Die Zahl der Menschen, die Yoga praktizieren, nimmt zu. Während die meisten Yogis zwischen 30 und 40 Jahre alt sind, nehmen auch immer mehr Menschen über 50 Jahre Yoga in Anspruch.

Chakren können als Energiepunkte entlang der Wirbelsäule beschrieben werden und obwohl es unzählige von ihnen gibt, kann man sich auf sieben Haupt-Chakren konzentrieren. Sie werden von der Energie der Lebenskraft gespeist und können entweder zu geschlossen oder zu offen sein, was zu emotionalen, psychologischen und physischen Blockaden führt.

In diesem Artikel werden wir die Hauptprinzipien hinter den Chakren betrachten und warum und mit welchen Haltungen Du Yoga praktizieren solltest, um Deine Chakren wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Die Hauptprinzipien der Chakren

Nach der traditionellen indischen Medizin gibt es rund 88.000 Chakren beziehungsweise Energiezentren, die unsere körperliche und geistige Gesundheit beeinflussen. Doch das Öffnen der Chakren ist nicht immer das Richtige, denn Chakren können genauso gut auch zu offen sein.

Yoga stärkt Deine Flexibilität und Konzentration. (Quelle: Pixabay)
Yoga setzt gute Konzentration und regelmäßige Übung voraus. (Quelle: Pixabay)

Chakren werden durch Lotusblüten repräsentiert und sind mit einer bestimmten Farbe, Schwingung, einem Stein, einem Element oder einem Organ verbunden. Die folgenden Chakren werden als sieben Hauptchakren verstanden:

  • Das Wurzelchakra (Muladhara) befindet sich am Steißbein. Es ist mit dem Element Erde, der Farbe Rot, dem Mantra Lam, der Note C, der Blase und dem Dickdarm verbunden.
  • Das Sakralchakra (Svadhishthana) befindet sich knapp unter der Höhe des Bauchnabels auf dem Rücken. Es wird mit dem Element Wasser, der Farbe Orange, dem Mantra Vam, der Note D, den Emotionen und den Hoden und Eierstöcken in Verbindung gebracht.
  • Das Solarplexus-Chakra (Manipura) befindet sich ein paar Finger über dem Bauchnabel. Es wird mit dem Element Feuer, der Farbe Gelb, dem Mantra Ram, der Note E und dem Verdauungssystem in Verbindung gebracht.
  • Das Herzchakra (Anahata), befindet sich am Herzen. Es wird mit dem Element Luft, der Farbe Grün, dem Mantra Yam, der Note F und Liebesgefühlen in Verbindung gebracht.
  • Das Hals-Chakra (Vishuddha) befindet sich an der Kehle. Es wird mit dem Element Äther (Akasha), der Farbe Himmelsblau, dem Mantra Ham, der Note G und der Schilddrüse in Verbindung gebracht.
  • Das Guru-Chakra (Ajna) oder Dritte-Augen-Chakra befindet sich zwischen den Augenbrauen. Es ist mit der Entscheidungsfindung, der Psyche, der Farbe Indigo, dem Mantra Om und der Note A verbunden.
  • Das Kronenchakra (Sahasrara) befindet sich auf der Oberseite des Kopfes. Es wird mit der Schwingung, der Farbe Violett, dem Mantra Ham und der Note B in Verbindung gebracht.

Alle Energiepunkte sind mit Nadi (Fluss) assoziiert. Es gibt drei Hauptpunkte, durch die die Lebensenergie fließt: Sushumna, Ida und Pingala. Diese Lebensenergie wird als Kundalini bezeichnet und kann einen zu einem erhöhten Geisteszustand führen.

Warum sollte man seine Chakren durch Yoga ins Gleichgewicht bringen?

Der Besuch von Yogakursen ist eine gute Möglichkeit, Dein allgemeines Wohlbefinden zu verbessern, Dich entspannter zu fühlen und ein stressiges Privat- und Berufsleben zu bewältigen.

Yoga basiert auf indischen Traditionen. (Quelle: Pixabay)
Yoga hat seinen Ursprung in Indien und die Chakren sind Teil der indischen Traditionen und Überzeugungen. (Quelle: Pixabay)

Das Ausgleichen Deiner Chakren durch Yoga ermöglicht es Dir, Dich zu entspannen und emotionale und körperliche Schmerzen zu lindern. Man sagt, wenn man körperliche Schmerzen, Müdigkeit oder Frustration spürt, dann geschieht das durch ein unausgeglichenes Chakra.

