckerer.

Wer sich einmal pro Woche für 15 € einen Burger oder eine Pizza mit Getränk bestellt, muss so 60 € pro Monat nur dafür einplanen, was bei beispielsweise 800 € Monatsbudget 7,5 % davon ausmacht.

Von diesen 800 € sollen dann noch Mietausgaben, Nebenkosten und Transportkosten bezahlt werden.

Wie soll das klappen?

Wer von der Küche in der WG oder im Studentenwohnheim Gebrauch macht, profitiert davon, eine Mahlzeit mit frischen Lebensmitteln für 2 oder 3 € herzaubern zu können!

Ein paar Besuche weniger bei Mc Donald’s oder Burger King sparen monatlich einen Haufen Geld, was das Studentenleben im Alltag um einiges einfacher macht. 

Essen ist außerdem eine Leidenschaft, die Wir genießen sollten!

Zu Hause Essen ist besser für die Gesundheit

Egal ob Spinat, Karotten, Schokokuchen, Gnocchi oder Béchamelsoße, selber Kochen ist meistens um einiges gesünder, wenn es um die Kalorienmenge auf dem Teller geht.

Das hat auch einen Grund, namentlich, dass Restaurants und Lieferdienste ausschließlich den Geschmack im Auge haben.

Das heißt, dass geliefertes Essen nur den Genuss berücksichtigt, während die Qualität der Nährstoffe nicht unbedingt zählt.

Hier wird also vor Allem salzig und fettig gekocht (Butter, Öl).

Zu Hause kann man tolle und gesunde Gerichte kochen.
Es gibt kaum was gesünderes für Studenten, als ein paar Rezepte zu Hause auszuprobieren! | Quelle: unsplash

Für manche Studenten ist Lieferessen pragmatisch, aber natürlich auch lecker!

Von Käsespätzle bis hin zu Sushi, dank dieser fast schon süchtig machenden Geschmacksverstärker schmeckt hat das Essen den zehnfachen Geschmack.

Klar, mithilfe solcher Beisätze wird das Gericht schmackhafter, aber durch die ungebremste Verwendung entstehen möglicherweise Gesundheitsrisiken.

Nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Figur trägt dabei Schaden, denn wer jeder Mahlzeit eine halbe Packung Butter beimischt wird irgendwann ein paar Kilo zunehmen, denkt dran!

Zu Hause Kochen kann also eine gesunde Ernährung, Kontrolle über die Zusatzstoffe und die Kochart garantieren, ohne dass dabei die Freude am Essen verloren geht!

Zu Hause Kochen: Unsere Tipps für gesundes Essen

Wenn es um gesunde Küche geht, schließen wir industrielle Produkte oft instinktiv aus.

Im Supermarkt einzukaufen, im Zuge des Wirtschaftswunders populär geworden, ist aber ein unumgänglicher Teil Unseres Alltags.

Egal ob Ihr Spanisch, Italienisch oder Chinesisch kochen wollt, der Schlüssel liegt darin, die richtigen Produkte auszuwählen.

Wer keine Zeit aber Hunger hat, kann immer auf Nudeln mit Tomatensoße zurückgreifen.
Nudeln gehören zu den grundlegendsten Zutaten der Studentenküche! | Quelle: unsplash

Leider sind einige der Substanzen, die in den im Supermarkt verkauften Produkten enthalten sind, kanzerogen und damit gefährlich für die Gesundheit.

Die Gesellschaft scheint immer sensibler bezüglich solcher Fragen zu sein, aber der Umschwung zu einer ökologisch tragbaren Ernährung dauert.

Tiefkühlkost, Konservendosen, Industrieprodukte mit Konservierungsstoffen, Chemikalien wie Glyphosat und Pestiziden sowie zahlreiche andere körperschädigende Spielereien - all das findet sich noch immer zu Haufe in Unseren Supermärkten.

Lebensmittel sind oft mit Zucker, Fett und Salz versetzt, was das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung erheblich erhöht.

Nun gut, Wir wollen Euch keine Angst machen, sondern nur daran erinnern, dass nicht alle Produkte im Supermarkt gesünder als in der Gastronomie sind, egal ob Teigwaren, Gemüse, Fleisch oder Käse.

2017 unternahm die schweizerische Regierung eine Studie zum Vorkommen der möglicherweise krebserregenden Substanz Glyphosat in Lebensmitteln und fand heraus, dass das Herbizid in 40 % aller Produkten zu finden ist.

