Yoga ist derzeit so beliebt wie noch nie! In unserer stressigen und gehetzten Zeit sehnen sich viele Menschen nach einer Auszeit, also einem Retreat, und seelischer Entspannung.

Wenn Du Dich hier wiederfindest und dich Yoga interessiert, dann ist diese Artikel-Reihe genau das Richtige für Dich!

Im folgenden Artikel erfährst Du wichtige Informationen zu Yoga und Meditation.

Aber auch ganz praktische Dinge kannst Du hier mitnehmen: Welche Yogamatte kaufe ich? Welche Videos eignen sich für meine Yoga Session zu Hause? Wie funktioniert das genau mit der Meditation?

Wir wünschen eine angenehme Lektüre!

Was sind Yoga und Meditation?

Die Frage, was eigentlich hinter Yoga und Meditation steckt, ist elementar und doch schwierig, kurz und knapp zu beantworten.

Denn beides basiert auf einer Jahrtausende alten indischen Lehre und einem ganzen Philosophiesystem. Während man Yoga derzeit vor allem mit Yoga Flows und Asanas (Asana = Yoga Figur) verbindet, so bildet das nur einen winzigen Teil von dem ab, was Yoga eigentlich ist.

Der Begriff Yoga stammt aus dem Sanskrit und bedeutet in etwa "Einheit" oder "Verbindung". Der Yogi strebt also ein Gefühl von Einheit an: Er möchte Körper, Geist und Seele in Einklang bringen und eine Verbindung zwischen sich und seiner Umwelt herstellen.

Dahinter steckt der grundlegende Glaube, dass wir alle verbunden sind mit der göttlichen Ur-Seele. Es geht im Yoga darum, zu erkennen, dass wir nicht getrennt von allem anderen sind, sondern dass wir alle Eins sind.

Dazu gilt es, den Geist zu verstehen und zur Ruhe zu bringen. Im Alltag dominiert meist unser Ego, welches wir mit der Yoga- und Meditationspraxis reduzieren wollen. Meditation ist ein wesentlicher Teil von Yoga, selbst die Asana-Praxis wirkt meditativ.

Was bringt Yoga und Meditation?
Meditatives Yoga und Meditation bauen Stress ab, regen Selbstheilungskräfte an und verbinden dich mit dir selbst | Quelle: Unsplash

Meditation heißt, in unserer Mitte und in dem gegenwärtigen Moment zu verweilen, ohne aktiv Gedanken nachzuhängen. Meditation hebt uns auf eine höhere Bewusstseinsebene, auf welcher wir die Verbindung zwischen uns und allem anderen stärker wahrnehmen können.

Meditation ist Yoga und wahres Yoga geht nicht ohne Meditation. Deshalb integrieren die meisten Yogalehrenden Meditationseinheiten in ihre Yogakurse. Indem wir Yoga und Meditation praktizieren, erlangen wir mehr Gelassenheit, Stabilität und Gesundheit.

Würden wir nur Asanas praktizieren, würden wir zwar an Stärke, Flexibilität und sicherlich auch Ausgeglichenheit gewinnen. Erst die Meditation hilft uns aber, uns zu zentrieren, geistige Klarheit und innere Kraft aufzubauen.

Wir können also mithilfe dieser beiden Praktiken ein erfüllteres Leben leben. Gerade in unserer heutigen Welt sind wir geplagt von Hektik, Schnelllebigkeit und langen To-Do-Listen. Du kannst mit Yoga Stress abbauen und ebenso auch Meditation gegen Stress einsetzen. Dein Nervensystem wird beruhigt und Stresssymptome gelindert. Es lohnt sich also, sich näher mit beidem auseinanderzusetzen.

Falls du denkst, dass Yoga nichts für dich ist, weil du nicht beweglich / fit / schlank / etc. genug bist, dann sei dir gesagt: Wenn du atmen kannst, kannst du Yoga üben. Im Yoga geht es nicht darum, die Füße hinter den Kopf zu bringen oder die Zeitung im Handstand zu lesen. Wir suchen innere Ausgeglichenheit, Achtsamkeit und Ruhe. Das einzige Werkzeug, was wir dafür wirklich brauchen, ist unser Atem. Alles weitere ist lediglich "nice to have".

