Alle paar Jahre wird eine bestimmte Sportart oder eine Freizeitaktivität zum Trend. Zuletzt erlangte Yoga in beinahe allen Städten und Orten des Landes an großer Popularität. Begriffe wie Asanas, Yoga Nidra, Pranayama, Vinyasa oder Savasana ertönen von allen Seiten – und klingen für die, die noch nicht in die Yogalehre eingeweiht sind, häufig sehr rätselhaft.

Umfragen zufolge zählt Yoga mittlerweile zu den 5 beliebtesten Sportaktivitäten in Deutschland. Aus Yogi-Sicht klingt das sehr gerechtfertigt, schließlich ist Yoga ein fantastischer Weg, um die eigene Mitte wiederzufinden, Achtsamkeit zu erlangen und gleichzeitig Muskeln aufzubauen und Flexibilität zu gewinnen.

Doch welche Yoga Arten gibt es?

Für jemanden, der mit Yoga beginnen möchte, liegt die erste Herausforderung häufig schon darin, die richtige Yogaart zu finden. Deshalb möchten wir mit diesem Artikel einen kurzen Überblick über vier der verbreitetsten Yogastile geben. Wir erklären, was die einzelnen Arten von Yoga besonders macht und wo die jeweiligen Vorteile liegen.

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Hatha Yoga – das traditionelle Yoga

Hatha Yoga kann auch als das traditionelle Yoga bezeichnet werden. Es ist der Ursprung aller anderen heute bekannten Yogastile. Das Yoga, das jahrhundertelang in Indien unterrichtet wurde (und auch heute noch unterrichtet wird), bevor im Westen je irgendjemand davon gehört hatte, würden wir heute als Hatha Yoga bezeichnen.

Aus ihm wurden in den letzten 50-60 Jahren andere Formen von Yoga abgeleitet und entwickelt. Auch Angebote wie Kundalini Yoga, Kinderyoga oder Prenatal Yoga basieren auf dem klassischen Hatha Yoga.

Deshalb macht es Sinn, zunächst zu verstehen, was Hatha Yoga ist und ausmacht. Der Begriff Hatha stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so etwas wie „Kraft“. In der allumfassenden Yogaphilosophie ist mit Hatha Yoga körperbasiertes Yoga gemeint: Es wird mit verschiedenen Körperhaltungen gearbeitet, um körperliche, mentale oder spirituelle Ziele zu erreichen.

Was ist Hatha Yoga?
Hatha Yoga ist der traditionellste Yogastil | Quelle: Pexels

Hatha Yoga kann von jedem geübt werden, ganz egal, ob es sich um einen Anfänger, Fortgeschrittenen oder Experten handelt.

In einer Hatha Yoga Stunde werden verschiedene Körperhaltungen, Asanas genannt, praktiziert. Jede wird für etwa drei Minuten gehalten. Dies bildet nicht nur physische Kraft, sondern auch mentale: Du hast genügend Zeit, um Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung in einer Pose zu schulen.

Eine Unterrichtseinheit ist in der Regel so aufgebaut, dass verschiedene Muskelgruppen sowie Bänder und Sehnen beansprucht werden. Du bringst somit deinen gesamten Körper in ein Gleichgewicht. Zu Beginn der Stunde werden einige Runden Sonnengrüße geübt, um den Körper aufzuwärmen und dich auf der Yogamatte ankommen zu lassen.

Außerdem sind auch Atemübungen (= Pranayama) und Meditationseinheiten Teil einer klassischen Hatha Yoga Stunde. Die letzte Haltung ist Savasana: Eine passive Haltung, bei der du still auf dem Rücken liegst und dein Körper Zeit hat, die vorangegangene Praxis zu verarbeiten.

Ashtanga Yoga – das herausfordernde Yoga

Auch Ashtanga Yoga ist eine sehr traditionelle Yogaform, die in Indien entstand und seit einigen Jahrzehnten auch im Westen stets populärer wurde.

Doch was genau steckt hinter Ashtanga Yoga?

Der Sanskrit Name Ashtanga bedeutet übersetzt „acht Glieder“: ashta bedeutet acht und anga Glieder oder Teile. Dieser Name kommt daher, dass der Yogastil auf acht Grundbestandteilen basiert.

