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Nehmen wir die Sprache von William Shakespeare unter die Lupe!

Von Lea, veröffentlicht am 13/11/2017 Blog > Sprachen > Englisch > William Shakespeare – der Vater der Englischen Sprache

Von William Shakespeare habt Ihr auf jeden Fall bereits gehört – und wisst wahrscheinlich auch, dass er der womöglich größte englische Schriftsteller aller Zeiten war!

Somit kann man Shakespeare wohl getrost als Vater der englischen Sprache bezeichnen. Sein Einfluss auf die englischsprachige Literatur und Theaterkultur finden sich heute überall in der Welt wieder und sind für die Kultur der gesamten Menschheit von großer Bedeutung.

Mit seinen Formulierungen war Shakespeare seiner Zeit zum Teil ein gutes Stück voraus und beweist damit eine einzigartige Beherrschung der englischen Sprache.

Lasst Euch von William Shakespeare inspirieren und lernt, Euch auch so vielseitig auf Englisch auszudrücken!

Lest Euch also aufmerksam diesen Artikel durch, denn wir haben einige nützliche Informationen der englischen Allgemeinbildung für Euch zusammengesucht, die auch Eurem Sprachverständnis um einiges weiterhelfen werden.

Shakespeare zu lesen ist nicht nur bildend und faszinierend, sondern macht auch unglaublich Spaß!

Englisch ist heute die bekannteste und meistgesprochene Sprache der Welt: 400 Millionen Menschen wachsen mit Englisch als Muttersprache auf und 750 Millionen lernen sie als Fremdsprache. Es ist also nicht ganz abwegig, wenn Ihr Englisch richtig beherrschen wollt.

Das Englisch von Shakespeare war natürlich noch ein wenig anders als die Sprache, die Ihr heute überall auf der Welt antreffen könnt. Aber wie war das damals eigentlich?

Kann man mit den Werken des Schriftstellers Englisch lernen?

Oder zumindest sein Englisch mit den Stücken verbessern?

Gibt es spezielle Englisch Kurse von Theater- oder Literatur-Experten, die sich mit dem sprachlichen Einfluss von William Shakespeare beschäftigen? Könnt Ihr Englisch sprechen lernen, indem Ihr Euch auf ihn bezieht?

Egal, ob Englisch für Anfänger oder Fortgeschrittene – erfahrt im Folgenden, wie Euch Mr. Shakespeare himself beim Englisch Lernen helfen kann!

Englisch üben mit Shakespeare – mehr also 1 700 englische Wörter sollen von ihm stammen

Was erwartet Euch, wenn Ihr mit den Meisterwerken des britischen Poeten Englisch Fortschritte machen wollt?

Die Experten streiten sich um die genauen Details, aber der britische Autor William Shakespeare soll tatsächlich zwischen 1700 und 2200 Wörter in die englische Sprache eingeführt haben.

Damit hat er einen unglaublichen Einfluss auf unseren heutigen Englischunterricht, die Wörter, das Vokabular und die Grammatik gehabt – ebenso wie auf die Geschichte der englischen Sprache!

Ihr habt Euch bestimmt auch schon einmal mit Euren Freunden endlose neue Wörter ausgedacht und Euch dabei kaputtgelacht, oder?

Shakespeare hat das eben um die 2000-mal gemacht! Und das beeindruckendste daran: die meisten seiner Wörter werden noch heute benutzt.

Shakespeare hat das Englisch von heute erschaffen. Mehr als 1500 englische Wörter hat sich Shakespeare ausgedacht. | Quelle: Visualhunt

Nur etwa 5% der Wörter, die von William Shakespeare verwendet wurden, werden nicht mehr im modernen Englisch von heute benutzt. Wieso denkt man also, dass man mit den Werken des Autors aus dem 16. Und 17. Jahrhundert nur ein veraltetes Englisch lernen kann? Anscheinend nur, weil man die Stücke nicht richtig kennt…

Der Name „Olivia“ ist zum Beispiel heute recht weit verbreitet, besonders in englischsprachigen Ländern. Wusstet Ihr aber, dass Shakespeare der Erste war, der den weiblichen Vornamen auf diese Weise schrieb? Eine der Kernfiguren in seinem Theaterstück Twelfth Night trägt den Namen mit dieser Schreibweise.