Wie finde ich die richtige Yogamatte?

Beim Yoga braucht man nicht viele Accessoires. Gerade wer sich noch zu den Newcomern zählt, braucht eigentlich nur das eine…: eine gute Yogamatte!

Denn dank einer Matte könnt Ihr überall Yoga machen – selbst auf hartem Boden!

Eine Yoga Matte bietet Komfort, Schutz, Sauberkeit und trägt auch zu dem „Ritual-Charakter“ Eurer Yoga Session bei – ein Punkt, der nicht zu unterschätzen ist!

Die Dicke der Yoga Matte ist entscheidend!
Die Yoga Matte ist das wichtigste Accessoire um dein Shakti zu beleben! | Quelle: Unsplash

Doch wie wähle ich nun die passende Yogamatte aus?

In der Welt der Fitnessmatten gibt es weit mehr Auswahl, als man zunächst für möglich hält. Und nicht alle sind geeignet für Yoga. Vor allem die Campingmatte – sehr weich und rutschig – solltet Ihr im Schrank lassen, wenn Ihr Euch an Sonnengruß und Co. ausprobiert.

Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, wofür Ihr die Matte kauft:

  • Welche Art von Yoga machst Du?
  • Trägst Du die Matte viel mit Dir durch die Gegend?
  • Möchtest Du die Matte auch für Pilates und andere Workouts benutzen?
  • Auf welchem Niveau bist Du?

Was diese Fragen dann mit der Auswahl Deiner Matte zu tun haben, erfährst Du auch in unserem verlinkten ausführlichen Artikel zu dem Thema.

Dort sprechen wir dann auch über die wichtigsten Kriterien, nach denen Ihr Eure Yoga Matte auswählen solltet:

Das Material

Nicht nur wegen der Qualität, sondern auch aus Liebe zu unserer Umwelt, sollte man sich unbedingt genauer mit den Materialien beschäftigen aus denen unsere Yoga Matten gemacht sind!

Eine der gängigsten Materialien ist der Kunststoff „Polyvinylchlorid“ (kurz: PVC). Der Vorteil dieser Matte: Rutschfest, einfach zu reinigen und günstig. Der Nachteil: PVC kann giftig sein – für Mensch um Umwelt. Es ist nicht ökologisch abbaubar und stößt bei seiner Verbrennung giftige Stoffe aus!

Achtet also darauf, dass wenn Ihr Euch für eine PVC Matte entscheidet, diese den unabhängigen Oeko-Test Standard 100 Siegel hat. Dann könnt Ihr sorgenfrei trainieren!

Tolle naturfreundlichere Materialien sind zum Beispiel Naturkautschuk, Kork oder der recycelbare Kunststoff TPE (Thermoplastische Elastomere).

Was ist die beste Yogamatte?
Die wichtigsten Faktoren bei der Mattenwahl sind Rutschfestigkeit, Material und natürlich der Preis | Quelle: Unsplash

Die Dicke/ Dämpfung der Matte

Je dicker eine Matte, desto besser dämpft sie Sprünge und Belastungen auf Gelenke und Knochen. Gerade für Einsteiger sehr angenehm oder wenn du besonders empfindlich bist. Je dicker die Matte, desto gepolsterter bist du für sitzende und liegende Positionen.

Doch mit jedem Millimeter mehr Matte verliert Ihr auch an Bodenhaftung – die sehr wichtig ist beim Yoga für eine gute Balance. Eine dünnere Matte verleiht dir mehr Stabilität, gerade in den Standhaltungen.

Je nach Yoga Art, Eurem Level, dem Untergrund auf dem Ihr übt und der Empfindlichkeit Eurer Gelenke ist eine Yoga Matte ungefähr zwischen 4mm und 7mm dick. Wäge ab, wie wichtig dir Polsterung und Stabilität sind und entscheide dann, welche Dicke für dich geeignet ist.

Wenn Ihr dann noch gerne Pilates oder andere Übungen auf der Matte durchführen wollt, kann sie auch dicker werden. Ein Pilates Matte ist bis zu 15mm dick - dabei musst du dann aber mit deutlichen Abstrichen bezüglich Standhaftigkeit rechnen.