Diese sind die folgenden:

  • Moralkodex
  • Selbststudium / Selbstreinigung
  • Körperhaltungen
  • Atemübungen
  • Kontrolle der Sinne
  • Konzentration
  • Meditation
  • Zustand der Einheit

Diese Teile bauen aufeinander auf und haben die Einheit aus Körper, Geist und Seele zum Ziel. Ashtanga Yoga arbeitet mit allen Sinnen und stärkt nicht nur deine Muskeln, sondern bringt auch deinen Geist in einen zentrierten, ruhigen Zustand.

Als Begründer von Ashtanga Yoga wird in der Regel Sri Patthabi Jois bezeichnet. Dieser lernte in Mysore, Indien beim Vater des modernen Yoga, Krishnamacharya, und hat es geschafft, diesen Yogastil gerade im Westen unheimlich bekannt und verbreitet zu machen.

Noch heute reisen viele Menschen regelmäßig nach Mysore, um in der Schule von Patthabi Jois zu üben. Da dieser vor einigen Jahren verstorben ist, wird die Schule heute von seinem Enkel Sharath Jois geleitet.

Und wie wird Ashtanga Yoga nun geübt?

Bei Ashtanga Yoga handelt es sich um einen sehr dynamischen Yogastil. Es werden verschiedene Sequenzen mit festgelegten Asanas geübt. Die meisten Schüler üben ihr Leben lang die erste Sequenz, da bereits diese herausfordernd genug ist.

Im klassischen Mysore Stil wird so geübt, dass der Schüler mit der Zeit die Serie auswendig kennt und in seinem eigenen Tempo übt. Der Yogalehrer geht von Schüler zu Schüler und gibt individuelle Hilfestellungen.

Was ist Ashtanga Yoga?
Im Ashtanga Yoga übst du eine festgelegte Serie an Asanas | Quelle: Pexels

Ashtanga Yoga bringt dich nicht nur ins Schwitzen, sondern kann auch dabei helfen, besser mit Stress umgehen zu können, dich selbst besser kennenzulernen und im Hier und Jetzt anzukommen.

Du sollst eine Harmonie von Körper, Geist und Seele erlangen, während du deine Muskeln stärkst und Bänder dehnst. Ein besonderer Fokus in der Praxis liegt auf deinem Atem, da dieser dir dabei hilft, auch die anspruchsvollsten Haltungen mit genügend Übung zu meistern.

Bei Superprof kannst du einen Ashtanga Yogalehrer in deiner Nähe finden, mit dem zu zunächst in einer Privatstunde die Grundlagen dieser Yogaart lernen kannst, zB. Yoga Leipzig.

Vinyasa Yoga – das fließende Yoga

Vinyasa Yoga ist eine recht moderne Yogaart, die ebenfalls dynamisch und sehr fließend ist. Der Name setzt sich zusammen aus „nyasa“, was „etwas platzieren“ bedeutet, und „vi“, was „auf eine besondere Weise“ bedeutet. Diese Wortbedeutung gibt uns eine erste Idee davon, was hinter Vinyasa Yoga steckt.

Dieser Yogasstil wird häufig auch als bewegte Meditation bezeichnet. Bewegung und Atem werden synchronisiert, um so den Geist zu beruhigen und in der Gegenwart anzukommen. Es ist dein Atem, der dich durch die Haltungen und die Übergänge zwischen einzelnen Positionen fließen lässt und dich führt.

Einzelne Asanas werden deutlich kürzer gehalten als zum Beispiel im Hatha Yoga, dafür werden sie durch fließende Übergänge miteinander kombiniert. Es ist eine tänzerische Yoga Art, bei der du schnell in einen Flow-Zustand gelangen und abschalten kannst.

Was ist Vinyasa Yoga?
Im Vinyasa Yoga werden einzelne Haltungen fließend miteinander verbunden | Quelle: Pexels

Vinyasa Yoga macht nicht nur Spaß, sondern bringt auch viele Benefits mit sich. Regelmäßiges Üben kann deine Schlafqualität erhöhen, Rückenschmerzen verringern und dein Stressempfinden verbessern. Wie bei allen Arten von Yoga ist das Ziel, Körper und Geist in Einklang zu bringen.

