Es ist kein Geheimnis, dass Yoga ein guter Weg ist, um Bewegung und Entspannung gleichermaßen zu praktizieren. Die Yogapraxis bringt viele Vorteile mit sich, weswegen sie in Deutschland und der ganzen Welt mittlerweile große Beliebtheit erlangt hat. Yogapraktizierende kräftigen ihre Muskeln, während sie ihre Chakras öffnen, meditieren und Atemübungen machen.

Entsprechend ist therapeutisches Yoga tiefgehender darauf spezialisiert, physische und mentale Heilung mithilfe der Yogaprinzipien hervorzurufen. Die Yogatherapie umfasst dazu Asanas (Yogahaltungen), Pranayama (Atemübungen) und Meditation. Hinzu kommt eine philosophische Dimension, wodurch du noch mehr Vitalität und Zen in dein Leben bringst.

In diesem Artikel beschäftigen wir uns genauer mit den Grundlagen der Yogatherapie – einer Disziplin, die Yoga und Therapie kombiniert und sich sowohl um deinen Körper als auch deinen Geist bemüht. Wir erklären, worin die Vorteile von dieser liegen, für wen Yogatherapie geeignet ist und wie du an einer Yogatherapie Stunde teilnehmen kannst.

Was ist Yogatherapie und wie ist sie entstanden?

Der Geburtsort der uralten Yogalehre ist Indien – die Yogatherapie entstand hingegen in Frankreich. Der Psychotherapeut Doktor Bernard Auriol entwickelte diese Methode im Laufe seiner Forschungsarbeiten.

Doktor Bernard Auriol hatte die Idee, Psychoanalyse mit östlichen Praktiken wie Yoga zu kombinieren. Nachdem diese Methode große positive Erfolge verzeichnen konnte, entstanden in Frankreich zwei Organisationen: das Institut der Yogatherapie (IDYT) sowie die Französische Föderation der Yogatherapie (FFYT).

Wie entstand Yogatherapie?
Yogatherapie verbindet Yoga mit Erkenntnissen der Psychoanalyse und Psychotherapie | Quelle: Unsplash

Wie bereits erwähnt, kombiniert Yogatherapie in der Praxis traditionelles Yoga mit Sophrologie und Philosopie. Eine typische Yogatherapie Einheit besteht unter anderem aus Yogaposen und Entspannungsübungen. Die Mischung aus Yoga und moderner Medizin kann folgendermaßen beschrieben werden:

„Die Kombination von jahrtausendealten traditionellen Methoden und Neurowissenschaft, basierend auf medizinischen und wissenschaftlichen Studien, zeigt sich effektiv in vielen Bereichen der Gesundheit.“

Üblicherweise richtet sich Yogatherapie an Patienten, die an physischen oder psychologischen Problemen leiden. Es kann aber auch gegen viele wenig gravierende Probleme angewendet werden. Yogatherapie ist je nach Krankheitsbild nicht als alleinige Behandlungsmethode geeignet und sollte mit einem Arzt abgesprochen werden. Äußerst effektiv ist sie, wenn sie zusätzlich zu anderen medizinischen Behandlungen eingesetzt wird. Die Patienten fühlen sich so schneller besser und finden Heilung.

Die körperlichen und mentalen Vorteile der Yogatherapie

Ebenso wie traditionelles Yoga, wenn sie regelmäßig praktiziert wird, bringt auch Yogatherapie viele Vorteile für Körper und Geist mit sich. Auf lange Sicher werden sich dir diese zeigen – egal, ob du aufgrund von Krankheiten mit der Yogatherapie beginnst oder nicht. Yogatherapie äußert sich unabhängig der Voraussetzungen positiv für den Körper und Geist.

Die körperlichen Vorteile der Yogatherapie

Yogatherapie kann von jedem durchgeführt werden, ganz egal, wie alt jemand ist oder wie seine körperliche Kondition aussieht. Therapeutisches Yoga hilft, den Körper fit zu halten, Schmerzen zu mindern und Muskeln zu kräftigen, so dass du dich wohler in deinem eigenen Körper fühlst. Auch eignet sich Yogatherapie Gesundheit wiederherzustellen.

Du kannst Rückenschmerzen behandeln ebenso wie andere chronische Schmerzen und auch Verdauungsprobleme lösen, ohne, dass du zwangsweise auf andere medizinische Behandlungen zurückgreifen musst. Gemeinsam mit anderen Behandlungsformen hilft Yogatherapie aber selbst, Bluthochdruck, Herzprobleme und Ischiasleiden zu behandeln.

