Wirtschaft kann ein schwieriges Thema sein, um es zu definieren und es zu verstehen.

Deshalb wollen wir Dich im Folgenden durch die wichtigsten Bereiche führen, die Du über die Wirtschaft wissen solltest.

Was ist Wirtschaft?

Es ist schwer, bei der Definition von Wirtschaft auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen – und diese Information wird Dir wahrscheinlich nicht besonders weiterhelfen, wenn Du Dich gerade mitten in Deinem Wirtschaftsstudium an einer Schule oder Universität befindest.

Viele Ökonomen haben versucht, ihre eigene Definition hinsichtlich der Wirtschaft zu finden, darunter:

  • Adam Smith
  • John Maynard Keynes
  • Lionel Robbins

Ganz egal, ob Du wie Adam Smith glaubst, dass die Wirtschaft das Ergebnis des Handelns von eigennützigen Individuen ist, oder ob Du wie Thomas Carlyle im 19. Jahrhundert der Überzeugung bist, dass die Wirtschaft eine „trostlose Wissenschaft" ist – Fakt ist, dass die Bedeutung von Wirtschaft in einer Reihe von Lehrbüchern sehr breit gefächert ist.

In Wirklichkeit geht die Definition von Ökonomie auf Deine eigenen Ansichten und Überzeugungen zurück, die Du im Laufe Deines Studiums entwickeln wirst.

Viele der früheren Ökonomen, einschließlich der klassischen Denkschule, vertraten die Ansicht, dass Wirtschaft und Wirtschaftstheorie in erster Linie darauf abzielen, Wohlstand zu erwirtschaften.

Während es Aspekte in der Ökonomie gibt, die sich zweifellos auf Geld und Reichtum konzentrieren, gibt es auch andere andere Definitionen, die dafür plädieren, dass die Wirtschaft in einem breiteren Kontext betrachtet werden soll.

Weißt Du, was Wirtschaft überhaupt ist?
Die Wirtschaft dreht sich nicht nur um Reichtum, sondern thematisiert viel mehr als das! | Quelle: Unsplash

Alfred Marshall bezeichnete die Wirtschaft als eine Studie über die Menschheit im alltäglichen Leben – eine solche Definition ist natürlich noch viel weiter gefasst und lässt uns darüber nachdenken, wie stark Wirtschaft und Wirtschftskonzepte in unserem Alltag wirklich integriert sind.

Tatsächlich würden viele Ökonomen heute der Meinung sein, dass die Ökonomie in ihrem Kern das Erforschen der menschlichen Verfassung ins Auge fasst.

Ökonomische Prinzipien versuchen demnach zu erklären, was uns dazu veranlasst, bestimmte Entscheidungen zu treffen und warum wir bestimmte Maßnahmen ergreifen.

Deshalb sind im Laufe der Jahre immer wieder neue Wirtschaftsfelder entstanden, die die Folgen des menschlichen Verhaltens untersuchen – eins dieser Wirtschaftsfelder ist die Verhaltensökonomie.

Wenn man allerdings berücksichtigt, wie viele verschiedene Arten es von Wirtschaft gibt, macht es eine eindeutige Definition natürlich nicht einfacher. Es gibt zum Beispiel folgende Wirtschaftsfelder:

  • Internationale Wirtschaft
  • Finanzwirtschaft
  • Verhaltesnökonomie
  • Umweltökonomie

Darüber kann man entscheiden, ob man sich lieber auf das Feld der Makroökonomie und damit auf Fragen und Themen wie Geld- und Finanzpolitik, internationalem Handel, Beschäftigung oder dem Bruttoinlandsprodukt konzentriert, oder ob man mehr der Zeit der Mikroökonomie widmen möchte.

Makro- und Mikroökonomie sind die zwei zentralen Bereiche der Wirtschaftswissenschaften, die sich stark voneinander unterscheiden.

Die Makroökonomie betrachtet die Wirtschaft als Ganzes, während die Mikroökonomie die Auswirkungen des Einzelnen auf die Wirtschaft untersucht – sie wirft zum Beispiel die Frage auf, ob es fair ist, eine Definition der Wirtschaft auf das gesamte Feld anzuwenden, wenn die Arbeit der Ökonomen innerhalb dieser Felder so unterschiedlich ausfällt.

Deine eigene Definition finden

Die nicht ganz einfache Antwort ist, dass es keine wirkliche Definition für die Ökonomie oder Wirtschaft gibt, die jeden Ökonomen zufriedenstellen würde.

