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Was bringt es mir, die Kunst des Kochens zu beherrschen?

Von Anna, veröffentlicht am 06/11/2018 Blog > Kunst & Freizeit > Kochen > Kochen: Warum jeder Grundkenntnisse in der Küche besitzen sollte

Ein spanisches Sprichwort besagt: „In der Küche gibt es keinen Trick, um ein Essen ohne Geschmack zu maskieren.“

Kochen zu lernen bedeutet, die Fähigkeit zu erlernen, Nahrungsmittel zu kochen oder zu verbinden, um eine Mischung aus verschiedenen Geschmacksnoten herzustellen, die Freude bereitet.

Wer gut kochen kann, weiß außerdem mehr über Lebensmittel und kann so einfacher auf seine Gesundheit achten.

Die Küche wird in vielen Haushalten (ob in der Mittelschicht oder sozial schwächer gestellten Familien) wieder zu einem wichtigeren Raum, einem Ort des Austausches und des sozialen Lebens, das sich in Geschmack, Freude, Wohlbefinden oder Entspannung ausdrückt.

Du würdest Dich gerne in diesem Bereich üben, da Du weißt, dass Kochen der Schlüssel zu einem gesunden Leben ist? Du würdest gerne lernen, wie man ohne Fertigmayonnaise und Salz kocht?

Diese Fähigkeit ist ein Basiswissen, das man üben, weiterentwickeln und perfektionieren muss – und das im Alltag!

Im Folgenden fasst Superprof die Gründe zusammen, aus denen es für ein gutes Alltagsleben unerlässlich ist, kochen zu können.

Mit Selbstgekochtem die Gesundheit seiner Kinder verbessern

Kochen und eine gute Gesundheit sind eng miteinander verwoben: Eine gesunde Ernährung führt zu einem gesunden Körper & Geist.

Und das gilt umso mehr, wenn man noch ein Kind ist!

Vor allem in der frühen Kindheit wird der Grundstein gelegt: Essgewohnheiten bilden sich und der Geschmackssinn wird ausgeprägt.

So spielen die Familie und die Schule eine entscheidende Rolle, wenn es um die Ernährung von Kindern geht.

Denn die Ernährung bedingt auch das Wachstum.

Was haben Kinder mit Deinen Kochkünsten zu tun? Eine gesunde Ernährung ist vor allem für Kinder wichtig. | Quelle: Pexels

Pauline de Voghel, die ein Buch zum Thema Kinderernährung geschrieben hat, spricht sich für eine Erziehung im Bereich Ernährung aus, die sich auf die Lust am Kochen konzentriert:

„Viel zu oft verwechselt das Kind ‚ich mag das’ mit ‚ich kenne das’ und denkt somit ‚ich kenne das nicht, also mag ich das nicht’. Dem Kind in Form von Spielen Verantwortung in seinen eigenen essenstechnischen Entscheidungen zu geben, erweitert und diversifiziert seinen Geschmack.“

Einen Kochkurs zu machen, ein originelles Rezept im Rahmen eines Workshops nachzukochen oder daheim selbst den Chefkoch zu spielen, macht Dich zum Förderer der Gesundheit Deiner Kinder in Bezug auf:

  • das Wachstum
  • das Immunsystem
  • die Fruchtbarkeit
  • die zukünftige Alterung (kognitive Fähigkeiten, Zustand der Muskelmasse, Krankheitsvorbeugung und -bekämpfung)

Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass die Ernährung einen extrem starken Einfluss auf die Gesundheit hat.

Zahlreiche Nahrungsmittel und Nährstoffe können Risiken für bestimmte, weit verbreitete Krankheiten vorbeugen (z. B. Herzinfarkte, Krebsarten, Adipositas, Osteoporose, Diabetes, Darmerkrankungen).