In Deutschland gibt es keine vergleichbare Studie, aus verschiedenen Untersuchungen lässt sich aber erkennen, dass auch hierzulande einige Produkte, unter anderem Brotwaren, Honig und Corn Flakes, von diesem Problem betroffen sind:

  • Brot “Vital + Fit” von “Harry”
  • Honig “Sommer Blüten Honig” von “Gut & Günstig”
  • Alkoholfreies Pils “Flensburger Frei”
  • Cracker “Riz” von “Nabisco”

Im Vergleich mit Lieferessen wird im Supermarkt also vielleicht etwas Geld gespart, aber die Gesundheit profitiert nicht immer davon.

Als Student mit eingeschränkten Mitteln kann man als Alternative Biomärkte und -lebensmittelgeschäfte aufsuchen, die mittlerweile nicht unbedingt viel teurer sind als klassische Supermärkte.

Ein ganzes Menu, vegetarisch oder nicht, mit Brot, Gemüse und frischen Produkten der Saison wird so immer noch günstiger ausfallen als eine Pizza im Restaurant oder vom Lieferdienst.

Mithilfe von Kochbüchern oder Kochseiten im Internet, wie etwa Kitchen Stories, könnt Ihr Eure Kochfertigkeiten verbessern und den Einsatz von frischen Bioprodukten erlernen. Selbst in einer Einzimmerwohnung mit nichts mehr als einer kleinen Kochnische lassen sich tolle Gerichte herzaubern!

Nun ja, mit dem, gelinde gesagt, überschaubaren Budget eines Studenten werden es vielleicht nicht jeden Abend Garnelen, Trüffel oder Jakobsmuschel sein.

Zu Hause Kochen für Studenten: Die Gerichte dem eigenen Geschmack anpassen

Hier liegt vielleicht einer der größten Vorteile der Homemade Küche: Man kann machen, was man will!

Zu Hause Kochen bedeutet auch, dass man der eigenen Kreativität in der Küche freien Lauf lassen, Gewürze und Kräuter hinzufügen und Zutaten nach Laune austauschen kann, einfach nur um was auszuprobieren.

In der Küche entstehen immer neue Ideen.

In der Küche kann man jede Gericht nach dem eigenen Geschmack umwandeln.
Die Küche ist der Ort, in dem man die eigenen Wünsche erfüllen kann! Studenten sollten nicht zögern, ihren Gerichten einen eigenen Touch zu verleihen! | Quelle: unsplash

Ihr braucht keine ausgefeilten Kochmethoden um Euch ne Schürze zu schnappen und Euch an den Herd zu wagen.

Für alle Feinschmecker ist es auch eine Überlegung wert, sich Kochshows mit bekannten Köchen im Internet und im Fernsehen anzuschauen, um etwas Inspiration zu sammeln und die Kochmeistern beim Ausüben ihrer Kunst zu bewundern.

Ihr habt mehr Lust auf Hokkaidokürbis anstelle von Butternut? Kein Problem! Ihr wollt die Zucchini aus dem Originalrezept lieber nicht benutzen? Einfach versuchen! Ihr wollt die Carbonara mal mit Brokkoli probieren? Warum nicht?

Zu Hause Kochen heißt, Zutaten nicht nur nach Geschmack auslassen und sie mit anderen ersetzen können, sondern auch Allergien und bestimmte Präferenzen einzubeziehen. Das macht doch um einiges mehr Spaß als sich ein langweiliges Gericht liefern zu lassen?

“Und wenn Wir Uns einen Burger liefern lassen? Nein! Das ist zu gewöhnlich! Anstatt eines Burgerpattys mach ich Gemüse und Lachs drauf!”

Und warum nicht mal neue Rezepte ausprobieren, um mal etwas Schwung in die eigenen Essgewohnheiten zu bringen, die eigenen Routinen etwas aufzulockern und einfach mehr Spannung drin zu haben als mit dem Lieferdienst?

Sich immer auf den Lieferdienst, der ja in bestimmten Momenten durchaus nützlich sein kann, zu verlassen, heißt eben auch, den einfachsten möglichen Weg nehmen und sich mit Allem zufriedenzustellen, was einem aufgetischt wird, egal was die Zutaten sind.

Hausmannskost dagegen bietet für Studenten eine wichtige Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und bewusst zu leben!

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Siad

Student der Poltikwissenschaft, Hobbiefotograf und Kochbegeisterter. Spezialität: Hummus