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Zeichnen können ist das
A und O des Grafikerberufs!

Von Anna, veröffentlicht am 14/08/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Malerei > Professionell Zeichnen lernen und Grafikdesigner werden!

Du träumst davon, in einem kreativen Beruf tätig zu sein? Deinen Lebensunterhalt mit dem Zeichnen und Konzeptionieren von Ideen zu verdienen? Wenn Du schon ein Grundtalent im Zeichnen hast und weiter daran arbeitest, öffnen sich Dir viele Türen in der heutigen Berufswelt.

Ein beliebter und moderner Beruf ist dabei Grafikdesign! Dort verbinden sich Aspekte des klassischen Zeichnens mit technischen Elementen, Arbeit am Computer und Kommunikations-Skills.

Hier erfährst Du, was diesen Beruf ausmacht, was die Tätigkeitsfelder sind, aber auch welche Voraussetzungen man mitbringen sollte und was man wo lernen kann, um in diesem Bereich tätig zu sein. Kurzum: Hier findest Du alles rund ums Thema Grafikdesigner werden!

Was ist eine Grafikerin?

Du fragst Dich, was genau eine Grafikdesignerin oder ein Grafiker ist? Nun, zunächst einmal gilt es festzuhalten, dass die Begriffe weitgehend als Synonyme verwendet werden. Grafikdesigner ist vielleicht noch etwas spezifischer als Grafiker, aber im Endeffekt bezeichnet es heutzutage denselben Beruf.

Du bist kreativ? “Grafikdesigner” und “Grafiker” bezeichnet meist denselben Beruf. | Quelle: Pexels

Die Duden-Definition von Grafik lautet: „künstlerische, besonders zeichnerische o. ä. Gestaltung von Flächen, vor allem mithilfe bestimmter Verfahren, die Abzüge, Vervielfältigungen ermöglichen“.

Der Definition von Grafikdesign zur Folge ist dies ein Unterbereich der Grafik; sie lautet: „Bereich der Grafik, der mithilfe von Bild, Fotografie, Typografie u. Ä. bestimmte Informationsinhalte in eine Bildsprache bzw. in visuelle Zeichen umsetzt.“

Damit hätten wir die Bereiche also mal definiert. Aber was genau macht nun eine Grafikdesignerin in der Praxis? Wichtig ist immer das Stichwort Kommunikation. Es geht darum, Botschaften (Messages) zu vermitteln oder etwas Bestimmtes beim Betrachter auszulösen.

Man arbeitet mit:

  • Bildern
  • Fotos
  • Farben
  • Schriftelementen
  • Formen
  • uvm.

… um einem gewissen Designerzeugnis (Plakat, Webseite, TV-Werbung, Anzeige, Logo usw.) eine ganz bestimmte Identität und Funktion zu geben.

Es ist also nicht nur wichtig, gut zeichnen zu können, man muss auch die Fähigkeit und Kreativität besitzen, ganze Konzepte bzw. Kampagnen zu entwickeln! Denn Grafikdesign schlummert überall: in Logos, auf Schildern und Tafeln, Plakaten, Flyern und Broschüren, Verpackungen, Album- und Buch-Covern und so weiter und so fort. Als Grafikdesigner*in bist Du also in allen möglichen Bereichen von Druckerzeugnissen (Print), aber natürlich auch digital (Webseiten usw.) unterwegs.

Abgesehen von den offensichtlichen Kenntnissen, die in Grafikdesign nötig sind, brauchst Du folgende Skills, um im Beruf erfolgreich zu sein:

  • Kein Problem mit Deadlines und „Kreativität auf Abruf“
  • Stressresistenz
  • Teamfähigkeit
  • Flexibilität
  • Kein Problem damit, die eigene Kreativität in den Dienst und unter die Anforderungen der Kunden zu stellen
  • Offenheit für Weiterbildung und Neues

Dieser kreative Beruf des Grafikdesigners entwickelt sich selbstverständlich auch ständig weiter. Du musst also Augen und Ohren offen halten und neue Entwicklungen willkommen heißen können. Ist das der Fall, blüht Dir eine rosige Zukunft in diesem Bereich!

Entdecke hier auch weitere Berufe, die man als Zeichenkünstler*in ergreifen kann.

Warum Skills im klassischen Zeichnen im Grafikdesign wichtig sind

Warum muss ich gut zeichnen können, wenn ich als Grafikdesigner*in doch eh am PC arbeite? Weil Zeichnen die Basis, das A und O der Grafikberufe ist! Jedes Konzept beginnt mit einem Entwurf und auf Papier brainstormt es sich nunmal am besten …

Außerdem brauchst Du noch weitere Grundaspekte der Grafik, wenn Du eine Identität aufbauen, eine Message vermitteln willst:

  • Farben inkl. Farbsymbolik (Grün für Hoffnung, Gelb für Neid usw.)
  • Sinn für Ästhetik (Was wird gemeinhin als „schön“ wahrgenommen, was als „hässlich“ oder provokant?)
  • Kreativität und Vorstellungskraft (um neue Bilder zu entwerfen oder Wortspiele einzubauen)
  • Formen, Nutzung von Raum und Flächen
  • Textelemente (Schriftart, Positionierung usw.)
  • Harmonischer Gesamteindruck
  • uvm.

