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Zeichnen lernen, um einen künstlerischen Beruf zu ergreifen!

Von Anna, veröffentlicht am 14/08/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Malerei > Mit diesen künstlerischen Berufen kannst Du Karriere machen!

Du liebst Zeichnen und Malen und würdest am liebsten alles skizzieren, was Dir unter die Augen kommt? Dein Skizzenbuch ist quasi ständig voll und Du verbringst Deine Zeit damit zu kritzeln, radieren, spitzen, auszumalen? Du denkst Dir ständig neue Motive aus?

Und in Deiner Freizeit googelst Du liebend gerne nach verschiedenen Mal-Tutorials und Infos zu z.B. „3D Malerei“, „moderne Malerei“, „Ölmalerei“, „Malerei-Techniken“, „Malerei abstrakt“, „Acryl malen lernen YouTube“, „zeichnen lernen Anime“, „Rosen malen lernen“ usw.?

Wenn Du Dich noch intensiver mit dem Bereich auseinandersetzt oder vielleicht sogar Privatunterricht nimmst, könntest Du auch darüber nachdenken, beruflich etwas in diese Richtung zu machen. Denn was gibt es Schöneres, als die Leidenschaft zum Beruf zu machen?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten: Modedesigner*in, Grafikdesigner*in, Architekt*in, technische*r Zeichner*in, Buchillustrator*in, Comiczeichner*in uvm.

Welchen Karriereweg möchtest Du einschlagen, um nicht nur für Deine eigene Freude und Entspanntheit kreativ zu sein, sondern auch, um damit Deinen Lebensunterhalt zu bestreiten? Wir stellen Dir einige Berufe aus dem Kreativbereich vor …

Zeichnen lernen, um als Grafiker*in zu arbeiten

Du zeichnest vor allem, um Dich auszudrücken? Du hast diese Gabe, Botschaften, Ideen und Gefühle mithilfe von Zeichnungen rüberzubringen? Dann wäre vielleicht Grafiker*in der richtige Beruf für Dich!

Du möchtest Botschaften rüberbringen? Als Grafikdesignerin vermittelst Du Botschaften. | Quelle: Pixabay

Der Vorteil: Grafikerinnen und Grafiker braucht es fast überall! Bei Zeitungen und Zeitschriften, für Werbung (Plakate, Online, TV usw.), Produktbeschreibungen, Logos, für illustrierte Bücher und und und … Hinter fast jedem Bild steckt die Arbeit einer oder mehrerer Grafikerinnen (wenn es nicht gerade eine Fotografie ist).

Professionelle Grafiker bzw. Grafikdesignerinnen sind oft auch Kommunikationsspezialisten und entwerfen nicht nur einzelne Zeichnungen, sondern ganze Konzepte! Um im Bereich Grafikdesign tätig zu sein, ist an sich keine Ausbildung notwendig, denn der Beruf zählt zu den freien Berufen. Wenn Du Dich also in der Lage fühlst, Projekte professionell umzusetzen, go for it!

Wenn Du allerdings lernen willst, wie Du professionell mit Kunden umgehst, eigene Konzepte entwickelst, Aufträge abwickelst, verschiedene Grafik-Tools nutzt usw., kannst Du natürlich auch eine Ausbildung oder ein Studium machen. Hier findest Du alle Infos rund ums Thema Grafikdesign-Ausbildung!

Diese Eigenschaften brauchst Du, wenn Du Grafiker*in werden willst:

  • Du solltest neugierig und kreativ sein und Dich stets neu entdecken wollen.
  • Du solltest zeichnen können und die Grundlagen der Gestaltung kennen.
  • Du solltest mit den notwendigen Tools und Software umgehen können (oder bereit sein, es zu lernen).
  • Du solltest kommunikativ sein und mit Kunden umgehen können.
  • Du solltest Grundlagen der Projektabwicklung kennen (oder lernen wollen).

