Wir befinden uns im Jahre 50 v.Chr. Ganz Germanien ist von den Römern besetzt... Ganz Germanien? Nein!

Der größte Teil des heutigen Deutschlands geriet nie unter römische Herrschaft. Der Rhein diente lange als natürliche Grenze zu Germanien. 55 v. Chr. setzte Julius Caesar erstmals mit seinen Truppen über den Rhein und ab 12 v. Chr. führte der Feldherr Drusus unter Kaiser Augustus mehrere Feldzüge nach Germanien durch. Die Versuche, das rechtsrheinische Gebiet bis zur Elbe zur Provinz zu machen, dauerten fast 30 Jahre und waren letzten Endes vergeblich. Man nennt sie übrigens die Augusteischen Germanenkriege (nach Kaiser Augustus natürlich).

Aber was wollten die Römer überhaupt in Deutschland? War ihnen Rom und seine Schönheit nicht genug? Ist Germanien und Deutschland das Gleiche? Wer waren die Germanen? Und welche Spuren haben die Römer in Deutschland hinterlassen?

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Und los geht's

Germanen und ihre Rolle in der römischen Geschichte

Die Germanen spielten eine zentrale Rolle in der Geschichte der Römer, sei es als Gegner, Verbündete oder Handelspartner. Ihr Land, von den Römern oft als „Barbaricum“ bezeichnet, war für die Eroberer eine Quelle von Herausforderungen und zugleich ein Mysterium. Doch wer genau waren die Germanen, und warum wagten die Römer sich in ihr unwirtliches Gebiet?

Wer waren die Germanen?

Die Römer bezeichneten alle Stämme, die nördlich des Römischen Reiches lebten, als „Germanen“. Dieses Gebiet umfasste die Regionen rechts des Rheins bis nach Skandinavien. Interessanterweise nannten sich die Germanen selbst niemals so. Sie waren kein einheitliches Volk, hatten keine gemeinsame Identität und keinen gemeinsamen Staat. Vielmehr bestand „Germanien“ aus zahlreichen Stämmen, die oft untereinander verfeindet waren.

Zu diesen Stämmen gehörten unter anderem die Westgoten, Alemannen, Sachsen, Angeln, Bajuwaren und Franken – insgesamt waren es etwa 70 Stämme. Ihre Gesellschaftsstrukturen waren einfach, und sie lebten vorwiegend von der Landwirtschaft und dem Vieh.

Der römische Schriftsteller Publius Cornelius Tacitus beschrieb die Germanen in seinem Werk „Germania“ als rückständig und roh. Er schilderte sie als Menschen, die durch die harten Lebensbedingungen ihrer rauen Heimat geprägt waren – ein Land voller Wälder, Sümpfe und Gebirge. Die Römer sahen die Germanen daher als „Barbaren“, ein Begriff, der sich aus ihrer Perspektive auf die vermeintlich unzivilisierten Völker ableitete.

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Warum wollten die Römer Germanien erobern?

Anfangs interessierten sich die Römer kaum für das Gebiet der Germanen, das sie „Barbaricum“ nannten. Germanien galt ihnen als unwirtlich und wenig lohnenswert. Julius Caesar etwa hatte das Ziel, Gallien bis zum Rhein zu unterwerfen, was ihm nach sechs Jahren gelang. Die Germanen spielten für ihn lediglich als Söldner im Kampf gegen die Kelten eine Rolle. Das unwirtliche Land rechts des Rheins erschien den Römern wenig erstrebenswert.

Doch im Jahr 16 v. Chr. änderte sich die Lage. Ein germanischer Stamm überquerte den Rhein und vernichtete die V. Legion unter Marcus Lollius. Dieser Angriff alarmierte Rom und führte zu einer politischen Neuorientierung.

Kaiser Augustus plante daraufhin, Germanien bis zur Elbe zu erobern und das Gebiet in eine neue Provinz, Germania, zu integrieren. Die Römer erhofften sich von Germanien nicht nur eine sichere Grenzregion, sondern auch die Kontrolle über strategische Handelsrouten und die Ausbeutung von Ressourcen wie Holz, Pelzen und Metallen.