Wie wäre es mit Unterricht im Zeichnen, um Deine künstlerischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln?

Das Gute am Beruf des Grafikers ist, dass er so vielfältig ist, dass alles, was Du jemals im Bereich Kunst & Gestaltung gelernt hast, zum Einsatz kommen kann. Du interessierst Dich zum Beispiel auch für Fotografie? Kein Problem, denn im Grafikdesign arbeitet man auch viel mit fotografischem Material, wenn man denn möchte …

Wie entwickle ich ein Konzept? Am Anfang eines jeden Konzepts steht ein Entwurf. | Quelle: Pixabay

Dieser Aspekt bedeutet auch, dass Du Dich ständig weiterbilden und weiterentwickeln kannst. Selbst wenn Du den Beruf schon erfolgreich ausübst, gibt es immer Aspekte, die Du noch ausbauen kannst oder neue Techniken und Tools, die Du entdecken oder sogar selbst entwickeln kannst.

Die Geschichte des Grafikdesigns

Wir machen hier eine kurze Klammer und wollen uns der Geschichte dieses Feldes widmen. Schließlich ist es auch interessant zu wissen, wo eine Tätigkeit traditionell herkommt, quasi back to the roots. Der Beruf ist relativ jung, der Begriff Grafikdesign wurde nämlich erst im 20. Jahrhundert geprägt.

Das ergibt auch Sinn, denn visuelle Kommunikationsmittel (vor allem im Bereich der Werbung) wurden natürlich insbesondere durch die Entstehung der modernen Konsumgesellschaft notwendig. Was heute PR, Kommunikation, Marketing oder Werbung heißt, nannte man damals noch „Reklame“.

Werbung, insbesondere in Zeitungen und auf Plakaten entstand zwar schon gegen Mitte des 19. Jahrhunderts (oder sogar noch früher), doch die professionelle Entwicklung grafischer Elemente für gezielte Werbung (in Abgrenzung zur ansprechenden Information) erfährt ihre Blütezeit erst Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem vermehrten Einsatz von Werbeplakaten.

Viele Plakatdesigns von damals werden heutzutage (als Teil der Retro- und Vintage-Welle) als regelrechte Kunstwerke gefeiert. Wer hat noch nicht bei Freunden oder Familie ein Retro-Plakat von Coca Cola oder Persil gesehen bzw. sich selbst eines ins Zimmer gehängt?

Oder kennst Du vielleicht die berühmten Plakatkreationen von Toulouse-Lautrec? Zumindest das Moulin-Rouge-Plakat ist weltweit berühmt und ein beliebtes Mitbringsel aus dem Paris-Urlaub …

Nach den Plakaten ging es richtig los mit Werbung und Werbeslogans. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erfuhr die Konsumgesellschaft (vor allem in den USA) einen regelrechten Boom (in Deutschland dann ein wenig später, in den 60ern, in Form des sog. „Wirtschaftswunders“). Nun kümmerten sich professionelle Grafikerinnen und Grafiker um die Konzeptionierung von Werbekampagnen und Werbeagenturen schossen nur so aus dem Boden.

Im deutschsprachigen Raum war Gerstner, Gredinger, Kutter – genannt GGK  – eine bekannte Agentur, aber natürlich gibt es zahlreiche große Namen aus den Anfängen der Werbebranche. Selbst wenn man die Namen an sich nicht kennt, hat man doch gewissen Kampagnen in Erinnerung.

Und schließlich die große Wende im Bereich des Grafikdesigns, die die Arbeit von Grafikerinnen und Grafikern nachhaltig und unumkehrbar verändern wird: die Erfindung des Computers!

Mithilfe von Photoshop, InDesign und zahlreichen weiteren Grafikprogrammen wurde eine neue Dimension im Bereich des Grafikdesigns erreicht. Desktop-Publishing (DTP) und die Verwendung von Grafiktabletts hat in vielen Situationen Bleistift und Papier ersetzt (auch wenn es ganz ohne oft immer noch nicht geht oder einfach weniger sinnvoll ist).

Die Umsetzung ist jetzt zwar einfacher und auch die Weiterverarbeitung, Vervielfältigung usw., aber die künstlerische Basis und Kreativität ist immer noch die gleiche: Eine Grafikdesignerin heute muss genau wie der Kollege vor rund 70 Jahren kreativ sein, zeichnen können, gestalterische Elemente und deren Wirkung kennen und einsetzen können und einfach ein bisschen outside the box denken!

Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es im Bereich Grafikdesign?