Daher werden u.a. auch folgende Ernährungsempfehlungen gegeben:

  • 5 Portionen Obst & Gemüse pro Tag (z. B. 1 Tomate, 1 Hand voll grüne Bohnen, 1 Schüssel Suppe, 1 Apfel, 2 Aprikosen, 4-5 Erdbeeren)
  • 3 Milchprodukte am Tag zu sich nehmen
  • stärkehaltige Beilagen einplanen, wenn möglich in der Vollkornversion (Nudeln, Reis, Kartoffeln …)
  • Beilagen durch Hülsenfrüchte ergänzen oder ab und zu ganz ersetzen (Linsen, Erbsen, Kichererbsen …)
  • Fisch, Fleisch oder Eier 1-2 Mal am Tag essen oder die entsprechenden Nährstoffe (Proteine, Eisen etc.) durch andere Lebensmittel, wie Linsen, Brokkoli etc. aufnehmen
  • so wenig Fett, Salz und Zucker wie möglich aufnehmen (und idealerweise eher pflanzliche als tierische Fette)
  • viel Wasser trinken und sich ausreichend bewegen: Kinder sollten mindestens eine Stunde am Tag Sport machen!

Die kulinarische Aufklärung Deines Kindes macht sich irgendwann bezahlt, beispielsweise, wenn es von sich aus kein Fast Food mehr essen möchte …

Kochen zu können, ist außerdem eine grundlegende Fähigkeit des Alltags, die einen auch in seinen sozialen Bindungen stärkt.

Wie das? Lies jetzt weiter und finde es heraus …

Kochen: ein Instrument der persönlichen und sozialen Entwicklung

Kochen zu lernen und sich daheim hinter den Herd zu stellen, ist gut für jemandes Umfeld und einen selbst.

Beginnen wir mit den Aspekten, die Deinem Ego schmeicheln werden …

Kochen als Instrument der Persönlichkeitsentwicklung

Du bist keine Sterneköchin, sondern eher Hobbykoch… Dann wirst Du Dich selbst überraschen und ungeahnte Talente entdecken.

Die Fähigkeiten, eine Tasche voller Einkäufe in kleine, leckere Gerichte zu verwandeln, ist etwas Wunderbares!

Wie kann ich beim Kochen sicherer werden? Je öfter Du kochst, desto sicherer wirst Du. | Quelle Pexels

Oft ist man in kulinarischen Dingen zu streng mit sich selbst und kritisiert sein eigenes Werk zu stark. Man findet sein essen zu zerkocht, fad, zu trocken oder, oder, oder… Diese Abwertung zeigt ein mangelndes Selbstbewusstsein.

Hier einige Tipps, wie Du Dich beim Kochen wohler und sicherer fühlen kannst:

  • Setz Dich nicht unter Druck (der gehört nur in den Schnellkochtopf).
  • Nimm Dir nicht zu viel vor: Einfache und schnelle Rezepte sind oft genauso lecker.
  • Probieren, kosten, degustieren, versuchen, loslassen, erfinden – das sind die Verben, die zu Selbstbewusstsein in der Küche passen.
  • Aus seinen Fehlern lernen: die Nudeln sind zu zerkocht? Das passiert Dir beim Gemüse nicht nochmal!
  • Die Eigenschaften von verschiedenen Lebensmitteln zu kennen, hilft dabei, sie besser zu verbinden und auch mal etwas auszubügeln.

Je mehr Du selbst kochst, desto leichter wird es Dir mit der Zeit fallen und desto sicherer wirst Du.

Inzwischen weiß man auch, dass Kochen einen nach einem langen Arbeitstag entspannen kann und der Kreativität freien Lauf lässt: Indem man Vor-, Haupt- und Nachspeisen zubereitet, regt man seine Kreativität an.

Man interpretiert ein Rezept so, wie jeder ein Stück auf dem Klavier auf seine eigene Art und Weise spielt. Ein schöner Vergleich, finde ich …

Und indem die Kreativität angeregt wird, entwickeln wir auch unsere kognitiven Fähigkeiten weiter.

Durch Inspiration, Intuition und Vorstellungskraft genauso wie durch Imitation und Personalisierung kannst Du klassische Rezepte aufpeppen und umgestalten sowie Gerichte ganz neu erfinden.

