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Die Wirtschaft der alten Römer während der Antike

Von Yeliz, veröffentlicht am 24/09/2019 Blog > Wirtschaft > Alles, was Du über die Wirtschaft im Römischen Reich wissen solltest!

Alte Volkswirtschaften, wie zum Beispiel die Wirtschaft im Römischen Reich und wie sie funktionierte, können sehr faszinierend sein.

Durch die vielen Historiker und Archäologen, die sich damit beschäftigten, wie diese alte Gesellschaft funktionierte, ist es leicht zu verstehen, warum uns das Römische Reich nachhaltig prägte.

Denn die alten Römer beeinflussen mit ihrem großen Reichtum an Philosophen und Kultur den Lauf der Geschichte sogar noch heute.

Viele Volkswirtschaften, die heute in der Welt existieren, basieren auf Prinzipien, die wir alle kennen, wie zum Beispiel:

  • Etablierung und Entwicklung von Währungssystemen und -regeln
  • Fortgeschrittene landwirtschaftliche, handels- und verarbeitungstechnische Praktiken
  • Kapitalismus und freier Markt

Doch die Wirtschaft in der Antike sah ganz anders aus als diese, die wir heute unter Wirtschaft verstehen.

Die alte römische Wirtschaft war nicht so entwickelt, wie Du es jetzt vielleicht erwartest – tatsächlich wurde viel Wert auf die Landwirtschaft und die Sklaverei gelegt.

Natürlich ist die Wirtschaft im Römischen Reich den Wirtschaftssystemen, die es heute gibt, nicht völlig fremd – es gibt einige Merkmale, wie zum Beispiel ihr Währungssystem und grundlegenden Handelsrouten, die sich vertraut anfühlen.

Vielleicht hast Du in der Schule oder der Universität schon ein wenig über das alte Rom und seine Wirtschaft gelernt, doch viel wahrscheinlicher ist, dass die wenigsten je etwas über die Funktionsweise der alten Ökonomien gehört haben.

Der Schwerpunkt vieler Wirtschaftsstudiengänge liegt auf Schlüsselbereichen wie:

  • Makroökonomie
  • Mikoökonomie
  • Ökonometrie

Und das ganz egal, ob an der Universität oder in der Schule Wirtschaftsunterricht hast! Es wird sich zudem oft auf ganz bestimmte ökonomische Denkschulen konzentriert, wie die der klassischen oder neoklassischen Wirtschaftstheorie.

Aufgrund dieser Tendenzen kann es sein, dass die Wirtschaftsgeschichte bei einigen Studiengängen auf der Strecke bleibt.

Wenn Du Dich also von Natur aus dazu hingezogen fühlst, mehr über die antike Welt zu lernen und zu erfahren, wie ihr Wirtschaftssystem funktionierte, solltest Du Dich vielleicht an einen Spezialisten wenden, der Dir in Deiner Freizeit alles über diese Systeme beibringen kann.

Superprof bietet Dir eine Reihe an Nachhilfelehrern auf dem Gebiet Wirtschaft – und mit ein wenig Glück ist vielleicht jemand dabei, der Dir die Wirtschaftsgeschichte näher bringen kann!

Die römische Landwirtschaft als großer Teil der römischen Wirtschaft

Es ist vielleicht nicht verwunderlich, dass die antike römische Wirtschaft einen großen Wert auf die landwirtschaftliche Produktion legte.

Angesichts des mediterranen Klimas, in dem das römische Reich lag, waren die wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse Weizen, Traube und Oliven.

Die Hauptexporte des antiken Römischen Reichs waren demnach folgende Produkte:

  • Wein
  • Olivenöl

Diese Produkte sind auch heute noch beliebte Exporte im heutigen Italien.

Die landwirtschaftliche Produktion im alten Rom wurde sowohl von Kleinbauern als auch von Grundbesitzern durchgeführt. Diese verfügten über Raum und Ressourcen, um sowohl Arbeiter als auch Sklaven auf ihrem Land zu beschäftigen, die Getreide anbauten.

Auch heute noch ist Olivenöl aus Italien sehr gefragt. | Quelle: Pixabay

Ein Großteil der römischen Wirtschaft basierte auf der Sklavenarbeit, die in diesem Zeitalter sehr weit verbreitet war.

Die römische Wirtschaft wurde im Laufe der Zeit immer abhängiger von der Sklavenarbeit, was auf die Auswirkungen und Kosten zahlreicher Kriege und auch Expeditionen zurückzuführen war, die in alten Zivilisationen üblich waren.

Doch nach und nach stieg der Preis der Sklaven an und somit wurde die Leiharbeit im Römischen Reich immer beliebter.

Auch wenn fortgeschrittene landwirtschaftliche Praktiken, wie die zweistufige Fruchtfolge, im Römischen Reich angewendet wurden, brachten sie keine wesentlichen Ergebnisse angesichts der Menge an Arbeitskräften, die sie dafür benötigten.

Die zweistufige Fruchtfolge ist eine Praxis, bei der anbaufähiges Land in zwei oder mehr getrennte Flächen aufgeteilt wird. Das eine Feld wird zum Anbau von Pflanzen, wie zum Beispiel Weizen, genutzt, die andere Fläche bleibt unbenutzt, um den Boden bei der nächsten Fruchtfolge zu helfen.

