300 Millionen Menschen praktizieren Yoga weltweit, um ihre Chakren neu auszurichten. Doch was sind Chakren? Wie viele Chakren gibt es? Und wie kann ich meine Chakren öffnen?

Chakren können als Zentren spiritueller Kraft im menschlichen Körper beschrieben werden, die uns nach indischer Lehre mit Energie versorgen. Es gibt Tausende von ihnen, wobei sieben davon als Hauptchakren verstanden werden.

Diese sieben Chakren verlaufen entlang der Wirbelsäule, wobei das erste am Steißbein, das zweite leicht darüber, das dritte am Solarplexus, das vierte an der Brust, das fünfte an der Kehle, das sechste zwischen den Augenbrauen und das siebte oben auf dem Kopf liegt.

Auch wenn die westliche Medizin die Existenz von Chakren nicht anerkennt, so befinden sich diese doch alle an Körperteilen, die Spannung halten können.

Kann man Chakren aktivieren, ohne an sie zu glauben?

Es tut erst einmal nichts zur Sache, ob Du ein Yoga-Anfänger bist, oder ob Du bereits an die vielen Möglichkeiten von Chakren, Lebenskraft-Energie, Kundalini oder Nadis glaubst. Und grundsätzlich musst Du auch nicht an Chakren glauben, um Yoga praktizieren zu können, denn es wird nach wie vor gut für Deine Energie und Dein Wohlbefinden sein.

Chakra Yoga steigert Dein positives Körpergefühl. (Quelle: Unsplash)
Yoga trägt zu Deinem Wohlbefinden bei. (Quelle: Unsplash)

Alleine das Ausführen verschiedener Yogapositionen kann Dir dabei helfen, Dich entspannter, offener und selbstbewusster zu fühlen. Und zudem stärkt Yoga Dein Gleichgewicht, Deine Körperspannung und Deine Kraft.

Es kann schwierig sein, sich plötzlich vorzustellen, dass Energie durch einen fließt, wenn man in einem anderen Glaubenssystem aufgewachsen sind. Es wird Dir seltsam erscheinen, sich auf das Solarplexus-Chakra (das Verdauungssystem und die Farbe Gelb) zu konzentrieren, aber sobald Du Dich darauf einlässt, wirst Du noch mehr von einer Yoga-Session profitieren.

Schwingungen und Chakren im Yoga

Du hast Dich bestimmt schon gefragt, warum beim Chakra Yoga häufig eine Klangschale angeschlagen wird. Sie dient nicht nur dazu, dass Du Dich durch ihren Klang wohler fühlst, sondern ihre Vibrationen sollen auch dazu dienen, dass die verschiedenen Chakren durch bestimmte Resonanzfrequenzen der Organe angesprochen werden.

Jedes Chakra ist mit bestimmten Organen und bestimmten Frequenzen verbunden:

  • Erstes Chakra: das Skelett, die Muskeln, die Sehnen, das Steißbein, die Eingeweide.
  • Zweites Chakra: Körperflüssigkeiten, Blase, Fortpflanzungsorgane.
  • Drittes Chakra: das Verdauungssystem.
  • Viertes Chakra: das Herz und der Brustkorb.
  • Fünftes Chakra: Kehle, Stimmbänder, Ohren.
  • Sechstes Chakra: der Kopf und das Gehirn.
  • Siebtes Chakra: das Schädelgewölbe.

Jede Yogaschale entspricht einem bestimmten Ton, und der Ton, den sie macht, schwingt mit den zugehörigen Organen und Chakren mit. Dies kann dazu beitragen, die Organe auszubalancieren. So ist das erste Chakra mit C, das zweite mit D, das dritte mit E, das vierte mit F, das fünfte mit G, das sechste mit A und das siebte mit B verbunden.

Klangschalen erzeugen positive Schwingungen. (Quelle: Unsplash)
Klangschalen stimulieren die Chakren in Deinem Körper. (Quelle: Pixabay)

Ausgleich der Chakren mit Mantras im Yoga

Du musst nicht direkt in verschiedene tibetische Klangschalen mit verschiedenen Noten investieren, denn Chakren lassen sich auch mit Hilfe Deiner Stimmbänder ausbalancieren.

