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Lass Deine Französischkenntnisse zertifizieren!

Von Alice, veröffentlicht am 27/09/2018 Blog > Sprachen > Französisch > DELF/DALF: Der Französisch Einstufungstest für alle Fälle

Wenn man eine neue Sprache lernt, dann macht man jeden Tag einen Fortschritt.

Man lernt ein neues Wort oder eine neue Redensart dazu. Man merkt, dass man immer besser wird, und vergleicht sich beispielsweise mit seinen Freunden oder Kollegen.

Doch wie gut spricht man eine Sprache wirklich?

Wenn man gefragt wird oder eine Angabe zu seinen Sprachkenntnissen bei einer Bewerbung machen muss, dann ist das keine leichte Einschätzung.

Genau für solche Fälle ist es sinnvoll, ein Sprachzertifikat zu machen.

Wenn Du also gerade Französisch lernst und gerne Dein Niveau wissen möchtest, dann mach doch mal einen Test!

Französisch ist überall präsent: ob in Filmen oder Büchern, Restaurants oder Werbungen.

Zwar ist Französisch nicht ganz so verbreitet wie die englische Sprache, aber wenn man darauf achtet, begegnet einem die französische Sprache auch häufig im Alltag.

Wenn man Französisch in der Schule lernt, dann hat man immer wieder Prüfungen zwischendurch. So kann man seine Kenntnisse testen lassen.

Allerdings sind diese Prüfungen nicht vereinheitlicht und damit nicht vergleichbar. Französischkurse an Sprachschulen oder im Internet haben meist gar keine Abschlussprüfung.

Deswegen gibt es Sprachzertifikate. Mittels eines Tests kann man nicht nur selber sein eigenes Sprachniveau herausfinden, sondern auch Arbeitgebern einen Sprachnachweis vorlegen.

Für die französische Sprache gibt es den DELF- bzw. DALF-Test zur Einstufung der Französischkenntnisse.

In diesem Artikel wollen wir Dir die beiden Tests vorstellen und erklären, wie und wo Du sie durchführen kannst.

Französisch Sprachtests: Das DELF- und DALF-Diplom

Das DELF und das DALF sind Zertifikate für die französische Sprache und werden vom französischen Ministerium für Bildung, Hochschulen und Forschung erteilt.

DELF steht als Abkürzung für „Diplôme d’études en langue française“ und ist vor allem für Schülerinnen und Schüler interessant. Hierbei gibt es noch einmal eine Unterteilung in:

  • DELF Scolaire für SchülerInnen weiterführender Schulen
  • DELF /DALF Tout Public für Erwachsene und Studenten
  • DELF Junior für Schüler, deren Schule keine DELF-Prüfungen anbietet
  • DELF Prim für GrundschülerInnen
  • DELF Pro für Personen, die Französisch in der Berufswelt benötigen

Je nach Stadium und Verwendungszweck ist hier für jeden Französischlerner etwas dabei.

DALF steht für „Diplôme approfondi de langue française“ und ist interessant für fortgeschrittene Französischlerner. Wenn Du ein solches Zertifikat machst, dann hast Du beinahe Muttersprachler-Niveau.

Fremdsprachenkenntnisse sind wichtig! Sprache ist unersetzbar. | Quelle: Unsplash

Die Niveaustufen der beiden Zertifikate sind nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) eingeteilt. Demnach gibt es sechs Sprachstufen:

  • A1 Anfänger
  • A2 Grundlegende Kenntnisse
  • B1 Fortgeschrittene Sprachverwendung
  • B2 Selbstständige Sprachverwendung
  • C1 Fachkundige Sprachkenntnisse
  • C2 Annähernd muttersprachliche Kenntnisse

DELF umfasst die Niveaus von A1 bis B2, also vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen. Diese Stufen sind meist geeignet für Schülerinnen und Schüler, die außerhalb des Französischunterrichts noch ein Zertifikat erlangen möchten. Darauf folgt das DALF-Diplom, welches für die beiden höchsten Stufen C1 und C2 ausgelegt ist.

DELF / DALF: Für wen ist ein solches Französisch Zertifikat interessant?

