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Wozu dient der Boxhelm und wo kauft man ihn?

Von Elissa, veröffentlicht am 30/04/2019 Blog > Sport > Boxen > Boxhelm: Warum und wo Du ihn kaufen solltest!

„Der Schutz des Tieres ist im Grunde der gleiche Kampf wie der Schutz des Menschen“ –  Marguerite Yourcenar (1903-1987).

Das Tier und den Menschen einen die gleichen Schutzreflexe – Flucht, Ausweichen, Wachen, Angriff -, aber während diese für das Tier elementar wichtig für das Überleben sind, „kämpft“ der Mensch meistens nur zum Spaß bei einer Kampfsportart,

Ein weiterer Unterschied ist, dass das Tier mit bloßen Händen (oder besser Pfoten) kämpft, während der Mensch allerlei Ausrüstung zu Verfügung hat: Boxhandschuhe, Sportkleidung und einen Schutzhelm.

Kontaktsportarten – Klassisches Boxen, Salvate, MMA, Kickboxen, Thai-Boxen, Taekwondo, Kung Fu, Karate, Ju Jitsu, Krav Maga usw – können recht brutal sein, umso wichtiger ist ein guter Schutz, um Verletzungen zu vermeiden, egal ob als Boxanfänger oder Fortgeschrittener.

Die Boxausrüstung dient dazu, die Wirkung der Tritte und Schläge abzudämpfen:

  • Boxhandschuhe, Unterhandschuhe
  • Boxschuhe
  • Schienbeinschoner
  • Zahnschutz
  • Ellbogenschutz
  • Knieschützer
  • Knöchelschutz
  • geschlossener Helm

Das Tragen eines Helmes ist bei Amateur-Boxwettkämpfen obligatorisch , während Profis nur während des Boxtrainings einen Helm tragen.

Dieser Artikel soll euch über den optimalen Schutz des Boxhelmes aufklären und euch die schwierige Auswahl zwischen den verschiedenen Arten (Schaumstoffpolsterung, hochdichtes Gewebe, Qualität des Kinnschutzes, Schutz von Wangenknochen usw.) vereinfachen.

Warum trägt man einen Boxhelm? Wie wählt man ihn aus und zu welchem ​​Preis kauft man ihn?

Wozu dient ein Boxhelm?

Schaut man sich American Football-Spiele oder Radrennen an, erkennt man den Sinn eines Helmes auf den ersten Blick: er soll das Gesicht und den Schädel vor Stößen schützen.

Besonders bei Kindern wird das Tragen eines Helmes dringend empfohlen, da ihr Gewebe zwar flexibler und dadurch weniger bruchempfindlich als das der Erwachsenen ist, sie aber weniger Angst und Gefahr spüren als Erwachsene und daher häufiger dazu neigen, zu fallen.

Ein guter Schutz für Kopf und Gesicht ist sehr wichtig. Beim Kampfsport bekommt das Gesicht viele Schläge oder Tritte ab. | Quelle: Pixabay

Aber egal ob Amateur- oder Profiboxer, der Helm empfiehlt sich für jedes Alter und Niveau.

Schläge in das Gesicht – besonders beim klassischen Boxen oder Mixed Martial Arts (MMA) – sind so heftig, dass sie zu Frakturen, Kopfverletzungen und Hirnschäden führen können.

Der Helm schütz das Gesicht vor den Schnitten, die durch einen Schlaf verursacht werden können, ist jedoch nicht ausreichend Schutz gegen Prellungen.

Denn der Aufprall eines Schlags kann dafür sorgen, dass das Gehirn gegen die Schädeldecke knallt, was das Hirngewebe schädigen, die Verbindungen zwischen seinen Zellen beschädigen oder einen Riss der Blutgefäße verursachen kann.

So kann ein Boxer selbst mit einem Helm das Bewusstsein verlieren, wenn ihn ein Tritt platziert erwischt: Dann verliert er nach Aufgabe oder K.O.

