"Ein Geiger zerreißt viele Saiten, eh' er Meister ist." Deutsches Sprichwort

Geige spielen lernen ist keine einfache Angelegenheit. Das Streichinstrument gehört zu den am schwierigsten zu erlernenden Instrumenten. Außerdem gilt: Wenn Du ein Instrument lernen willst, musst Du Dir früher oder später ein eigenes Exemplar kaufen, und das kann manchmal ziemlich teuer sein.

Einer repräsentativen Haushaltsbefragung der Gesellschaft für Konsumforschung zufolge, spielt in fast jedem 5. deutschen Haushalt ein Familienmitglied ein Instrument. Das Klavier, die Gitarre und die Flöte sind meist noch beliebter als die Violine. Doch hat auch die Geige ihren festen Platz in der deutschen Musiklandschaft.

Du gehörst zu den Geigenfans? Dann brauchst Du jetzt die richtige Ausstattung. Neben der Geige selbst, gilt es auch das passende Geigenzubehör zu kaufen. Wir erklären Dir, mit welchen Kosten Du rechnen musst.

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Wir stellen vor: die komplette Anatomie der Geige

Geigen gibt es in den verschiedensten Preisklassen. Für Laien ist es manchmal schwer nachzuvollziehen, wie diese unterschiedlichen Preise zu Stande kommen. Daher ist es beim Kauf einer Geige, gebraucht oder neu, wichtig zu wissen, wie sie aufgebaut ist und worin die unterschiedlichen Qualitätsmerkmale liegen.

Was Du zuallererst wissen solltest: Der Bau einer Geige dauert in der Regel bis zu zweihundert Stunden. Bei sehr guten Instrumenten kann es sogar noch länger dauern. So viel Zeit ist nötig, um die Einzelteile anzufertigen, sie zusammenzufügen, den Geigenlack aus verschiedenen Baumharzen aufzutragen und die notwendigen Einstellungen vorzunehmen.

Die Geige ist ein Streichinstrument. Zur gleichen Familie gehören auch die Bratsche, das Cello und der Kontrabass. Darunter versteht man Instrumente, deren Saiten durch das Streichen mit einem Bogen in Schwingung versetzt werden.

Der Aufbau der Geige

Eine Violine besteht aus 70 bis 85 einzelnen Holzteilen, die miteinander verklebt oder ineinander eingekeilt werden. So werden die drei Teile der Geige gebaut und miteinander verbunden: Der Korpus, der Hals und der Kopf.

Am Kopf befindet sich der Wirbelkasten, in den vier konische Wirbel gesteckt sind. Hier werden die Saiten aufgezogen und gestimmt. Über dem Wirbelkasten, ganz am Ende der Violine, befindet sich die fein geschnitzte Schnecke, die oft ein Erkennungsmerkmal des*r Geigenbauer*in ist.

Die Verbindung zwischen Kopf und Korpus, das lange grade Stück, nennt man Hals. Hier spielt sich ein wichtiger Teil des Musizierens ab: auf dem Hals befindet sich das Griffbrett, über das die Saiten parallel Richtung Korpus laufen. Je nachdem an welcher Stelle auf dem Griffbrett sie gegriffen werden, ändert sich die Tonhöhe. Dieser Teil der Geige braucht regelmäßige Pflege, da er nicht durch Geigenlack geschützt ist.

Zwischen dem Kopf und dem Hals liegt ein schmales Holzstück mit kleinen Einkerbungen, durch die die Saiten hindurchlaufen. Dieses nennt man den Obersattel.

Zu guter Letzt kommen wir zum Korpus des Instruments. Der Korpus ist der Resonanzkörper indem die Töne verstärkt und für uns hörbar werden.

Der Korpus ist aus mehreren Teilen zusammengebaut, die einen großen Einfluss auf den Klang einer Geige haben.

