Du träumst von einem Beruf im Finanz- oder Rechnungswesen? Gute Wahl - denn dieser Bereich wird in jedem Unternehmen benötigt und ist dementsprechend krisenbeständig.

Natürlich solltest du keine Angst vor Zahlen und aufwendigen Berechnungen mitbringen, denn mit diesen wirst du dich täglich beschäftigen. Dennoch sitzt du aber nicht versteckt im dunklen Kämmerchen, sondern bist damit beauftragt, Führungskräfte und Entscheidungsträger auf Basis deiner Analyseergebnisse zu beraten oder dich mit Finanzämtern oder Investoren auseinanderzusetzen und ihnen den Jahresabschluss sowie die Bilanz erläutern.

Kommunikationsfähigkeit gehört zum Rechnungswesen also ebenso sehr wie fachliches Verständnis und Sorgfalt. In diesem Artikel geht es um die Grundlagen und Bereiche des Rechnungswesen, mögliche Ausbildungswege sowie die vielfältigen Berufsbilder.

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Und los geht's

Die vier Bereiche des Rechnungswesens

Grundsätzlich geht es im Rechnungswesen darum, Zahlungsströme eines Unternehmens oder einer Organisation zu dokumentieren. Die Aufgaben gehen aber über die reine Buchführung hinaus und lassen sich in vier einzelne Bereiche untergliedern:

1. Das externe Rechnungswesen

Dieser Bereich richtet sich an externe Adressaten, wie Finanzbehörden, Gesellschafter, Investoren oder die allgemeine Öffentlichkeit. Die Ergebnisse des externen Rechnungswesens werden daher publiziert und öffentlich gemacht, zumindest ab einer bestimmten Unternehmensgröße bzw. Gesellschaftsform.

Oft ist dieser Teil des Rechnungswesens als Finanzbuchhaltung bekannt. Die wichtigsten Aufgaben umfassen die Dokumentation von Einnahmen und Ausgaben bzw. Einzahlungen und Auszahlungen, aus welchen sich der Jahresabschluss inklusive Bilanz und/oder Gewinn- und Verlustrechnung ergibt.

Das externe Rechnungswesen liefert also die konkreten Zahlen zur derzeitigen finanziellen Lage eines Unternehmens. Es geht hier einzig um die Gegenwart im Sinne des aktuellen Geschäftsjahres.

Eine Wirtschaftszeitung und ein Tablet versinnbildlichen die Inhalte des Rechnungswesens
Unterschiedliche Bereiche im Rechnungswesen umfassen unterschiedliche Adressaten und damit auch unterschiedliche Aufgaben | Bildquelle: Unsplash

2. Das interne Rechnungswesen

Wie der Name schon andeutet, besteht die Zielgruppe des internen Rechnungswesen, auch Controlling genannt, aus internen Adressaten wie dem Management, Führungskräften und Entscheidungsträgern.

Aufgabe des Controlling ist die Kontrolle und Steuerung aller wirtschaftlichen Aktivitäten. Es werden wichtige Erfolgskennzahlen im Blick gehalten, die jederzeit einen Einblick in die Wirtschaftlichkeit und Liquidität geben.

Anders als in der Finanzbuchhaltung geht es hier aber nicht nur darum, die Ist-Situation festzuhalten. Vielmehr liefert das Controlling auch die Grundlagen für zukünftige Pläne und Strategien.

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3. Betriebswirtschaftliche Statistik und Vergleichsrechnung

Einen dritten Bereich des Rechnungswesen bildet die betriebswirtschaftliche Statistik und Vergleichsrechnung. Darunter fallen unterschiedliche Vergleiche: Ein Branchenvergleich, ein Unternehmensvergleich, Jahresvergleich, Quartalsvergleich...