Auch zu beachten ist, wie häufig du deine Matte mit von A nach B nehmen wirst. Umso dicker, desto schwerer und sperriger ist die Yogamatte. Möchtest du mit ihr reisen, empfiehlt es sich, auf dünnere Yogamatten zurückzugreifen. Es gibt sogar spezielle Reisematten, die nur 1-2 mm dünn und angenehm leicht sind.

Möglicherweise möchtest du dir also gleich zwei Matten zulegen: Eine für die Heimpraxis und eine Reiseyogamatte.

Der Preis

Für eine wirklich gute Yoga Matte aus tollem Material kann man schon mal um die 100 Euro ausgeben.

Doch keine Angst: Gerade als Yoga Einsteiger ist das absolut nicht notwendig. In herkömmlichen Sportgeschäften wie Sportscheck, Karstadt Sport, Intersport oder Decathlon oder auch bei Google findet man schon gute Matten ab 20,00 Euro.

Ein Garant für Qualität sind natürlich auch etablierte Marken. Neben Nike, Adidas und Co. seid Ihr bei diesen Marken zum Beispiel an der richtigen Adresse: Chin Mudra, Lululemon, Manduka oder Jade! Einige dieser Marken sind beispielsweise für besonders nachhaltige Matten aus Naturmaterialien bekannt.

Wo machst Du lieber Yoga?
Yoga Kurs im Fitnessstudio vs. Workout zu Hause! | Quelle: Unsplash

Yoga für Anfänger Zuhause und ohne Partner

Es fehlt Dir an Zeit – und auch an Geld –, um einen Yogakurs im Fitnessstudio oder einer Yoga Schule in Deutschland zu machen?

Es kann die verschiedensten Gründe haben, warum Du eigentlich lieber selbstständig zu Hause Sport machen würdest… Dafür ist Yoga natürlich ideal! Denn man braucht nicht viel, außer einer Matte und ein ruhiges Fleckchen Erde – ob im Wohnzimmer, im Garten oder im nächsten Park.

Auch wenn Du erst mit Yoga für Anfänger starten möchtest und noch ganz neu bist auf dem Gebiet, ist es möglich, das privat zu Hause auszuprobieren.

Trotzdem sollte hier vielleicht kurz angefügt werden, dass – wenn Du die Möglichkeiten hast – ein individueller Yoga Trainer natürlich viel besser Deine Haltung korrigieren und auf Dich eingehen kann.

Wenn Du also zu Hause übst, ist gegebenenfalls ein Spiegel zur Überprüfung praktisch.

Wie lerne ich also alleine zu Hause die Yoga Posen, Abläufe und Haltungen? Die gängigste Methode sind Video Kurse. Entweder als DVD oder online über Youtube Kanäle könnt Ihr Euch erfahrene Yoga Lehrer ins Wohnzimmer holen – oft sogar kostenlos.

Dabei habt Ihr gerade im Internet die Qual der Wahl. Wie auch im persönlichen Yogakurs gilt hierbei: Ein Topf muss erstmal sein Deckelchen finden! Denn jeder Lehrer hat seinen ganz eigenen Stil.

Es ist normal, dass Euch manche Kurse Spaß machen werden und manche nicht. Wählt Euch den Lehrer aus, dessen Erklärungen Ihr am besten versteht und den Ihr am angenehmsten findet.

Hier sind einige Vorschläge von uns für Yoga-DVDs:

  • YOGABASICS Grundkurs: 10 Stunden Yoga für Anfänger, Silvio Fritzsche (DVD)
  • Pur Rücken Yoga, Aloka Wunderwald (DVD)

Und das sind unsere online Empfehlungen beliebter Youtube-Kanäle:

  • Happy and Fit Yoga (You Tube Kanal)
  • Ursula Karven: Komplettes Yoga Training (You Tube Video)
  • Mady Morrison: Mady (aus Deutschland) postet Yoga Flows für Anfänger und Fortgeschrittene ebenso wie kurze Meditationen
  • Yoga with Adrienne: Die US-Amerikanerin veröffentlicht regelmäßig ansprechende Yogaeinheiten auf ihrem Yoga Youtube Kanal zu verschiedenen Themen und in unterschiedlichen Längen
  • YOGABASICS: Hier gibt es Yogavideos für Anfänger, Tutorials, Yoga Grundlagen und Yogaübungen gegen Rückenschmerzen
  • Wanda Badwal Yoga: Wanda bietet schöne Yogaübungen für den Abend oder den Morgen ebenso wie Mantras, Meditationen und Atemübungen

Mit den schönen You Tube-Kanälen kannst du dir quasi online dein eigenes Retreat in Deutschland zaubern! Mehr zu dem Thema erfahrt Ihr mehr in unserem oben verlinkten ausführlichen Artikel.