Grafikerinnen bzw. Grafikdesigner haben zahlreiche wertvolle Kompetenzen und leisten einen wichtigen Beitrag zur modernen Kommunikation von Unternehmen, Organisationen, Einrichtungen und Privatpersonen. Stürze Dich jetzt ins Abenteuer Grafikdesign und mach Deine Leidenschaft für Gestaltung zum Beruf!

Die Leidenschaft Zeichnen weitergeben: Kunstlehrer*in werden

Du hast Lust, Deine Leidenschaft und Deine Skills an andere weiter zu geben? Insbesondere an Kinder und Jugendliche? Dann könntest Du auch Kunstlehrer*in werden!

Je nachdem, an welcher Schulart Du unterrichten möchtest, brauchst Du ein Lehramtsstudium oder normales Kunststudium (+ eventuell Weiterbildung) oder eine Ausbildung in Kunstpädagogik.

Bevor Du Dich für eine solche Ausbildung / ein solches Studium entscheidest, solltest Du Dir gut überlegen, ob Du für den Beruf des Lehrers gemacht bist. Es reicht nicht, gut im Malen und Zeichnen (oder auch Werken) zu sein, man muss auch mit Kindern und Jugendlichen umgehen können und Freude am Vermitteln haben. Auch in schwierigen Situationen muss man einen kühlen Kopf bewahren.

Kannst Du hinter diese Eigenschaften ein Häkchen setzen?

  • Künstlerisch begabt sein
  • Gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeiten
  • Gut erklären können
  • Geduldig sein
  • Klar kommunizieren können (auch Grenzen setzen, wenn nötig)
  • Gut organisiert sein

Im Kunstunterricht regst Du Deine Schülerinnen und Schüler zum eigenständigen Malen und Zeichnen an, erklärst und übst verschiedene Zeichen- und Maltechniken und hilfst ihnen beim Umgang mit verschiedenen Materialien wie Holz, Ton, Metall usw.

Doch der Unterricht ist oft nicht nur praktisch: Es geht auch darum, ein Verständnis für Kunst und Ästhetik zu entwickeln und einen Einblick in die Kunstgeschichte mit ihren wichtigsten Epochen und Künstlern zu geben.

Bist Du bereit, Deine Leidenschaft und Dein Talent weiterzugeben und jungen Menschen dabei zu helfen, sich kreativ zu entwickeln? Dann schau Dich jetzt nach Studien- und Ausbildungsangeboten um und plane in Gedanken schonmal Deine erste Stunde. Womit möchtest Du beginnen? Ein bisschen Theorie oder gleich raus mit Pinsel, Farben und Stiften und los geht’s?

Zeichnen lernen, um Architekt*in zu werden

Was mache ich als Architekt? Architektur prägt Lebenswelten. | Quelle: Pixabay

Wenn Du besonders gerne Gebäude, Räume und komplexe Strukturen zeichnest, wäre der Beruf des Architekten vielleicht auch etwas für Dich. Was gibt es Schöneres, als ein Gebäude auf dem Papier (und natürlich heutzutage vor allem Computer) zu entwerfen und einige Zeit später mit eigenen Augen zu sehen, wie es erbaut wird?

Wenn Du Dich für diese Richtung interessierst, muss Dir klar sein, dass es nicht ausreicht, einfach nur schön und künstlerisch wertvoll zeichnen zu können. Du musst vor allem ein Auge für Perspektiven und Details haben, musst sehr genau arbeiten können und darfst nicht unterschätzen, dass auch solide Kenntnisse in Mathematik und teilweise Physik (bzw. Konstruktion/Statik) nötig sind. Und natürlich musst Du die verschiedenen Stile der Architektur kennen und wissen, wie man ein Projekt von vorne bis hinten durchzieht – vom Pitch bzw. der Mappe für die Ausschreibung bis zum Abschlussbericht.

Vielleicht schaffst Du es ja, dass Dein Name einmal so bekannt wird wie die der großen Architekten der jüngeren Geschichte und von heute: Le Corbusier, Richard Meier, Renzo Piano usw.