Ziel ist es grundsätzlich, herauszufinden, wo das eigene Unternehmen derzeit im zeitlichen oder wettbewerbsorientierten Vergleich steht. Es werden daher keine absoluten Zielgrößen betrachtet, sondern relative - auch Benchmarking genannt. Mögliche Messgrößen sind Investitionen, Umsatz, Gewinn oder Herstellungskosten.

4. Planungsrechnung

Der vierte Bereich befasst sich ausschließlich mit der Zukunft eines Unternehmens. Es werden basierend auf Wirtschaftsrechnungen mögliche Zukunftsszenarien entwickelt, die die Strategieentwicklung und Entscheidungsfindung beeinflussen. Aufgangslage für sämtliche Planungen ist die aktuelle Situation.

Ziel der Planungsrechnung ist die Budgetfindung - es soll festgelegt werden, wie viel Spielraum für Ausgaben und Investitionen dem Unternehmen im kommenden Geschäftszeitraum zur Verfügung steht.

Dieses Budget kann neben Investitionen auch Personalkosten, Kredite, Produktionskosten, und Beschaffungskosten umfassen. Dem gegenüber stehen Umsatzpläne und Wertschöpfungspläne.

Ein Stapel Geldscheine verdeutlicht, dass es im Rechnungswesen um Geld und Vermögen geht
Nicht in jedem Geschäftsvorgang fließen tatsächliche liquide Mittel - teils erhöht sich das Sachvermögen und nicht das Geldvermögen und verbessert dennoch den Unternehmensgewinn | Bildquelle: Unsplash

Wichtige Grundlagenkenntnisse des Rechnungswesens

Bevor wir uns Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten widmen, möchten wir gemeinsam einen kurzen Blick auf die wichtigsten Grundlagen des Finanz- und Rechnungswesens blicken. Diese solltest du beherrschen, wenn du dich für den Weg in die Welt der unternehmerischen Zahlen entscheidest.

So sollten dir zum Beispiel die folgenden Grundbegriffe geläufig sein:

  • Einzahlung und Auszahlung: Dieses Begriffspaar umfasst jene Zahlungsströme, die mit dem tatsächlichen Fluss liquider Mittel verbunden sind - bei denen also Geld aus den Kassen oder Konten heraus- oder einfließt
  • Einnahmen und Ausgaben: Eine Einnahme erhöht das Vermögen eines Unternehmens, indem entweder liquide Mittel in die Kasse strömen oder sich der Forderungsbestand erhöht. Bei den Ausgaben verlassen entweder liquide Mittel die Kasse oder die Verbindlichkeiten erhöhen sich.
  • Ertrag und Aufwand: Bei der Erfassung von Ertrag und Aufwand zählen nur die Einnahmen und Ausgaben, die direkt das Unternehmensergebnis, also den Gewinn oder den Verlust, beeinflussen. Andere Unternehmenstätigkeiten, die nichts mit dem eigentlichen Unternehmenszweck zu tun haben, zählen in dieses Begriffspaar nicht ein. Neben dem Geldvermögen wird jedoch auch das Sachvermögen mit eingerechnet.
  • Kosten und Leistungen: Bei der Rechnung mit Kosten und Leistungen werden betriebliche Aktivitäten sowie das betriebsnotwendige Vermögen betrachtet und erfasst.

Ebenfalls solltest du mit den Grundsätzen der Doppelten Buchführung vertraut sein. Die Doppelte Buchführung stellt sicher, dass jeder Geschäftsvorgang auf zwei Konten gebucht wird, um Vermögen und Schulden zu erfassen.

Welche Konten das sind, klärt der Standard-Kontenrahmen. Für die Buchungssätze gilt die generelle Buchungsregel "Soll an Haben".