Das Wichtigste ist, dass Du für Dich eine Definition findest, die mit Deinen Ansichten und Überzeugungen übereinstimmt.

Indem Du verschiedene ökonomische Definitionen im Laufe Deines Wirtschaftsstudiums oder -abitur kennenlernen wirst, werden Dir  unterschiedliche Sichtweisen von Ökonomen aus der Vergangenheit und Gegenwart begegnen.

Daher wirst Du nach einiger Zeit ein breiteres Verständnis für das Thema als Ganzes entwickeln und wissen, wo Deine Interessen liegen könnten.

Übrigens wurde auch schon immer darüber diskutiert, ob die Wirtschaft überhaupt eine Wissenschaft ist oder nicht.

25 Wirtschaftsbegriffe, die Du kennen musst

Jeder, der seine wirtschaftswissenschaftlichen Kenntnisse weiterentwickeln möchte, sei es für eine Prüfung, um einfach mehr über Wirtschaft zu erfahren oder um Deine Gesamtnote zu verbessern, sollte mit den gängigsten Wirtschaftsbegriffen und -konzepten vertraut sein.

Und davon gibt es in der Wirtschaft einige, wie zum Beispiel:

  • Bear und Bull Market
  • Keynesianismus
  • Gesetz der Angebot und Nachfrage
  • Inflation, Deflation und Stagflation

Aufgrund der Menge kann es manchmal schwierig sein, ein Thema genau zu verstehen, wenn Du mit den darin vorkommenden Begrifflichkeiten noch nicht vertraut bist.

Kennst Du bereits die wichtigsten wirtschaftlichen Begriffe?
Die wichtigsten Wirtschaftsbegriffe lernst Du am besten durch regelmäßige Wiederholung. | Quelle: Unsplash

Wenn Du Dir jedoch vornimmst, die Begriffe regelmäßig zu lernen und somit schnell zu verinnerlichen, wirst Du schon bald in der Lage sein, diese Begrifflichkeiten selbstbewusst in der nächsten Prüfung oder beim nächsten Vortrag zu verwenden.

Geh es jedoch langsam an – lerne einfach ein oder zwei Schlüsselbegriffe pro Woche und mach erst dann weiter, wenn Du mit der Verwendung der Begriffe und ihrer Bedeutungen vertraut bist.

Du kannst die Begriffe zum Beispiel auch in die zwei Felder Makro- und Mikroökonomie unterteilen und Dich mit den Feldern Woche für Woche abwechseln.

Wenn Du Hilfe beim Erlernen der Wirtschaftskonzepte brauchst, kannst Du auch einen Nachhilfelehrer in Wirtschaft über Superprof in Erwägung ziehen.

Eine Reihe von Lehrern, die Dir in ganz Deutschland Nachhilfe in Wirtschaft geben können, werden Dir dabei helfen, passende Lerntechniken zu entwickeln, um schnell Fortschritte zu erzielen – und das meist völlig flexibel!

Wirtschaft: Theorie oder Wissenschaft?

Wie bereits angekündigt, ist nicht die einzige Schwierigkeit in der Wirtschaft, eine passende Definition zu finden, sondern auch zu entscheiden, ob die Wirtschaft als eine Wissenschaft, eine Sozialwissenschaft oder vielleicht gar nicht als Wissenschaft betrachtet werden sollte.

Diese Debatte dauert schon seit Jahren an – ihren Höhepunkt schien sie aber 2013 zu erreichen, nachdem diese drei Ökonomen den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhalten haben:

  • Eugene F. Fama, Professor an der University of Chicago
  • Lars Peter Hansen, Professor an der University of Chicago
  • Robert J. Shiller, Professor an der Yale University

Das Argument stellte zwei der Ökonomen – Robert Shiller und Eugene Fama – in Frage, die offenbar zwei gegensätzliche Vorstellungen von Ökonomie hatten.

Das steht im Widerspruch zu den Naturwissenschaften, in denen es feste Gesetze und eindeutige Ergebnisse gibt – ein Argument gegen die Wirtschaft als Wissenschaft ist die Tatsache, dass Wirtschaftsexperimente nicht unter den gleichen Bedingungen durchgeführt werden können wie Experimente in der Biologie, Chemie oder Physik.

