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Der Deutschen liebste Speisen – Deutsche Rezepte nach Region zum nachkochen!

Von Anna, veröffentlicht am 02/01/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Kochen > Was sind Typisch Deutsche Gerichte? Unsere TOP 10!

Typisch deutsche Küche – was ist das eigentlich?

Während viele Deutsche ohne Probleme typisch französische, spanische oder schwedische Gerichte aufzuzählen wissen, fällt es vielen um einiges schwerer deutsches Essen zu definieren.

Ungern will man nur zu den Klischees von Sauerkraut und Weißwurst greifen, da deutsche Küche richtigerweise viel mehr ist, als das.

Obwohl die deutsche Küche im Ausland tatsächlich häufig mit Stereotypen, wie Weißwurst, Bratwurst und Sauerkraut in Verbindung gebracht wird, stellt sie sich bei genauerer Betrachtung als sehr vielfältig heraus.

Die deutsche Küche ist von seinen unterschiedlichen landwirtschaftlichen Anbaugebieten und Traditionen geprägt. Die häufig verwendete Redewendung  des „Weißwurstäquators“ macht deutlich, dass sich die deutsche Küche nicht vereinheitlichen lässt und auch nicht vereinheitlicht werden will.

Während im Norden viel Fisch und Meeresfrüchte serviert werden, gibt es im Osten noch typische DDR Gerichte mit osteuropäischen Einfluss. Im Süden hingegen treffen wir neben der deftigen bayrischen Küche auf die südwestdeutsche Küche mit typischen regionalen Gerichten und leicht französischem Touch.

Von deftiger Hausmannskost, leckeren Fischrezepten, bis hin zu einfachen vegetarischen Kartoffelgerichten findet jeder ein deutsches Rezept nach seinem Gusto.

Die alte deutsche Küche gilt als schlicht und wenig raffiniert, was aber keinen Abzug beim Geschmack bedeutet. Jeder weiß „Futtern bei Muttern“ war doch immer das Beste. Mit der Rückbesinnung auf regionale Lebensmittel, liegen traditionelle Heimatrezepte sogar wieder im Trend.

Wir laden Euch auf eine kulinarische Reise durch Deutschland ein!

Wir haben uns die regionalen Rezepte deutscher Küche in allen vier Himmelsrichtungen genauer angeschaut und die TOP 10 für Euch herausgesucht. Von Nord bis Süd und von Ost bis West könnt Ihr typisch deutsch kochen lernen.

Ob einfache Rezepte für Anfänger oder anspruchsvolle Bratengerichte, mit unseren Rezeptvorschlägen wird es sicherlich gelingen. Also nichts wie ran an die Kochtöpfe!

Typisch deutsche Küche im Norden Deutschlands

„Budder bei die Fische!“

Dieser norddeutsche Spruch kommt nicht von ungefähr, immerhin dreht sich in der norddeutschen Küche vieles um Fisch und Meeresfrüchte.

Wenn Ihr einmal nach Norddeutschland kommt, werden Euch klassische Gerichte, wie Labskaus, Pannfisch, Fischbrötchen, Büsümer Krabben, Matjes Hausfrauenart, Finkenwerder Scholle, Heringssalat und Aalsuppe begegnen.

Aber auch andere Leckereien, wie Franzbrötchen, Heidechnuckenbraten, Ochsenschwanzsuppe, Grünkohlgerichte und Rote Grütze sind typisch norddeutsch.

Ihr wollt norddeutsch kochen lernen? Wir stellen Euch drei Leibspeisen aus Norddeutschland vor.  Viel Spaß beim kochen!

Hamburger Labskaus

Der Labskaus ist zwar nicht das ansehnlichste deutsche Rezept, aber hier kommt es auf die inneren Werte an, denn er schmeckt vorzüglich! Ausprobieren lohnt sich. Deutsche Küche aus Hamburg für echte Seemänner: Labskaus! | Quelle: Pixabay

ZUTATEN (für 4 Portionen):

  • 1 Dose Corned Beef
  • 750 g Kartoffeln
  • 3 Gewürzgurken
  • 2 Zwiebeln
  • etwas Rote Bete
  • Salz und Pfeffer
  • Piment, gemahlen
  • Margarine zum Braten
  • etwas Gurkenflüssigkeit
  • 4 Eier
  • 4 Matjesfilets, Bismarckheringe oder Rollmöpse

ZUBEREITUNG (ca. 30 Minuten):