  • Die Decke: Die Decke ist der obere Teil, der mit zwei F-Löchern versehen und meist aus Fichtenholz gefertigt ist. In der Regel sind dies zwei ineinander verkantete Teile, die aus demselben Stück Holz gefertigt sind. Auf der Decke sind weitere Teile angebracht:
    • Der Saitenhalter: liegt dem Wirbelkasten genau gegenüber; hier werden die Saiten eingespannt; meist aus Ebenholz oder Palisander
    • Die Feinstimmer: kleine Schrauben am Saitenhalter, mit denen die Feinstimmung der Geige vorgenommen werden kann
    • Der Steg: steht zwischen den F-Löchern auf zwei kleinen Füßchen, die der Wölbung der Decke angepasst sind; überträgt die Schwingung der Saiten auf den Korpus; seine Eigenschaften haben einen großen Einfluss auf den Klang der Geige
  • Der Boden: Der Boden wird meist aus Ahorn gefertigt, ist genauso wie die Decke gewölbt und kann aus einem einzelnen Stück Holz oder zwei zusammengeleimten Stücken bestehen.
  • Die Zargen: Die Zargen sind die Seitenteile des Korpus und sind mit Boden und Decke verleimt, sie fügen so das Ganze zu einem Hohlkörper zusammen. Die Zargen sind meistens aus demselben Holz wie der Boden gefertigt.
  • Das Innere: Auch im Inneren der Geige befinden sich wichtige Bauteile: kleine Holzleisten, die dafür sorgen, dass die Schwingungen der Saiten in idealer Weise auf den Korpus übertragen werden.
    • Der Bassbalken: eine Leiste aus Ahorn- oder Tannenholz; auf der Höhe des linken Stegfußes länglich an die Decke geklebt; überträgt die Schwingungen der tiefen Saiten auf die Decke
    • Der Stimmstock: ist ein zylindrischer Fichtenholzstab, der neben dem rechten Stegfuß zwischen Decke und Boden geklemmt wird; überträgt die Schwingung der hohen Saiten auf den Boden; ist für den Klang einer Geige sehr wichtig, kleinste Veränderungen können große Auswirkungen auf das Klangbild haben
    • Oberklotz, Unterklotz und vier Eckklötze: die Klötze dienen der Befestigung und Stabilisierung der Zargen
    • Reifchen: dünne Holzleisten auf beiden Seiten der Zargen, zur Stabilisierung und als Auflagefläche zum Verleimen von Boden und Decke
Der Steg ist ein wichtiger Teil im Aufbau der Geige.
Der Steg überträgt die Schwingung der Saiten auf die Decke. | Quelle: Zach Doty via Unsplash

Die vier Geigensaiten werden zwischen Saitenhalter und Wirbelkasten eingespannt und laufen ganz gerade über die Geige. Dabei führen sie über den Steg, der ihre Schwingung aufnimmt und an den Korpus weiterleitet. Um in Schwingung versetzt zu werden, können mit dem Bogen gestrichen oder mit den Fingern gezupft werden (pizzicato).

Im Geigenbau verwendetes Holz

Die Qualität, und damit auch oft der Preis einer Geige, hängt maßgeblich mit dem verwendeten Holz zusammen. Dabei geht es weniger um die Holzart (es werden in verschiedenen Preisklassen dieselben Holzarten verwendet), sondern um dessen Verarbeitung und Lagerung.

Ein wichtiger Punkt bei der Verarbeitung des Holzes ist die Frage, ob es massiv oder laminiert ist. In der traditionellen Bauart werden Decke und Boden jeweils aus einem massiven Holzstück herausgeschnitten. Dabei wird natürlich sorgfältig darauf geachtet, dass das ausgeschnittene Stück die richtige Wölbung aufweist.

Aus Kostengründen werden aber manchmal auch Instrumente aus Sperrholz hergestellt. Dabei werden mehrere dünne Holschichten kreuzweise übereinander geleimt und nachträglich gebogen. Bei dieser Bauart spricht man von einer laminierten Decke beziehungsweise einem laminierten Boden.

Laminiertes Holz ist zwar weniger empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen als Massivholz, kann aber deutlich weniger frei schwingen, was sich negativ auf den Klang der Geige auswirkt.

Für das Griffbrett wird bei hochwertigen Geigen Ebenholz oder Palisander verwendet. Dies ist so hart, dass es der Belastung durch das Bespielen der Saiten gut standhält. Bei günstigeren Instrumenten werden manchmal andere Harthölzer verwendet, die dann schwarz eingefärbt werden. Mit der Zeit kann die Farbe abblättern, so dass es nicht mehr schön aussieht. Ist das verwendete Holz zu weich, können durch das Runterdrücken der Saiten auch Einkerbungen im Griffbrett entstehen, die beim Spielen hinderlich sind.