Das regt nicht nur Deine kognitiven Fähigkeiten an, sondern durch die Konzentration auf die vorliegende Aufgabe kannst Du äußere Einflüsse und Stress auch leichter ausblenden und Dich entspannen und Spaß haben!

So entwickelst Du Dich Schritt für Schritt weiter, bis Du Dich in Deiner Identität als Koch/Köchin sicher fühlst und auch für Freunde und Familie kochst!

Kochen als Instrument des sozialen Austauschs

Selbst zu kochen, hilft nicht nur beim Sparen und dabei, sich gesund zu ernähren, sondern ist auch eine Möglichkeit, zu teilen, sich zu entspannen und in Gesellschaft aufzublühen.

Du organisierst einen Abend unter Freunden bei Dir zu Hause und willst für sie etwas auf den Tisch zaubern?

Fleisch, Fisch und Gemüse zu kochen, verbreitet einen köstlichen Duft im Haus und Deinen Gästen wird das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Du willst einen geselligen Abend verbringen? Zusammen essen verbindet. | Quelle: Pexels

Sie werden begeistert sein und vor ihrem inneren Augen schon die Köstlichkeiten sehen… Und das alles bei angenehmer Musik und angeregten Gesprächen.

Und sicher werden sie Dir auch ein wenig helfen: Einer deckt den Tisch, eine andere rührt gelegentlich um, ein Weiterer serviert den Apéritif, während seine Freundin das Brot schneidet…

Diese Momente sind kostbar: Man spaßt miteinander, spricht über ernstere Themen und verbringt einfach Zeit miteinander.

Was gibt es Schöneres, als den Kontakt mit der Familie und Freunden um ein gutes Essen herum zu pflegen.

Wie ein echter Koch zu kochen, bedeutet auch, Freude zu bereiten: Es ist eine kreative Aktivität, die soziale Bindungen stärkt, weil man den Geschmack teilt und in angenehmer Atmosphäre zusammensitzt.

Kochen kann übrigens auch verführerisch sein!

Außerdem wird es Dir leichter fallen, Kindern Dinge über gesunde Ernährung und Kochen beizubringen, wenn Du Dich auf diesem Gebiet selbst gut auskennst.

Kochen lernen, um seine Kultur zu leben

Ob man aus Afrika, Asien, Amerika, Ozeanien oder Europa kommt: Jede Gemeinschaft hat ihre eigene Sprache, ihre eigene Kultur und damit auch ihre eigene Esskultur.

Verschiedenste Küchen aus der ganzen Welt bieten etwas Neues, Exotisches, das für jeden eine neue Herausforderung ist, der sich mit Kochen beschäftigt und sich weiterentwickeln will.

So kann man durch das Entdecken neuer Esskulturen – japanische Küche, italienische Küche, vietnamesische Küche, libanesische Küche usw. – Neues entdecken, sich der Welt öffnen und sich auf eine Reise begeben.

Was ist Hummus? Die Kichererbsencreme Hummus spielt in der orientalischen Küche eine wichtige Rolle. | Quelle: Visualhunt

Es ist ein Vehikel des Austauschs, um fremde Kulturen besser kennenzulernen und anderen seine eigene (Ess-) Kultur näherzubringen.

Durch multikulturelle Begegnungen, Einwanderungswellen und die Globalisierung entstehen auch Mischformen und eine neue kulinarische Identität.

Auf der einen Seite besinnt man sich wieder mehr auf seine Wurzeln – und freut sich vielleicht im Ausland über Schwarzbrot, obwohl man daheim öfter Baguette kauft –, auf der anderen Seite nimmt man auch Traditionen aus anderen Kulturen an.

Oder machst Du Dir jedes Mal, wenn Du Nudeln mit Tomatensoße isst, bewusst, dass dies eigentlich eine italienische Spezialität ist?

Und wusstest Du, dass Döner und Gyros gar nicht typisch türkisch bzw. griechisch sind, sondern in Deutschland erfunden wurden?