Und um mit den Shakespeare’schen Zahlen abzuschließen: Der englische Dichter hat in seinen Werken insgesamt mehr als 28800 Wörter geschrieben – von denen 12493 nur ein einziges Mal vorkommen!

Mit mehr als 1 500 000 000 englischsprachigen Menschen ist Englisch heute die am meisten gesprochene Sprache auf der Welt.

Englisch lernen: Von Shakespeare erfundene Ausdrücke und Wörter

Wie wir es bereits erwähnt haben, hat William Shakespeare so einiges zur Entwicklung der englischen Sprache beigetragen. Und gleichzeitig auch zur englischen Kultur!

Da er mehrere Hundert englische Wörter und Ausdrücke erschaffen hat, könnt Ihr Euch sicher sein, dass Euch auch heute beim Englisch sprechen noch so einige davon begegnen.

Daher ist es nicht nur kulturell interessant, sondern auch sprachlich für Eure Aussprache und Euer Englischniveau von Vorteil. Wie also könnt Ihr mit der Kunst von Shakespeare Euer Englisch verbessern? Verschlingt seine Bücher auf Englisch!

Mit Shakespeare könnt Ihr auf angenehmste und unterhaltsamste Weise so gut wie gratis Englisch üben. So eignet Ihr Euch außerdem ein literarisches Englisch an und lernt viele inzwischen zeitlose Ausdrücke kennen.

Lest Ihr gerne? In Paris ist sogar ein ganzes Buchgeschäft nach Shakespeare benannt! | Quelle: Visualhunt

Hier sind einige Beispiele für Ausdrücke von Shakespeare, die Ihr bestimmt in Eurem Englisch-Kurs beigebracht bekommt:

  • « Heart of gold » (Henry V) – Herz aus Gold
  • « Wild-goose chase » (Romeo and Juliet) – Wilde Gänsejagd
  • « Faint-hearted » (Henry IV part I) – zaghaft
  • « Brave new world » (The Tempest) – schöne neue Welt
  • « Break the ice » (The Taming of the Shrew) – das Eis brechen
  • « For goodness’ sake » (Henry VIII) – um Himmels Willen
  • « Foregone conclusion » (Othello) – ausgemachte Sache
  • « Love is blind » (The Merchant of Venice) – Liebe macht blind

Ihr merkt also, dass manche dieser Ausdrücke auch im Deutschen benutzt werden. Aber der Autor hat sich auch neue einzelne Wörter ausgedacht, zum Beispiel:

  • hurry: sich beeilen
  • critic: Kritiker
  • dwindle: schrumpfen
  • bump: Beule
  • belongings: Besitztümer
  • eyeball: Augapfel
  • fashionable: modern, schick
  • ladybird: Marienkäfer
  • manager

Wenn Ihr schnell und einfach Englisch lernen wollt, dann kennt Ihr sicherlich bereits einige dieser Wörter und Ausdrücke. Jetzt wisst Ihr also, woher sie stammen!

Einige englische Wörter von Shakespeare haben heute eine komplett andere Bedeutung

Vorsicht vor Übersetzungsfallen! Man weiß zwar häufig weder wieso noch wie es passiert ist, aber mehrere alte Wörter haben ihre Bedeutung mit der Zeit radikal verändert. Sie haben ihren ursprünglichen Sinn zum Teil komplett verloren und einen neuen zugeordnet bekommen.

Bevor Ihr Euch also in den Englisch-Unterricht à la Shakespeare stürzt könnt Ihr Euch von der folgenden Liste inspirieren und in das Thema einführen lassen. Wir haben 10 Wörter für Euch rausgesucht, die heute einen anderen Sinn haben, als bei ihrer Verwendung in Shakespeares Theaterstücken:

  • « Revolve» hieß früher so viel wie « aufpassen » oder « misstrauisch sein». Heute benutzt man es eher für das Wort « drehen».
  • « Naughty» stand für « unmoralisch ». Heute bedeutet es eher « ungezogen » oder « böse ».
  • « Stand on ceremony» beschrieb früher jemanden als « abergläubisch ». Heute: « Wert auf Etikette legen »
  • « Quick» heißt heute « schnell », wie Ihr sicherlich wisst. Im 16. Jahrhundert war die Bedeutung allerdings « lebendig ». Im Deutschen sagt man ja ab und zu auch, jemand sei « quicklebendig »!
  • « Weird» kennt Ihr sicherlich auch als « komisch » oder « merkwürdig». Vorher gab es seinem zugehörigen Wort « Zwangsläufigkeit ».
  • « Prodigies» sind sogenannte « Wunderkinder ». Das Wort bedeutete früher « Vorzeichen », allerdings im Sinne von « unnatürlichen Vorkommnissen »
  • « Minion » ist nicht nur der Name der kleinen gelben Wesen aus der bekannten Animation, die der Bedeutung des Wortes getreu blind ihrem Meister folgen. Ein minionwar früher ein « Ausgewählter », ein « Liebling ».
  • « Quaint» gilt heute als altes Synonym für « malerisch » und « idyllisch ». Zur Zeit von Shakespeare beschrieb das Adjektiv eher jemanden als « kompetent » oder « genial ».
  • « To the manner born» kann man heute auf Deutsch etwa als « milieugeboren » übersetzen. Für Shakespeare war die Bedeutung des Ausdrucks aber eher « zu etwas ausgebildet sein » oder « etwas gut können ».
  • « Unthrifty» steht für jemanden, der « verschwenderisch » lebt. Vor mehreren Jahrhunderten war die Übersetzung noch eher « unglücklich » oder « schlecht ».

Sprache verändert sich mit der Zeit. Ein wenig anders klang das Englisch von Shakespeare natürlich schon… | Quelle: Visualhunt

Auch das gehört dazu, wenn man mit Shakespeare Englisch lernt: seinen Einfluss auf die Sprache von heute und die verschiedenen Bedeutungen seiner Wörter kennenzulernen.

Wenn 95% der Wörter, die der vor 400 Jahren verstorbene Shakespeare verwendet hat, noch immer heute verwendet werden, dann haben zwangsweise einige dieser Wörter mit der Zeit ihre Bedeutung verändert. Das ist wahrscheinlich der Grund dafür, dass wir das Englisch von Shakespeare heute eher als „altes Englisch“ ansehen.

Die Liste könnt Ihr Euch auf jeden Fall merken und auch Eurem Englischlehrer gerne zeigen.

Englischunterricht: Wie wäre es damit, im Vereinigten Königreich Shakespeares Englisch zu lernen?

Mit seinen 37 Theater Stücken und 154 Sonetten hat William Shakespeare einen enormen Einfluss auf die englische Sprache gehabt. Man bezeichnet ihn nicht umsonst als Meister der englischen Sprache.

Es ist also wenig überraschend, wenn man in England viele Shakespeare-Fans findet, die in einem Intensivkurs Englisch lernen möchten. Die Sprachschüler finden sich in Englisch-Sprachschulen in allen 4 Ecken des Königreichs, wo sie Grammatik, englische Ausdrücke und Aussprache, Hör- und Leseverstehen und englische Vokabeln lernen.

Gleichzeitig kommen sie natürlich auch in den Genuss der englischen Küche!

Wenn Ihr also nicht nur fließend Englisch sprechen wollt, sondern auch das Englisch von Shakespeare studieren möchtet, dann gibt es für Euch keinen besseren Ort für einen Auslandsaufenthalt als England. Dort erwarten Euch zahlreiche Englischlehrer und Theaterkurse.

Ihr habt gerade nicht die Möglichkeit, einen englischen Sprachaufenthalt im Vereinigten Königreich zu machen? Keine Sorge, Ihr könnt auch Englisch Lernen Online und die Sprache von Shakespeare entdecken.

Einige Internetseiten listen die schönsten englischen Zitate auf – darunter sehr viele vom Meister selbst!

Großbritannien ist das beliebteste Ziel für Englisch Sprachreisen

Wo und wie könnt Ihr am besten Englisch lernen? Sobald der Moment gekommen ist, sich ein Reiseziel für einen Englisch-Sprachaufenthalt auf unserem riesigen Planeten auszusuchen, ist man schnell überfordert!

Dank der Globalisierung sind viele Orte auf der Welt heute sehr viel einfacher zu erreichen, als es noch zu Zeiten Eurer Großeltern der Fall war. Es kommen also alle Ecken der Erde für Eure Englisch-Sprachreise in Frage. Schauen wir uns also zusammen die verschiedenen Möglichkeiten an die Ihr habt, um mit einem lokalen Englisch-Lehrer im Ausland Euer Englisch zu verbessern.