Für den Geigenbau sind ausschließlich folgende Hölzer geeignet:

  • Fichte: Decke
  • Tanne: Decke
  • Ahorn: Boden, Zargen, Hals
  • Weide: Reifchen, Klötze
  • Linde: Reifchen, Klötze
  • Ebenholz: Griffbrett, Wirbel, Saitenhalter, Sattel
  • Palisander: Griffbrett, Wirbel, Saitenhalter, Sattel

Damit das Holz zu den Instrumententeilen verarbeitet werden kann, muss es über einen längeren Zeitraum korrekt gelagert werden und trocknen. Bei den weichen Hölzern, wie Fichte, Tanne, Linde und Weide sind dafür mindestens 5 Jahre nötig. Härtere Hölzer, wie Ahorn, Ebenholz und Palisander, müssen sogar 10 Jahre gelagert werden. Bei der Lagerung ist darauf zu achten, dass sich weder Risse bilden noch Schimmel ausbreiten kann.

Der Preis einer Geige wird also nicht direkt von der verwendeten Holzart, sondern vielmehr von seiner Verarbeitung und Lagerung abhängen.

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Eine Geige kaufen: wie viel kostet eine Geige für Anfänger?

Bevor Du zum nächsten Musikladen gehst, solltest Du Dich daran erinnern, dass die teuerste Geige nicht unbedingt die Beste für Dich ist. Bevor Du Dir eine Geige kaufst, solltest Du Dein Niveau kennen und einige weitere Kriterien beachten.

Es macht nicht viel Sinn sehr viel Geld in ein Profi-Instrument zu investieren, dessen klanglichen Eigenschaften Du noch gar nicht ausnutzen kannst, wenn Du gerade erst anfängst Geige zu spielen und noch nicht weißt, ob Du da Hobby lange weiterführen wirst.

Wenn Du aber eine Geige siehst, die neu nur 50 € kostet, raten wir Dir eines: Lass die Finger davon! Das ist weniger ein Instrument, als ein Deko-Objekt.

Natürlich sollte die Geige einige Qualitätsmerkmale aufweisen, die dafür sorgen, dass das Instrument gut klingt und Du es gut spielen kannst. Es gibt durchaus Einsteigergeigen, die diese Kriterien erfüllen.

Das andere Kriterium ist das Alter und vor allem die Größe des*r Geigenschüler*in. Für Kinder gibt es unterschiedliche Geigengrößen, die entsprechend des Alters und der Körpergröße gewählt werden (zu diesem Thema kannst Du Dich auch von Deinem Geigenlehrer z.B. im Geigenunterricht Köln beraten lassen).

Die Preise für eine Geige können ganz unterschiedlich sein: von 50 € – bei industriell hergestellten Billiginstrumenten-, bis zu alten geschichtsträchtigen Meistergeigen, die mehrere Millionen Euros kosten können.

Als Anfänger wirst Du keine Stradivari Geige spielen.
Anfänger brauchen keine Meistergeige, trotzdem sollten sie beim Kauf auf einige Qualitätsmerkmale achten. | Quelle: Cottonbro via Pexels

Der Preis für eine neue Geige richtet sich, neben dem verwendeten Material, auch nach der Herstellungsart. Geigen, die in einer Fabrik (meist in Asien) hergestellt wurden, sind am günstigsten. Die Qualität kann jedoch je nach Geigenmarke und Hersteller strak variieren. Mit etwas Glück findet man eine für Anfänger*innen geeignete Fabrikgeige für 200 bis 400 Euro.

Bei Geigen der Mittelklasse werden die Bauteile ebenfalls in einer Fabrik gefertigt, die Violine wird dann aber von einem*einer Geigenbauer*in von Hand fertiggestellt. Der Preis richtet sich unter anderem danach, wie viele Teile von dem*der Geigenbauer*in stammen und kann zwischen 400 und 4.000 Euro liegen.

Zu guter Letzt gibt es noch die Meisterklasse: Geigen, die vollständig von Geigenbauer*innen gefertigt wurden. Hier kannst Du Dir natürlich sein, dass Du Qualität und Klang hervorragend sind. Das schlägt sich aber auch im Preis nieder. Für eine neue handgemachte Violine muss man mit Kosten zwischen 3.000 und 10.000 Euro rechnen. Für Anfänger lohnt sich diese Investition in der Regel nicht.

