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Wirtschaft in der Nachkriegszeit bis zur Weltwirtschaftskrise 2008

Von Yeliz, veröffentlicht am 20/09/2019 Blog > Wirtschaft > Wie hat sich die Wirtschaft von der Nachkriegszeit bis zur Weltwirtschaftskrise 2008 entwickelt?

Das 20. und das frühe 21. Jahrhundert haben enorme Veränderungen des Niveaus des globalen Wohlstands in der Weltwirtschaft bewirkt.

Mit diesen Verschiebungen hat es auch Veränderungen gegeben, welche Wirtschaftstheorien und Denkprozesse in der Beliebtheit gestiegen und gefallen sind.

Obwohl sich die Weltwirtschaft nach dem wirtschaftlichen Problemen des Zweiten Weltkriegs sowohl während als auch nach dem Krieg in einem schlechten Zustand befand, gab es in den Jahren danach weltweit zunehmend eine Periode von erheblichem wirtschaftlichem Wohlstand.

Diese Periode des wirtschaftlichem Wachstums, auch bekannt als „Das goldene Zeitalter des Kapitalismus”, wurde in mehreren Kontinenten und Ländern beobachtet und aufgezeichnet, einschließlich:

  • Russland und Nachbarstaaten (ehemals Sowjetunion),
  • die Vereinigten Staaten von Amerika und
  • Westeuropa, einschließlich Großbritannien

Und das sind nur einige!

Im Allgemeinen sind sich die Historiker einig, dass 1950 der Anfang dieser Periode des nachhaltigen wirtschaftlichen und allgemeinen BIP-Wachstums (BIP=Bruttoinlandsprodukt) war.

Ab 1950 gab es in allen Volkswirtschaften im In- und Ausland ein hohes Wirtschaftswachstum und ein hohes Beschäftigungsniveau, das im Allgemeinen bis etwa 1973 anhielt.

Das Ende dieses goldenen Zeitalters wurde durch eine Vielzahl von Faktoren herbeigeführt, darunter Ereignisse wie die Ölkrise von 1973 sowie der Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems im gleichen Zeitraum.

Das Bretton-Woods-System wurde 1944 mit dem Ziel gegründet, ein stabiles Weltwährungssystem zu schaffen. Darüber hinaus hat das System des Bretton Woods die Weltbank und den internationalen Währungsfonds geschaffen.

Das System stellte sicher, dass es feste Wechselkurse gab, wobei der US-Dollar einen festen Wert gegenüber Gold hatte.

In den 1960er und 1970er Jahren erlebte die USA steigende Inlandsausgaben, wobei einige dieser Ausgaben wahrscheinlich mit dem Engagement der USA im Vietnamkrieg zusammenhängen.

1971 setzte Präsident Nixon das Bretton-Woods-System vorübergehend aus – danach wurde das System jedoch nie wieder eingeführt, was sein Ende bedeutete.

Während sich das goldene Zeitalter des Kapitalismus schließlich dem Ende neigte, gab es in dieser Zeit viele Veränderungen – und dieser Wandel prägte das wirtschaftliche Denken und trug in gewissem Maße dazu bei, wie Wirtschaft heute an Schulen und Universitäten unterrichtet wird.

Die wichtigsten Personen während des goldenen Zeitalters des Kapitalismus

Im Laufe der Jahre gab es viele prominente Ökonomen und nur wenige waren so berühmt und einflussreich auf die Wirtschafts- und Währungspolitik wie John Maynard Keynes und Milton Friedman.

Die beiden Ökonomen werden oft gegeneinander ausgespielt, ähnlich wie Keynes und Friedrich August von Hayek.

Obwohl diese Ökonomen in ihren jeweiligen Bereichen Pioniere waren, bewegten sich die wirtschaftlichen Theorien nach dem Krieg zweifellos in die Richtung eines bestimmten Ökonomen: Milton Friedman.

Nach dem Ende des goldenen Zeitalters des Kapitalismus kam der wirtschaftliche Wandel. | Quelle: Pixabay

Der Rückgang des keynesianischen Wirtschaft

In der frühen Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts war Keynes eine sehr einflussreiche Figur im wirtschaftlichen Denken.

Seine Sichtweise, die er in zahlreichen veröffentlichten Werken widerspiegelt, bildet heute das Fundament der modernen Makroökonomie. Sein beliebtestes Werk ist wahrscheinlich sein Buch Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes”.

Kurz gesagt: Die keynesianische Wirtschaft befürwortete staatliche Interventionen und erhöhte Ausgaben, insbesondere in Zeiten, in denen die Wirtschaftstätigkeit zurückging, zum Beispiel während eines Abschwungs oder einer Rezession.

Nichts hält für die Ewigkeit – das Gleiche gilt auch für prominente Wirtschaftstheorien.

Über einen Zeitraum von Jahrzehnten, bis in die 1980er Jahre, verlor die keynesianische Ökonomie weitgehend an Popularität, da die Ökonomen schnell zu Laizess-Faire-Ideen umschwenkten, die auch in den Jahren des Keynesianismus lebendig geblieben waren.

Obwohl die keynesianische Wirtschatfstheorie heute nicht ganz aus dem ökonomischen Denken verschwunden ist, da die post-keynesianische Wirtschaftstheorie noch immer Anhänger hat, führte der Rückgang der Popularität des Keynesianismus in akademischen und politischen Kreisen zum Aufstieg der neoklassischen Theorie und Theorien von aufkommenden Ökonomen wie Milton Friedman.

Der Aufstieg von Milton Friedman

Milton Friedman wurde 1976 für seine Beiträge auf dem Gebiet der Analyse des Konsums, der Geschichte und der Theorie des Geldes und für seine Demonstration der Komplexität der Stabilitätspolitik mit dem Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet.