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Eroberung und Rückzug: Der Kampf um Germanien

Die römischen Feldzüge nach Germanien begannen unter Kaiser Augustus um 12 v. Chr. Der Feldherr Drusus leitete mehrere Kampagnen, um das rechtsrheinische Gebiet zu erobern. Diese Eroberungsversuche dauerten fast 30 Jahre und sind heute als Augusteische Germanenkriege bekannt. Drusus konnte erste Erfolge erzielen und drang bis zur Weser vor. Nach seinem Tod übernahm sein Bruder Tiberius die Kampagnen und führte die römischen Truppen bis zur Elbe.

Doch die Germanen leisteten erbitterten Widerstand. Besonders berüchtigt ist die Schlacht im Teutoburger Wald im Jahr 9 n. Chr., auch als Varusschlacht bekannt. Unter der Führung des Cheruskerfürsten Arminius überfielen germanische Stämme drei römische Legionen und töteten über 15.000 Soldaten – etwa ein Achtel des gesamten römischen Heeres. Diese verheerende Niederlage schockierte Rom zutiefst. Kaiser Augustus soll gerufen haben: „Varus, gib mir meine Legionen zurück!“.

Gemälde einer Schlacht mit Pferden
Ein Kunstwerk von Wilhelm Lindenschmit über die Varusschlacht. Es hängt in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe

Nach dieser Niederlage änderten die Römer ihre Strategie. Statt Germanien vollständig zu erobern, beschränkten sie sich auf die Sicherung der Rheingrenze. Der Rhein wurde zur natürlichen Grenze zwischen der römischen Provinz Niedergermanien und den freien Germanenstämmen im Osten. Um die Grenze zu schützen, errichteten die Römer später den Limes, ein Befestigungssystem, das sich über Hunderte Kilometer erstreckte.

Trotz der Aufgabe des Eroberungsplans blieb der Einfluss der Römer in der Region spürbar. Links des Rheins, in den heutigen Gebieten von Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern, gründeten sie Städte und errichteten Handelsnetze. Die Kultur und Technik der Römer prägten die Entwicklung dieser Regionen nachhaltig. Germanien hingegen blieb unabhängig, wenn auch stark beeinflusst durch den Kontakt mit der römischen Welt.

Auf den Spuren der Römer in Deutschland

Die Römer hinterließen in Deutschland zahlreiche Spuren, insbesondere in den von ihnen gegründeten oder erweiterten Städten entlang des Rheins und der Donau. In vielen dieser Städte kann man noch lateinische Inschriften an alten Gebäuden und besonders Kirchen erkennen. Die Nachhilfe Latein kann sich also durchaus bezahlt machen, wenn man sich anhand dieser Hinweise auch geschichtlich durch eine Stadt navigieren kann. Die wichtigsten Sehensürdigkeiten in den jeweiligen Städten haben wir dir in dieser Tabelle zusammengefasst:

OrtSehenswürdigkeit/Museum
TrierPorta Nigra, Kaiserthermen, Amphitheater, Römische Brücke
KölnRömisch-Germanisches Museum, Dionysos-Mosaik, Prätorium, Römerturm
MainzRömisch-Germanisches Zentralmuseum, Museum für Antike Schifffahrt, Drusus-Ehrenmal
XantenArchäologischer Park Xanten
AugsburgRömisches Museum in der Dominikanerkirche, Augustusbrunnen
RegensburgPorta Praetoria, Historisches Museum Regensburg
KemptenArchäologischer Park Cambodunum (Tempel, Thermen, Forum)
WiesbadenHeiße Quellen, nahe römischer Festung Saalburg
KoblenzÜberreste des Castellum apud Confluentes
AndernachRömisches Badehaus
NeussClemens-Sees-Museum, Ausgrabungsstätte Romanrum
BonnHaus der Geschichte, Landesmuseum Bonn
WeissenburgRömisches Kastell, Thermenanlagen
EichstättRekonstruiertes römisches Gutshaus, Museum 'Römische Landwirtschaft'
KrefeldBurg Linn Museum
OsnabrückMuseum in Kalkriese (Varusschlacht)