Die psychologischen Vorteile der Yogatherapie

Einer der größten Benefits von Yogatherapie, auf Sanskrit übrigens Yoga Chikitsa genannt, ist, wie sie helfen kann, mit Stress umzugehen und so die Qualität deines Alltags verbessern kann. Darüber hinaus ist Yogatherapie bei folgenden psychologischen Krankheitsbildern sinnvoll:

  • Stress
  • Schlaflosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Chronische Migräne
  • Angststörungen und Panikattacken
  • Hyperaktivität
Hilft Yogatherapie bei psychischen Beschwerden?
Yogatherapie eignet sich, um Schlaflosigkeit, Angststörungen, Depressionen und Nervosität zu behandeln | Quelle: Unsplash

Wenn du regelmäßig Yogatherapie Stunden absolvierst und außerdem weitere medizinische Behandlung bekommst, kannst du auch schwerwiegende Krankheiten wie Parkinson lindern.

Für wen ist Yogatherapie gedacht?

Yogatherapie verbindet Bewegung und Sophrologie und kann für beinahe jeden sinnvoll sein. Wer profitiert jedoch am meisten von Yogatherapie?

Eine Disziplin für jeden

Obwohl sie in erster Linie darauf abzielt, Krankheiten zu behandeln, wirkt sich Yogatherapie auf jede und jeden positiv aus. Du musst nicht krank sein, um an einer Yogatherapie Stunde teilzunehmen. Ruhige Yogaarten wie Yin Yoga und Yoga Nidra helfen dir, Entspannung zu erlernen. Dynamischere Yogastile bauen Kraft und Flexibilität auf. Du kannst diese Vorteile von Yoga genießen, selbst wenn du keine spezielle Erkrankung oder Einschränkung hast, von der du dich erholen möchtest.

Was ist der Nutzen einer Yogatherapie?
Über körperliche Übungen kommst du in der Yogatherapie wieder in deiner Mitte an | Quelle: Unsplash

Die Vorteile von Yoga wirken sich schließlich auf dein alltägliches Leben auf und du betreibst damit sogar Prävention gegen mögliche zukünftige Erkrankungen. Unabhängig von deinem Alter und deiner körperlichen Verfassung wird Yogatherapie dir gut tun.

Patienten mit physischen oder mentalen Gesundheitsproblemen

Das ursprüngliche Ziel von therapeutischem Yoga ist es aber nach wie vor, gesundheitliche Probleme zu mindern, seien sie physischer oder psychischer Art. Die Aufgabe des Yogalehrers oder des Yogatherapeuten ist es in dem Fall, dich bei der Heilung auf jedem Level zu unterstützen.

Die meisten körperlichen und mentalen Probleme, die durch Yogatherapie verbessert werden können, sind die folgenden:

  • Chronische Angstzustände
  • Schlafprobleme
  • Leichte physische Probleme
  • Geringe Lungenkapazität
  • Schwangere Frauen profitieren von pränatalem Yoga
  • Patienten, die sich von einer akuten medizinischen Behandlung erholen

Die Benefits von Yoga Therapie liegen auf verschiedenen Ebenen. Es ist gut möglich, dass du von ihnen profitierst, egal, ob deine Beschwerden physischer oder psychologischer Herkunft sind. Bei ernsthaften Erkrankungen sprich dein Vorhaben jedoch vorab mit deinem Arzt und Heilpraktiker ab.

An einer Yogatherapie Stunde teilnehmen

Yogatherapie gibt es in Europa bereits seit einigen Jahrzehnten, dennoch sind sich viele Menschen der Bevölkerung dieser Möglichkeit nicht bewusst. Finde heraus, wie du an einer privaten Yogatherapie Einzelsitzung, einer Gruppenstunde oder einem Yogatherapie Workshop teilnehmen kannst.

Finde ein passendes Angebot

Üblicherweise sind Sitzungen der Yogatherapie ein bis zwei Stunden lang. Meistens handelt es sich um Privatstunden, da der Therapeut die Übungen dann individuell an die Bedürfnisse des Patienten anpassen kann. Diese personalisierte Behandlung ist es, was Yogatherapie als ideale Methode ausmacht, um eine Vielfalt an Krankheitsbildern zu behandeln.

Natürlich kannst du aber auch an einer Gruppenstunde mit allgemeineren Zielen teilnehmen. Die Gruppen sind oft so zusammengestellt, dass die Teilnehmer entweder ähnliche Voraussetzungen und Bedürfnisse bzw. Krankheiten haben, oder dass du gemeinsam mit Freunden oder Arbeitskollegen übst.

Viele öffentliche Yogazentren haben entsprechende Angebote. So kannst du zum Beispiel bei Yoga Vidya Yogatherapie absolvieren. Meistens haben die Kurse einen besonderen Schwerpunkt, wie zum Beispiel Meditation, Atem, Ausrichtung, Chakras etc. oder sie richten sich an eine bestimmte Personengruppen (z.B. Kinder, Ältere, Schwangere etc.).