Jedes Chakra ist mit einem Mantra verbunden und die Wiederholung eines Mantras während der Meditation - normalerweise am Ende einer Sitzung - kann ein bestimmtes Chakra stimulieren.

  • Wurzelchakra: Lam
  • Sakralchakra: Vam
  • Solarplexus-Chakra: Ram
  • Herzchakra: Yam
  • Kehlchakra: Ham
  • Drittes-Augen-Chakra: Om
  • Kronenchakra: Ham So

Man muss nicht singen können, um diese Mantras zu verwenden. Wichtig ist, dass man sie in seinem Körper mitschwingen lässt, wenn man sie ausspricht. Atme tief ein und führe ein Mantra so lange aus, bis Du keine Luft mehr in der Lunge hast. Wiederhole diese Übung zwei- oder dreimal zu Beginn und am Ende einer Yogastunde und konzentriere Dich auf ein bestimmtes Chakra.

Einige Yogastunden konzentrieren sich ausschließlich auf die Resonanz der Chakras. Dies nennen wir Klang-Yoga, und dank der Schwingungen der Stimmbänder wird die Energie des Körpers angeregt. Die Kraft, die Lautstärke, die Länge und die Tonhöhe des Klanges sind das, was wichtig ist. Die Vibrationen massieren die Organe und lösen Verspannungen durch die Atmung.

Yoga und Chakren: Kontrolle der Atmung und Pranayama

Die Kontrolle Deiner Atmung ist die Grundlage des Yoga. Die Beherrschung der Atmung ist unerlässlich, wenn Du positive Energie haben willst, da die Luft Deine Organe und Dein Gehirn mit Sauerstoff versorgt.

Bei den Yoga-Haltungen liegt der Schwerpunkt auf der Atmung, und die Asanas werden beim Einatmen oder Ausatmen ausgeführt.

Auch die Atmung kann Dir helfen, Dich zu entspannen. Sama-Vritti ist zum Beispiel eine Art der Atemkontrolle, die Du anwenden kannst, wenn Du Dich gestresst fühlst:

  • Atme ein und zähle bis vier
  • Halte den Atem an und zähle bis vier
  • Atme aus und zähle bis vier
  • Halte den Atem an und zähle bis vier

Mache dies 10 bis 20 Mal. Wenn sich eine Zählung bis vier als zu viel anfühlt, beginne zunächst bis zwei oder drei zu zählen. Wichtig ist es jedoch, dass Du jeden der vier Schritte für die gleiche Zeitdauer durchführst. Das wird Deine Herzfrequenz verlangsamen und Dich beruhigen.

Chakren durch Meditation ins Gleichgewicht bringen

Meditation mag für angehende Yogis schwierig erscheinen, weshalb Dir ein Yoga- oder Meditationskurs dabei helfen kann, loszulassen. Auf lange Sicht wird es sich lohnen, denn Meditation bringt viele Vorteile mit sich.

Es gibt Meditationsarten, die der Öffnung der Chakren gewidmet sind. Auf Videoplattformen wie YouTube kannst Du viele Tutorials hierzu finden.

Du kannst auch an allen Hauptchakren in einer einzigen Sitzung arbeiten. Achte nur darauf, dass Du mit dem Wurzel- und dem Kronenchakra beginnst. Die Chakra-Meditation ist im Stehen effektiver, aber für den Beginn lassen sich die Chakra-Yoga-Übungen auch im Sitzen oder liegen durchführen.

