Laut dem statistischen Bundesamt sind in Deutschland 3,1 Millionen Menschen aktive Mitglieder in einem verbandlich organisierten Laienorchester- oder Chor. Dazu kommen zahlreiche Bands, die aus Laienmusiker*innen bestehen.

Bevor man anfängt mit anderen gemeinsam zu musizieren und vielleicht sogar vor einem Publikum aufzutreten, muss man sein Instrument spielen können. Die Basis dafür sind, neben der Technik des jeweiligen Instruments, die Rhythmik, Akkorde und Melodien.

Angehende Gitarristinnen lernen dafür erstmal die grundlegenden Gitarrengriffe und Schlagmuster. Sobald Barré-Griffe und Soli dazukommen, ist es hilfreich zu wissen, wo sich welche Töne auf dem Griffbrett der Gitarre befinden.

Im Vergleich zu einem Saxofon oder Klavier ist dies auf der Gitarre etwas schwieriger. Fast alle Töne kommen mehr als einmal vor und es gibt nur wenige optische Orientierungspunkte. In diesem Artikel bringen wir etwas Licht ins Dunkel und schauen uns an, wie Du Dir die Töne auf dem Gitarrengriffbrett endlich merken kannst.

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Gitarre lernen: das Griffbrett

Eine Gitarre, egal ob klassische Gitarre, Westerngitarre oder E-Gitarre, besteht aus drei Hauptteilen: dem Korpus, dem Hals und dem Kopf. Das Griffbrett befindet sich auf dem Hals. Hier drückst Du mit Deinen Fingern die Saiten runter, um ihre Tonhöhe zu verändern.

Wie ist das Gitarren Griffbrett aufgebaut?

Die sechs Saiten der Gitarre sind zwischen dem Kopf und dem Korpus eingespannt und laufen parallel über das Griffbrett. Es ist eine glatte Fläche, die aus einem einzigen Stück Holz besteht.

Auf dem Griffbrett sind die Bundstäbchen angebracht, die es in kleinere Abschnitte, die Bünde, unterteilen. Die meisten Gitarren haben 18 oder 20 Bünde; der Korpus beginnt in der Regel auf der Höhe des 12. Beziehungsweise 14. Bundes.

Die Saiten werden immer ganz kurz vor dem Bundstäbchen (in Richtung Korpus gedacht) heruntergedrückt, damit der Ton so sauber wie möglich klingt. Indem Du sie herunterdrückst, verkürzt Du den freischwingenden Teil der Saite, der Ton wird dadurch höher.

Die Bundstäbchen sind so angebracht, dass der Ton von Bund zu Bund einen Halbton höher wird.

Die Töne auf dem Griffbrett

Auf dem Gitarre Griffbrett gibt es ganz schön viele Töne.
Das sind alle Töne auf dem Gitarrengriffbrett bis zum 13. Bund. Danach wiederholt sich alles.

Wenn Du Dich bereits etwas mit Musiktheorie für Gitarre beschäftigt hat, wirst Du wissen, dass Töne, die eine Oktave auseinanderliegen (fast) gleich klingen und deshalb auch denselben Namen haben. Eine Oktave lässt sich in zwölf Halbtonschritte unterteilen.

Man kann also sagen, dass es 12 verschiedene Töne gibt.

Wenn Du auf der Gitarre eine Saite leer anschlägst und dann, beim Kopf angefangen, jeden Bund einzeln anspielst, wanderst Du in Halbtonschritten aufwärts und erreichst im 12. Bund die Oktave des Tons der leeren Saite.

Wenn Du also die Namen der Leersaiten und die chromatische Tonleiter kennst, kannst Du mit diesem Wissen bereits jeden Ton auf dem Griffbrett bestimmen. Da es aber etwas umständlich und sehr unpraktisch ist, jedes Mal abzuzählen, schauen wir uns gleich einige Techniken an, mit denen Du die Töne schneller und einfacher bestimmen kannst; bis Du sie irgendwann auswendig kennen wirst.