Über Essen kann man aber auch die restliche Kultur eines Landes besser kennenlernen. Zum Beispiel die soziale Komponente von vielen kleinen Gerichten, die man sich teilt: Tapas, Mezze usw.

Des Weiteren lernt man auch etwas über Geschichte!

Wusstest Du zum Beispiel schon, dass:

  • Bohnen ursprünglich aus den Anden und Mittelamerika kommen?
  • die Kartoffel vor 8.000 Jahren auf dem Altiplano angebaut wurde, dann von den Inkas in Peru übernommen und schließlich nach Europa exportiert wurde, um dort die Hungersnöte des 17. Jahrhunderts abzumildern?
  • Reis in China schon in der Jungsteinzeit angebaut wurde, also vor fast 10.000 Jahren?
  • Nudeln 4.000 Jahre alt sind und im 13. Jahrhundert von Marco Polo von  China nach Italien gebracht wurden?

Kochen zu lernen und einen Blick in Kochbücher zu werfen, hat also nicht nur mit gesunder Ernährung zu tun, sondern stellt auch eine multikulturelle Reise durch die Geschichte dar.

Kochen lernen, um umweltbewusster zu leben

Und das ist natürlich noch besser, wenn man dabei umweltbewusst handelt.

Ein mündiger Bürger zu sein drückt sich auch auf dem Teller aus.

Heutzutage sieht man überall Warnungen und Mahnungen, sich für die Umwelt zu engagieren und umweltbewusster und nachhaltiger zu leben, Bio- und Fairtrade-Produkte zu kaufen und lokal und saisonal zu kochen.

Was kann ich tun, um umweltbewusster zu essen? Ein eigener Gemüsegarten ist umweltfreundlich und spart Geld! | Quelle: Visualhunt

Es gibt zahlreiche Handbücher, wie man sein eigenes Gemüsebeet anlegt, die ökologischen Vorteile von Vegetarismus werden betont, und auch der eigene Kompost im Garten wird immer beliebter.

In unserer heutigen Welt kochen zu lernen, bedeutet auch, umweltbewusster zu leben.

Denn wenn manche Produkte für unseren Organismus schlecht sind, warum sollten sie es dann nicht auch für das Ökosystem sein? In vielen Fällen trifft das leider zu …

Hier einige positive Dinge, die Du bei Dir zu Hause tun kannst:

  • Einen Bienenstock im Garten aufstellen (falls Du in einem ländlichen Gebiet wohnst), sodass sich ein Bienenschwarm dort ansiedeln kann.
  • Isst Du gerne Bio-Honig? Pflanze honigproduzierende Pflanzen an (Mohn, Stechginster, Gurkenkraut, Lorbeer, Mandelbaum, Weißdorn usw.), um Bienen und andere Bestäuber anzuziehen und gegen das drohende Aussterben vorzugehen, dass auch für die Menschheit eine Katastrophe wäre.
  • Ein Gemüsebeet im Garten anlegen: So musst Du Deine Tomaten, Deinen Salat und Deine Zucchini nicht mehr kaufen und lernst gleichzeitig noch etwas über Mikro-Landwirtschaft und Gärtnerei.
  • Einen Kompost anlegen: Recycle Deinen Bio-Müll selbst in Deinem Garten, um Abfall zu vermeiden und wertvollen Dünger zu gewinnen.
  • Kaufe lokale Produkte, um transportbedingte Umweltverschmutzung zu vermeiden.
  • Iss saisonal: Eine gesunde und vernünftige Ernährung geht über saisonale Produkte. Keine Erdbeeren mehr im Dezember!
  • Kaufe Deine (Bio-) Produkte nur genau in der Menge, die brauchst – und zwar lose und nicht abgepackt. So verhinderst Du auch Lebensmittelverschwendung.

Hier findest Du weitere Tipps für eine umweltbewusste Ernährung.

Und was ist die nächste Herausforderung? Vielleicht Backen?

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