Wie lerne ich Grafiktools kennen? Im Studium oder in der Ausbildung lernst Du die wichtigsten Grafik-Tools kennen. | Quelle: Pexels

Du hast Lust, Grafikdesigner*in zu werden? Dann legen wir Dir auf jeden Fall eine entsprechende Ausbildung ans Herz, denn laut einer Studie von 2009 (zwar schon etwas älter, aber immer noch gültig) sind nur 16,8 % der selbständigen Grafikdesigner*innen Quereinsteiger, 50,4 % haben dagegen ein Diplom in diesem Bereich. Und auch wenn man sich die Stellenausschreibungen auf LinkedIn & Co. ansieht, fällt auf, dass die meisten Arbeitgeber ein einschlägiges Studium oder eine entsprechende Ausbildung verlangen.

Du hast ein Talent und Grundfertigkeiten im Bereich Zeichnen und Gestaltung? Dann hast Du die richtigen Voraussetzungen, ein solches Studium oder eine Ausbildung in diesem Bereich aufzunehmen.

Du willst an eine Hochschule? Dann kannst Du z.B. „Grafikdesign“, „Grafik-Design“, „Grafikdesign Screen-/Printmedia“, „Illustration & Grafikdesign“, „Grafikdesign und visuelle Kommunikation“ o.Ä. an unter anderem folgenden Hochschulen studieren: Fachhochschule Dresden (FHD), HMKW, Kölner Design Akademie, DIPLOMA Hochschule (Leipzig oder Stein bei Nürnberg), Deutsche POP (13 Standorte), Technische Akademie Wuppertal (TAW), Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg uvm.

Alternativ kannst Du auch eine Ausbildung zum/zur Mediengestalter*in machen. Zahlreiche Betriebe bieten duale Ausbildungen in diesem Bereich an, klick Dich einfach mal durchs Netz!

Grafikdesigner*innen in unserer Gesellschaft 2.0

In Deutschland boomt die Medien- und Gestaltungsbranche seit einigen Jahren. Oder kannst Du guten Gewissens von Dir behaupten, niemanden zu kennen der IMM („irgendwas mit Medien“) studiert hat oder arbeitet? Also ich nicht …

Dabei muss man allerdings aufpassen, nicht irgendwo im Mainstream unterzugehen. Eben weil diese Studiengänge und Ausbildungen so beliebt sind, gibt es auch immer recht viele Absolventinnen und Absolventen und man findet sich leicht in der Praktikums-/Traineeship-/Volontariatsfalle wieder. Zahlreiche Agenturen profitieren von unerfahrenen Grafikdesigner*innen als billige Arbeitskräfte.

Wenn Du Dir dieser Tatsache bewusst bist, kannst Du zwar vielleicht nicht ganz vermeiden, am Anfang eine solche Stelle anzunehmen (irgendwo muss man ja anfangen), aber Du bist zumindest sensibilisiert und bleibst nicht in so einem Niedriglohn-Job stecken.

Eine gute Möglichkeit, nicht in der Masse unterzugehen, ist aber auch (wie in den meisten Bereichen), sich zu spezialisieren! Lass den Einheitsbrei aus Werbung, Kommunikation, Webseiten usw. hinter Dir und nutze die neuen Medien und Techniken, um gezielte Dienstleistungen mit Mehrwert zu bieten!

Wie wäre es z.B. mit 3D Animation, Visual Effects (VFX) oder Game Animation? Das geht dann zwar beruflich in eine etwas andere Richtung als das klassische Grafikdesign, aber genau das macht kreative Köpfe ja aus: dass sie offen sind für Neues und keine Angst haben, ausgetretene Pfade zu verlassen und sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln.

Was macht ein*e Concept Artist/Storyboard Artist/Illustrator*in?

Du interessierst Dich vor allem für den künstlerischen und zeichnerischen Aspekt im Bereich Grafikdesign und weniger für das Organisatorische rund um Kampagnen?

Dann wäre vielleicht der Beruf Concept Artist bzw. Storyboard Artist bzw. Illustrator etwas für Dich! Dabei geht es vor allem darum, erste Ideen in ein Storyboard umzusetzen, das dann als Grundlage für die Umsetzung des Konzepts dient. Während man den Begriff ursprünglich vor allem aus Film & Fernsehen kennt, bedient man sich bei Werbeagenturen und allgemein für jegliche Kampagnen auch solcher Storyboards.

Was macht ein Storyboard Artist? Storyboards sind die visuelle Grundlage für Filme, Spots und Kampagnen. | Quelle: Visualhunt

Wenn es Dir also vor allem ums Zeichnen geht und Du Spaß daran hast, konkrete Entwürfe aufs Papier zu bringen, wäre das auch eine gute Möglichkeit. Hier findest Du einen Blog zum Thema, wie man Concept Artist werden kann.

Nun hast Du also einen Überblick über die Möglichkeiten im Bereich Grafikdesign. Das klingt nach einem Plan? Dann arbeite jetzt an Deinen künstlerischen und vor allem zeichnerischen Fähigkeiten und vielleicht kommt eine Karriere in diesem Bereich auch für Dich infrage!

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