Orientierungspunkte auf dem Griffbrett

Dir ist bestimmt schon aufgefallen, dass es auf einem Gitarrengriffbrett und auf der Oberkante des Halses Orientierungspunkte gibt. Bei manchen Gitarren findest Du anstelle von Punkten auf dem Griffbrett schöne Verzierungen, die den gleichen Zweck erfüllen.

Standardmäßig befinden sich diese Orientierungshilfen im 5., 7., 9., 12., 15. und 17. Bund. Der zwölfte Bund ist am einfachsten zu erkennen, da er als einziger mit zwei Punkten markiert ist. Insbesondere bei Anfängergitarren findet man eine zusätzliche Markierung im 3. Bund.

Die Punkte sagen Dir zwar nicht direkt, welchen Ton Du an der Stelle findest, dienen Dir aber zur Orientierung, damit Du ganz einfach erkennen kannst, in welchem Bund Du Dich befindest. Um alle Töne auf dem Griffbrett zu lernen, sind sie eine große Hilfe.

Wenn Du mit Tabs Gitarre spielen lernst, wirst Du Dich wahrscheinlich schon daran gewöhnt haben, Dich an den Markierungen zu orientieren.

Die Töne auf dem Griffbrett lernen

Um die Töne auf dem Griffbrett bestimmen zu können, muss man natürlich erstmal überhaupt alle Töne kennen. Unser Tonsystem besteht aus zwölf Tönen, die jeweils einen Halbton auseinander liegen. Wenn man sie alle hintereinander in aufsteigender oder absteigender Reihenfolge spielt, erhält man eine chromatische Tonleiter.

Um das Gitarrengriffbrett zu lernen, musst Du die chromatische Tonleiter kennen.
Die chromatische Tonleiter auf zwei verschiedene Arten notiert werden.

Die zweite Grundlage, die Du brauchst, um das Gitarrengriffbrett kennen zu lernen, sind die Namen der Saiten. Die sechs Saiten der Gitarre werden mit dem Namen des Tons bezeichnet, der erklingt, wenn man sie leer anschlägt. Angefangen bei der dicksten Saite heißen sie: E – A – D – G – H – E.

Die dünnste Saite ist genau zwei Oktaven höher gestimmt als die dickste. Deshalb trägt sie den gleichen Namen. Dementsprechend wirst Du auf ihr in jedem Bund die doppelte Oktave des Tons auf der tiefen E-Saite im selben Bund finden. Wenn Du also alle Töne auf der obersten Saite kennst, kennst Du auch bereits alle auf der untersten.

Die Gitarre ist so gestimmt, dass das Intervall von einer Saite zur nächst dünneren einer Quarte entspricht (5 Halbtonschritte); außer zwischen g (3. Saite von unten) und h (2. Saite von unten). Hier beträgt das Intervall eine große Terz (4 Halbtonschritte).

Wenn Du die E, A, D und H-Saite im fünften Bund spielst, erklingt also der gleiche Ton, wie wenn Du die darunterliegende Saite leer anschlägst. Bei der G-Saite ist alles um einen Halbton (einen Bund) verschoben. Hier findest Du das H im vierten Bund.

Erstmal die einfachsten Gitarre Töne auf dem Griffbrett finden.
Diese Töne kannst Du auf dem Griffbrett am einfachsten finden.

So kannst Du Dir alle Töne auf dem Griffbrett merken

Mit dem bisherigen Wissen können wir bereits durch Abzählen alle Töne auf der Gitarre bestimmen. Das ist aber während des Spielens recht unpraktisch, da wir da keine Zeit zum Zählen haben. Deswegen schauen wir uns hier zwei Techniken an, wie wir sie uns merken können, ohne alles auswendig lernen zu müssen.

Die Basis für diese beiden Techniken ist, dass Du die Töne auf den zwei obersten Saiten (E und A) kennst. Diese musst Du also auswendig lernen. Wenn Du bereits angefangen hast Barré-Griffe zu lernen, kennst Du sie vielleicht sogar bereits.

Zur Orientierung kannst Du die Markierungen im 5. und 12. Bund nutzen, da Du hier die Töne ohne auswendig lernen bereits kennst (5. Bund: darunterliegende Saite; 12. Bund: Oktave).

