„Das ist der Zauber von Kunst und der Zauber am Theater: sie haben die Kraft, das Publikum zu verändern, als Individuum oder als Masse, sie zu verändern und ihnen ein erleuchtendes Erlebnis zu verschaffen das ihr Leben verändert und die Art wie sie denken und ihnen Herz und Geist öffnet.“ - Brian Stokes Michell

Der Ursprung des Theaters geht Jahrhunderte zurück und war schon immer ein Ort expressiven künstlerischen Ausdrucks. Unzählige Stücke von berühmten Theaterautoren und -autorinnen wie zum Beispiel William Shakespeare, Arthur Miller, Friedrich Schiller und Elfriede Jelinek werden heute in der Schule und an der Universität gelesen.

Viele Schauspieler ziehen Theater sogar dem Film oder Fernsehen vor, denn sie haben die Möglichkeit, Abend für Abend ihre Darstellung weiter zu entwickeln. Das Theater bedingt eine extravagantere Herangehensweise und ist auch, salopp gesagt, freundlicher zu denjenigen, die nicht wie Supermodels dastehen möchten, sondern wie ganz normale Menschen mitsamt ihren Makeln. Das macht das Theater so besonders. Es liebt das unkonventionelle und unvollständige. Interessierst du dich für Schauspiel aber nicht unbedingt für den Naturalismus wie man ihn in den meisten Filmen und im Fernsehen sieht? Dann solltest du unbedingt weiterlesen!

Während viele Stücke und Theaterschauspieler und Theaterschauspielerinnen ihre Spuren auf den Bühnen im ganzen deutschsprachigen Raum hinterlassen haben, gab es auch immer wieder talentierte Regisseure und Regisseurinnen, die revolutionäre Methoden entwickelt haben, die wir noch heute verwenden.

Superprof will nun den einmaligen Bertold Brecht, einen der einflußreichsten Theatermachern des 20. Jahrhunderts, genauer betrachten. Folge mir auf die Bühne!

Lust auf Theaterblut? Hier findest du Schauspielunterricht in deiner Umgebung.

Sicht auf ein antikes Amphitheater von oben. Die Geschichte des Theaters ist sehr alt!
Jede Epoche hat ihr eigenes Theater dessen Elemente von neuen Generationen auf der ganzen Welt weiterentwickelt werden. / Quelle: Walter Martin_unsplash
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Wer ist Bertold Brecht?

„Brecht ist eine Schlüsselfigur unserer Zeit und in jeder heutigen Theaterarbeit kehrt man irgendwann wieder an den Punkt zurück, wo seine Aussagen und Erfolge stehen.“ - Peter Brook

Bertold Brecht wurde 1898 in Deutschland geboren und starb mit 58 Jahren 1956 in Westberlin. Er ist bekannt für sein literarisches Werk, Gedichte, Stücke, Theorien über das epische Theater und seine Schauspieltechnik. Eng verbunden mit ihm ist seine zweite Frau, die Schauspielerin Helene Weigel, die den Spielstil des Epischen Theaters weitgehend mit geprägt hat. Während der Weimarer Republik lebten sie mehrheitlich in Berlin und flohen dann in der Nazizeit erst ins Exil nach Skandinavien und von dort in die Vereinigten Staaten um dann nach dem Krieg wieder nach Berlin zurück zu kehren.

Ein paar von Brechts berühmtesten Bühnenstücke sind "Mutter Courage und ihre Kinder", das "Leben des Galileo" und "der gute Mensch von Sezuan". Die Thematiken in seinen frühen Stücken waren oft von seinen marxistischen Gedanken beeinflusst. Sie waren extrem politisch, indem marxistische Ideen verhandeltet wurden. Brecht wollte nicht, dass das Publikum sich zurück lehnte und sich in Geschichten verlor; er glaubte, es wäre das Beste für seine Zuschauer, wenn sie sich eine Meinung bildeten. Um die Menge zu involvieren brachte er Themen auf, die ironisch und provokant waren und die Menschen wirklich interessierten.

Welches sind die Techniken des Brecht Theaters?

Es ist wichtig zu erwähnen, das Brechts Arbeit in Deutschland vor allem nach dem zweiten Weltkrieg in den 50er bis 70er Jahren populär war. Aber obwohl seine Popularität in den Theatern ein wenig nachließ, ist sein Einfluss noch immer in vielen Theatern rund um die Welt zu spüren. Gerade in Ländern, in denen Ungerechtigkeit herrscht und eine hart arbeitende Arbeiterschicht ums tägliche Überleben kämpft, ist Brecht genauso aktuell wie vor siebzig Jahren.

