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Englische Spezialitäten und die bekanntesten Gerichte Großbritanniens

Von Lea, veröffentlicht am 28/10/2017 Superprof Blog DE > Sprachen > Englisch > Entdecke die Spezialitäten der Englischen Küche

Ihr bekommt noch immer Albträume von dem ungetoasteten Mini-Sandwich mit trockenem Schinken, das Ihr bei Eurem England Austausch in der 9. Klasse jeden Tag zum Frühstück bekommen habt?

Glücklicherweise ist das Englisch Sprechen Lernen jedoch nicht immer nur mit Qualen verbunden…

Denn auch wenn einem der Titel dieses Artikels wohl nicht gerade das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, gibt es doch eine Auswahl an Spezialitäten der englischen Küche, die es sich zu probieren lohnt!

Wenn Ihr diesen Artikel gelesen habt werdet Ihr mit Sicherheit die Lust verspüren, zu Hause oder im Restaurant der britischen Gastronomie eine neue Chance zu geben.

Bühne frei für ein Breakfast, Lunch oder Dinner Menu auf Englisch! ??

Das Roastbeef, eine unverzichtbare kulinarische Tradition aus England

Das Roast Beef ist ein gebratenes, in mehr oder weniger dünne Scheiben geschnittenes Zwischenrippenstück des Rindes.

Das Fleisch wird entweder kalt mit einer Meerrettich-Soße oder warm mit der berühmten Worcester Sauce und Yorkshire Pudding serviert. Die Worcester Sauce oder Worcestershire Sauce ist leicht scharf mit einem süß-sauren Beigeschmack.

Wisst Ihr, wo diese bekannte Soße Ihren Ursprung hat?

1837 wurde die Worcester Sauce in Worcester in der Grafschaft Worcestershire in England erfunden. Die Antwort auf die Frage, welchen Namen man ihr geben sollte, war wohl offensichtlich.

Sie besteht aus Essig, Zwiebeln, Knoblauch, Zucker, Sardellen, Melasse (einer Art Zuckersirup), Salz und weiteren Gewürzen. Wie im Film serviert man sie mit Beilagen wie grünen Bohnen und Salz- oder Bratkartoffeln.

Ihr steht auf Fleisch? Roastbeef mit Yorkshire Pudding ist ein absoluter britischer Klassiker | Quelle: Pixabay

Roastbeef wird auch als Sunday Lunch bezeichnet, da man es traditionell am Wochenende zum Mittagessen serviert und dabei die englischsprachigen Nachrichten liest.

Früher wurde der Braten vor dem sonntäglichen Gang zur Kirche in den Ofen geschoben, sodass das Roast Beef fertig war, sobald man wieder nach Hause kam.

Ihr wollt lernen, wie man ein echtes Fish and Chips zubereitet?

Fish and Chips ist DAS britische Fast Food schlechthin. Das Gericht besteht aus frittiertem Fisch und wenn möglich hausgemachten Pommes Frites (Achtung: Pommes Frites heißen in Großbritannien chips; die Kartoffelchips, die wir gerne mal vor dem Fernseher essen sind jedoch crisps!)

Das wichtigste dabei ist nicht der Fisch (auch wenn es natürlich gern gesehen wird, wenn er schön zart ist), sondern die Panade!

Damit Euch eine waschechte englische hausgemachte Panade gelingt, braucht Ihr nur 3 Zutaten:

  • Ein gutes Bier (0,25l)
  • Mehl (genug, um ein Glas von 0,25l zu füllen)
  • 2 Eier

Jetzt müsst Ihr nur noch den Fisch (Kabeljau oder Scholle) panieren und dann einige Minuten (3 bis 4) frittieren, um eine schöne dunkelgoldene Kruste zu bekommen.

Frittierter Fisch mit Pommes? Jeder muss in England unbedingt Fish and Chips probieren! | Quelle: Pixabay

Serviert wird Fish & Chips mit einer frischen Sauce Tartare, einer Art Mayonnaise mit Schnittlauch oder Lauchzwiebeln.

Klingt ganz gut, oder?

