Wir alle kennen Phasen, in denen wir uns gestresst fühlen: Wir haben eine wichtige Deadline auf der Arbeit, eine Prüfung steht bevor oder privat befinden wir uns gerade im Stress.

Stress gehört zu unserem Leben, und solange es sich dabei wirklich um kurze Phasen handelt, auf die dann auch wieder Entspannungsphasen folgen, ist das an sich auch kein Problem – unser Körper schafft das!

Doch was, wenn normaler Stress zum Dauerstress wird und das Burnout quasi schon an die Tür klopft? Und welche anderen Erkrankungen können durch Stress ausgelöst werden?

Und wo kommt Stress eigentlich her, wie wird er ausgelöst?

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Und los geht's

Was ist Stress? Definition und Begriffserklärung

Was ist gemeint, wenn man von Stress spricht?

Beginnen wir mal rein biologisch auf der körperlichen Ebene: Stress ist eine körperliche Reaktion, die den menschlichen Organismus für eine kurze Zeit extrem leistungsfähig macht.

Was ist Stress?
Die Stressreaktion ist in unserem Körper vorprogrammiert. | Quelle: Unsplash

Diese Stressreaktion stammt noch aus Urzeiten und soll den Körper in Notsituationen in die Lage versetzen, zu kämpfen oder zu fliehen (fight or flight), z.B. wenn man von einem wilden Tier angegriffen wird.

Um diese gesteigerte Leistungsfähigkeit zu erreichen, werden die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet, die dafür sorgen, dass:

  • Atmung und Herzschlag schneller werden
  • der Blutdruck steigt
  • die Schmerzempfindlichkeit abnimmt

Außerdem werden Körperfunktionen, die nicht für diese akute Situation benötigt werden, heruntergefahren, z.B. die Sexualfunktion und die Verdauung.

Alles konzentriert sich darauf, das Gehirn und die Muskeln stärker zu durchbluten, sodass wir reaktionsschneller sind und noch besser kämpfen oder schneller weglaufen können.

Natürlich begegnen wir heutzutage nicht mehr unbedingt wilden Tieren, aber eine ähnliche Situation erleben wir im Straßenverkehr, wenn auf einmal Gefahr droht.

Vielleicht hast Du dieses Gefühl auch schon mal erlebt, wenn wir eine Bewegung wahrnehmen (z.B. ein anderes Auto, das auf einmal auf die eigene Fahrbahn schwenkt oder abbiegt, ohne zu bremsen). Auf einmal gehen die Alarmglocken los und wir reagieren ganz unbewusst – auch das Gefühl von Herzrasen und Schweißausbrüchen in solchen Situationen kennst Du bestimmt.

Ähnliche Reaktionen können durch psychische Stresssituationen hervorgerufen werden, z.B. Lampenfieber bei einem Auftritt vor Publikum oder eine Prüfungssituation (vor allem, wenn es sich um eine mündliche Prüfung handelt und die Prüfer*innen einen erwartungsvoll anschauen).

Stress ist also zunächst einmal ein ganz natürlicher, biologischer Prozess und kann in bestimmten Situationen sehr hilfreich bzw. lebensrettend sein. Im Sport oder bei anspruchsvollen, befriedigenden Aufgaben kann er sogar als positiv wahrgenommen werden und uns zu Höchstleistungen anspornen (erfahre hier mehr über die verschiedenen Arten von Stress).

Problematisch wird er dann, wenn die Stresssituation nicht nur kurzfristig anhält, sondern der Stress zum Dauerstress wird, der Körper also ständig in Alarmbereitschaft ist und gar nicht mehr runterkommt.

Welche negativen Auswirkungen das längerfristig haben kann, erfährst Du weiter unten.

Entdecke auch unsere Top 10 Tipps gegen Stress!

Wer hat's erfunden?

Doch bevor wir uns anschauen, wie Stress verursacht wird und welche negativen Folgen (z.B. Erkrankungen) er nach sich ziehen kann, wollen wir uns erst kurz anschauen, woher der Begriff "Stress" eigentlich kommt.

Ursprünglich geht er auf den Bereich der Physik zurück. Der Kontext: einen Werkstoff so lange starken Kräften auszusetzen, bis er sich verformt. Materialwissenschafter*innen erfanden dafür dann den Begriff "Stress" (den man in diesem Zusammenhang vielleicht eher noch aus dem zusammengesetzten Wort "Stresstest" kennt).

Etymologisch kommt er aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Belastung, Beanspruchung, Belastbarkeit oder Spannung.

