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Von den Römern bis heute: Die Wirtschaftsgeschichte für Dich im Überblick!

Von Yeliz, veröffentlicht am 24/09/2019 Blog > Branche > Was Du Alles über die Geschichte der Wirtschaft wissen musst!

Die Wirtschaft ist kein statisches Feld – während die Gesetze der Physik, Chemie oder Biologie im Verlauf unserer Zeit eindeutig festgelegt wurden, sind ökonomische Modelle und begleitende Wirtschaftstheorien Themengebiete, die sich laufend entwickeln können.

Denn die Ökonomie fällt unter die Sozialwissenschaften, weshalb wir nie eine konkrete Antwort auf die Frage haben werden, welches Wirtschaftsmodell das effektivste oder welche Theorie die beste ist.

Wir können nie wissen, wie sich der Einzelne wirklich verhält.

Wie sehr sich die Ökonomie, sowohl als Unterrichtsfach als auch als System, verändert hat, wird vor allem deutlich, wenn man beachtet, wie sehr sich das Gebiet in den letzten hundert sogar in den letzten tausend Jahren verändert hat.

Wir führen nachfolgend nur einige wenige Epochen der Wirtschaftsgeschichte auf, die unsere Zeit geprägt haben.

Wenn Du noch mehr über die Wirtschaftsgeschichte, zum Beispiel von der Wirtschaft im Römischen Reich oder der Finanzkrise 2008, erfahren möchtest, kann Dir ein Wirtschafts- oder Geschichtslehrer auf Superprof weiterhelfen!

Die Wirtschaft im Römischen Reich

Es wäre absolut in Ordnung, wenn Du glauben würdest, dass die alten Römer ein Wirtschaftssystem hatten, das so groß und bedeutend war wie der Platz des römischen Reiches in der Geschichte.

Da müssen wir Dich leider enttäuschen! Das Wirtschaftssystem im Römischen Reich war im Vergleich zu unseren heutigen Systemen recht einfach.

Der Fokus der Wirtschaft im Römischen Reich lag auf der Landwirtschaft und dem Tauschhandel – die alten Römer waren zudem stark abhängig von der Sklavenarbeit.

Obwohl der Landwirtschaft eine große Bedeutung zugeschrieben wurde, gab es noch weitere Faktoren, die wir auch in unseren heutigen Wirtschaftssystemen wiederfinden können.

So verfügte das Römische Reich über eine einheitliche Währung – auch wenn die Geldversorgung damals nicht so stark unter Kontrolle stand, wie sie es heute tut.

Um Handel überhaupt betreiben zu können, gab es eine Vielzahl an Handelsrouten, sowohl zu Land als auch über Wasser. Diese Routen verbanden das Römische Reich mit unterschiedlichen Ländern, wie zum Beispiel:

  • Afrika
  • China
  • Indien

Im Rom gab es einige Handelsrouten, die das Reich mit verschiedenen Ländern verbanden. | Quelle: Pixabay

Etwas, das wir heute überhaupt nicht mehr in offiziellen Wirtschaftssystemen finden würden, wäre der Tauschhandel, mit dem die alten Römer sogar ihre Steuerschulden begleichen konnten, anstatt mit Währung zu zahlen.

Daran, dass der Tauschhandel zum Beispiel heute in vielen globalen Volkswirtschaften nahezu verschwunden ist, siehst Du, wie sehr sich die Wirtschaftssysteme im Laufe unserer Geschichte verändert haben.

Die Wirtschaftsgeschichte Deutschlands: Die Industrielle Revolution

Die Industrielle Revolution bezeichnet im Allgemeinen die Phase des Übergangs von der traditionellen Handarbeit zur maschinellen Massenproduktion in Großbetrieben.

In dieser Phase wurden viele zukunftsweisende Innovationen erfunden, die nicht nur die Wirtschaft veränderten, sondern auch die Lebensbedingungen der Menschen.

Im Vergleich zu Großbritannien startete die Industrielle Revolution in Deutschland erst ca. 100 Jahre später in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Die Industrielle Revolution in Deutschland wird gerne in zwei Phasen eingeteilt:

  • Die erste Phase von Mitte der 1830er Jahre bis 1873.
  • Die zweite Phase von der Gründerkrise 1873 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs 1914, die sogenannte Hochindustrialisierung.

In der ersten Phase der Industrialisierung in Deutschland konnte sich der Eisenbahnbau erfolgreich durchsetzen, für den Rohstoffe wie Kohle, Stahl und Eisen benötigt wurde – und damit wurde das Ruhrgebiet damals zum Zentrum der Kohleförderung.

Aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs gründeten immer mehr Menschen Firmen und Aktiengesellschaften – 1871 fanden die sogenannten Gründerjahre statt.

Zwei Jahre später, im Jahre 1873, folgte dann die Gründerkrise – die Kurse an der Börse sanken, was einen enormen Einfluss auf die wirtschaftliche Situation in Deutschland hatte.

In der zweiten Phase der Industrialisierung, also nach der Gründerkrise 1873, entwickelte sich die Chemie, der Maschinenbau und die Elektrotechnik so weit, dass Deutschland sogar eine Vorreiterrolle einnahm.

Deutsche Erfindungen waren in dieser Phase das Automobil, die Glühbirne und der Generator.

Der Eisenbahnbau setzte sich während der Industrialisierung in Deutschland erfolgreich durch. | Quelle: Pixabay

Wirtschaft in der turbulenten Zwischenkriegszeit

Ein paar hundert Jahre nach der Industriellen Revolution finden wir uns wirtschaftlich in der Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg wieder.

Diese Zeit war von vielen Verlusten und dem Wunsch nach Wiederaufbau geprägt – somit war sie auch eine Zeit, in der viele europäischen Nationen großen Kampfgeist beweisen mussten.