Das DELF- bzw. DALF-Zertifikat ist für jeden interessant, der die französische Sprache erlernt. Es gibt keine Beschränkung, wer an einem Test teilnehmen darf und wer nicht.

Zertifikate jeglicher Art sind ein Nachweis über eine bestimmte Fähigkeit oder Kenntnis. So kann man einen schriftlichen Beweis vorlegen, dass man eine bestimmte Kompetenz besitzt.

Eine Fremdsprache zu beherrschen ist in der heutigen Zeit ein großer Vorteil bei der Bewerbung um einen Studienplatz oder einen Job. Durch die zunehmende Vernetzung und den internationalen Austausch werden Fremdsprachenkenntnisse eine immer wichtigere Kompetenz.

Gerade die französische Sprache spielt eine große Rolle in der internationalen politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

Französisch ist die Verkehrssprache in unzähligen internationalen Organisationen, wie der EU, der UNO oder der FIFA.

Französisch ist eine Weltsprache. In allen vier Himmelsrichtungen wird die französische Sprache gesprochen. | Quelle: Visualhunt

Französisch auf fünf Kontinenten gesprochen und ist mit von 274 Millionen Menschen weltweit gesprochen. Der größte Sprecheranteil befindet sich auf dem afrikanischen Kontinent und dieser wird in den kommenden Jahren weiter wachsen.

Französisch ist also eine Sprache der Zukunft! Wenn Du Französisch sprichst, stehen Dir beruflich und auch bei privaten Reise alle Türen offen.

Mit dem DELF- und DALF-Diplom gibt es ein international anerkanntes Sprachzertifikat für die französische Sprache, das nach einheitlichen Standards vergeben wird. So kann selbst ein Arbeitgeber in einem anderen Land sicher sein, dass Deine Französischkenntnisse dem jeweiligen Niveau entsprechen. Fremdsprachenkenntnisse werden somit international vergleichbar gemacht.

Französisch Sprachzertifikat: Aufbau und Ablauf der Tests

Bevor man einen DELF- oder DALF-Test ablegen kann, muss man sich für ein bestimmtes Niveau entscheiden.

Es ist also nicht so, dass man einen allgemeinen Französischtest macht und anschließend das Niveau bescheinigt bekommt, sondern man meldet sich für eines der sechs Niveaus an und wird auf dieser Stufe getestet.

Besteht man den Test in dieser Stufe, wird einem das passende Zertifikat ausgestellt. Schafft man es nicht, sollte man zunächst einen Test eine Stufe tiefer in Angriff nehmen.

Die Tests können unabhängig voneinander abgelegt werden und man muss nicht nacheinander jede Stufe abarbeiten. Wenn Du also bereits ein gutes Französischniveau hast, kannst Du Dich sofort für C1 oder C2 anmelden.

Beide Tests, DELF und DALF sind in zwei Teile gegliedert: einen mündlichen und einen schriftlichen Teil.

Im schriftlichen Teil werden das Textverständnis, das Hörverständnis sowie der schriftliche Ausdruck in verschiedenen Übungen überprüft. Diese Übungen variieren je nach Schwierigkeitsgrad.

Zur Überprüfung des Leseverstehens müssen die Teilnehmer Texte lesen und dazugehörige Fragen beantworten. Das Themenspektrum reicht von einfachen Alltagssituationen über Sachtexte bis hin zu politischen Artikeln.

Das Hörverstehen wird mittels vorgespielter Audio-Dateien und passenden Fragen getestet. Hier werden beispielsweise Telefonate oder Interviews vorgespielt und der Prüfling darf sich die Aufnahme zwei Mal anhören, bevor er die Fragen beantworten muss.

Im Teil des schriftlichen Ausdrucks müssen die Teilnehmer zum Beispiel von persönlichen Erfahrungen berichten oder einen Text zusammenfassen. Dabei wird vor allem auf den Satzbau, den Wortschatz und die Orthographie geachtet.