Verschiebung

Die Töne auf einer Gitarrensaite sind immer chromatisch angeordnet. Das heißt, die Reihenfolge bleibt immer die gleiche, nur der Startpunkt ändert sich. Wenn Du die beiden tiefsten Saiten bereits kennst, kannst Du die anderen von ihnen ableiten.

Um die Töne auf der D-Saite (4. von unten) zu bestimmen, nehmen wir uns die E-Saite zu Hilfe. Die Töne E und D liegen einen Ganzton auseinander. Auf der Gitarre entspricht das zwei Bünden. Um einen Ton auf der D-Saite bestimmen zu können, müssen wir also nur wissen, wie der Ton heißt, der sich auf der E-Saite zwei Bünde tiefer befindet. Nach dem gleichen Prinzip können wir die Töne auf der A-Saite auf die G-Saite übertragen.

Du musst nicht alle Töne auf dem Gitarre Griffbrett auswendig lernen.
So kannst Du Dir die Töne auf dem Griffbrett ganz einfach von einander ableiten.

Bleibt also nur noch die H-Saite. Auch hier können wir uns die A-Saite zu Hilfe nehmen, da auch diese beiden Töne einen Ganzton auseinanderliegen. In diesem Fall ist aber unsere Orientierungshilfe (die A-Saite) einen Ton tiefer. Das heißt, wir müssen in die andere Richtung denken, als bei den anderen beiden Saiten.

Wenn Du das Gitarre Griffbrett verstehst, musst Du es nicht auswendig lernen.
Schon hast Du alle Töne auf dem Gitarrengriffbrett gelernt.

Zusammengefasst kannst Du Dir folgendes merken:

  • D-Saite: zwei Saiten nach oben, zwei Bünde nach links
  • G-Saite: zwei Saiten nach oben, zwei Bünde nach links
  • H-Saite: drei Saiten nach oben, zwei Bünde nach rechts

Das Oktav-Dreieck

Diese Technik kann Dir eine bessere Orientierung auf dem Griffbrett geben. Einerseits kannst Du sie nutzen, um alle Töne beim Gitarre Lernen für Anfänger zu beherrschen; andererseits ist sie auch beim Improvisieren ganz nützlich, wenn Du gar nicht groß über die Namen der Töne nachdenken willst.

Wie der Name sagt, konzentrieren wir uns hier auf drei Oktaven. Das erste Dreieck finden wir ganz einfach mit Tönen, die Du wahrscheinlich schon kennst. Die tiefe und die hohe E-Saite liegen genau zwei Oktaven auseinander. Um den dritten Punkt (das dazwischenliegende E) zu erhalten, spielen wir die D-Saite im 2. Bund.

Wenn wir das Ganze um einen Halbton verschieben, erhalten wir den Ton F auf drei verschiedenen Oktaven. Zwei Bünde weiter finden wir dreimal den Ton F#, und so weiter. Ein zweites verschiebbares Dreieck können wir auf den anderen drei Saiten (A, G und H) finden.

So findest Du alle Töne auf der Gitarre.
Versuche Dir beim Spielen das Gitarrengriffbrett bildlich vorzustellen.

Diese Methode eignet sich vor allem dazu, das Griffbrett „mit den Fingern“ zu verstehen. Spiele die Oktavdreiecke überall auf Deinem Griffbrett, damit Du ohne viel nachzudenken, die Oktaven findest. Das wird Dir vor allem beim Improvisieren eine bessere und intuitivere Orientierung geben.

Zum Abschluss findest Du hier noch ein Bild, auf dem alles Töne auf dem Gitarrengriffbrett eingezeichnet sind. Schau es Dir genau an und versuche die Regelmäßigkeiten zu erkennen. Vielleicht findest Du ja sogar Deine ganz eigene Merkhilfe.

Quäle Dich nicht mit viel auswendig lernen, sondern probiere die Logik zu verstehen, nach der das Griffbrett aufgeteilt ist. Du wirst immer wieder erstaunt sein, wie viel man beim Gitarre spielen von bereits Gelerntem ableiten kann.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.