Die besten Filme über Yoga und Meditation

Yoga ist eine uralte indische Philosophie, die ihren Weg in das 21. Jahrhundert gefunden hat und heute nicht nur bei Google so populär ist wie noch nie. Kreative Flows, Retreat und neue Studios sprießen überall in Deutschland aus der Erde.

Doch hat diese Popularität natürlich auch zu einer gewissen Kommerzialisierung beigetragen. Das moderne Yoga ist vor allem geprägt von akrobatischen und schweißtreibenden Übungen und fancy Retreat in den verschiedensten Varianten.

Doch zum traditionellen Yoga gehört noch so viel mehr! Für erfahrene Yogis ist Meditation ein wichtiger Bestandteil einer Yoga Session.

Meditation und Yoga sind unzertrennlich!
Shakti Om! Yoga hat eine uralte Tradition | Quelle: Unsplash

Yoga soll Körper und Geist wieder in Einklang bringen und unser Bewusstsein für unsere Gedanken schärfen. Denn: Wer bewusster wahrnimmt, kann auch achtsamer handeln und denken. So können wir dank Meditation und Yoga Stress abbauen. Und das ist mittlerweile sogar medizinisch bewiesen.

Anschaulich beschrieben sind etliche medizinische Studien zu diesem Thema zum Beispiel von James Kingsland in seinem Buch „Die Hirnforschung auf Buddhas Spuren“. Um mehr zu diesem Thema zu erfahren, könnt Ihr Euch unsere Filmtipps zum Thema Yoga & Meditation zu Gemüte führen und Euch die dort empfohlenen Dokumentationen anschauen.

Dank der Filme könnt Ihr den Ursprung von Yoga besser verstehen und lernt viel über die Praktiken von Yoga, wie zum Beispiel die ganzen Fachbegriffe (asana, iyengar, pranayama, kundalini, mantra, shakti, chakra,…).

Außerdem hilft es Euch, einen Einblick in die unterschiedlichen Yoga Arten zu erhalten:

  • Hatha Yoga,
  • Vinyasa Yoga,
  • Ashtanga Yoga,
  • Arial Yoga
  • Power Yoga
  • Bikram Yoga
  • Hormon Yoga
  • Yin Yoga
  • Kundalini Yoga
  • Shakti Yoga

Wie kann ich Meditation Lernen?

Yoga ist also nicht nur eine körperliche Betätigung. Wenn man zu den Ursprüngen der indischen Philosophie zurückgeht, dann wird deutlich, dass es eine Form der Meditation ist – mit dem Ziel, mehr Bewusstsein für Körper und Gedanken zu schaffen!

Dank der Atemtechniken und dem langen Halten von bestimmten Asanas werden sich Yogis ihrer Körper ganz besonders bewusst und entspannen im Idealfall. Meditation kommt in vielerlei Formen – sie ist nicht nur reserviert für buddhistische Mönche und Esoteriker.

Gerade in dem Diskurs der heutigen Medizin spielt Meditation eine wichtige Rolle. Denn die Vorteile, die Meditation für unseren Körper hat, sind inzwischen wissenschaftlich bewiesen:

  • Wir bauen Stress ab und sind allgemein glücklicher
  • Wir sind kreativer
  • Wir schlafen besser
  • Wir werden empathischer
  • Unser Gehirn altert langsamer

Wenn Du gerne mit der Meditation anfangen möchtest, dann stell Dich darauf ein, dass es ein wenig Zeit braucht, bis Du „ankommst“. Meditation muss geübt werden, genau wie eine Sportart oder ein Instrument.