Einige der bekanntesten englischen Zitate sind bestimmt über einem Teller Fish and Chips entstanden…

Ein Sunday Roast für den perfekten Start in den Sonntag

Das Sunday Roast ist ein typisches deftiges Gericht, das man zum Beispiel in vielen Pubs essen kann. Man kann es mit dem deutschen Sonntagsbraten vergleichen. Aber woraus besteht dieses Festmahl überhaupt?

  • In einer Mehlschwitze oder Bratensauce geschmorte Kartoffeln
  • Yorkshire Pudding, eine Art Backware aus Eiern, Milch, Mehl, Salz und Fett, die im selben Ofen wie das Roastbeef gebacken wird
  • Pasteten aller Art, sei es mit Gemüse oder Fleisch (aber keine Sorge, wir sind hier nicht bei Sweeney Todd…)
  • Fleisch mit Soße (in der Regel Roastbeef mit Worcester Sauce) und Gemüsebeilagen.

Das English Breakfast wird Euch ab sofort motivieren, sonntags aufzustehen

Das Englische Frühstück hat tatsächlich einige Argumente, die es sehr attraktiv machen. Worauf könnt Ihr Euch also freuen?

  • Eier aller Art: Spiegeleier, Rührei, gekochte Eier
  • Frisch gebratener Bacon
  • Baked Beans (in Tomatensauce oder Ketchup gebackene weiße Bohnen)
  • Gegrillte Würstchen
  • Black Pudding (eine Art Blutwurst)
  • Toast mit Butter und Marmelade
  • Gegrillte Tomaten
  • Kartoffelpuffer (für das Full English Breakfast)
  • Warme Getränke und Fruchtsäfte

Was die Zubereitung betrifft, so wird für ein authentisches English Breakfast nur eine einzige Pfanne für alle Gerichte verwendet, angefangen beim gebratenen Speck.

Würstchen und gegrillte Tomaten zum Frühstück? Das English Breakfast ist seeeehr reichhaltig! | Quelle: Pixabay

Das Englische Frühstück ist das weltweit bekannteste Frühstück und berühmt für seinen hohen Fettanteil. Es deckt ein Drittel des täglichen Bedarfs an Nährwertstoffen und sorgt garantiert für einen British Accent.

Für Vegetarier und Veganer ist das Frühstück natürlich nicht gerade ideal, aber für Euch gibt es immer noch Porridge aus Haferflocken mit frischen oder getrockneten Früchten.

Ein paar britische Desserts, die Ihr unbedingt probieren müsst

Die meisten der englischen Desserts sind relativ bekannt.

Wir haben eine kleine Auswahl an Klassikern für Euch zusammengestellt, die Ihr auf jeden Fall entdecken (oder nach schlechten Erfahrungen womöglich wieder entdecken) müsst, wenn Ihr eine Zeit im Land der Queen verbringt.

Apple Pie

In England werden die Äpfel in ihrem Saft auf Teig gebacken und anschließend von einer weiteren Schicht Teig bedeckt.

Diese Version des Apfelkuchens ist sehr beliebt, da sich ein in knusprigen Teig gebettetes Apfelmus bildet.

Kritikern der Apple Pie fehlt genau die feste und knackige Substanz der Äpfel. Ob die Apple Pie Euch schmeckt oder nicht, das wisst Ihr erst, wenn Ihr diesen Klassiker probiert habt!

Apfelkuchen ist Euer liebster Kuchen? Die englische Apple Pie ist sehr teighaltig! | Quelle: Visualhunt

Die Zubereitung einer Apple Pie ist sehr einfach und absolut idiotensicher, selbst wenn Ihr den Teig selber macht. Wagt Euch an ein Rezept und backt Eure eigene Apple Pie.

Jelly

Jelly ist ein Gelee aus Früchten, das nicht überall auf Begeisterung trifft. Die Zutaten sind ganz simpel: Gelatine, Früchte und Zucker.

Da Jelly in Zeichentrickfilmen häufig als komische grüne Masse dargestellt wird, fürchten sich viele Schüler davor, wenn sie in eine britische Gastfamilie kommen und es Jelly gibt.

In Wirklichkeit finden englische Kinder Jelly eine der besten Süßigkeiten! Ein wenig nahrhaftere Versionen enthalten zudem Milch (Jelly Milk) oder Fruchtstückchen.