Stress Begriff
Der Begriff "Stress" kommt ursprünglich aus der Physik. | Quelle: Unsplash

Auf den Menschen übertragen wurde das Konzept dann erstmals in den 30er-Jahren, und zwar von Hans Selye (1907–1982). Er war Biochemiker und Hormonforscher und zeigte als erster, dass hoher Druck eben nicht nur für Materialien, sondern auch für Menschen extrem negativ sein kann.

Ursachen von Stress

Wie bereits erklärt, wird Stress beim Menschen von Situationen ausgelöst, die als Gefahr eingestuft werden. Abgesehen von akuten Gefahrensituationen können das auch Dauerbelastungen sein.

Deren Ursachen finden sich meist im familiären Umfeld (schwierige Beziehungen, aber auch Trauer oder traumatische Erfahrungen können Stress im Körper auslösen), im Beruf (zu viel oder zu anspruchsvolle Arbeit) oder in der Freizeit ("Freizeitstress", Hochleistungssport usw.).

Bei diesen etwas vageren Ursachen ist noch wichtig zu wissen, dass es nicht darauf ankommt, ob die Aufgaben oder Situationen objektiv zu bewältigen sind (also z.B. ob man wirklich zu viel Arbeit oder eine Person wirklich so anstrengend ist), sondern wie man diese subjektiv wahrnimmt.

Das heisst konkret: Was die eine Person mit links und ausgeglichen auf die Reihe bekommt, stürzt den Arbeitskollegen vielleicht ins Burnout – selbst wenn die Aufgaben und das Arbeitspensum genau gleich sind!

Doch das ist auch eine gute Nachricht: Denn wenn man die äußeren Faktoren nicht ändern kann (z.B. Arbeitspensum), kann man vielleicht wenigstens an der eigenen Wahrnehmung der Belastung arbeiten. Dabei können z.B. auch verschiedene Therapieformen oder Stress-Coaching helfen.

Körperliche Stresssymptome

Als nächstes wollen wir uns anschauen, wie sich Stress manifestiert und welche längerfristigen Auswirkungen und Erkrankungen chronischer Stress nach sich ziehen kann. Der Einfluss auf unsere Gesundheit ist nämlich nicht zu unterschätzen!

Dabei unterscheidet man körperliche (also physische) und geistige bzw. seelische (also psychische) Auswirkungen auf die Gesundheit.

Herz-Kreislauf-System

Der Klassiker, wenn man an Stresssymptome denkt, ist sicherlich das Herz-Kreislauf-System. Wahrscheinlich jede*r kennt eine Filmszene, in der sich ein gestresster Herr mittleren Alters plötzlich ans Herz greift, weil er einen Herzinfarkt erleidet.

Insgesamt wird das Herz-Kreislauf-System geschwächt, was zu folgenden Symptomen führen kann:

  • Bluthochdruck
  • Erhöhte Blutfettwerte
  • Kalkablagerungen in den Gefäßen

Dies kann zum erwähnten Herzinfarkt oder zu Herzrhythmusstörungen führen.

Magen-Darm-Beschwerden

Auch Patient*innen, die chronischer Stress plagt, berichten außerdem häufig von Magen-Darm-Beschwerden. Durch die vermehrte Anzahl von Stresshormonen produziert der Körper mehr Magensäure, was dazu führt, dass Betroffene häufiger an Sodbrennen leiden.

Aufgrund der reduzierten Darmtätigkeit in "Gefahrensituationen" (s. oben) kann es außerdem zu Verstopfung kommen. Will sich der Körper schnell allen Ballasts entledigen, um sich vermeintlich wichtigeren Aufgaben zu widmen, kann es auch zu Durchfall kommen.

Längerfristig kann chronischer Stress auch zu Magengeschwüren oder sogar Magen- bzw. Darmkrebs führen.

Diabetes

Stress gilt auch als einer der großen Risikofaktoren für Diabetes. Der Grund ist, dass in Stresssituationen das Hormon Kortisol freigesetzt wird. Dadurch steigt der Blutzuckergehalt (denn in einer Notsituation brauchen das Gehirn und die Muskeln diese Energie für die erhöhte Leistungsfähigkeit).

Außerdem gibt der Organismus stressbedingte Botenstoffe, die die Wirkung von Insulin verringern. Das erschwert die Regelung des Blutzuckers. Die Folge kann dann eben Diabetes sein.

Geschwächtes Immunsystem

Ist der Körper in Alarmbereitschaft, wird das Immunsystem für kurze Zeit gestärkt, um Infektionen schneller abwehren zu können. Doch längerfristig schwächt das Stresshormon Kortisol die Abwehrkräfte des Immunsystems.