Während der Mediation werden wir Zeugen unserer eigenen Gedanken und Empfindungen. Dadurch, dass wir bewusster unsere Emotionen wahrnehmen, können wir sie auch besser kontrollieren.

Das Ziel der Meditation ist, sich selber besser kennenzulernen und achtsamer zu werden. Dabei gibt es kein "richtig" und kein "falsch".

Wieso möchtest Du meditieren?
Meditation: Für mehr Entspannung im Alltag! | Quelle: Unsplash

Aller Anfang ist schwer!

Folgende Tipps sollen Dir helfen, besser in die Meditation zu starten (mehr Ratschläge zum Thema Meditieren Lernen findest Du hier).

  • Wählt den richtigen Zeitpunkt aus
  • Wählt den richtigen Ort dafür aus
  • Setzt Euch ein Zeitlimit
  • Macht es Euch gemütlich
  • Konzentriert Euch auf Eure Atmung
  • Befreit Euch von Euren Alltags-Gedanken
  • Lasst Den Gedanken freien Lauf
  • Freunde dich mit Stille an

Es empfiehlt sich außerdem entweder mit einem Lehrer (z.B. Yoga Berlin) oder einem Freund gemeinsam zu meditieren. Das fördert die Konzentration!

Für mehr Informationen zu diesen Themen, klicke Dich gerne durch unsere ausführlichen Artikel dazu!

Meditationsübungen gegen Stress

Meditation ist ein weites Feld und es gibt nicht nur die eine Art zu meditieren. Viel mehr gibt es ganz unterschiedliche Meditationsformen, oft geprägt von verschiedenen spirituellen Richtungen und buddhistischen Linien.

Für uns Westler ist die beste Weise, uns dem weiten Feld der Meditation zu nähern, mit der sogenannten Achtsamkeitsmeditation zu beginnen. Diese hilft uns, im Hier & Jetzt anzukommen und den gegenwärtigen Moment voll wahrzunehmen und auszukosten.

Denn - Fluch und Segen zugleich: Meist befinden wir uns mit unserer Aufmerksamkeit entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Dort liegen unsere Sorgen und Ängste verborgen. In der Gegenwart ist meistens alles in Ordnung - was Personen Kummer bereitet, ist entweder bereits geschehen oder noch gar nicht eingetroffen (wer weiß, vielleicht trifft es auch gar nie ein?).

Daher ist es wertvoll, zu lernen, den Fokus immer wieder ins Hier & Jetzt zu lenken. Das hilft dir zu mehr Gelassenheit, Entspannung und vor allem auch Konzentration. Du kannst mit Meditation Stress abbauen, der dich belastet. Allgemein steigert Meditation nicht nur deine geistige Leistungsfähigkeit, sondern regt auch deine Selbstheilungskräfte an.

Wenn du dich fragst, wie du eine Meditations Praxis in deinen ohnehin schon vollen Terminkalender noch integrieren sollst, keine Sorge: Du musst nicht gleich stundenlang meditieren. Positive Effekte stellen sich für fast alle Personen auch schon nach wenigen Minuten täglich ein.

Wichtig ist allein die Regelmäßigkeit. Mach Meditieren zu deiner Routine, ohne die sich dein Tag unvollständig anfühlt. Und das wird er auch bald, sobald du den Unterschied spürst, was tägliche Meditation mit deinem Wohlbefinden macht.

Du suchst eine Anleitung zum Meditieren?
Happy You! Mit der richtigen Anleitung wird das Training der Meditation ganz leicht | Quelle: Unsplash

Setz dir also zu Beginn das Ziel, mit 5-10 Minuten Meditation am Morgen oder am Abend (oder bestenfalls beides) zu starten. Gerade die Morgen- und Abendstunden eignen sich besonders gut, da unser Geist hier auf natürliche Weise noch oder schon inaktiver und ruhiger ist. Es wird dir dann leichter fallen, still zu sitzen.

