"Wenn Du das Himmlische in Deinem Herzen berührst, wirst Du erkennen, dass die Schönheit Deiner Seele so rein, so gewaltig und so verheerend ist, dass Du keine andere Wahl hast, als mit ihr zu verschmelzen. Du hast keine andere Wahl, als den Rhythmus des Universums im Rhythmus Deines Herzens zu fühlen.“

– Amit Ray

Wenn Du Deine Chakren öffnen willst, solltest Du wie auch viele andere Deutsche Yoga machen. Chakra ist ein Wort aus Sanskrit – einer der ältesten Sprachen der Welt – und steht für Rad oder Kreis. Im Yoga sind die Chakren die Energiezentren des Körpers, von welchen es sieben Haupt- und Tausende von Nebenzentren gibt.

In diesem Artikel betrachten wir Yoga Chakren etwas genauer, erklären, was sie tun und wie Du Dein Verständnis für sie mit Hilfe von Yoga vertiefen kannst.

Was sind Chakren?

Chakren kommen aus dem Hinduismus. Sie haben ihren Ursprung in der traditionellen indischen Medizin und es gibt rund 88.000 von ihnen. Man findet sie auch im Ayurveda und unter einem anderen Namen in der Traditionellen Chinesischen Medizin und Akupunktur. Die Lebensenergie, das so genannte Prana, verläuft durch die Chakren.

Mit Yoga kannst Du Deine Chakren öffnen. (Quelle: Unsplash)
Dein Yoga Lehrer kann Dir helfen, die richtigen Posen für bestimmte Chakren zu machen. (Quelle: Unsplash)

Genau wie das Erdmagnetfeld tritt die Energie über den Boden des Körpers ein, durchdringt den Körper nach oben, verlässt den oberen Teil des Körpers und steigt um ihn herum wieder ab. Die sieben Hauptchakren befinden sich in der Wirbelsäule und ermöglichen den Energiekreislauf, indem sie jedes Chakra und die damit verbundenen Gefäße ausfüllen.

Nach den Prinzipien des Yoga führt die perfekte Öffnung der Chakren zu körperlicher, emotionaler, psychischer und spiritueller Erfüllung. Ein zu offenes oder zu geschlossenes Chakra kann die Verbindung mit Deinem Astralkörper unterbrechen. Die Energie wird weniger oder gar nicht zirkulieren, was zu Problemen mit den damit verbundenen Organen führen soll.

Was sind die 7 Chakren?

Die Chakren werden durch Lotusblumen repräsentiert. Jede hat eine andere Farbe, Frequenz und ist mit verschiedenen Organen verbunden.

Verschiedene Farben stehen für verschiedene Chakren. (Quelle: Unsplash)
Jedes der sieben Hauptchakren ist mit einer Farbe verbunden. (Quelle: Unsplash)

Das erste Chakra: Das Wurzelchakra oder Muladhara

Das Wurzelchakra ist die Basis der Kundalini, der göttlichen Energie. Es befindet sich an der Basis der Wirbelsäule am Steißbein und umgibt die ersten drei Wirbel, die Blase und den Dickdarm. Es verbindet uns mit der Erde und repräsentiert die Verbundenheit mit der physischen Welt.

Es wird durch die Farbe Rot repräsentiert und ist mit unserem Überlebensinstinkt verbunden. Wenn es im Gleichgewicht ist, verleiht es uns Vitalität, Gefühl, Wohlbefinden, Willenskraft und Selbstvertrauen. Wenn es übermäßig entwickelt ist, kann es zu übermäßiger körperlicher und materieller Freude führen. Wenn es unterentwickelt ist, kann ein Mangel an Kampfgeist und Dynamik die Folge sein.

Das Mantra Lam und der Ton C schwingen mit diesem Chakra mit.

Das zweite Chakra: Das Sakralchakra oder Svadhishthana

Direkt über dem ersten Chakra befindet sich das Sakralchakra, das die sexuelle Energie und unsere Beziehungen zu anderen repräsentiert. Es ist mit Organen wie den Eierstöcken, Hoden, Nieren, Blase und dem Nierensystem verbunden.

Es wird durch die Farbe Orange repräsentiert und mit einer Vielzahl von Emotionen assoziiert. Wenn es unausgeglichen ist, kann es zu Aggression und einem überaktiven Sexualtrieb bei übermäßiger Entwicklung führen. Wenn es unterentwickelt ist, kann es zu Schüchternheit oder einer verminderten Libido führen.

Im Yoga werden das Mantra Vam und der Ton D verwendet, um damit in Resonanz zu treten.

Das dritte Chakra: Das Solarplexus-Chakra oder Manipura

Das Solarplexus-Chakra (Manipura) befindet sich ein paar Finger über Deinem Bauchnabel. Es beherbergt unverdaute Emotionen wie Bitterkeit gegenüber anderen. Es ist mit dem Verdauungssystem, der Leber, der Milz, dem Magen und der Gallenblase verbunden.

Durch die Farbe Gelb dargestellt, kann es Dir Spontaneität und Freude bringen und Dir bei Ausgeglichenheit dabei helfen, Projekte erfolgreich zu beenden. Wenn es übermäßig entwickelt ist, ist es mit dem Wunsch verbunden, die Kontrolle zu haben oder immer Recht zu haben. Wenn es unterentwickelt ist, führt es zu einem Mangel an Kampfgeist und Dynamik.

Im Yoga werden das Mantra Ram und der Ton E verwendet, um es zum Schwingen zu bringen.

Das vierte Chakra: das Herzchakra oder Anahata

Anahata befindet sich in der Mitte der Brust und ist mit dem Herz, den Lungen und dem Immunsystem verbunden. Es ist das Zentrum der Gefühle von Liebe, Einfühlungsvermögen und unserer Beziehungen zu anderen. Es ist die Verbindung zwischen der Ober- und Unterseite des Körpers, zwischen unseren Emotionen und unserem Körper.