  1. Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen.
  2. In der Zwischenzeit die klein gewürfelten Zwiebeln in etwas Fett andünsten. Das klein geschnittene Corned Beef zufügen und mit Deckel etwa 3 Minuten dünsten. Dann die gewürfelten Gewürzgurken mit etwas Gurkensud zufügen. Mit Salz, Pfeffer und Piment herzhaft abschmecken. Wenn gewünscht, eventuell noch etwas gewürfelte Rote Beete zugeben. Alles etwa 10 Minuten leicht köcheln lassen.
  3. Die fertig gegarten Kartoffeln leicht stampfen.
  4. Den Corned Beef Mix unterrühren. Wenn die Mischung zu fest ist, noch etwas Gurkenwasser unterrühren.
  5. Auf Teller geben und mit Spiegelei und nach Geschmack mit Matjes, Bismarckhering oder Rollmops servieren.

Mecklenburgischer Kartoffeleintopf „Tüffel un Plum“

Tüffel un Plum heißt Kartoffeln und Pflaumen und ist ein typisches Rezept aus Mecklenburg Vorpommern. Ein deftiger Eintopf mit Kartoffeln und Backpflaumen stammt aus der deutschen Küche Mecklenburgs. | Quelle: Pixabay

ZUTATEN: 

  • 600 g Kartoffeln
  • 500 g Kassler Nacken am Stück
  • 200g getrocknete Backpflaumen
  • 2 große Zwiebeln
  • 50 g Butter
  • 1 oder 2 Nelken
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Zitronensaft
  • 1 Tl Senfsamen
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • Senf oder Senfkörner
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Stück frische Meerrettichwurzel

ZUBEREITUNG: 

  1. Backpflaumen klein schneiden (man kann sie bereits über Nacht in etwas Wasser einweichen)
  2. Die Kartoffeln schälen, waschen und würfeln.
  3. Zwiebeln enthäuten und ebenfalls fein würfeln.
  4. Die Butter in einem Topf zerlassen, zur Verfeinerung kann auch etwas Schmalz zugesetzt werden. Die Kartoffeln, Zwiebeln und Pflaumen werden nun im ausgelassenen Fett angedünstet. Senf, Nelken und Lorbeer je nach Geschmack hinzugeben.
  5. Anschließend Brühe zugießen und das Ganze aufkochen.
  6. Das Kasslerfleisch hineinlegen und zugedeckt bei mittlerer Hitze gute 30 Minuten kochen lassen.
  7. Anschließend das Fleisch herausnehmen und in Scheiben teilen.
  8. Den Eintopf mit Salz und Pfeffer würzen.
  9. Je nach Geschmack mit frisch gehackter Petersilie und geraspelter Meerrettichwurzel servieren.

Oldenburger Grünkohl mit Pinkel 

Rezepte an der See müssen nicht immer mit Fisch sein. Typisch norddeutsch ist auch Grünkohl mit Pinkel. Typisch deutsche Rezepte: dazu gehört auch im norddeutschen Winter das traditionelle deftige Grünkohlgericht mit Pinkel. | Quelle: Pixabay

ZUTATEN (für 4 Portionen):

  • 1 1/2 kg Grünkohl
  • 2-3 Eßlöffel (EL) Schmalz
  • 4-6 Kochwürste
  • 4-6 Pinkelwürste
  • 250 g geräucherter Speck
  • 4 Scheiben Kasseler
  • 1 Teelöffel (TL) Salz
  • 1 TL gestoßener Pfeffer
  • 4 EL feingehackte Zwiebeln
  • 1 Prise Zucker
  • 3 EL Hafergrütze
  • Fleischbrühe

ZUBEREITUNG: 

  1. Die Grünkohlblätter von den Rippen abtrennen, gründlich waschen, abtropfen und mit kochendem Wasser überbrühen (am besten schmeckt der Grünkohl übrigens, wenn er schon Frost bekommen hat)
  2. Grünkohl grob hacken.
  3. Die Zwiebeln in dem heißen Schmalz andünsten und schichtweise Grünkohl, Hafergrütze und Gewürze hinzufügen. Wenn notwendig, etwas Brühe dazu geben.
  4. Das Ganze 10 Minuten kochen lassen, dann gut durchschütteln, Kasseler und Speck zum Kohl geben und diesen fest zugedeckt 2 – 3 Stunden sanft schmoren lassen.
  5. Die Pinkelwürste und Kochwürste in der letzten Stunde dazugegeben.
  6. Ist der Grünkohl gar, Fleisch und Würste heraus nehmen und den Grünkohl noch einmal abschmecken.
  7. Fleisch und Grünkohl anrichten.
  8. Dazu werden Salzkartoffel gereicht.