Eine Studierende schlägt das Buchführungs-Buch über dem Kopf zusammen, weil sie die Grundsätze der Kosten- und Leistungsrechnung lernt
Die theoretischen Inhalte des Studiums sind halb so wild, wenn du die Grundlagen begriffen hast | Bildquelle: Unsplash

Die Möglichkeiten für Ausbildung oder Studium gibt es

Wenn die obenstehende Einführung in das Rechnungswesen dein Interesse untermauert oder gar verstärkt hat, ist dieser Berufsweg vielleicht der richtige für dich. Um in dem Bereich Fuß zu fassen, hast du verschiedene Möglichkeiten - über ein Hochschulstudium oder eine klassische Ausbildung. Letztere umfasst für bestimmte Spezialisierungen jedoch auch noch geprüfte Weiterbildungen. Aber nun der Reihe nach.

An einer Hochschule oder Universität kannst du dich zum Beispiel für einen klassischen BWL-Studiengang entscheiden und den Schwerpunkt dort auf Accounting, Finance oder Controlling legen. Insbesondere im Master, teils aber auch bereits im Bachelor gibt es zudem direkt auf das Rechnungswesen spezialisierte Studiengänge.

In einem Studium erhältst du alle notwendigen theoretischen Grundlagen und hast innerhalb eines Praxissemesters die Möglichkeit, wertvolle Praxiserfahrungen und Orientierung für den Berufseinstieg zu bekommen. Du kannst auch ein Duales Studium wählen, dann profitierst du ohnehin von der Kombination aus Theorie und Praxis.

Bist du generell praktisch veranlagt und es graust dir vor einem akademischen Studium, bist du vielleicht in einer Ausbildung besser aufgehoben. Eine direkte Ausbildung für das Rechnungswesen oder gar als Buchhalter bzw. Buchhalterin gibt es allerdings nicht.

Stattdessen ist es eine Option, eine kaufmännische oder verwaltende Ausbildung zu absolvieren und dann eine IHK-Prüfung zum geprüften Bilanzbuchhalter bzw. zur geprüften Bilanzbuchhalterin zu belegen. Auch andere Voraussetzungen wie mehrjährige Berufserfahrung im Rechnungswesen oder ein abgeschlossenes Wirtschaftsstudium mit einjähriger anschließender Berufserfahrung ermöglichen die Zulassung zur Prüfung der IHK.

Ein Beschäftigter des Rechnungswesen führt betriebliche Berechnungen durch
Die Berufsbilder und Aufgaben im Rechnungswesen sind vielfältig und abwechslungsreich | Bildquelle: Unsplash

Potentielle Berufsbilder im Rechnungswesen

Wie wir eingangs bereits gesehen haben, gibt es verschiedene Unterbereiche im Rechnungswesen und dementsprechend vielfältige Jobmöglichkeiten. Nicht jeder und jede Beschäftigte im Finanz- und Rechnungswesen arbeitet an der Erstellung des Rechnungswesens und nicht jeder führt Benchmarking-Vergleiche mit Konkurrenten durch.

Basierend auf deinen Interessen und Fähigkeiten kannst du den Berufszweig finden, der wirklich zu dir passt. Neben Fachwissen kommt es auch auf sogenannte Softskills an - als Controller ist Kommunikation und Überzeugungskraft beispielsweise relevanter als in der Lohnbuchhaltung, dafür fallen dort vielleicht weniger Überstunden und geregeltere Tagesabläufe an.

Mögliche Berufe im Feld des Rechnungswesens innerhalb eines Unternehmens oder in anderen Organisationen sind diese hier:

  • Accountant
  • Buchhalter
  • Controller
  • Steuerberater oder Steuerfachangestellter
  • Internal Auditor
  • Wirtschaftsprüfer

Oder vielleicht auch Lehrkraft für BWR Nachhilfe nebenbei?

Welcher Job interessiert dich am meisten und warum? Verrat uns das gerne in den Kommentaren!

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Miriam

Miriam arbeitet als freie Autorin & Yogalehrerin. Getrieben von großer Neugier liebt sie es, Neues zu entdecken und zu erlernen; sich selbst weiterzuentwickeln und anderen dabei zu helfen.