Du kannst aber auch mit einem privaten Tutor auf Superprof in die Yogatherapie einsteigen!

Wie du selber Yogatherapeut wirst

Wenn du bereits Yogalehrer oder Yogalehrerin bist, sind es nicht mehr viele Schritte, um auch Yogatherapeut zu werden. Dennoch brauchst du ein aufbauendes Training, um dich intensiv mit den therapeutischen Aspekten von Yoga auseinanderzusetzen und diese zu beherrschen.

Du musst dazu eine zusätzliche Ausbildung oder ein Training an einem anerkannten Institut oder einer Yogaschule für Yogatherapie absolvieren. Diese Ausbildungen dauern oft über mehrere Monate oder sogar ein bis zwei Jahre, etwas Geduld musst du also mitbringen. Die Kurse decken dabei Grundlagen der Yogaphilosophie, intensive Yoga Praxis, Methoden und Techniken der Behandlung, ein Modul zur Anatomie sowie eine Auseinandersetzung mit dem Nutzen der Yogatherapie ab.

Wenn du vorab mehr für Yogatherapie erfahren möchtest, ebenso wie was du von einer Therapiestunde erwarten solltest und wie diese dir durch Yoga und Meditation helfen kann, mit körperlichen und mentalen Gesundheitsproblemen umzugehen, dann lies dir gerne die weiterführenden Artikel auf Superprof dazu durch. Oder du suchst dir direkt einen persönlichen Tutor auf Superprof, mit dem du in das Feld des therapeutischen Yogas einsteigen kannst!

Wie kannst du mehr über Yogatherapie lernen?
Lerne mehr über Yogatherapie und erfahre, wie du Ruhe & Ausgeglichenheit finden kannst | Quelle: Unsplash

Allgemein gibt es verschiedene Yogaarten wie Ashtanga Yoga, Hatha Yoga, Iyengar Yoga, Hot Yoga, Power Yoga, Bikram Yoga, Vinyasa Yoga etc. Jeder Yogastil ist unterschiedlich. Wenn du Zweifel hast, sprich vorab mit einem Yogalehrer, welcher Stil am besten zu dir passen könnte. Oder du probierst einfach verschiedene aus!

Auf Superprof bieten Yogalehrer drei verschiedene Unterrichtsformen an: Face-to-Face, Online Unterricht und Gruppenunterricht. Mach dir vorab Gedanken, welche Unterrichtsart dir am meisten zusagt. Denn jede hat eigene Vor- und Nachteile und nicht jeder Unterricht ist gleichermaßen für jeden geeignet.

Beim Face-to-Face Unterricht genießt du alleine die volle Aufmerksamkeit deines Tutors. Es handelt sich um klassischen Privatunterricht. Das ist gerade für die Yogatherapie hervorragend, da die Einheiten so auf dich individuell zugeschnitten werden und deine persönlichen Bedürfnisse abdecken. Dies spiegelt sich natürlich auch am Preis wider. Da du aber auch am meisten für dein Geld erhältst, ist das Preis-Leistungsverhältnis in jedem Fall fair.

Online Unterricht eignet sich nicht nur für akademische Fächer, sondern wird auch immer mehr im Yoga eingesetzt – vor allem, wenn das Budget des Schülers knapp ist. Denn dein Lehrer kann sich so die Anfahrt und damit verbundene Kosten sparen. Durch die zusätzliche Zeit kann er mehr Unterrichtsstunden anbieten und hat gleichzeitig weniger Kosten. Das schlägt sich auf den Preis nieder, so dass du für diesen Einzelunterricht weniger zahlst. Sei dir aber bewusst, dass du im Online Unterricht keine persönlichen Assists oder Adjustments bekommen kannst. Wenn das für dich keine Rolle spielt, brauchst du nichts weiter als eine Webcam, ein Mikrofon und eine gute Internetverbindung und bekommst dennoch auf dich angepassten Unterricht für ein kleines Budget!

Gruppenstunden sind die verbreitetste Unterrichtsart im Yoga. Der Unterricht findet in der Gruppe statt, so dass sich die Kosten des Lehrers durch alle Schüler teilen. Der Einzelne zahlt also deutlich weniger als für Privatunterricht. Da die Gruppen meist thematisch oder bedürfnisorientiert zusammengestellt sind, wird sich die Yogatherapie dennoch nach deinen Bedürfnissen und Voraussetzungen richten. Du erhältst also bezahlbaren Yogaunterricht und findest dabei vielleicht sogar noch neue Freunde. Ein doppelter Nutzen also!

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Miriam

Miriam arbeitet als freie Autorin & Yogalehrerin. Getrieben von großer Neugier liebt sie es, Neues zu entdecken und zu erlernen; sich selbst weiterzuentwickeln und anderen dabei zu helfen.