Darüber hinaus entwickelst du Flexibilität, Balance und Muskelkraft und lernst, deinen Atem besser zu kontrollieren und für dich zu nutzen. Vinyasa Yoga hat also sowohl körperliche, als auch mentale und seelische Vorteile. Nach bereits einer Stunde kannst du dich ausgeglichener, zufriedener und wohler fühlen.

Oft gibt es unterschiedliche Stunden für unterschiedliche Level, so dass sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene auf ihre Kosten kommen können. Meistens wird Vinyasa Yoga in der Gruppe unterrichtet, aber viele Yogalehrer bieten auch private Stunden an. Bei Superprof kannst du zum Beispiel Vinyasa Yogalehrer in deiner Nähe finden.

Bikram Yoga – das heiße Yoga

Auch Bikram Yoga zählt zu den verbreitetsten Yogastilen und ist insbesondere in den USA sehr beliebt. Dennoch wissen längst nicht alle, was sich hinter dem Namen Bikram Yoga eigentlich verbirgt.

Das Hauptmerkmal von Bikram Yoga ist, dass diese Yoga Art in einem bis zu 40 Grad Celsius heißen Raum mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit unterrichtet wird.

Warum?

Bikram Yoga wurde von dem aus Indien stammenden Bikram Choudhury begründet. Dieser hat Yoga in seiner Heimatstadt Kalkutta gelernt und möchte mit dem warmen, feuchten Raum die Bedingungen nachstellen, unter denen er Yoga gelernt hat.

Es heißt, dass die Temperatur und Luftfeuchtigkeit jedoch auch vielfältige Vorteile mit sich bringen: So soll das Herz-Kreislaufsystem trainiert werden, die Bänder und Sehnen sind elastischer und durch das starke Schwitzen findet eine Entgiftung statt.

Bikram Choudhury hat mit dem Yoga angefangen, nachdem er einen schweren Unfall hatte und ihm Yoga geholfen hat, schnell zu genesen und seinen Körper zu heilen. Gemeinsam mit seinem damaligen Yogalehrer Bishnu Ghosh hat er eine Sequenz aus 26 Übungen entwickelt, die er später als Bikram Yoga weitergegeben hat.

Diese Art des Yogas, die auch als Hot Yoga bekannt ist, soll den Körper herausfordern und damit heilen und gleichzeitig positive Effekte auf dein geistiges und spirituelles Wohlbefinden haben. Es führt zu erheblicher mentaler Stärke, wenn du es schaffst, unter den quälenden Raumbedingungen nicht aufzugeben und weiter zu üben.

Allerdings ist Bikram Yoga gegebenenfalls nicht für diejenigen geeignet, die besonders hitzeempfindlich sind – denn 90 Minuten unter genannten Bedingungen sind eine große Anstrengung. Allgemein sollte jeder, der Bikram Yoga praktiziert, vor und nach der Stunde ausreichend Wasser trinken.

Was ist Bikram Yoga?
Bikram Yoga wird in einem warmen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit geübt | Quelle: Pexels

Zusammengefasst gibt es viele unterschiedliche Arten von Yoga, die allesamt unsere physische und geistige Konstitution verbessern. Bei den vielen verschiedenen Yogastilen gibt es in der Regel für jeden den richtigen – du musst ihn nur finden. In diesem Artikel haben wir dir die vier gängigsten Yogaarten kurz vorgestellt.

Wenn du unsicher bist, ob du durch vorherige Verletzungen oder deinen gesundheitlichen Zustand Yoga praktizieren solltest, sprich vorher mit deinem Arzt über dein Vorhaben. Erzähle auch deinem Yogalehrer von möglichen Verletzungen oder Beschwerden, damit diese dir Bescheid geben können, wenn du bestimmte Asanas nicht üben solltest oder es eine Variation gibt, die passender für dich ist.

Vergiss nicht, dass niemand zu alt oder zu jung ist, um Yoga auszuprobieren – es gibt genügend verschiedene Yogaarten und Level, so dass jeder etwas Passendes finden kann!

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Miriam