Brecht ist bekannt dafür, dass er dem modernen Theater ein neues Gesicht gegeben hat. Sein Ziel war es, objektiv zu bleiben. Und das galt auch für die Schauspieler und Schauspielerinnen. Sie sollen nicht emotional sein, damit das Publikum am Ende des Stückes rationale politische Entscheidungen treffen kann.

Ein paar von Brechts bekanntesten Techniken sind:

  • Narration: Brecht mochte eine Erzählerfigur, die dem Publikum immer wieder zeigte, dass sie eine Geschichte und nicht die Realität sahen. Oft erzählte die Figur des Erzählers, was als nächstes geschehen wird, damit das Publikum nicht zu emotional auf die folgenden Ereignisse reagiert.
  • Schauspieler verlassen ihren Charakter: In Momenten des allergrößten Dramas verlassen die Schauspieler und Schauspielerinnen im Brecht Theater ihre Rollen, um die Zuschauenden daran zu erinnern, dass sie sich gerade eine fiktive Geschichten anschauen.
  • Die vierte Wand durchbrechen: In Brechts Stücken wird die vierte Wand zwischen Publikum und Bühne durchbrochen. Dies geschieht, indem die Schauspieler und Schauspielerinnen die Zuschauer direkt mit Reden, Kommentaren oder Fragen ansprechen!
  • Die Verwendung von Liedern, Musik: Brechts Stücke sind oft musikalisch. Die Musik sollte nach seiner Theorie im Hintergrund und nicht immer passend zum Geschehen auf der Bühne gespielt werden, um das Publikum daran erinnern, dass sie sich immer noch im Theater befinden.

All diese Techniken werden noch heute in Stücken rund um den Globus integriert. Brecht hat viele großartige Monologe geschrieben. Wenn du es selber ausprobieren möchtest, empfehle ich dir, dich nach Schauspielunterricht umzusehen.

Ein blau erleuchteter vollbesuchter Theatersaal mit einem einzelnen Schauspieler auf einer formalen Bühne. Schauspieler müssen in einem Brecht Stück auf eine besondere Art spielen.
Der Gestus ist im epischen Theater sehr wichtig und die Bühne soll nicht naturalistisch sein. / Quelle: Eric Mclean_unsplash
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Elemente des Brecht Theaters

Die Charakteristika von Darstellern in einem Brecht Stück lassen sich gut erkennen. Hier sind die wichtigsten Elemente:

  • Verfremdungseffekt (auch V-Effekt genannt): zwar nicht von ihm erfunden, aber durch Brecht bekannt gemacht, ist der Verfremdungseffekt  einer der essentiellen Charakteristika des epischen Theaters. Das bedeutet, dass zum Beispiel Schauspieler und Schauspielerinnen mehrere Rollen in einem Stück übernehmen, das Bühnenbild offen umgebaut und die vierte Wand durchbrochen wird. Pappschilder und andere Plakate dienen zur Vermittlung von wichtigen Botschaften, ähnlich wie an einer Demonstration. Schauspieler müssen sich selbst von der Rolle immer distanzieren und die Figur als ein separates Wesen anschauen, das wachsen kann.
  • Gestus: Ein Begriff, der von Brecht erfunden wurde und die Nachahmung sozialer Beziehungen durch bestimmte Bewegungen zeigt. Es ist die Kombination von einer Geste und gleichzeitig deren sozialen Bedeutung. Ein berühmter Gestus wurde von Brecht in seiner Mutter Courage eingesetzt: An einem sehr emotionalen Punkt spricht die Mutter nicht, sie Schreit stumm. Diese Kombination von einer Aktion und einer sozialen Bedeutung machte diesen Moment zu einem perfekten Gestus.

Wenn man sich diese Eigenarten sorgfältig anschaut, fällt es nicht schwer Brechts Theater von klassischem Schauspiel oder dem Theater nach Stanislawski zu unterscheiden.

Bei Brecht werden die Emotionen von außen nach innen entwickelt, während bei Stanislawski der Fokus auf der Psychologie einer Figur ist.