Typisch deutsche Küche im Süden Deutschlands

Aus den südlichen Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern kommen die bekanntesten deutschen Speisen, die nicht nur deutschlandweit, sondern auch im Ausland vielerorts Aushängeschild typisch deutscher Küche sind.

Dazu beigetragen hat auch das weltweit bekannte Oktoberfest in München.

In Bayern hat die Weißwurst mit süßem Senf Tradition, ebenso wie Obatzter, Brezen, Schweinshaxn, Nürnberger Bratwurst und verschiedenste Knödelvariationen wie Leberknödel und Germknödel mit Vanillesoße. Nähert man sich beispielsweise bei einem Wanderausflug in den Alpen der österreichischen Grenze, um so häufiger stehen auch österreichische Gerichte wie Kasierschmarrn oder Topfenstrudel auf der Speisekarte.

Aus Baden-Württemberg stammen vor allem bekannte Teigwarengerichte, wie Spätzle, Maultaschen und Schupfnudeln. Der französische Einfluss lässt sich vor allem in der badischen Küche erkennen, in welcher Flammenkuchen und Zwiebelkuchen zum Traditionsessen gehören.

Schwäbische Käsespätzle

Sie gehören zum Schwabenland dazu, wie die Pasta zu Italien: Spätzle! Herzhafte Hausmannskost aus dem Süden: leckere Spätzle nach schwäbischem Rezept. | Quelle: Pixabay

ZUTATEN (4 Personen): 

  • 350 g Mehl (405er)
  • 6-7 Eier
  • 14 g Salz
  • Prise Muskat
  • 300 g kräftiger geriebener Käse (Bergkäse, Allgäuer Emmentaler)
  • 300 g geschälte Zwiebel

ZUBEREITUNG:

  1. Für den Spätzleteig Mehl, Eier, Salz und eine Prise Muskat in eine Schüssel geben und mit Hilfe eines Holzlöffels kräftig schlagen, bis der Teig Blasen wirft.
  2. Teig entweder mit einer Spätzlepresse oder vom Holzbrett (vorher im Kochwasser befeuchten!)  in kochendes und gesalzenes Wasser schaben (darauf achten, dass die Spätzle eine gleichmäßige Größe haben)
  3. Ca. 2 min im Kochwasser lassen, abschöpfen und beiseite stellen.
  4. Zwiebeln in feine Ringe schneiden und diese in Butterschmalz oder Öl goldgelb anschwitzen.
  5. Die handgeschabten Spätzle mit dem geriebenen Käse vermischen.
  6. Danach in den vorgeheizten Ofen bei 160°C in einer Backform backen bis der Käse verläuft und Fäden zieht – oder in einer Pfanne mit dem geriebenem Käse überstreuen und vorsichtig erwärmen.
  7. Mit Salz, Pfeffer und geriebenem Muskat abschmecken.
  8. Mit den geschmolzenen Zwiebeln und etwas Schnittlauch servieren.

Schwäbische Maultaschen

Maultaschen selbst gekocht, sind ein Genuss. In jedem Land gibt es sie, die gefüllten Teigtaschen. In der deutschen Küche heißen sie Maultaschen. | Quelle: Pixabay

ZUTATEN (für 4 Personen):

Für den Teig:

  • 500 g Mehl
  • 4 Eier
  • 1 Teelöffel Salz

Für die Füllung:

  • 250 g gemischtes Hack
  • 250 g grobe Bratwurst
  • 250 g Spinat
  • 1 Ei
  • 1 l Rinderbrühe
  • Salz, Pfeffer
  • gemahlene Muskatnuss
  • 2 Zwiebeln
  • Petersilie

ZUBEREITUNG (ca. 80 Minuten): 

  1. Für den Teig alle Zutaten verkneten, zu einer Kugel formen und mit Klarsichtfolie umwickeln, ca. 30 Minuten kaltstellen.
  2. Spinat in kochendem Salzwasser 2 Minuten blanchieren und kalt abschrecken.
  3. Zwiebeln schälen und fein hacken.
  4. Spinat mit Hack, Brät, Ei und Zwiebeln verkneten, mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn die Füllung zu flüssig ist, einfach mit Semmelbröseln binden.
  5. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 0,5 cm ausrollen, Rechtecke ausschneiden.
  6. Füllung esslöffelweise auf die Rechtecke geben. Ränder mit Wasser bepinseln, zweites Rechteck auflegen und die Seiten mit einer Gabel zudrücken.
  7. Rinderbrühe aufkochen und Maultaschen 7-12 Minuten weich garen.
  8. Die Maultaschen sind fertig, wenn sie an der Wasseroberfläche schwimmen.
  9. Vor dem Servieren mit Petersilie bestreuen.