Trier (Augusta Treverorum)

Entsprechend dem Wunsch des Kaisers Augustus, bauten die Römer vor 2000 Jahren eine Stadt, die größer war als alles, was damals nördlich der Alpen bekannt war: Trier, das "Zweite Rom", wurde gegründet. Die ehemalige Hauptstadt des Weströmischen Reiches wurde zur Residenz von sieben (!) römischen Kaisern, darunter auch Kaiser Konstantin der Große, der Pionier des Christentums. 

Es ist also nicht verwunderlich, dass man in Trier heute noch das größte Ensemble römischer Denkmäler außerhalb Roms findet. Acht davon gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Augsburg (Augusta Vindelicorum)

Auch Augsburg wurde - genau wie Trier - von Kaiser Augustus gegründet und war 400 Jahre lang die Hauptstadt der römischen Provinz Raetien, die sich bis ins heutige Italien erstreckte. Augsburg hat noch den Tannenzapfen im Wappen, der einst das Symbol der römischen Armee war. Sehenswürdigkeiten wie das ausgedehnte Kanalsystem der Stadt stammen noch aus dieser Zeit und das "Römische Museum" in der "Dominikanerkirche St. Magdalena" präsentiert wertvolle Entdeckungen der antiken Vergangenheit. Der Augustusbrunnen wurde während der Renaissance erbaut und ist eine Hommage an den Gründer der Stadt.

Köln (Colonia Claudia Ara Agrippinensium)

Köln, ursprünglich Colonia Claudia Ara Agrippinensium genannt, gründeten die Römer im Jahr 50 als Außenposten, der später die Hauptstadt der Reichskolonien in Niederdeutschland wurde. Colonia Claudia diente bis zur Besetzung durch die Franken im Jahr 462 als römische Hauptstadt.

Heute ist Köln die viertgrößte Stadt Deutschlands, in der die Römer ihre Spuren hinterlassen haben: Das Römisch-germanische Museum in Köln ist eines der meistbesuchten Museen in Deutschland und besitzt drei Millionen römische Artefakte. Dazu gehören das rekonstruierte Grab von Poblicius, eine außergewöhnliche Sammlung römischen Glases und Schmucks sowie ein vollständiger Mosaikboden mit Darstellungen des Lebens von Dionysos. Das Museum wurde tatsächlich um den Boden herum gebaut!

EIn großes Mosaik, das das Leben des Dionysos zeigt.
Das Mosaik in Köln zeigt das Leben des Dionysos.

Unter dem Alten Rathaus befinden sich die strukturellen Überreste des Prätoriums oder des Parlamentsgebäudes der militärischen Kommandozentrale des Imperiums in Colonia Claudia. Außerdem kann man die römischen Kanalanlagen besichtigen.

Weiden

In Weiden, nur 10 Kilometer westlich von Köln befindet sich ein römisches Grab aus dem zweiten Jahrhundert. Die Grabkammer beeindruckt durch architektonische Bögen, kunstvoll geschnitzte Steinschatullen und Büsten. In der ganzen Stadt finden sich noch Reste von Wachtürmen, Befestigungsmauern und vieles mehr, beispielsweise in der Komödienstraße und der Ecke Tunistraße sowie an der Kreuzung der Zeughausstraße und der St.-Alpen-Straße. 

Neuss (Novaesium)

Auf der anderen Seite des Rheins blickt Neuss auf eine über 2 000-jährige Geschichte zurück, die bis in die Zeit der römischen Militärbefestigung zurückreicht, die damals als Novaesium bekannt war. Gefundene römische Keramik und Werkzeuge sind im Clemens-Sees-Museum ausgestellt und die nahe gelegene Ausgrabungsstätte Romanrum ermöglicht einen Blick auf die Überreste eines römischen unterirdischen Gewölbes.