Die meisten Helme sind offen: Sie schützen die Wagenknochen, umgeben den Schädel und werden durch einen Kinnriemen in Position gehalten.

Das Tragen eines Helms schützt die Boxer vor Schlägen und Tritten, die sie nicht antizipieren: ein passender Helm verrutscht nicht, „klebt“ an der Haut und dämpft so die Stöße ab.

In internationalen Amateur-Boxwettkämpfen ist das Tragen eines Helms seit den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (2013) nicht mehr obligatorisch.

Warum? Das Argument ist die Sicherheit …

Die Vorsitzenden des IOC (Internationales Olympisches Komitee) haben den Verzicht auf den Boxhelm forciert, um die Boxer zu schützen: Wenn Boxer ungeschützt in einen Kampf gehen, sei es unwahrscheinlicher, dass dieser Teil des Körpers anvisiert wird.

Aber bevor man um eine Medaille bei den Olympischen Spielen kämpfen kann, muss man einen langen Weg gehen.

Und auf diesem Weg ist das Tragen eines Helmes mehr als empfehlenswert, ganz gleich, was die Herren vom IOC sagen.

Dazu sollte man natürlich wissen, welche Art von Helm man kaufen sollte…

Wie wählt man seinen Boxhelm aus?

Bevor es in die Sportläden geht, ist es wichtig, eine Reihe von Auswahlkriterien zu beachten: Ein schlecht sitzender oder schlecht angepasster Helm wird dem Träger echte Qualen bereiten.

Der Boxhelm darf nicht zu eng oder zu weit sitzen. Es ist sehr wichtig, dass der Boxhelm richtig sitzt. | Quelle: Visualhunt

Es könnte sogar der erste Grund für eine Niederlage im ersten Kampf sein.

Die Haltbarkeit eines Helms

Ein guter Helm hält gut zehn Jahre, sogar fünfzehn, wenn sich die Größe des Kopfes nicht verändert.

Es versteht sich von selbst, dass die Wahl eines Helms mit guter Qualität, der dafür vielleicht etwas teurer ist, im Endeffekt günstiger ist, als sich jedes Jahr mit mittelmäßiger Boxausrüstung einzudecken.

Die Größe des Kopfes

Sorglos gewählte Schutzausrüstung kann ein großer Nachteil für den Boxer sein. Wenn der Helm zu klein ist, drückt er den Kopf zusammen und ist schwierig anzuziehen.

Schlimmer noch, es kann richtig schmerzhaft sein, wenn der Helm zu eng ist.

Umgekehrt beeinflusst ein zu großer Helm den Komfort. Welcher Boxer möchte, dass sich der Helm mit jedem Schlag verdreht und so die Sicht behindert?

Weiterhin zu berücksichtigen: das Innenfutter des Helms. Wenn es zu glatt ist, besteht die Gefahr, dass es verrutscht und so die Sicht einschränkt.

Ein Boxhelm ist wie ein Boxhandschuh oder ein Boxsack: Seine Größe muss an die Person angepasst werden, die ihn verwendet.

Der Kinnriemen des Helms

Das ist die Schlaufe, die sich unter dem Kiefer befindet. Auch hier muss die Größe passen, sonst verrutscht sie während des Kampfes.

Ist der Kinnriemen zu eng, hat der Boxer das Gefühl, die Atmung wird eingeschränkt, was natürlich sehr unangenehm ist.

Sichtbarkeit des Helms

Einen Helm anzulegen bedeutet nicht, dass man Scheuklappen anlegt.

Ein ausreichend großes Sichtfeld ist während eines Kampfes sehr wichtig, um den Gegner immer im Blick zu haben, ihm ausweichen zu können und um in der Lage zu sein, Rück- oder Seitenangriff, einen Schlag auszuführen und einen Gegenangriff auszuführen.

Man sollte trotz des Helmes nich den kompletten Boxring sehen können. Der Helm sollte das Sichtfeld nicht einschränken. | Quelle: Pixabay

Daher ist es wichtig, dass der Boxhelm und die Augenpartie weit genug geöffnet ist, damit man den Boxring immer im Blick behalten kann.