Badischer Zwiebelkuchen

So einfach und so lecker: der Zwiebelkuchen nach badischer Art. Typisch deutsche Küche, heißt nicht immer viele Stunden in der Küche zu stehen. Der Zwiebelkuchen ist nicht nur einfach, sondern auch richtig lecker. | Quelle: Pixabay

ZUTATEN: 

Für den Hefeteig:

  • 350 g Weizenmehl
  • 125 ml warme Milch
  • 0,5 Stück Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 2 EL flüssige Butter
  • Fett für die Form

Für den Belag:

  • 1 EL Butter
  • 150 g geräucherten Speck
  • 1000 g Zwiebeln
  • 400 g Saure Sahne (10 % Fett)
  • 3 EL Mehl
  • 3 Eier
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Muskat
  • 2 EL Schnittlauchröllchen

ZUBEREITUNG: 

  1. Mehl in eine Schüssel geben, Mulde eindrücken, lauwarme Milch einfüllen und die Hefe hineinbröckeln. Zucker zugeben und zugedeckt 15 Minuten gehen lassen.
  2. Vorteig mit dem Mehl und der der flüssigen Butter zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt zur doppelten Menge aufgehen lassen.
  3. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen. Gefettete Springform 26-28 cm damit auslegen, einen Rand hochziehen.
  4. Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und den Speck darin andünsten. Zwiebeln zugeben und mitschwitzen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Mit 3 EL Mehl vermischen. In die Springform geben.
  5. Sahne mit den Eiern verquirlen, sanft mit Salz und Pfeffer würzen, dann auf den Zwiebeln verteilen.
  6. Den Zwiebelkuchen im Backofen 170° Heißluft ca. 40 Minuten backen. Herausnehmen, mit Schnittlauchröllchen bestreuen.

Typisch deutsche Küche im Westen Deutschlands

In Westdeutschland kommt besonders die rheinische, pfälzische, hessische und saarländische Küche zum tragen. Jede Heimatküche hat ihre Spezialitäten und wird von Ihrer Nachbarregion geprägt.

Aus der rheinischen Küche sind unter anderem Himmel un Ääd, Muscheln rheinischer Art, Rheinischer Sauerbraten sowie der Halve Hahn (ein Roggenbrötchen mit Käse und Gewürzen) bekannt.

Die saarländische Küche ist vorwiegend von Kartoffelgerichten geprägt, wie Kartoffelpuffern (Grommbierkischeljer), Kartoffelklößen (Gefillde oder Hoorische) und einer Art Topfenkuchen mit Kartoffeln (Dibbelabbes).

Aus der Pfälzer Küche ist vielen die „Pfälzer Dreifaltigkeit“, ein Leberknödel, eine Bratwurst, eine Saumagenscheibe auf Sauerkraut mit Bratensoße bekannt.

In Hessen isst man nicht nur typische Frankfurter Gerichte wie Frankfurter Würstchen, Frankfurter Grüne Soße und Frankfurter Kranz gern, sondern auch Handkäse mit Musik (Sauermilchkäse mit einer Zwiebelmarinade) und Weckewerk (Wurstspezialität).

Wir stellen Euch vier traditionelle deutsche Rezepte aus Westdeutschland vor, die Ihr problemlos kochen lernen könnt.