Deutschland hatte zum Beispiel nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg Schwierigkeiten, ohne Hilfe wieder auf die Beine zu kommen.

Denn seine Wirtschaft war sowohl durch die hohen Reparationszahlungen an die alliierten Nationen als auch durch die Zeiten der Wirtschaftskrise und der Hyperinflation in 1920er Jahren praktisch lahmgelegt.

Andere Länder schnitten in dieser Zeit etwas besser ab – doch die Phase der relativen Stabilität war nicht von Dauer.

Die USA befand sich nach dem Ersten Weltkrieg zum Beispiel in einer stabilen Periode, die sich allerdings mit dem Wall Street Crash 1929, auch bekannt als „Schwarzer Freitag” oder „Schwarzer Donnerstag”, ins Schlechte wandelte – der Crash stürzte mit der großen Depression die Welt in eine globale Rezession.

Während also alle anderen Länder mit ihren eigenen Problemen konfrontiert waren, gewannen Nazi-Parteien und damit Adolf Hitler in Deutschland immer mehr Ansehen.

Der Versuch der Nationen, den Frieden wiederherzustellen, wurde mit Beginn des Zweiten Weltkriegs endgültig zunichte gemacht – Deutschland marschierte im September 1922 in das relativ wehrlose Polen ein, weshalb Großbritannien und Frankreich Deutschland gemeinsam den Krieg erklärten.

Deutschland litt nach dem Ersten Weltkrieg vor allem unter den hohen Reparationszahlungen. | Quelle: Pixabay

Nachkriegswirtschaft bis zur Finanzkrise 2008

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann eine ganz neue Ära – das 20. und 21. Jahrhundert haben enorme Veränderungen in der Wirtschaft bewirkt.

Diese Phase des Wirtschaftswachstums ist auch bekannt als „die goldene Ära des Kapitalismus”, da sie durch Reichtum und hohe Beschäftigungsraten gekennzeichnet ist.

Doch dieses goldene Zeitalter sollte nicht von Dauer sein.

So wurde das Ende der goldenen Ära durch eine Vielzahl von Faktoren herbeigeführt, wie zum Beispiel die Ölkrise von 1973.

In dieser Zeit gerieten die Ideen von John Maynard Keynes nach und nach in den Hintergrund und machten Platz für den Aufstieg eines ganz bestimmten Ökonoms: Milton Friedman.

Während Keynes im Wesentlichen damit argumentierte, dass das Wirtschaftswachstum in Zeiten des Abschwungs durch erhöhte Staatsausgaben angekurbelt werden könnte, war Friedman mit folgenden Konzepten eng vertraut:

  • Monetarismus und monetarische Politik
  • Kapitalismus des freien Marktes

Friedmans Ideen sind auch heute noch beliebt – obwohl es mittlerweile auch Platz für postkeynesianische Ökonomen gibt.

Mit der Finanzkrise 2008 wurde die Dominanz der neoklassischen Theorie allmählich in Frage gestellt – denn viele Ökonomen konnten die globale Finanzkrise nicht vorhersagen und auch keine Erklärung dafür geben, wie sie zustande kam.

Der Aufstieg der Verhaltensökonomik im 21. Jahrhundert

Aufgrund der Auswirkungen der Finanzkrise 2008 nicht nur auf die Wirtschaft, sondern auch darauf, wie einige die neoklassische Wirtschaftstheorie und ihre ökonomische Analyse heute wahrnehmen, hat sich die Wirtschaftstheorie im Allgemeinen in den letzten Jahren zunehmend verändert.

Dennoch zählt die neoklassische Theorie zu den Grundlagen des Wirtschaftsstudiums zusammen mit der Makroökonomie, Mikroökonomie, Ökonometrie und mit mathematischen oder quantitativen Modellen.

Trotz dieser institutionellen Tendenz zur Vermittlung mikro- und makroökonomischer Prinzipien ist das Interesse an der Verhaltensökonomik und der Verhaltensfinanzierung, die beide im Gegensatz zu der neoklassischen Wirtschaftstheorie stehen, gestiegen.

Die Verhaltensökonomik argumentiert im Allgemeinen mit Folgendem:

  • Individuen sind in der Tat keine so rationalen Wirtschaftsakteure, wie die neoklassische Wirtschaftstheorie glaubt.
  • Individuen sind nicht immer in der Lage, ihre Entscheidungen auf Grundlage neuer Informationen anzupassen.
  • Individuen können nicht immer objektiv handeln und sich von ihren Neigungen distanzieren.

Die Verhaltensökonomik und die Verhaltensfinanzierung versuchen, bestimmte Marktphänomene zu berücksichtigen und diese mit Konzepten wie dem Herdenverhalten und der Verlustaversion zu erklären.

Daniel Kahnemann und Amos Tversky gelten in einigen Kreisen als Gründungsmitglieder auf dem Gebiet der Verhaltensökonomik.

Im Jahr 2002 erhielt Daniel Kahnemann den Wirtschafts-Nobelpreis – Tversky konnte die Auszeichnung leider nicht erhalten, da er 1996 verstarb und der Nobelpreis für gewöhnlich nicht posthum vergeben wird.

Obwohl die Verhaltensökonomik nicht ohne Kritiker ist, ist sie ein wachsendes Feld in der wirtschaftlichen Entwicklung, das zeigt, was Einzelpersonen und Unternehmen bewegt, wie wir am besten interagieren und wie Waren und Dienstleistungen miteinander austauschen.

Erfahre auch außerhalb des Hörsaals etwas über die Geschichte der Wirtschaft – mit Superprof. | Quelle: Pixabay

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