Bonn (Bonna)

Bonn ist ebenfalls mehr als 2.000 Jahre alt und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte von der römischen Siedlung Castra Bonnensia aus dem Jahr 12 v. Chr. zu einer wichtigen Stadt am Rhein. Fragmente handgemalter Wandbilder und andere Ausstellungsstücke kann man heute im Haus der Geschichte sehen, während die Ausstellung im Landesmuseum eine umfangreiche Sammlung von römischen Artefakten aus der Region zeigt.

Andernach (Antunnacum)

Rämischer Grabstein in Andernach

Andernach, nur 45 Kilometer stromaufwärts von Bonn, bietet einige Sehenswürdigkeiten, die ihre 2000-jährige Geschichte veranschaulichen. Andernach wurde als Porta Antunnacensis gegründet und entwickelte sich zu einer bedeutenden Handelsstadt. Heute markiert die mittelalterliche Marienkathedrale den Ort der alten Siedlung, während Bauarbeiten rund um das Gemeindezentrum 2006 ein römisches Badehaus enthüllten, das heute besichtigt werden kann. 

Koblenz (Confluentes)

Koblenz liegt direkt dort, wo Rhein und Mosel zusammentreffen. Die Truppen unter dem Kommando von Julius Caesar erkannten die strategische Bedeutung des Ortes und errichteten 9 v. Chr. den Militärposten Castellum apud Confluentes. Einige Überreste sind heute noch sichtbar.

Regensburg (Castra Regina)

Der römische Kaiser Mark Aurel gründete im Jahr 179 einen befestigten Truppenstützpunkt, dort, wo der kleine Seitenfluss Regen in die Donau mündet - Castra Regina, die „Festung am Regen“ oder eben Regensburg. Die Römer waren eigentlich vorher schon da, im Vorort Kumpfmühl, der erst später ein Teil der Stadt wurde. Dort gab es schon ca. hundert Jahre früher einen kleinen Militärstützpunkt. Als er von feindlichen Germanen zerstört wurde, reagierten die Römer mit einer massiven Aufstockung ihrer Truppen und einem grösseren Stützpunkt: „Castra Regina“.

In Regensburg finden sich von dem einstigen römischen Legionslager noch die Überreste der Schutzmauer des Lagers sowie der Porta Praetoria zur Donau hin. Außerdem besitzt das Historische Museum der Stadt eine sehenswerte Römerabteilung.

Xanten (Colonia Ulpia Traiana)

Die Römer gründeten in Xanten um 12 v. Chr. ein Militärlager und gründeten im Jahr 98 eine Siedlung namens Colonia Ulpia Traiana mit 10.000 Einwohnern. 1975 wurde der Archäologische Park Xanten eröffnet und ist heute Deutschlands größtes Freilichtmuseum.

@illy.delaluna

Kennt ihr eigentlich Xanten? Abgesehen von einem schönen See, gibt es in Xanten auch eine Mühle und das LVR - Römer Museum. Dieser hat laut Google täglich geöffnet, sogar Montags 😂. Wer war schon dort? Kennt ihr noch andere coole Museen, die ich unbedingt besuchen muss? #Xanten #Museum #Römisch #Römischesreich #historisch #dateidee #nrw #nordrheinwestfalen #dateideenrw #nrwdate #mühle #seenrw #südsee #lvrmuseum #ausflugsideen #tagesausflug #monuments #historicalmonument #rome #ausflugindeutschland #deutschland #germany

♬ original sound - blipstudio
Das Römermuseum in Xanten

Der Park enthält die ursprüngliche römische Siedlung Colonia Ulpia Traiana mit teilweisen Rekonstruktionen und Ruinen, darunter ein Amphitheater, Tempel, ein Rathaus, ein Badehaus und Wohnhäuser. 

Mainz (Mogontiacum)

Drusus, der Schwiegersohn von Kaiser Augustus, gründete die Stadt Mainz. Moguntiacum entwickelte sich zum bedeutendsten Militärlager der römischen Armee am Rhein.