Es wird durch die Farbe Grün repräsentiert und erlaubt es, offen und freundlich zu sein, wenn es ausgeglichen ist. Wenn es unausgeglichen ist, kann es zu Ängsten vor der Interaktion mit anderen oder zu Überlegenheitsgefühlen führen.

Um mit dem Herzchakra zu schwingen, verwende das Mantra Yam und den Ton F.

Gezielte Übungen werden Dich ausgeglichener machen. (Quelle: Unsplash)
Bestimmte Posen und Atemübungen können dazu beitragen, Deine Chakren wieder ins Gleichgewicht zu bringen. (Quelle: Unsplash)

Das Fünfte Chakra: Das Kehlchakra oder Vishuddha

Das blaue Chakra befindet sich an Deiner Kehle und ist mit der Schilddrüse, dem Kehlkopf, den Stimmbändern, den Ohren und der Nase verbunden. Es ist das Zentrum der Kommunikation, des Zuhörens und der Kreativität. Es erlaubt Dir, Deine Persönlichkeit auszudrücken.

Im Gleichgewicht erlaubt es Dir, selbstbewusst zu handeln. Wenn es unausgewogen ist, kann es zu Schüchternheit und Undeutlichkeit oder zu viel reden und zu einem Mangel an Aufrichtigkeit führen.

Im Yoga benutzt man das Mantra Ham und den Ton G, um mit dem fünften Chakra zu schwingen.

Das sechste Chakra: Das Guru-Chakra oder Ajna

Das Guru-Chakra ist auch als das dritte Auge bekannt. Es befindet sich auf der Stirn zwischen den Augenbrauen und ist mit dem Gesicht, den Augen, den Nebenhöhlen und dem Gehirn verbunden. Es ist das Zentrum Deiner mentalen Stärke, Deines Intellekts und Deiner Vorstellungskraft und ist für die Entscheidungsfindung und das Bewusstsein verantwortlich.

Wenn es ausbalanciert ist, bietet es Dir eine bessere Intuition. Wenn es unausgeglichen ist, kann es zu Misstrauen oder Gewissenlosigkeit führen. Es wird mit der Farbe Indigo assoziiert.

Das Siebte Chakra: Das Kronenchakra oder Sahasrara

Das Kronenchakra befindet sich auf der Oberseite des Kopfes. Es wird mit der Verbindung zum Universum und dem Göttlichen assoziiert. Es wirkt auf Dein Gehirn und Deine Großhirnrinde.

Es wird durch die Farbe Violett repräsentiert und ermöglicht Dir bei Ausgeglichenheit den Zugang zu Deinem Unterbewusstsein. Wenn es unausgeglichen ist, kann es zu Skepsis, Frustration und Unentschlossenheit führen.

Du kannst mit dem siebten Chakra mitschwingen, indem Du das Mantra Ham und den Ton B verwendest.

Was sind Nadis im Yoga?

Alle Chakren stehen in ständiger Wechselwirkung mit den Nadis, den Kanälen, durch die die Lebensenergie fließt. Genau wie die Chakras gibt es Tausende von ihnen (72.000), wovon drei am wichtigsten erachtet werden: Sushumna, Ida und Pingala.

Der Sushumna Nadi

Es ist mit der Wirbelsäule verbunden. Die Kundalini erhebt sich durch sie wie eine aufgerollte Schlange. Yoga- und Qigong-Atemübungen können die Kundalini aufsteigen lassen.

Die Ida Nadi

Diese beginnt links vom ersten Chakra und endet am linken Nasenloch. Die Ida Nadi wird mit lunarer Energie und Ruhe assoziiert.

Das Pingala Nadi

Das Gegenteil von Ida Nadi, das Pingala Nadi, beginnt rechts vom ersten Chakra und endet am rechten Nasenloch. Es wird mit Sonnenenergie und Wärme in Verbindung gebracht.

Die beiden letzteren Nadis verflechten sich entlang der Wirbelsäule und treffen sich an den Chakren.

Die Öffnung der Chakren und die Reinigung der Nadis ermöglichen es dem Prana (Lebensenergie), effektiv im ganzen Körper zu zirkulieren. Pranayamas und Yoga-Übungen helfen Dir, Deine Energie und Nadis ins Gleichgewicht zu bringen.

Durch Yoga kannst Du eine innere Balance erzielen. (Quelle: Unsplash)
Yoga kann Dein inneres Gleichgewicht herstellen. (Quelle: Unsplash)

Mit Yoga noch weiter gehen: Kundalini

Die Kundalini wird mit der göttlichen Energie in Verbindung gebracht, weshalb sie auch als Lebenskraft oder spirituelle Kraft bezeichnet wird. In der traditionellen indischen Medizin gibt es zwei Prinzipien, die mit der göttlichen Energie assoziiert werden:

  • Sie wird vom ersten Chakra assimiliert. Die Kundalini steigt vom ersten Chakra durch die Sushumna zum siebten Chakra auf. Die Kundalini repräsentiert den weiblichen Aspekt Gottes.
  • Die andere geht vom siebten Chakra durch denselben Kanal zum ersten und repräsentiert den immateriellen Aspekt des Göttlichen.

Die Kundalini ermöglicht es, die verschiedenen Chakras zu erwecken und ihre Fähigkeiten und Stärken zu nutzen. Je mehr Kundalini-Energie zirkuliert, desto mehr erreicht jemand einen erhöhten Bewusstseinszustand.

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Klara

Masterstudentin, die es liebt zu reisen, zu fotografieren, zu kochen und gemeinsam mit Freunden das Leben zu genießen.