Nicht zuletzt wegen der Notwendigkeit, die Bürger und das Militär zu ernähren, bildete die Landwirtschaft einen großen Teil der Wirtschaft im Römischen Reich.

Wenn die Römer weiteres Land eroberten, wie zum Beispiel in Ägypten, konnte das teilweise darauf zurückgeführt werden, dass die Römer mehr fruchtbares Land benötigten, um das Reich ernähren zu können.

Besonderer Fokus lag bei der Wirtschaft im Römischen Reich auf der Landwirtschaft. | Quelle: Pixabay

Währung und Handelspraktiken im Römischen Reich waren gut etabliert

Der Handel war eine weitere Säule der antiken römischen Wirtschaft.

Die römische Währung war eigentlich recht gut etabliert, obwohl die Geldversorgung nicht so kontrolliert war wie, es in der Wirtschaft heutzutage gemacht wird – zum Beispiel gab es bei den Römern damals keine Zentralbank und nur wenige Vorschriften.

Dennoch gab es eine einheitliche Währung und eine Menge verschiedener Münzen im Umlauf: Von Messing- und Bronzemünzen bis hin zu Münzen aus anderen Edelmetallen.

Doch die Zahlung von Währung war nicht die einzige Möglichkeit, mit der im Römischen Reich Waren ausgetauscht wurden.

Der Tauschhandel blieb in den alten Volkswirtschaften immer noch eine sehr praktikable Option und sogar Steuern konnten durch Tauschhandel anstelle von Münzen geregelt werden – das ist heute kaum vorstellbar!

Das Geldsystem des alten Roms bildete jedoch nur eine kleine Einheit des gesamten Handelsnetzes.

Häfen wie der in Ostia bildeten einen entscheidenden Teil und es gab zudem eine große Anzahl an Straßen, die das Imperium mit verschiedenen Ecken der Welt verbanden, darunter:

  • China über die Seidenstraße.
  • Indien, das die Einfuhr von Gewürzen erlaubte.
  • Afrika, das Waren wie Elfenbein anbot.

Der Handel über Wasser bildete einen zentralen Teil des Handelsnetzes. | Quelle: Pixabay

Erfahre mehr über die alte Ökonomie

Wie Du gesehen hast, war die Wirtschaft des Römischen Reichs noch nicht ganz so weit entwickelt, wie Du vielleicht angesichts des Status der Römischen Republik als eines der wichtigsten Reiche der Antike gedacht hast.

Stattdessen wurde sowohl auf die landwirtschaftliche Produktion als auch auf den Einsatz von Sklavenarbeit besonderen Wert gelegt, auch wenn das bedeutete, neues Land für den Ackerbau erobern zu müssen.

Dennoch gab es in der Wirtschaft im Römischen Reich Merkmale aus der klassischen Wirtschaft, die wir auch in unseren heutigen Systemen im Ansatz wiederfinden können – vom Betrieb einer einheitlichen Währung bis zur Einrichtung unzähliger Handels- und Hafenrouten.

Trotz der Parallelen ist es offensichtlich, dass sich unser Wirtschaftssystem im Laufe der Zeit noch sehr viel weiter entwickelt hat und sich maßgeblich von dem unterscheidet, was wir vom antiken Griechenland bis hin zum Römischen Reich kennen.

Der damalige Fokus auf den Tauschhandel und der Landwirtschaft hat sich heute eher der Produktion und Fertigung zugewandt. Das antike Rom hatte zwar einen Produktionssektor, dieser war aber keineswegs so bedeutend wie andere Sektoren.

Die wichtigste Industrie im Römischen Reich war der Bergbau. Die daraus resultierenden Mineralien wurden für verschiedene Zwecke verwendet, wie zum Beispiel:

  • Gold und Silber, um Münzen oder Schmuck herzustellen.
  • Eisen für Waffen, die viele Nationen erobert haben.
  • Marmor für Gebäude.

Von dem, was wir heute als Norm bezeichnen, war damals wenig zu finden – und gerade das macht es so faszinierend, die alten Völker und ihre Wirtschaft kennenzulernen und einen kleinen Einblick darin zu haben, wie das Leben zu dieser Zeit gewesen wäre.

Ein einheitliches Währungssystem hatten die alten Römer bereits. | Quelle: Pixabay

Daran können wir erkennen, wie sehr sich unsere Wirtschaftssysteme und -praktiken im Verlauf der Geschichte verändert haben.

Sollte Dein Wirtschaftslehrer nur wenig von diesen Themen erzählen, kann Dir vielleicht ein privater Wirtschaftslehrer auf Superprof weiterhelfen!

Wenn Du Dich für Geschichte interessierst und mehr über die Wirtschaft im Römischen Reich oder die des antiken Griechenlands wissen möchtest, kannst Du Dich an einen unserer Wirtschafts– oder Geschichtslehrer wenden und fragen, ob er die entsprechenden Themen mit Dir behandeln möchte.

Oder Du liest ganz einfach selbst nach!

Wir können Dir folgende Empfehlungen für Bücher mit auf den Weg geben:

  • „Wirtschaftsgeschichte der Antike” (Beck’sche Reihe) von Michael Sommer
  • „Geschichte der Wirtschaft” von Nikolaus Piper
  • „Wirtschaft in der griechisch-römischen Antike” von Kai Ruffing
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