Ein weiterer Faktor, den es in Bezug auf den Geige-Preis zu beachten gilt, ist, ob es sich um ein spielfertiges Instrument handelt oder nicht. Bei spielfertigen Geigen sind Steg, Griffbrett und Saiten bereits so eingestellt, dass der Klang ideal ist. Bei nichtspielfertigen Geigen müssen diese Einstellungen erst noch durch eine Fachperson vorgenommen werden, wodurch weitere Kosten anfallen.

Du möchtest wie ein Virtuose auf einer Stradivari Geige spielen oder eine Meistergeige von einem Geigenbauer haben... das Geld dazu fehlt Dir aber? Dann kannst Du auch eine Geige leihen, z.B. bei Geigenverleih.de!

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Eine Geige gebraucht kaufen – die Kosten

Es muss nicht immer alles neu sein. Du kannst natürlich auch eine antike oder eine schon gebrauchte Geige kaufen. Erstmal vorweg: Der Klang wird nicht der Gleiche sein! Gerade massive Hölzer entwickeln sich mit der Zeit, was sich positiv auf den Klang der Geige auswirkt.

Jedoch gilt es auch hier zu beachten, dass nicht unbedingt jede gebrauchte Geige besser klingt als eine neue. Es gelten dieselben Qualitätsunterschiede wie für neue Instrumente.

Um eine Geige gebraucht zu kaufen, sieht man sich am besten bei Musikfachgeschäften (vor Ort oder im Internet), die gebrauchte Geigen verkaufen. Hier kannst Du Dir sicher sein, korrekte Informationen zu dem Instrument zu erhalten. Außerdem werden die angekauften Second-Hand-Geigen sorgfältig überprüft und wenn nötig repariert oder restauriert. Wie beim Kauf einer neuen Geige erhältst Du eine Garantie und ein Rückgaberecht.

Gebrauchte Geigen kannst Du natürlich auch von Privatpersonen über Kleinanzeigen finden. Hier sind jedoch einige Kenntnisse über die Qualitätsmerkmale von Geigen notwendig. Nur wenn Du den die Herstellungsart und vor allem den Zustand einer gebrauchten Geige überprüfen kannst, bist Du vor einem Fehlkauf gefeit.

Eine genaue Aussage über den Preis für eine gebrauchte Geige zu machen, ist unmöglich. Auch hier spielen die oben genannten Kriterien eine große Rolle. Du wirst also auch unter Second-Hand-Geigen Instrumente aller Preisklassen finden. In vielen Fällen werden sie etwas günstiger sein, als die entsprechende Neuware.

Jedoch gibt es auch alte Geigen, deren Wert mit der Zeit steigt. Häufig liegt das daran, dass sie einen Seltenheitswert haben, zu Sammlerobjekten werden oder eine besondere Geschichte haben. Dann können die Preise auch ins Unermessliche steigen. Bei diesen Gebrauchtgeigen ist nicht immer nur der Klang für den Preis entscheidend.

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Die teuerste Geige der Welt

Machen wir nun also einen kleinen Ausflug zu den Instrumenten, die sich kaum jemand leisten kann. Nicht nur in der Musikwelt ranken sich Legenden und Mythen um Streichinstrumente, die mehr als 300 Jahre alt sind, oft den Besitzer gewechselt haben und vor allem unvorstellbar gut klingen sollen: die Stradivari-Geigen.

Die teuerste Geige der Welt ist mehr als 300 Jahre alt.
Alte Geigen von Antonio Stradivari und Guarneri del Gesù erzielen unglaubliche Preise. Ob sie wirklich besser klingen als neue Meistergeigen, ist umstritten. | Quelle: Dominik Scythe via Unsplash

Antonio Stradivari war ein berühmter Geigenbauer, der von ungefähr 1644 bis 1737 in der italienischen Geigenbauerstadt Cremona gelebt und gearbeitet hat. Er experimentierte mit verschiedenen Holzstärken, Lacken und Details in der Bauform. Für viele gilt er als bester Geigenbauer der Geschichte.

Kein Wunder also, dass die von Stradivari gebauten Streichinstrumente bis heute sehr begehrt sind. Bereits ab 1800 entstand ein wahrer Kult um Stradivari-Geigen und die, schätzungsweise, 600 noch erhaltenen Exemplare werden seither zu Höchstpreisen gehandelt.