Vielleicht hilft dir unsere folgende Anleitung zum Meditieren in Stille, den Einstieg zu schaffen:

  1. Finde eine angenehmen Sitz an einem ruhigen Ort. Du kannst, musst aber nicht im Lotus oder Schneidersitz am Boden bzw. auf einem Meditations Kissen sitzen. Alternativ kannst du auch auf einem Stuhl Platz nehmen. Achte aber darauf, dass deine Wirbelsäule aufrecht ist, deine Schultern entspannt und dein Nacken frei. Lehne dich also nicht komplett an die Stuhllehne an.
  2. Leg die Hände in deinen Schoß und schließ die Augen. Lenke deine Aufmerksamkeit nun auf deine Atmung. Spür, wie dein Atem natürlich durch die Nase ein- und ausströmt. Versuche nicht, deine Atmung zu verändern - beobachte sie einfach. Vielleicht spürst du die Luft in deinen Nasenflügeln und nimmst wahr, wie die einströmende Luft kühler ist als die ausströmende. Oder du konzentrierst dich auf die vielen kleinen Bewegungen, die der Atem in deinem Körper, vor allem in deinem Bauch und Brustbereich, auslöst. Nimm die wellenartigen Bewegungen wahr. Indem du den Atem zu deinem Meditationsobjekt machst, schenkst du deinem Geist eine Aufgabe und er wird zunehmend ruhiger.
  3. Sieh dich als Beobachter deiner Atmung und deiner Gedanken. Ärgere dich nicht, wenn Gedanken kommen. Denn sie werden kommen! Du kannst nicht aufhören zu denken. Du kannst aber lernen, deinen Gedanken nicht nachzuhängen, sie nicht bewusst zu verfolgen. Stell sie dir wie Wolken am Himmel vor, die stetig an dir vorbeiziehen und wieder verschwinden. Gerade zu Beginn wirst du natürlich häufig Gedanken nachhängen. Sobald du das feststellst, bring die Aufmerksamkeit einfach zurück auf deinen Atem ohne dich dafür zu verurteilen. Das ist alles ganz normal und passiert jedem noch so meditationserfahrenen Yogi!
  4. Mit etwas Übung, kannst du probieren, auch deine Umgebung bewusst wahrzunehmen, während du mit deinem Fokus auf deiner Atmung bleibst. Spür den Untergrund unter dir, nimm verschiedene Geräusche wahr ebenso wie Gerüche oder Wind, falls du draußen meditierst. Nimm dich selbst wahr, wie du in deiner Umgebung sitzt und atmest. Das lässt ein Gefühl der Verbundenheit entstehen: Du wirst präsent in diesem Moment und bist voll und ganz hier.
  5. Nimm nach etwa 5-10 Minuten in Stille (natürlich gerne auch länger) noch drei letzte tiefe Atemzüge und öffne dann langsam deine Augen. Bleib noch ein paar Momente sitzen und spüre nach. Vielleicht schaffst du es, das Gefühl der achtsamen Verbundenheit noch eine Weile mit in deinen Tag zu nehmen.

Stell dir am besten vorab deinen Wecker, der dich nach der von dir angestrebten Zeit schonend aus der Meditation holt. Hast du kein Zeitlimit, so kannst du natürlich auch intuitiv so lange sitzen bleiben, wie es sich für dich gut anfühl. Wer weiß - vielleicht meditierst du dann ja länger als gedacht!

Die Achtsamkeitsmeditation hilft dir, Bewusstsein für den jetzigen Moment zu entwickeln. Das übt sich gut im aktiven Meditieren, Achtsamkeit kann aber auch im Alltag praktiziert werden, zum Beispiel während dem Zähne putzen oder spülen. Dazu bringst du bei jeder Handlung und allem, was du tust, deinen Fokus genau auf das, was du tust. Führe jeden Handgriff und jeden Schritt ganz bewusst durch. Wer weiß, vielleicht fällt dir so ja viel weniger herunter oder du stößt weniger Wassergläser um...

Achtsamkeit im Alltag zu leben ist Yoga in Action! Denn, wie zu Beginn bereits erläutert, sind Yoga und Meditation untrennbar miteinander verbunden. Finde deinen Weg und sammel eigene Erfahrungen, diese beiden Praktiken in dein Leben zu integrieren.

 

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Miriam

Miriam arbeitet als freie Autorin & Yogalehrerin. Getrieben von großer Neugier liebt sie es, Neues zu entdecken und zu erlernen; sich selbst weiterzuentwickeln und anderen dabei zu helfen.