Ganz bei uns in der Nähe ist offensichtlich das Vereinigte Königreich, das (solange es noch Mitglied der EU ist…) die einfachste Option für einen langfristigen Aufenthalt bietet. Doch auch den einzigartigen Charme Irlands solltet Ihr bei Euren Überlegungen definitiv in Erwägung ziehen (und in der EU bleiben die Iren wohl erstmal auch!). Voraussetzung für beide Länder ist natürlich ein europäischer Reisepass.

Die USA sind für viele der absolute XXL Traum, wenn es um einen Auslandsaufenthalt in einem englischsprachigen Land geht. Das riesige Land der Freiheit mit seinen riesigen Metropolen, seiner internationalen Kultur und dem weltbekannten American Accent. Aber auch Landschaftsliebhaber werden auf dem nordamerikanischen Kontinent glücklich, und zwar nicht nur in den USA.

Kanada bietet einen einzigartigen Mix an wilder Natur. Noch exotischere und abwechslungsreichere Landschaften findet Ihr in Australien und Neuseeland. In allen 3 Ländern (Kanada, Australien, Neuseeland) könnt Ihr mit dem Working Holiday Visum einen Englischaufenthalt machen, der mehrere Monate dauert.

Reist also los und schaut Euch außerdem regelmäßig die Nachrichten aus den englischen Medien an!

Ihr habt also so einige Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt zum Englisch Lernen.

Aber auch wenn die USA, Kanada, Australien und Neuseeland allesamt tolle und aufregende Sprachreiseziele sind, ist England für europäische Studenten das beliebteste Land für einen Englisch-Sprachaufenthalt.

Es hat schließlich auch etwas ziemlich Schickes, mit einem Britischen Akzent Englisch zu reden.

Geht Ihr gerne ins Theater? Schaut Euch Original Shakespeare Stücke in seinem Globe Theater in England an! | Quelle: Visualhunt

Die unter Englisch Sprachschülern beliebtesten Englisch Lehrer stammen tatsächlich aus diesen englischsprachigen Ländern:

  • England
  • Nordirland
  • Schottland
  • Wales

Und das ist noch nicht alles – fast 50% der europäischen Englischschüler haben sich in den letzten Jahren dafür entschieden, im Land von William Shakespeare Englisch zu lernen. Verständlich.

Aber wie kommt es zu dieser großen Mehrheit?

Die Antwort liegt in der Sprache selbst: dieses edle literarische Englisch, das wir automatisch mit Ihrer Majestät der Queen und William Shakespeare verbinden! Das britische Englisch lebt von seinem besonderen Vokabular, der Aussprache der Wörter, seiner Grammatik und den vielen verschiedenen Ausdrücken.

Eine Sprache, mit der man unglaublich gut spielen kann – genau wie Shakespeare es vor über 400 Jahren getan hat. Sobald es also darum geht, Englisch zu lernen, zieht es viele Schüler sofort in die Heimat des Theatergenies. Ihn schätzen noch heute so viele Menschen aus der ganzen Welt, dass seine Kunst noch heute extrem gegenwärtig ist.

Weitere Gründe, die England für Sprachaufenthalte beliebt machen, sind unter anderem die geographische Nähe zur Heimat und der (noch) einfachen Einwanderungsprozess. Aber auch die Kultur, Popkultur, Geschichte und das Nachtleben in Großbritannien spielen mit Sicherheit auch eine große Rolle. Wenn Ihr in London Englisch lernt, dann habt Ihr auf jeden Fall eine Menge Spaß dabei!

Wer ohne Shakespeare Englisch lernt, verpasst das Wichtigste

Weil William Shakespeare einen derart großen Einfluss auf das heutige Englisch ausgeübt hat, ist es kulturell und sprachlich essenziell, dass man sich mit seinen Werken beschäftigt, wenn man vorhat, Englisch zu lernen.

Shakespeare zu lesen ist nicht nur bildend und faszinierend, sondern macht auch unglaublich Spaß!

Autoren wie Herman Melville, William Faulkner, Alfred, Lord Tennyson und Charles Dickens haben sich alle von der Kunst von Shakespeare inspirieren lassen. George Steiner ging sogar so weit über die englischen Poeten der Romantik zu behaupten, ihre Werke seien „schwache Variationen der Shakespeare’schen Themen“.

Worauf wartet Ihr also noch? Ab in die Bibliothek bzw. Buchhandlung!

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