Frankfurter Grüne Soße

Auch in Kochkursen in Frankfurt könnt Ihr die Zubereitung der Frankfurter Soße lernen. Deutsche Küche aus Frankfurt: Grüne Kräutersoße mit Ei und Kartoffeln. | Quelle:

ZUTATEN (für 4 Portionen):

  • 300g Kräuter (Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch)
  • 1 EL Essig
  • 2 EL Öl
  • 1/4 Liter Schmand oder Saure Sahne
  • 150 g Joghurt
  • Salz und Pfeffer
  • 4 hart gekochte Eier

ZUBEREITUNG (ca. 15 Minuten): 

  1. Alle Kräuter  verlesen, gründlich waschen und abtropfen lassen. Anschließend sehr fein wiegen oder hacken.
  2. In einer Schüssel mit Essig, Öl, Schmand und Joghurt verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Die hart gekochten Eier klein hacken und unterheben. Danach mindestens 1 Stunden kalt stellen. Vor dem Servieren nochmals umrühren.
  4. Zur Frankfurter Grünen Sauce reicht man gekochte Pell- oder Salzkartoffeln.

Himmel und Erde (Himmel un Ääd)

Dieses rheinische Gericht findet Ihr auch in Westfahlen und Niedersachsen. Dieses Rezept aus der alten deutsche Küche besteht aus Kartoffeln (Erde), Äpfeln (Himmel) und Blutwurst und ist typisch für das Rheinland. | Quelle: Visualhunt

ZUTATEN (für 4 Portionen):

  • 600 g mehlig kochende Kartoffeln
  • Salz
  • 4 Gemüsezwiebeln
  • 2 reife Äpfel z. B. Boskop
  • 1 TL Puderzucker
  • 2 EL Zitronensaft
  • 600 g Blutwurst
  • 90 g Butter
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 150 ml lauwarme Milch
  • Muskat frisch gerieben

ZUBEREITUNG (circa 20 Minuten): 

  1. Die Kartoffeln schälen, waschen und in kochendem Salzwasser ca. 30 Minuten garen. Die Zwiebeln abziehen und in schmale Ringe schneiden. Die Äpfel waschen, mit einem Apfelausstecher das Kerngehäuse entfernen, die Äpfel in dünne Scheiben schneiden und mit etwas Zitronensaft beträufeln.
  2. Die Blutwurst aus der Pelle entfernen (nach Belieben) und in 2-3 cm dicke Stücke schneiden. In einer Pfanne 30 g Butter erhitzen und die Blutwurst ca. 10 Minuten unter Wenden anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. In einer zweiten Pfanne ebenfalls 30 g Butter zerlassen und die Apfelscheiben darin 6-8 Minuten von beiden Seiten goldgelb braten. Mit dem Puderzucker bestauben und leicht karamellisieren lassen. Herausnehmen, warm halten und die Zwiebelringe in der selben Pfanne ebenfalls goldbraun anbraten.
  4. Die inzwischen fertig gegarten Kartoffeln abgießen, ausdampfen lassen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Mit der Milch und der übrigen Butter zu einem glatten Püree verarbeiten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  5. Das Püree zusammen mit der Blutwurst und den Apfelscheiben auf vorgewärmte Teller anrichten, mit etwas brauner Butter beträufeln und mit den Zwiebelringen garniert servieren.

Saarländischer Dibbelabbes

Zu den typisch deutschen Rezepten gehört im Westendeutschlands dieses Kartoffelgericht. Das Kartoffelgericht Dibbelabbes ist auch als Dibbekoche,Döppekooche, Dippedotz oder Döbbekuchen bekannt und wird auch gern in der Eifel, im Hunsrück und im Rheinland serviert. | Quelle: Visualhunt

ZUTATEN (für 4 Personen):

  • 1 kg rohe, festkochende Kartoffeln
  • 200 g Zwiebeln
  • 2 Eier
  • 200 g klein geschnittenen Lauch
  • 100 g Dörrfleisch
  • frische Petersilie
  • Rapsöl
  • Salz & Pfeffer
  • Apfelkompott

ZUBEREITUNG: 

  1. Rohe Kartoffeln und Zwiebeln fein raspeln.
  2. Kartoffelmasse in einem Geschirrtuch oder einer Seihe fest ausdrücken.
  3. 2 Eier mit Kartoffeln und Zwiebeln und der Gewürzmischung Dibbelabbes vermischen.
  4. Lauch und Dörrfleisch klein schneiden und mit frischer Petersilie gut vermischen.
  5. Dibbelabbes mit Rapsöl in einer Pfanne mit Deckel ca. 40 Minuten garen. Dann Dibbelabbes knusprig braten, so dass viele „Kürstchen“ entstehen.
  6. Nach Geschmack salzen und pfeffern. Dazu Apfelkompott servieren.