In Mainz stehen noch die Reste des ehemals größten Bühnentheaters nördlich der Alpen, des Drusus-Ehrenmals, des Aquädukts zur Wasserversorgung des Legionslagers, einem Triumphbogen sowie eines Tempels. Sehenswert sind ausserdem die zahlreichen Funde im Landesmuseum oder im Römisch-Germanischen Zentralmuseum, aber auch die Wracks und Nachbauten von Schiffen der Rheinflotte im Museum für Antike Schifffahrt.

Wiesbaden (Aquae Mattiacorum)

In Wiesbaden, nahe der römischen Grenzmauer Limes und der römischen Festung Saalburg, befinden sich die heißen Quellen von Wiesbaden, die bereits römischen Kommandanten als Kurort dienten, in dem sie sich von ihren Feldzügen erholten.

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Was ist der Limes?🤔

Der Limes war die Grenzbefestigung des Römischen Reiches und erstreckte sich über mehr als 5.000 Kilometer von Britannien bis zum Schwarzen Meer. In Deutschland markierte der Limes die Grenze zwischen den römischen Provinzen und den freien germanischen Gebieten.

Wichtige Fakten:
Gesamtlänge in Deutschland: Rund 550 Kilometer.
Zeitraum der Errichtung: Zwischen dem 1. und 6. Jahrhundert n. Chr.
Zweck: Der Limes diente nicht nur als militärische Schutzlinie, sondern auch zur Kontrolle des Waren- und Personenverkehrs sowie zur schnellen Übermittlung von Nachrichten.

Bestandteile:
Wachtürme: Alle 700–900 Meter standen Türme, von denen aus die Umgebung überwacht wurde.
Kastelle: Festungen, in denen römische Truppen stationiert waren.
Palisaden und Gräben: Holzzäune oder Steinmauern schützten die Grenze zusätzlich.

Heute gehört der Limes zum UNESCO-Weltkulturerbe. Beeindruckende Überreste wie rekonstruierte Wachtürme, Kastelle und Abschnitte der Mauer können unter anderem bei Eckertshofen, Kipfenberg und entlang der Deutschen Limesstraße besichtigt werden.

Kempten (Cambodunum)

In Kempten befand sich der erste Sitz des Statthalters der Provinz Raetia, der in seinem Grundriss noch zu sehen ist. Besonders eindrucksvoll sind der teilweise wiederaufgebaute Tempel sowie die erhaltenen Überreste der Kleinen Thermen. Auch die Grundrisse des Forums mit der Basilika sind noch zu sehen.

Im Archäologischen Park Cambodunum kann man den Tempelbezirk mit den Rekonstruktionen einiger Tempel, die Kleinen Thermen und das Forum besichtigen und die römische Kunstfertigkeit bewundern.

Krefeld (Gelduba)

Erst 2018 wurden in Krefeld bei einer archäologischen Ausgrabung Tausende antiker Relikte entdeckt, darunter Hunderte von Münzen, Waffen, Pferdeskeletten, Schmuck, Helmen und die kunstvoll verzierte Gürtelschnalle eines Soldaten. Es wurden auch fast 6.500 Gräber aus der Zeit zwischen 800 v. Chr. und 800 n. Chr. gefunden, die oft wertvolle Grabbeigaben enthielten. Experten, Studenten und Helfer haben über 10 Monate lang 37.000 Quadratmeter durchkämmt. Die Höhepunkte ihrer archäologischen Funde werden seit Oktober 2019 im Burg Linn Museum ausgestellt.

Osnabrück

Der "Teutoburgerwald" nördlich von Osnabrück war Schauplatz der berühmten Schlacht von Varus, die im Jahr 9 n. Chr. stattfand.

In der Schlacht wurden die Römer von den Germanen geschlagen. Diese Niederlage bedeutete den Anfang vom Ende des mächtigen Römischen Reiches. Unter den vielen Filmen zum Alten Rom, gibt es zu dieser Geschichte auch den Film "Hermann der Cherusker" von 1966!

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Lea

Ich liebe die Naturwissenschaften, meine große Leidenschaft ist das Meer. Das Schreiben und die Kreativität habe ich schon als Kind geliebt.