In der Liste der wertvollsten Geigen taucht neben Stradivari noch ein anderer Geigenbauer auf: Guarneri del Gesù. Er lebte und wirkte zur gleichen Zeit wie Stradivari (1698 – 1744) ebenfalls in Cremona. Von ihm sind heute noch ungefähr 150 Violinen bekannt. Auch der Geigen-Virtuose Niccolò Paganini spielte eine Violine von C. Die 1743 gebaute Cannone.

Welche sind also nun die teuersten Geigen der Welt?

  • Molitor Stradivari: gebaut 1697; Gerüchten zufolge soll sie eine Zeit lang im Besitz von Napoleon Bonaparte gewesen sein; 2010 wurde sie von der Violinistin Anne Akiko Meyers für 3,6 Millionen Dollar ersteigert
  • Il Cannone Guarneri del Gesù: 1743 gebaut; wurde von Niccolò Paganini gespielt; ist in Genua im Sitz der Stadtverwaltung ausgestellt; Versicherungswert 4 Millionen Dollar; der Verkaufswert ist geschätzt viermal so hoch
  • Lord Wilton Guarneri del Gesù: aus dem Jahr 1742; gehörte Yehudi Menuhin; nach seinem Tod wurde sie 1999 für 6 Millionen Dollar versteigert
  • La Pucelle Stradivari: 1709 gebaut; von dem Pariser Geigenbauer Jean-Baptiste Villaume wurde auf dem Saitenhalter ein Bild von der Jungfrau von Orléans ergänzt; Wert: 6 Millionen Dollar
  • Dolphin Stradivari: gebaut 1714; wurde jederzeit oft gespielt, unter anderen von Jascha Heifetz; trotzdem in sehr gutem Zustand; geschätzter Wer: 6 Millionen Dollar
  • Ex-Szigeti Stradivari: aus dem Jahr 1724; wird auch Ludwig genannt; im Besitz der L-Bank Baden-Württemberg; Wert: 6 Millionen Dollar
  • Mary Portman Guarneri del Gesù: gebaut 1735; unter anderen von Fritz Kreisler gespielt; heute von der Geigerin Suanne Hou; geschätzter Verkaufswert: 10 Millionen Dollar
  • ex-Kochanski Guarneri del Gesù: aus dem Jahr 1741; wurde 2009 für 10 Millionen Dollar an einen unbekannten russischen Millionär verkauft
  • Carrodus Guarneri del Gesù: wurde 1743 aus dem Holz desselben Baums gebaut wie Il Cannone; im Besitz der Österreichischen Nationalbank; der Wert wird aktuell auf 10 Millionen Dollar geschätzt
  • Lady Blunt Stradivari: gebaut 1721; einer der besterhaltenen Violinen Stradivaris; wurde 2011 für 15,9 Millionen Dollar verkauft
  • Vieuxtemps Guarneri del Gesù: 1741 gebaut; mit 16 Millionen Dollar die am teuersten versteigerte Geige aller Zeiten
  • Messias Stradivari: gebaut 1716; die einzige bekannte Stradivari-Geige im Originalzustand; ausgestellt im Ashmolean Museum in Oxford; geschätzter Wert: 20 Millionen Dollar
Geigenbögen gibt es zu sehr unterschiedlichen Preisen.
Das wichtigste Geigenzubehör ist natürlich ein Geigenbogen. | Quelle: Nasik Lababan via Unsplash

Auch wenn Du selbst wahrscheinlich nie so eine wertvolle Geige in den Händen halten wirst, auch ein weniger teure Instrument muss gepflegt werden. Schauen wir uns also an, welches Zubehör Du zum Geige spielen brauchst und mit welchen Kosten Du dabei rechnen musst.

Du hast bereits eine Geige, kannst sie aber noch nicht spielen? Schau doch mal unter Geigenunterricht Berlin.

Wie viel kostet das Geigenzubehör?

Eine Geige alleine reicht nicht. Zum Spielen und auch für die richtige Pflege brauchst Du Zubehör.

Das sind die Must-Haves des Geigenzubehörs:

  • Der Geigenbogen,
  • Bogenhaar zum Wechseln
  • Kolophonium oder Bogenharz,
  • Saiten zum Auswechseln,
  • Eine Schulterstütze,
  • Ein Dämpfer,
  • Ein Metronom,
  • Ein Stimmgerät,

Dieses Zubehör findest Du in allen Musikläden, vor allem Online: bei Thomann, auf arc-verona.de, paganino.de, saiten-versand.de, violin-musicstore.de, geige24.com, usw.