Das liegt oft daran, dass viele ökonomische Tests auf die Untersuchung des menschlichen Verhaltens abzielen, welches manchmal irrational und unvorhersehbar sein kann.

Würdest Du die Wirtschaft als eine Naturwissenschaft betrachten?
Wirtschaftsexperimente sind nicht vergleichbar mit Versuchen aus der Chemie und Physik. | Quelle: Unsplash

Deshalb sind sich viele darüber einig, dass die Ökonomie eher als Sozialwissenschaft betrachtet werden sollte, die damit dann zu Bereichen wie der Psychologie, Politik oder dem Recht gehört.

Auch wenn es kritisch ist, die Wirtschaft als Naturwissenschaft zu bezeichnen, ist sie dennoch von mathematischen und statistischen Elementen gekennzeichnet, die Argumente für wirtschaftliche Trends oder menschliches Verhalten liefern.

Wirtschaft ist oft überall um uns herum, von den täglichen Schlagzeilen bis hin zu der Art und Weise, wie wir grundsätzlich miteinander umgehen. Ob Wissenschaft oder nicht – die Wichtigkeit der Wirtschaft in unserer Gesellschaft wird immer gleich bleiben.

Die Geschichte vom Wirtschaftsnobelpreis

Unabhängig davon, ob die Wirtschaft nun als Naturwissenschaft oder Sozialwissenschaft betrachtet wird – Fakt ist, dass es einen Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften gibt.

Tatsächlich wurde 1968 zur Erinnerung an Alfred Nobel der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften von der Schwedischen Reichsbank (Sveriges Riksbank) ins Leben gerufen.

Ursprünglich waren es fünf Nobelpreise, die Alfred Nobel in seinem Testament berücksichtigte:

  • Chemie
  • Literatur
  • Medizin
  • Frieden
  • Physik

Das heißt, dass der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 1968 erst nachträglich ins Leben gerufen wurde – auch das sorgte natürlich für einige Debatten.

Seitdem wurde der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften an eine große Anzahl renommierter Ökonomen verliehen, darunter:

  • Milton Friedman – für seinen Beitrag zur Verbrauchsanalyse, zur Geldgeschichte und -theorie sowie seine Klarlegung der Stabilisierungspolitik.
  • Elinor Ostrom – für ihre Analyse ökonomischen Handelns im Bereich Gemeinschaftsgüter.
  • Joseph E. Stiglitz – für die Analyse von Märkten mit asymmetrischer Information.
  • John Forbes Nash Jr. – für seine Mitwirkung in der Analyse des Gleichgewichts in nicht-kooperativer Spieltheorie.

Doch auch wenn es danach aussieht, waren nicht nur Männer unter den Preisträgern dabei – im Jahr 2019 ging der Nobelpreis unter anderem an die zweite Frau in der Geschichte des Wirtschaftsnobelpreises.

Esther Duflo ist mit ihren zum jetzigen Zeitpunkt 46 Jahren zudem zur jüngsten Wirtschaftsnobelpreisträgerin überhaupt geehrt worden.

Tatsächlich muss man aber nicht zwingend ein Ökonom sein, um mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet zu werden.

Zu den Ausnahmen gehören Persönlichkeiten wie Daniel Kahneman, ein israelisch-amerikanischer Psychologe, der zusammen mit seinem Kollegen Amos Tversky viel zum Bereich der Verhaltensökonomie beigetragen hat.

Liest Du wirtschaftliche Fachmagazine?
Du kannst Dich auch durch die Tageszeitung über wirtschaftliche Geschehnisse informieren. | Quelle: Unsplash

Wenn Du Dich über die Wirtschaft und auch über den Wirtschaftsnobelpreis auf dem Laufenden halten möchtest, kannst Du das mit den Nachrichten oder wissenschaftlichen Fachzeitschriften tun.

Mit der Zeit wirst Du ein Gespür dafür entwickeln, welche Themen in einem bestimmten Jahr besonders relevant sind und wer in den kommenden Jahren die begehrte Auszeichnung erhalten könnte.

Und vielleicht hilft Dir ja auch Dein Nachhilfelehrer von Superprof dabei, den Überblick über die wirtschaftlichen Geschehnisse zu behalten!

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Yeliz

Ich liebe das geschriebene Wort – es zu lesen, einfach selbst zu schreiben oder es als Gestaltungselement zu nutzen. Dazu gehört auch die Sprache: Reisen und andere Kulturen faszinieren mich.