Um Architekt*in zu werden, solltest Du folgende Eigenschaften mitbringen:

  • Gut und präzise zeichnen können
  • Ein Faible für Mathematik haben
  • Grundlagen in Technik und Konstruktion (bzw. Interesse, Dich in diesem Bereich weiterzubilden)
  • Grundlagen in Projektmanagement (oder offen sein, diese zu lernen)

Hier findest Du weitere Infos zum Architekturstudium. Du möchtest lieber technische Zeichnungen anderer Art anfertigen? Dann kannst Du auch eine Ausbildung zum/zur technischen Zeichner*in oder Produktdesigner*in machen!

Zeichnen lernen, um zu „animieren“

Bist Du auch mit Trickfilmen von Disney oder vielleicht Animes groß geworden? Hat Dich diese Leidenschaft nie ganz verlassen? Dann könntest Du vielleicht selbst als Künstler*in in diesem Bereich tätig sein!

Natürlich muss man vorsichtig sein, weil es in der Medienbranche auch viele unbezahlte Praktika, Traineeships und so weiter gibt, aber wenn Du es wirklich willst, kann sich der Weg durchaus lohnen und vielleicht wird ja sogar eines der großen Studios wie Pixar oder Dreamworks zu Deinem Arbeitgeber.

In Deutschland gibt es einige Hochschulen und Akademien, an denen Du „Animation“, „Animation-Design“ bzw. „3D Animation for Film & Games“ studieren kannst: die mAHS, media Akademie der Hochschule Stuttgart, die Filmuni Babelsberg in Potsdam, die Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg und die Internationale Filmschule Köln (der TH Köln).

Ein solches Studium bzw. eine Art private Ausbildung ist in der Regel schon nötig, weil es wichtig ist, die verschiedenen Prozesse bei der Produktion eines Animationsfilms zu kennen und zusätzlich zum Von-Hand-Zeichnen die entsprechende Software einsetzten zu können.

Diese Dinge solltest Du mitbringen bzw. zu erlernen bereit sein:

  • Kreativität und Sinn für Ästhetik sowie exzellente Zeichenskills
  • Umgang mit der entsprechenden Software (2D und 3D)
  • Blick fürs Detail und genaue Arbeitsweise
  • Stressresistenz und Flexibilität

Animation interessiert Dich, aber Du bist eher Gamerin als Disney-Fan? Kein Problem, im Studiengang „3D Animation for Film & Games“ der Filmschule Köln ist sowieso beides drin oder Du gehst konkret in diese Richtung, z.B. mit dem Studienfach „Game Design“.

Mit dem Bleistift Spitzen setzen: Karikaturist*in werden

Für Dich ist Humor (vielleicht sogar schwarzer Humor) kein Fremdwort? Du liebst Wortspiele, provokative Bilder und Karikaturen? Dann könntest Du vielleicht politische*r Karikaturist*in werden!

Dieser Mischberuf aus Journalist*in und Künstler*in besteht darin, tagesaktuelle Geschehnisse und berühmte Persönlichkeiten überspitzt zu zeichnen und auf bestimmte Umstände oder Probleme aufmerksam zu machen. Diese Art der Kunst zeichnet sich insbesondere durch einen persönlichen Stil mit Wiedererkennungswert aus – sowohl in der Zeichentechnik als auch im Inhalt, dem Humor. Gerade Abonnentinnen von Tages- oder Wochenzeitungen erkennen den Stil bestimmter Karikaturisten oft wieder und entwickeln so ihre Vorlieben.

Was ist das Besondere an Karikaturen? Karikaturen stellen bestimmte Merkmale übertrieben dar. | Quelle: Pixabay

Doch man darf sich keiner Illusion hingeben: Es gibt nicht viele Karikaturist*innen in Deutschland und in der Regel reicht es auch nicht, nur für eine Zeitung oder Zeitschrift zu arbeiten. Dafür hast Du ein recht breites Spektrum zur Auswahl: Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Satirezeitschriften wie die Titanicnahezu alle politischen Print- und Online-Medien kommen infrage.