Rheinischer Sauerbraten

Typische Hausmannskost mit langer Planzeit: Rheinischer Sauerbraten muss lang in der Marinade bleiben bis er gebraten wird. Sauerbraten gibt es natürlich in ganz Deutschland, aber am bekanntesten ist das Rezept des Rheinischen Sauerbratens. | Quelle: Pixabay

ZUTATEN (für 4 Personen):

  • 1 kg Rinderbraten

Für die Marinade:

  • 3/4 Liter Rotwein, kräftiger
  • 1/2 Liter Himbeeressig, am besten selber hergestellt
  • 2 Zwiebel(n), grob zerkleinert
  • 1 Möhre(n), grob zerkleinert
  • 10 Wacholderbeere(n)
  • 5 Körner Piment
  • 5 Gewürznelke(n)
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 EL Salz
  • 1 EL Zucker

Für die Sauce:

  • 7 Printe(n) (Kräuterprinten), 140 g
  • 2 EL Zuckerrübensirup
  • 6 EL Sultaninen
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Zwiebel(n)
  • 3 EL Fett, neutrales zum Braten

ZUBEREITUNG: 

  1. Alle Zutaten für die Marinade miteinander aufkochenlassen, 5 Minuten köcheln lassen und anschließend vollständig erkalten lassen.
  2. Den Rinderbraten einlegen, sodass das Fleisch ganz bedeckt ist. Sorgfältig abdecken und für die nächsten 3 Wochen in den Kühlschrank stellen.
  3. Nach 3 Wochen den Braten aus der Marinade nehmen, diese in ein Gefäß seihen und aufbewahren.
  4. Den Braten abtupfen und im Bratfett von allen Seiten kräftig anbraten.
  5. Die Zwiebeln hacken und dazu geben. Pfeffern und salzen und schön bräunen lassen.
  6. Die Kräuterprinten grob zerkleinern und mit 3 EL Sultaninen um den Braten legen. Den Zuckerrübensirup dazu geben und alles zusammen noch etwas weiter braten.
  7. Mit gut der Hälfte der Marinade ablöschen. Den Topf zudecken und alles ca. 2 Stunden schmoren, bis der Braten zart ist.
  8. Zwischendurch immer wieder etwas Marinade dazu geben, bis alles verbraucht ist.
  9. Ist der Braten zart, aus dem Topf nehmen, warm stellen und die Sauce pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  10. Die restlichen 3 EL Sultaninen hinein geben und nochmal 15 Minuten köcheln lassen
  11. Den Braten in schöne Scheiben schneiden und mit der Sauce servieren.
  12. Am besten schmecken dazu Rotkohl und Knödel.

Typisch deutsche Küche im Osten Deutschlands

Oftmals kommt die ostdeutsche Küche in Artikeln zu kurz. Warum? Weil sie wohl weniger bekannt ist. Zwar kennt mittlerweile jeder den ostdeutschen Begriff Broiler für Brathähnchen und die Frikadelle heißt auch heute noch im Osten Bulette, aber was für klassische deutsche Rezepte gibt es im Osten?

Die ostdeutsche Küche ist unter anderem bekannt für die Thüringer Bratwurst, Thüringer Klöße, Leipziger Allerlei, Kartoffeln mit Quark und Leinöl, sächsisches Jägerschnitzel, Soljanka, Leber Berliner Art, Frikassee, Bauernfrühstück, Buletten, Berliner Pfannkuchen, Gepökeltes Eisbein mit Erbspüree und Sauerkraut, Berliner Currywurst, Kalten Hund (ein Kekskuchen mit Schokolade), Arme Ritter (in Ei gewendetes und gebratenes Toastbrot), Eierschecke und Dresdner Stollen.

Darüber hinaus gibt es natürlich noch viele andere Gerichte, die gern im alltäglichen Leben gekocht werden und die Tradition haben. Wir wollen Euch drei davon näher vorstellen.