Eine Gruppe Demonstranten mit Schildern, auf denen "Time for Change" und "Silence is Violence" steht. Im epischen Theater werden Pappschilder auf der Bühne eingesetzt, um auf Ungerechtigkeiten hinzuweisen.
Auf Brechts Bühnen wurden Elemente von Demonstrationen eingesetzt um die politische Botschaft zu betonen. / Quelle: Duncan Shaffer_unsplash

Episches Theater

Der Begriff Episches Theater wurde Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt um auf das politische, soziale und ökonomische Klima der Welt zu reagieren. Das Epische Theater, oder dialektisches Theater, war höchst politisch und forderte vom Publikum, über das Gesehene auf der Bühne nachzudenken. Wichtig: dramatisches und episches Theater sind sehr verschieden. Das dramatische Theater hat die Aufgabe, mit einer spannenden Geschichte zu unterhalten, die am Ende alle Lösungen präsentiert. Episches Theater versucht die Objektivität zu wahren, ist wenig empathisch und die Stücke werden episodisch in abgetrennten Szenen geteilt ohne das eine künstliche Spannung gegen Ende hin aufgebaut wird.

Weitere berühmte Vertreter des Epischen Theaters sind Vsevolod Meyerhold, Vladimir Mayakovsky and Erwin Piscator.

Interessierst du dich für eine psychologische Schauspieltechnik? Dann kann ich dir die Sanford Meisner Technik oder Method Acting sehr empfehlen.

Künstler und Künstlerinnen, die von Brecht beeinflusst wurden

Auch sechzig Jahre nach seinem Tod kann Brechts Talent nicht überschätzt werden. Seine Stücke wurden unzählige Male auf der ganzen Welt gespielt und stehen noch heute auf vielen Spielplänen. Einige Berliner Theater, allen voran das Berliner Ensemble, welches von seiner Frau, der berühmten Schauspielerin Helene Weigel, 1949 gegründet und dann geleitet wurde, stehen in direkter Tradition zum Brecht Theater. Seine Inszenierungselemente sind im deutschsprachigen Theater zu wichtigen Mitteln geworden, auf die auch in zeitgenössischen Stücken immer wieder zurück gegriffen wird. Brecht wäre überglücklich zu sehen, dass seine Ideale von vielen mutigen Künstlern und Künstlerinnen im Film und Theater übernommen wurden:

  • Lars Von Trier: Sein Film Dogville mit Nicole Kidman in der Hauptrolle ist eine starke Referenz auf Brechts Arbeitsweise. Das Rachelied der Piraten-Jenny aus der Dreigroschenoper war eine Inspiration für seinen Film. Des weiteren arbeitete Von Trier mit einzelnen Kapiteln denen er Namen gab, die Räumlichkeiten wurden auf einer Bühne aufgezeichnet, die Figuren wirken distanziert und Von Tier erklärt dem Publikum, wie der Film enden wird. Man kann an einigen seiner Filme erkennen, dass er ein großer Fan von Bertold Brechts Technik ist.
  • Jean Luc Godard: ein berühmter Regisseur, der für die Verwendung von Brecht-Mitteln im Film steht. Godard ermöglichte den Zuschauern einen Film zu sehen ohne zu vergessen, dass sie im Kino sitzen, indem Schauspieler das Publikum direkt ansprechen, die Musik am falschen Ort einsetzt und es willkürliche Enden gibt. Alle Filme von Godard beinhalten Elemente von Brecht. Aber im Film „Elf Uhr Nachts“ von 1965 ist der Verfremdungseffekt am meisten sichtbar.
Ein Theater namens World mit einer Kinotafel, auf der steht "The world ist temporarly closed". Episches Theater ist immer politisch!
Ein Drama von Brecht ist immer auch ironisch und die Stücke werden heute noch auf der ganzen Welt aufgeführt, um auf Ungerechtigkeiten hinzuweisen. / Quelle: Edwin Hoope_unsplash

Unzweifelhaft werden die Ideale von Brecht dem Theater und Film weiter leben, auch in den nächsten Generationen. Für einen angehenden Schauspieler, eine angehende Schauspielerin ist es wichtig, ein Grundverständnis für viele verschiedene Schauspielmethoden zu haben und zu wissen, woher sie kommen, egal ob es sich um klassisches Schauspiel oder Performance im Theater handelt. Man darf nie aufhören neugierig zu sein, denn beim Schauspiel hat man nie ausgelernt!

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Vera

aus der Pädagogik komme ich, in Kunst und Kultur bin ich zu Hause, Europäerin bin ich, Sprache(n) liebe ich, Neugierde und Offenheit möchte ich immer behalten.