Er wird von vielen als einer der einflussreichsten, wenn nicht sogar als die einflussreichste Wirtschaftsfigur der Nachkriegszeit angesehen.

Friedman glaubte an den Kapitalismus des freien Marktes und somit sehr stark an den freien Markt.

Darüber hinaus ist er eng mit dem Konzept des Monetarismus verbunden, mit dem im Wesentlichen argumentiert wird, dass der Geldbetrag in der Versorgung innerhalb einer Wirtschaft das ist, was das Wirtschaftswachstum antreibt.

Monetaristische Politik wurde Ende der 1970er Jahre von Großbritannien und der USA betrieben – wenn auch mit unterschiedlichem Erfolg.

Der Rückgang des Keynesianismus bedeutete den Aufstieg von Milton Friedman. | Quelle: Pixabay

Die Auswirkungen der Finanzkrise 2008 auf das Wirtschaftsstudium

Die Finanzkrise 2008 war für viele Ökonomen ein wichtiger Wendepunkt in der Wirtschaftsgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts.

Es gibt eine Reihe von Hintergrundfaktoren, die die Finanzkrise ausgelöst haben – darunter der allgemeine Stand der Deregulierung im Bankensektor.

Der primäre Auslöser, der die US-Wirtschaft zum Fall brachte, war das Platzen der amerikanischen Immobilienblase, die durch die Vergabe sämtlicher Kredite beflügelt worden war.

Wenn Du mehr über die Ursachen der Finanzkrise erfahren möchtest, kann Dir dieser Artikel über die Finanzkrise 2008 weiterhelfen – dort findest Du eine gute Übersicht der wichtigsten Ereignisse!

Der primäre Auslöser der Finanzkrise in den USA war das Platzen der Immobilienblase. | Quelle: Pixabay

Viele Ökonomen konnten die globale Finanzkrise nicht vorhersagen und auch keine Erklärung dafür geben, wie sie zustande kam.

Dies war für einige ein Zeichen, dass die Dominanz der neoklassischen Theorie des ökonomischen Denkens zu verblassen begann und dass die Theorie vielleicht nicht so unfehlbar war, wie bisher angenommen.

Die Gegenreaktionen ebneten zwar den Weg für viele verschiedene ökonomische Ansätze, wie zum Beispiel den Bereich der Verhaltensökonomik, allerdings hieß dies nicht, dass die neoklassische Theorie die Wirtschaft, wie sie heute an Schulen und Universitäten unterrichtet wird, nicht nachhaltig prägte.

Die neoklassische Theorie zählt zu den Grundlagen des Wirtschaftsstudiums, wohl auf Kosten anderen ökonomischer Denkschulen wie:

  • Post-Keynesianismus
  • Marxismus und wirtschaftliches Denken
  • Entwicklungsökonomie

Viele haben argumentiert, dass angesichts der nachgewiesenen Misserfolge der neoklassischen Theorie während der Finanzkrise die Lehrpläne an den Universitäten erweitert werden sollten, um den Studenten Zugang zu einer breiteren Palette von wirtschaftlichen Ideen, Geschichte und Wirtschaftsmodellen zu ermöglichen.

Ob solche Veränderungen wirklich irgendwann eintreten werden, bleibt abzuwarten. Doch, wenn Du vorhast, ein Wirtschaftsstudium zu absolvieren, stell Dich darauf ein, dass der Schwerpunkt auf der neoklassischen Theorie liegt.

Wenn Du mehr über zentrale Ereignisse, wie den Nachkriegsboom in der Wirtschaft oder die Finanzkrise 2008, erfahren möchtest, kannst Du Dich schon vielleicht während Deiner Schulzeit auf diesem Gebiet weiterbilden.

Es ist natürlich nicht die einfachste Vorgehensweise, schon während der Schulzeit einen Schritt voraus zu sein, aber es ist nicht unmöglich!

Folgendes könnte spannend für Dich sein:

  • Technologische Fortschritte, die den Weg für einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in zahlreichen Ländern ebneten.
  • Die Auswirkungen von Zoll- und Handelsunionen von der Sowjetunion bis zur Eurozone auf das Wirtschaftswachstum in den entsprechenden Regionen.
  • Wie die Länder trotz der Krisen, mit denen sie konfrontiert waren – einschließlich der Demokratisierung in der Nachkriegszeit – von der Armut zum Wohlstand gelangen konnten.

Du kannst Dich auf diesen Gebieten weiterbilden, indem Du beispielsweise Online recherchierst oder Dir einen privaten Lehrer suchst, der Dich zu den Ereignissen der Nachkriegszeit und ihren Auswirkungen auf die wirtschaftliche Erholung und die Weltwirtschaft im Gesamten unterrichtet.

Ein Lehrer kann Dir dabei helfen, Struktur in die Ereignisse zu bringen – falls Du nicht genau weißt, wo Du anfangen sollst.

Superprof hat zum Beispiel einige Lehrer im Bereich Wirtschaft, die Dich sogar Online per Webcam unterrichten können.

Du kannst Deinem Lehrer im Voraus Bescheid geben, welche Themen Dich besonders interessieren – und er kann den Unterricht entsprechend vorbereiten und gestalten.

Gib einfach Deine Stadt ein und es werden Dir die passenden, verfügbaren Lehrer angezeigt!

Und schon bald wirst Du noch viel mehr über den Nachkriegsboom und die Finanzkrise 2008 erfahren können!

Die neoklassische Theorie ist entgegen vieler Meinungen Schwerpunkt im Wirtschaftsstudium. | Quelle: Pixabay

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