Schriftliche und mündliche Sprachkenntnisse. Mit Hilfe von vier Teilen werden die Sprachkompetenzen ganzheitlich geprüft. | Quelle: Pixabay

Im mündlichen Teil wird das mündliche Ausdrucksvermögen des Prüflings getestet. Vor der eigentlichen Prüfung haben die Teilnehmer eine kurze Vorbereitungszeit, in der Stichpunkte zum jeweiligen Thema gemacht werden dürfen.

Dann werden mit einem oder mehreren Prüfern gemeinsam beispielsweise Dialoge simuliert oder es wird um eine Stellungnahme zu einem bestimmten Themenbereich gebeten.

Es geht darum herauszufinden, ob und wenn ja wie gut sich der Teilnehmer auf Französisch ausdrücken kann und wie er auf unerwartete Fragen oder Umgangssprache reagiert.

Dabei kommt es nicht nur auf die grammatikalische Korrektheit der Aussagen an, sondern vielmehr auf das flüssige und inhaltlich verständliche Ausdrucksvermögen.

Die drei schriftlichen und der mündliche Teil geben jeweils 25 Punkte, sodass insgesamt 100 Punkte im Test erreicht werden können. Zum Bestehen des Tests braucht man mindestens 50 Punkte. Die Tests dauern zwischen anderthalb und vier Stunden, je nach Sprachniveau.

Auf den Seiten des Ministère de l’Éducation nationale und des Centre international d’études pédagogique findest Du Themenbeispiele und kannst Dir so schon einmal einen Eindruck verschaffen, wie eine DELF/DALF-Prüfung aussehen könnte.

Zur Vorbereitung eines solchen Sprachtests empfiehlt es sich einen Kurs zu belegen. Am besten ist es natürlich, einen Sprachkurs in Frankreich oder in einem anderen französischsprachigen Land zu machen.

Denn so kannst Du auch außerhalb des Kurses viel dazulernen und bekommst ein gutes Sprachgefühl.

Vorbereitungskurse werden zum Beispiel an Instituts Français oder Universitäten angeboten.

Testzentren in Deutschland für DELF und DALF

Insgesamt gibt es weltweit in 175 Ländern 1200 Prüfungszentren. In Deutschland gibt es insgesamt 21 Prüfungszentren, die die beiden Diplome DELF und DALF abnehmen, darunter Frankfurt, Hamburg, Berlin, Heidelberg, Leipzig und Oldenburg.

Pro Jahr gibt es fünf Termine, an denen die Prüfung in den Zentren absolviert werden kann.

Die Preise für eine solche Prüfung steigern sich mit zunehmendem Niveau. So liegen die Gebühren bei Niveau A1 zwischen 50 und 60€, bei Niveau C2 zwischen 129 und 170€. Für Studenten und Schüler gibt es eine Preisermäßigung.

Auf der Suche nach dem Traumjob? Mit Französischkenntnissen steigerst Du Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt. | Quelle: Pixabay

Es können sich auch ganze Schulen für ein DELF-Diplom anmelden und so kann die Prüfung direkt vor Ort abgenommen werden. Frage doch einfach mal in Deiner Schule bei Deinem Französischlehrer nach! Eine solche Sammelanmeldung bringt auch meistens eine Preisreduktion mit sich.

Eine Investition, die sich in jedem Fall lohnt! Denn das DELF- bzw. das DALF-Zertifikat verfällt nicht und ist ein Leben lang gültig. Du kannst Dein Diplom immer bei einer Bewerbung beilegen.

Für eine Bewerbung auf einen Job ist dies mit Sicherheit ein Pluspunkt.

Wenn Du in Frankreich studieren oder ein Auslandssemester machen möchtest, dann verlangen manche Universitäten sogar ein solches Zertifikat.

Und auch unabhängig von Bewerbungen, ist es gut zu wissen, welches Sprachniveau man hat. So kannst Du Dir auch immer wieder ein neues Ziel setzen und jedes Jahr versuchen, das nächsthöhere Niveau zu schaffen.

Also informiere Dich jetzt in dem Institut Français in Deiner Stadt oder im Internet und bereite Dich auf Deine DELF/DALF-Prüfung vor!

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