Pudding

Es gibt eine große Auswahl an English Puddings. Der Name ist jedoch irreführend, denn der englische Pudding ist anders als unserer. Es handelt sich um Kuchen und Teigwaren, entweder mit Früchten, Schokolade oder Gewürzen.

Der Christmas Pudding zum Beispiel enthält unter anderem Ingwer, geriebene Muskatnuss, Rosinen, kandierte Früchte und Brot.

Der Pudding kann also aus Resten hergestellt werden, was gerne an verschneiten Abenden wie in Tatsächlich Liebe gemacht wird.

Pudding kann in England auch herzhaft sein. Der britische Pudding sieht ein bisschen anders aus als unserer… | Quelle: Visualhunt

Crumble

Der Früchte Crumble ist ein unverzichtbares britisches Dessert, das eine wichtige Rolle in der englischen Geschichte und der Gastronomie allgemein spielt. Es handelt sich hierbei um Früchte, die mit Streuseln aus Butter, Mehl und Zucker überbacken werden. Inzwischen gibt es viele Variationen des Rezeptes, zum Beispiel mit Schokolade.

Die klassischsten Crumble enthalten Äpfel, Birnen, Aprikosen oder Pfirsiche. Wenn Ihr es ein wenig exotischer wollt, dann solltet Ihr den Himbeer oder Mango Crumble probieren – so delicious! Besonders gut schmeckt der Crumble mit einer frischen hausgemachten Sahne.

Allerdings solltet Ihr direkt danach keine wilden Achterbahnen fahren, sonst könnte es zu Unfällen kommen…

Einen Crumble könnt Ihr auch ganz einfach selber machen – ran an die Streusel!

Scones

Scones isst man zum Nachtisch oder aber mit einem heißen Getränk, zum Beispiel mit Eurem liebsten Tee zur Tea Time.

Einfach gesagt sind Scones kleine runde oder dreieckige Kuchen, die man mit Himbeermarmelade oder Sahne verzehrt.

Ähnlich wie Muffins haben sich mit der Zeit immer mehr Variationen der einfachen Scones entwickelt, zum Beispiel mit Schokostückchen oder Früchten wie Rosinen oder Cranberries. Auch lecker sind die salzigen Scones mit Käse oder Kartoffeln.

Mögt Ihr Gebäck? Scones gehören zu jeder traditionellen Tea Time! | Quelle: Unsplash

Für die klassischen süßen Scones haben wir ein idiotensicheres Rezept für Euch herausgesucht:

  1. Zutaten: 250g Mehl, 40g Butter (oder Margarine), 1,5 EL Zucker, 150ml Kuh- oder Reismilch, 1 Packung Backpulver und eine Prise Salz.
  2. Zubereitung: Mehl und Backpulver mit der in Stücke geschnittenen Butter vermischen. Anschließend Milch, Salz und Zucker hinzufügen. Den Teig ausrollen (mindestens 2cm dick!) und mit einer Backform oder einem umgedrehten Glas die gewünschte Form ausstechen. Die kleinen Küchlein auf Backpapier im Ofen backen.
  3. Backzeit: 12 bis 15 Minuten bei 220 Grad.
  4. Verzehr: Ihr könnt die Scones in ein heißes Getränk (oder aber in kalte Milch) tunken oder sie in zwei Hälften schneiden, um sie anschließend zu bestreichen.

Die englische Küche beinhaltet einige berühmte Klassiker, vom Roastbeef über den Crumble bis hin zum Fish and Chips.

Neben den uns bekannten Gerichten gibt es aber auch viele Mahlzeiten, bei denen wir erstmal ins Zögern geraten, wenn wir vor einem britischen Buffet stehen.

Habt keine Angst, auch mal etwas Neues zu probieren, wenn Ihr einen Sprachaufenthalt in England macht. Vielleicht entdeckt Ihr ja Euer neues Lieblingsessen…

Wenn man englisches Essen probiert, muss man auf jeden Fall offen sein und einen guten Humor haben.

Es sind, zugegeben, auch wirklich einige sehr komische Sachen dabei, wenn man die Rezepte der englischen a.k.a. meistgesprochenen Sprache der Welt kostet…

Wie das wohl einst zu Zeiten von William Shakespeare a.k.a. dem Vater der englischen Sprache war?!

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