Verschiedene Formen der Karikatur soll es schon in der Antike gegeben haben. Die hier besprochene Form der politischen bzw. gesellschaftlichen Karikatur entwickelte sich aber erst im 18. Jahrhundert in Großbritannien. Im 19. Jahrhundert kam es dann bei unseren netten westlichen Nachbarn auf dem Kontinent, den Franzosen, zu einer Blütezeit der karikaturistischen Zeichnungen.

In Deutschland haben wir vielleicht keine so geschichtsträchtige Tradition, aber doch auch eine erfolgreiche Karikaturszene mit verschiedenen Preisen und Auszeichnungen in diesem Bereich, insbesondere den Deutschen Preis für die politische Karikatur.

Diese Eigenschaften solltest Du für diesen Beruf mitbringen:

  • Merkmale von Karikaturen kennen und Umsetzung derselben
  • Fundiertes Wissen in den Bereichen Gesellschaft und Politik (und die Bereitschaft, ständig auf dem Laufenden zu bleiben)
  • Gute analytische Fähigkeiten und Fokus auf die wesentlichen Elemente
  • Die Fähigkeit, schnell und präzise zu zeichnen (sodass man berühmte Persönlichkeiten leicht wiedererkennt)

Na, hast Du Lust bekommen? Dann kannst Du Dich als talentierter Quereinsteiger bewerben (Du musst dann sowieso ein Portfolio Deiner Karikaturen einreichen) oder Du studierst z.B. „Illustration

Jung & Alt begeistern: Comics und Mangas zeichnen

Du liebst es, mit Zeichnungen Geschichten zu erzählen und hast schon von klein auf kleine Bildergeschichten gezeichnet und gemalt? Dann wäre vielleicht der Beruf Comiczeichner*in (bzw. Mangazeichner*in) etwas für Dich …

Auch wenn es nicht einfach ist, sich auf dem Markt durchzusetzen, wenn man es geschafft hat, ist es ein vielversprechender Markt! Deutschland ist zwar ganz gut mit dabei, aber nicht ganz so Comic-affin wie andere europäische Staaten (insbesondere Frankreich und Italien) oder viele asiatische Länder. Auch die USA sind ein großer Abnehmer für Comics und vor allem auch Mangas. Aber das ist ja kein Problem, Du kannst Deine Comics bzw. Mangas ja auch übersetzen lassen, um noch mehr Märkte zu erreichen.

Kannst Du nicht nur gut zeichnen, sondern auch:

  • Dir Geschichten ausdenken und zu Papier bringen?
  • Gut beobachten und zeichnerisch wie bildhaft wiedergeben?
  • Inspiration finden, wenn es darauf ankommt?
  • Deine Ideen klar und effizient präsentieren („pitchen“)?

Du konntest hinter diesen Punkten ein Häkchen setzen und hast Lust, Dich ins Abenteuer Comic zu stürzen? Dann gibt es verschiedene Möglichkeiten …

Viele Comic-Zeichnerinnen und -zeichner sind Autodidakt*innen, haben sich die nötigen Fertigkeiten also selbst beigebracht. Das ist natürlich eine Möglichkeit, denn am Ende zählt nur, ob Du mit Deinen Bildern und Geschichten begeistern kannst, nicht, was Du ursprünglich gelernt hast (genauso wie bei konventionellen Autoren). Doch wenn Du es ein bisschen systematischer angehen willst und ein Diplom vorweisen möchtest, kannst Du natürlich auch etwas aus dem Kunst- und Medienbereich studieren, sei es Illustration, Animation oder Mediengestaltung.

Hier findest Du einen interessanten Artikel rund um den Beruf Comic-Zeichner, den Weg dorthin und auch die Chancen und Risiken (und harte Realität)!

Dein Herz schlägt für Mangas? Verbinde Deine Leidenschaft und Kreativität und zeichne Comics und Mangas! | Quelle: Pixabay

Natürlich gibt es noch viele weitere Berufe, die man als kreativer Mensch, der gut zeichnen kann, ergreifen kann. Stöber einfach mal durchs Internet und lass Dich inspirieren!

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