Chagrin und Mandalas passen gut zusammen. (Quelle: Unsplash)
Chakren können auch mit Mandalas assoziiert werden. (Quelle: Unsplash)

Denke an die Farbe jedes Chakras, bevor Du zum nächsten übergehst:

  • Das erste Chakra: rot. Denke an etwas wie eine Erdbeere oder eine Mohnblume.
  • Zweites Chakra: orange. Eine Orange oder ein Fuchs.
  • Drittes Chakra: gelb. Die Sonne, eine Banane, eine Zitrone.
  • Viertes Chakra: grün. Ein Rasen, ein Wald oder ein Apfel.
  • Fünftes Chakra: blau. Der Himmel.
  • Sechstes Chakra: indigo. Das Meer.
  • Siebtes Chakra: violett. Weintrauben, Veilchen, Auberginen.

Yoga-Sitzungen zum Ausgleich der Chakren

Es gibt Yogalehrer, die Sitzungen anbieten, die sich dem Ausgleich eines bestimmten Chakras widmen. So ist sichergestellt, dass das jeweilige Chakra bestmöglich aktiviert wird.

Bestimmte Yogapositionen konzentrieren sich auf bestimmte der sieben Chakren:

  • Erstes Chakra (Muladhara): das mit der Erde verbundene Chakra. Konzentriere Dich auf Asanas wie Utkatasana (Stuhl-Pose), Malasana (Hock-Pose) oder Paschimottana (sitzende Vorbeuge).
  • Zweites Chakra (Svadhishthana): das mit der Sexualität verbundene Chakra. Konzentriere Dich auf Posen wie Baddha Konasana (Thron-Pose), Bhujangasana (Kobra-Pose) oder Navasana (Boot-Pose).
  • Drittes Chakra (Manipura): verbunden mit Selbstvertrauen. Die damit verbundenen Yogastellungen sind Virabhadrasana I und II (Krieger I und II) und Salabhasana (Heuschreckenhaltung).
  • Viertes Chakra (Anahata): assoziiert mit Herz und Mitgefühl. Man kann Chakrasana (Brückenhaltung), Ustrasana (Kamelhaltung) oder sogar Matsyasana (Fischhaltung) machen.
  • Fünftes Chakra (Vishuddha): assoziiert mit der Kehle und Ehrlichkeit. Schwerpunkt auf Asanas wie Simhasana (Löwenhaltung) oder Sarvangasana (Schulterstand).
  • Sechstes Chakra (Ajna): das dritte Augenchakra. Um dieses Chakra auszubalancieren, solltest Du Balasana (Kinder-Pose), Katzen-Pose, Schulterstand oder Natarajasana (Tänzer-Pose) ausführen.
  • Siebtes Chakra (Sahasrara): das geheimnisvollste der Chakren und dasjenige, das mit dem Spirituellen verbunden ist. Arbeite an Posen wie Shirshasana (Kopfstand) oder einfach Shavasana (Leichenpose).
Durch Yoga kannst Du ein inneres Gleichgewicht erzielen. (Quelle: Unsplash)
Yoga kann Dir zu einer inneren Balance verhelfen. (Quelle: Unsplash)

Es gibt viele andere Techniken, mit denen Du an Deinen Chakren arbeiten kannst, also zögere nicht, sie auszuprobieren. Es gibt hierfür zum Beispiel viele talentierte Privatlehrer bei Superprof, die Dir mit Meditation und Yoga helfen können.

Persönliche Tutorien sind zwar nicht am günstigsten, dafür aber am effektivsten, da der Lehrer die Session ganz auf Dich und Deine Bedürfnisse abstimmen kann. Online-Tutorien, die besonders für Nachhilfe in akademischen Fächern beliebt sind, kosten hingegen weniger, da der Yoga Online Kurs über die Webcam abgehalten wird und der Lehrer somit weniger Aufwand in Rechnung stellt.

Zudem gibt es diverse Gruppenstunden, die billiger als Einzelstunden sind, da Du Dir die Kosten mit anderen Schülern teilst, Dir aber nach wie vor den persönlichen Kontakt mit einem Yogalehrer bieten.

Also, bist Du bereit, Deine Chakren zu aktivieren?

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Klara

Masterstudentin, die es liebt zu reisen, zu fotografieren, zu kochen und gemeinsam mit Freunden das Leben zu genießen.