Sächsische Quarkkeulchen

 Quarkkeulchen eignen sich auch bei zu viel gekochten Kartoffeln. Im Rest der Republik kaum bekannt, aber in Sachsen ein Klassiker mit einfachen Zutaten: Kartoffeln und Quark. | Quelle: Pixabay

Zutaten (4 Portionen):

  • 500 g Quark, Magerstufe
  • 800 g Pellkartoffeln, vom Vortag
  • 100 g Rosinen oder Sultaninen
  • 1 TL Zitronenabrieb (unbehandelt)
  • 2 Eier, verquirlt
  • 3 EL Butterschmalz
  • 150 g Mehl, ca. (evtl. etwas mehr oder weniger)
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • Salz
  • Zimt und Zucker

ZUBEREITUNG (ca. 30 Minuten):

  1. Die Pellkartoffeln in eine Schüssel reiben.
  2. Den Quark abtropfen lassen. Quark, Salz, Vanillezucker, Rosinen, verquirlte Eier und Zitronenschale zu den geriebenen Kartoffeln geben, dann Mehl mit dem Backpulver nach und nach zugeben und kurz durcharbeiten.
  3. Den Teig zu einer Rolle formen. Etwa 1,5 cm dicke Scheiben abschneiden und diese flach drücken.
  4. In einer großen Pfanne 3 EL Butterschmalz erhitzen und die Scheiben von jeder Seite goldbraun braten.
  5. In Zucker und Zimt wenden.

DDR-Rezept für Königsberger Klopse

Jedes Kind kennt diesen Klassiker der deutschen Hausmannskost: Königsberger Klopse. Zur deutschen Küche aus Berlin, Leipzig und Magdeburg gehören Königsberger Klopse und zwar nach DDR Rezeptur. | Quelle: Pixabay

ZUTATEN:

  • 500 g Hackfleisch
  • 1 altbackenes Brötchen
  • 1 große Zwiebel, gehackt
  • 1 Ei
  • Salz und Pfeffer
  • Paprikapulver
  • Senf
  • Kümmel

Für die Sauce:

  • ca. 2 EL Essig
  • 50 g Butter
  • 50 g Mehl
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Kapern
  • etwas Zucker

ZUBEREITUNG:

  1. Für die Klopse ein altbackenes Brötchen in lauwarmem Wasser für gut 10 Minuten einweichen. Nach dem Einweichen das Brötchen vorsichtig ausdrücken.
  2. In einer Schüssel Hackfleisch mit Ei und Brötchen vermengen und mit Salz, Pfeffer, Paprika und Kümmel abschmecken. 1 TL Senf und die mittelgroße Zwiebel hinzufügen und mit sauberen Händen kräftig durchkneten.
  3. Hände anfeuchten und 8 gleichgroße Klopse formen.
  4. Salzwasser in einem Topf aufkochen und Klopse hineingeben. Unter leichtem Sieden gute 15 Minuten ziehen lassen. Nicht kochen! (der Klopse ist fertig gekocht, wenn er innen nicht mehr rosa ist)
  5. Von dem Kochwasser etwa 500 ml für die Sauce bereitstellen.
  6. Für die Sauce in einem Topf Butter schmelzen und Mehl unter kräftigen rühren hinzufügen.
  7. Nun so viel Kochwasser hinzugeben, bis eine sämige Sauce entsteht sowie 1-2 EL Essig.
  8. Nun mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker würzen und die Kapern hinzugeben.
  9. Dazu passen gekochte Kartoffeln oder Reis.

Szegediner Gulasch mit Sauerkraut

Auch wenn Ihr Anfänger beim kochen lernen seid, Szegediner Gulasch wird Euch gelingen. Deutsche Hausmannskost mit ungarischen Wurzeln: Schweinegulasch mit Sauerkraut in herzhafter Soße. | Quelle: Pixabay

ZUTATEN (für 4 Portionen):

  • 500 g Schweinegulasch
  • 150 g Speck
  • 200 g Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1/2 Tube Tomatenmark
  • 2 EL Mehl
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 1 gr. Dose Sauerkraut
  • 1 TL Zucker
  • 200 g Sahne
  • Paprikapulver, edelsüß
  • Salz und Pfeffer
  • Pflanzenöl
  • 1 TL Kümmel
  • 1 EL Petersilie
  • 2 Lorbeerblätter

ZUBEREITUNG (circa 20 Minuten):

  1. Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen, Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen, und das Fleisch mit Zwiebeln, Speck und Knoblauch darin anbraten.
  2. Tomatenmark hinzufügen und mitbraten.
  3. Das Bratgut mit Mehl bestäuben und mit der Gemüsebrühe auffüllen.
  4. Sahne und Lorbeerblätter dazugeben, und 45 Minuten köcheln lassen.
  5. Sauerkraut hinzufügen und weitere 15 Minuten köcheln lassen.
  6. Als Letztes mit den Gewürzen abschmecken.
  7. Dazu passen Kartoffeln, Böhmische Knödel oder Kartoffelknödel.

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