Das Kolophonium wird aus Baumharz gewonnen und wird auf das Rosshaar des Geigenbogens gerieben. Das Kolophonium erhöht den Haftgleiteffekt, der im Anschluss beim Reiben des Bogens gegen die Saiten entsteht und somit die Saiten zum Schwingen bringt. Ohne diese Schwingung gibt es keinen Ton! Die Preise variieren abhängig von der Marke zwischen 2 € und 20 €.

Tipp: Je dunkler das Bogenharz, desto mehr wird es am Bogenhaar kleben bleiben.

Eine falsche Haltung kann zu Schmerzen führen. Deswegen wird Violinisten manchmal empfohlen eine Schulterstütze zu benutzen. So wird der Abstand zwischen Schulter und Kiefer sublimiert. Die Preise schwanken auch hier: Von 25 € bis 200 €.

Wenn Du in einer Wohnung wohnst – und Deine Nachbarn sensibel auf Geräusche reagieren-, ist ein Dämpfer zu empfehlen oder eine elektrische Geige, die Du mit Kopfhörern spielen kannst. Der Dämpfer wird die Lautstärke sehr stark verringern.

Dämpfer für Streichinstrumente werden meist aus Ebenholz hergestellt, und können die Lautstärke um bis zu 80 % verringern. Der Preis? Zwischen 2,50 € und 15 €.

Die unterschiedlichen Preise bei dem Geigenzubehör hängen von den Materialien, der Qualität und teilweise auch der Marke ab. Wenn Du Dich für die allerbilligste Variante entscheidest, musst Du mit kleineren Einschränkungen in der Funktionalität und Langlebigkeit rechnen. Gleichzeitig brauchst Du, gerade als Anfänger*in, nicht immer das Beste und Teuerste. Vergleiche die verschiedenen Produkte und Preise, um zu entscheiden, was Du wirklich brauchst.

Geigensaiten gehören zum Geigenzubehör, das alle Violinisten zuhause haben sollten.
Ohne Saiten kann auf der Geige kein Ton erzeugt werden. | Quelle: Michelen Studios via Unsplash

Der Klang einer Violine entsteht durch das Schwingen der Saiten. Da diese sich abnutzen oder auch mal reißen können, ist es gut immer einen Saitensatz zum Auswechseln Zuhause zu haben.  Du kannst zwischen Kunststoff- Darm- und Stahlsaiten wählen. Jeder Saitentyp wird einen anderen Klang und andere Spieleigenschaften haben. Rechne für einen Satz Violinsaiten mit einem Preis von 40 €.

Vergiss auch nicht, dass die Saiten zur Größe der Geige (1/4, 3/4, 1/2, 1/8, 4/4) passen müssen.

Ohne Bogen kannst Du ein Streichinstrument nicht spielen. Ein Bogen besteht aus Pernambukholz oder aus Verbundwerkstoffen (Glas-, Aramid- oder Kohlenstofffaser u. a. in Epoxidharz oder Polyester) und ist mit Pferdehaar oder Kunststofffasern bespannt. Die Reibung zwischen den Saiten und dem Bogenhaar schafft die Vibration, die wiederum den Ton entstehen lässt.

Die Auswahl eines Geigenbogens ist sehr persönlich. Der Bogen muss Dir wirklich gefallen und zu Deiner Spielart passen. Es ist sinnvoll mehrere Bögen auszuprobieren, um den passenden zu finden. Die Preise für Bögen fangen bei 15-20 € an und können bis zu 700 € steigen!

Genau wie die Saiten muss auch das Bogenhaar gelegentlich erneuert werden. Ein neues Set kostet um die 10 Euro.

Zu guter Letzt: Wie kannst Du Musiker*in werden, wenn Du nicht im richtigen Tempo spielst? Es nicht immer angenehm, aber Du musst Dich daran gewöhnen, mit einem Metronom zu üben.

Es gibt inzwischen auch Metronom-Apps, die sehr zuverlässig funktionieren. Damit kannst Du Geld und in Deiner Tasche Platz sparen.

Wenn Du mit dem Geige spielen bzw. mit dem Geigenunterricht Hamburg anfangen willst, musst Du also ein Budget einplanen, das über den Preis der Geige hinausgeht. Das Gute ist: In der Musik investierst Du auf lange Sicht, denn das teurere Material, wie Geige und Bogen, können Dir bei entsprechender Pflege jahrelang Freude bereiten.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.