Die innere Polsterung des Helms

Auch auf die Dicke der Polsterung im Helm ist zu achten. Wenn der Schaum zu dünn ist, lohnt es sich erst gar nicht, den Helm zu kaufen.

Ein Helm mit einer dickeren Schaumstoff-Schicht passt sich nach mehrwöchigem Gebrauch an die Schädelform an.

Wer nicht merken möchte, dass er einen Helm trägt, der entscheidet sich am besten für einen aus ultraleichtem Stoff. Denn auch wenn er die Stöße eines Schlags abdämpft, fühlt es sich nicht so an, als würde man einen Helm tragen.

Ästhetik und Geschmack

Oft ist unser subjektiver Geschmack dafür verantwortlich, dass wir uns bei gleichem Nutzen und gleichen Kosten für ein bestimmtes Modell entscheiden. Der Kauf eines Boxhelms hängt auch vom farblichen Geschmack der Sportler ab.

Warum sollte man einen gepolsterten schwarzen Helm aus PU (Polyurethan) kaufen, wenn  man eigentlich helle, warme Warmen viel eher mag?

Wo und zu welchem ​​Preis findet man den passenden Helm?

Bei diesem Thema horchen die meisten besonders auf: wenn es um Geld geht, wird genauer hingeschaut.

Immer daran denken: Besser man investiert einmalig 100 € für einen guten Boxhelm, der der fünf oder zehn Jahre hält, anstatt mehrer Helme für jeweils 20 € im gleichen Zeitraum zu kaufen.

Wie beim Kauf der restlichen Ausrüstung, wie Schienbeinschoner, Boxschuhe oder Springseil gibt es eine Reihe verschiedener Anbieter, die unterschiedliche Marken und Waren anbieten.

Gute Boxausrüstung kann schnell ins Geld fallen. Der Kauf guter Boxausrüstung ist auch eine finanzielle Frage. |Quelle: Pixabay

Um die Unentschlossenen zu führen, die sich in den Weiten des Internets ein wenig wie in einem Labyrinth fühlen oder für diejenigen, die den Betrug fürchten, haben wir hier einige Möglichkeiten zum Kauf eines Boxhelms gewählt:

  • Online-Verkäufer von Boxausrüstung
  • Anzeigen auf Leboncoin und Facebook (ideal für den Kauf gebrauchter Artikel, günstiger)
  • Die Fachgeschäfte in der Stadt
  • Der Kauf direkt im Boxclub

Hier sind einige Anbieter, die im Internet zu finden sind:

  • Intersport
  • Decathlon
  • SportScheck
  • Fight4less.de
  • Paffen-sport.com
  • Boxhaus.de
  • Sportsdirect.com
  • Sport2000.de

Die bekanntesten Marken sind: Everlast, Venum, Nike, Fairtex, 7Punch, Bad Boy, Benlee, Green Hill, Kwon, Paffen Sports, Top Ten, Lonsdale

Das Verhältnis von Nutzen und Qualität bestimmt den Preis eines Boxhelms.

Anfänger haben sicherlich nicht die gleichen Anforderungen wie jemand, der an den meisten Tage der Woche im Boxring steht.

Für professionelle Boxer spielt auch das Material eine wichtige Rolle: Polyestermaterial, Vinyl, Leder, Kunstleder, ultraleichtes Polyurethan (PU), auch das gibt den Ausschlag beim Preis.

Man findet Einstiegshelme für das Training bei Paffen-Sport.de bereits ab 29,90 €.

Die Helme für häufigeren Gebrauch liegen bei 40-50 €. Hier empfehlen sich die Marken Top Ten und Benlee.

Und die Helme für professionelle Boxer – und für den Wettbewerb werden von den Marken Everlast, Venom und Fairtex für etwa 80-100 € oder mehr angeboten.

Es kann nie genug Gründe geben, mit Vorsicht an diesen Sport zu gehen und ein paar Vorkehrungen zu treffen, um sich zu schützen!

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