Jedes Chakra ist mit bestimmten Organen und Geisteszuständen verbunden:

  • Das Wurzel-Chakra: Wenn dieses Chakra nicht im Gleichgewicht ist, kannst Du Verdauungsprobleme und Schmerzen im unteren Teil Deines Körpers (Beine, Füße, Rücken) haben. Psychologisch gesehen kann es ein Gefühl der Angst oder Unsicherheit verursachen.
  • Das Sakralchakra: Es wird mit Begierden nach Fleisch und Fortpflanzungsorganen in Verbindung gebracht. Das Ausbalancieren dieses Chakras wird Dir helfen, Dich bei angenehmen Aktivitäten besser zu fühlen. Wenn es unausgeglichen ist, hast Du eine verminderte Libido.
  • Das Solarplexus-Chakra: Es steht in Verbindung mit dem Verdauungssystem und ist das Zentrum Deines Selbstvertrauens. Wenn Du dieses Chakra ausbalancierst, kannst Du Dich von Verdauungsproblemen befreien und Dein Selbstvertrauen zurückgewinnen.
  • Das Herz-Chakra: Es ist mit Gefühlen der Liebe und des Mitgefühls verbunden. Wenn Du das Herz-Chakra ausbalancierst, wirst Du Deine Beziehungen zu anderen Menschen – egal ob verliebt oder nicht – reinigen.
  • Das Hals-Chakra: Es ist mit dem Ausdruck Deiner Gefühle verbunden. Wenn es unausgeglichen ist, wirst Du viel reden, anderen nicht zuhören oder nicht in der Lage sein, Dich auszudrücken. Wenn es wieder ins Gleichgewicht gebracht wird, kannst Du zurück zu einem klareren Ausdruck finden.
  • Das Chakra des dritten Auges: Dies ist mit dem Treffen von Entscheidungen verbunden und das Ausbalancieren wird es Dir ermöglichen, auf Deine Intuition zu hören, ohne sie Dein Leben bestimmen zu lassen.
  • Das Kronenchakra: Dies ist das Energiezentrum und das am kompliziertesten zu öffnende Chakra. Es ist fast immer unterentwickelt. Wenn es ausbalanciert ist, erlaubt es Dir, in völliger Harmonie mit Deinem Unterbewusstsein zu sein, ohne Angst vor dem Tod oder körperlichen Schmerzen.

Die Chakren können nach einem traumatischen Erlebnis oder während Deiner Kindheit aus dem Gleichgewicht geraten. Sie wieder ins Gleichgewicht zu bringen, kann viel Zeit und Mühe kosten.

Die meisten Menschen praktizieren Yoga, um Stress abzubauen.

Wie kann man durch Yoga seine Chakren aktivieren?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Du Deine Chakren öffnen kannst: Steine, Reiki, Qigong, Diät, Akupunktur, ätherische Öle, Bachblüten, Shiatsu, Akupressur, Hypnose, etc.

Yoga führt zu innerer Harmonie. (Quelle: Pixabay)
Durch Yoga kannst Du zu Dir selbst finden. (Quelle: Pixabay)

Der effektivste Weg, Deine Chakren auszubalancieren, ist jedoch durch Yoga. Es kann schwierig sein, über die Chakren nachzudenken, da es sich um eine abstrakte Vorstellung handelt, die einen offenen Geist erfordert. Man kann an ihnen arbeiten, ohne es überhaupt zu wissen.

Selbst wenn Du nicht an sie glaubst, wirst Du Dich nach einer Yogastunde, die einem bestimmten Chakra gewidmet ist, wahrscheinlich besser fühlen.

Die Schwingungen im Yoga lassen die Organe, die mit einer bestimmten Note und einem bestimmten Chakra verbunden sind, mitschwingen. Aus diesem Grund werden im Yogaunterricht oft tibetische Klangschalen verwendet.

Die mit jedem Chakra verbundenen Mantras können auch das Wohlbefinden bestimmter Organe verbessern.