Häufig krank?
Chronischer Stress schwächt das Immunsystem. | Quelle: Unsplash

So kommt es, dass Betroffene schneller krank werden oder sich leichter Herpesinfektionen einfangen.

Verspannte Muskulatur

Durch die ständige Alarmbereitschaft des Körpers ist die Muskulatur dauerhaft angespannt (schließlich meint der Körper, er müsse jede Sekunde wegrennen oder kämpfen).

Diese Verspannungen machen sich häufig im Kopf-, Schulter- und Rückenbereich bemerkbar. Die Folge sind Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen.

Verstärkung von Hauterkrankungen

Vielleicht hast Du auch schon mal davon gehört, dass der Körper Stress über die Haut abbaut. Vielleicht gehörst Du auch zu jenen Personen, die vor Prüfungen mehr Pickel im Gesicht haben?

Und besonders Neurodermitiker*innen bemerken die Folgen von Stress auf ihrer Haut, denn unter Stress nehmen die entzündlichen Reaktionen der Haut zu.

Auch Personen, die unter Schuppenflechte oder Nesselsucht leiden, weisen unter Stress ähnliche Symptome auf.

Psychische Auswirkungen von Stress

Doch wir alle wissen (und fühlen), dass Stress nicht nur Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit (z.B. Kopfschmerzen oder Migräne), sondern auch auf unsere Psyche haben kann.

Kurzfristig sind häufig folgende Beschwerden zu finden:

  • Innere Anspannung und Unruhe
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Gefühl der Überforderung
  • Nervosität
  • Reizbarkeit
  • Unzufriedenheit
  • Angst und/oder Wut

Wenn wir ständig Belastungen ausgesetzt sind und es nicht schaffen, den Stress in den Griff zu bekommen (z.B. durch aktives Stressmanagement), kann es außerdem auch längerfristig zu Erkrankungen der Psyche kommen.

Panikattacken

Menschen, die unter ständigem Stress leiden, bemerken dies häufig am Auftreten von Panikattacken.

Dabei erlebt man meist akut einen Zustand intensiver Angst. Häufig beginnen diese Attacken ohne Vorwarnung und dauern einige Minuten bis zu einer halben Stunde an. Besonders ärgerlich sind sie, wenn man deshalb abends nicht einschlafen kann oder plötzlich nachts davon geweckt wird.

Typische Symptome sind:

  • Herzklopfen bzw. Herzrasen
  • Schweißausbrüche
  • Gefühl von Schwindel, Benommenheit oder das Gefühl, in Ohnmacht zu fallen
  • Hitzewallungen und/oder Kälteschauer
  • Atemnot, Erstickungsgefühle oder Kurzatmigkeit
  • Beklemmendes Gefühl in der Brust oder im Hals
  • Übelkeit und/oder Bauchschmerzen

Depression

Anhaltende Belastungen und Stress können erwiesenermaßen die Entwicklung einer Depression begünstigen.

Typische Symptome sind:

  • Anhaltende Niedergeschlagenheit
  • Verminderte Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit
  • Vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen / Gefühl von Wertlosigkeit
  • Negative und pessimistische Gedanken
  • Schlafstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • uvm.

Burnout

Die wahrscheinlich bekannteste Folge von Dauerstress ist das Burnout-Syndrom. Eine Zeit lang wurde es vielen Personen diagnostiziert und ist dadurch ein wenig in Verruf geraten, doch mit einem echten Burnout ist keinesfalls zu spaßen!

Erschöpft?
Burnout sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. | Quelle: Unsplash

Burnout beschreibt einen kompletten Erschöpfungszustand – emotional, psychisch und körperlich. Diese Erkrankung kann durch verschiedene persönliche oder berufliche Stressfaktoren ausgelöst werden.

Burnout-Symptome können sowohl körperlicher als auch geistiger Natur sein:

  • Lustlosigkeit
  • Gereiztheit
  • Angst zu versagen
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsprobleme
  • Motivations- und Antriebslosigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Kopfschmerzen und Rückenschmerzen
  • Tinnitus oder Hörsturz
  • Herz-Kreislauf-Probleme

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Klar, Stress gehört irgendwie zum Leben und manchmal kann er uns zu Höchstleistungen anspornen. Man sollte aber aufpassen, dass die Stressreaktion nicht zum Dauerzustand wird! Hier findest Du hilfreiche Tipps gegen Stress.

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Anna

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