Klang-Yoga konzentriert sich auf die Stimmbänder, die Atmung und die Linderung von Verspannungen.

Mit Atemübungen (Pranayama) kannst Du Dich entspannen und Verspannungen lösen. Jede Yogastellung muss mit kontrollierter Atmung ausgeführt werden (ein Teil wird beim Einatmen, ein anderer Teil beim Ausatmen ausgeführt). Der Vorteil ist, dass diese Atemübungen überall durchgeführt werden können, wenn Du Dich gestresst fühlst. Sie sind eine effektive Möglichkeit, Deine Herzfrequenz zu senken und Dir zu langfristiger Entspannung zu verhelfen.

Meditation ist ebenso nützlich, um an Deinen Chakren zu arbeiten und um Deinen Geist zu öffnen. Eine kurze, geführte Meditation wird normalerweise am Ende einer Yogastunde durchgeführt und Du kannst sogar geführte Meditationssitzungen auf YouTube finden, die der Öffnung Deiner Chakren gewidmet sind.

Yoga-Sitzungen sind um die Harmonisierung eines Chakras herum aufgebaut. Es ist effektiver, wenn Du Dich während einer Sitzung auf ein einzelnes Chakra konzentrierst und dessen Gleichgewicht findest.

Die besten Yoga-Übungen für ausgeglichene Chakren

Hatha-Yoga ist besonders gut geeignet und bieten viele Übungen, um die Chakren auszugleichen. Langsames und sanftes Durchführen verschiedener Posen ermöglicht es Dir, Deine Lebenskraftenergie korrekt zu zirkulieren.

Yoga lässt sich gut in den Alltag integrieren. (Quelle: Pixabay)
Du kannst Yoga überall praktizieren. (Quelle: Pixabay)

Einige Yogastellungen (Asanas) sind mit der Öffnung bestimmter Chakren verbunden:

  • Das erste Chakra: Stuhl-Pose, sitzende Vorbeuge, Baum-Pose, Kinder-Pose.
  • Das zweite Chakra: Thron-Pose, Kobra-Pose, Boot-Pose, Kuhgesichtpose.
  • Das dritte Chakra: Posen des Kriegers 1 und 2, Heuschrecken-Pose, Sonnengruß, Stuhl-Pose.
  • Das vierte Chakra: Brückenhaltung, Kamelhaltung, Fischhaltung, Kobrahaltung.
  • Das fünfte Chakra: Löwen-Pose, Schulterstand, Halbbrücken-Pose.
  • Das sechste Chakra: Kinder-Pose, Katzen-Pose, Schulterstand, Tänzer-Pose, sitzende Vorbeuge.
  • Das siebte Chakra: Totenstellung, Kopfstand.

Jetzt kennst Du die Grundlagen, um Deine sieben Hauptchakren zu öffnen beziehungsweise um sie wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Wenn Du das Gefühl hast, zusätzliche Hilfe zu benötigen, kannst Du zudem Yoga-Nachhilfe in Anspruch nehmen.

Auf Superprof gibt es viele talentierte Privatlehrer, die Dir bei Meditation und Yoga helfen können. Es gibt verschiedene Arten von Nachhilfe und es liegt an Dir, den besten Lehrer und die beste Art von Nachhilfe für Dich und Dein Budget auszuwählen.

Persönliche Stunden sind die kostenintensivste Art von Privatunterricht, aber sie sind oft die kosteneffektivste, da Du in diesem Fall Deinen eigenen Lehrer hast, der die Stunde ganz nach Deinen individuellen Wünschen planen kann.

Es gibt aber auch viele Angebote für einen Yoga Online Kurs, der über Videokonferenzen durchgeführt wird. Diese Art von Nachhilfe ist hauptsächlich für akademische Fächer bekannt, aber auch für Yoga oder Meditationsunterricht geeignet.

Und des Weiteren gibt es auch Gruppen-Stunden, die deutlich günstiger sind als Privatstunden, da die Kosten für den Lehrer auf mehrere Schüler aufgeteilt werden. Dies bedeutet jedoch auch, dass die individuelle Förderung nicht so intensiv ausfallen kann.

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Klara

Masterstudentin, die es liebt zu reisen, zu fotografieren, zu kochen und gemeinsam mit Freunden das Leben zu genießen.