Die Violine ist ein Instrument, um das sich viele Mythen ranken: vom Virtuosen Violinisten Paganini, der ein Pakt mit dem Teufel geschlossen haben soll, bis zu den 300 Jahre alten Stradivari-Geigen, die so unvergleichlich gut klingen sollen, dass sie bei Versteigerungen schwindelerregende Preise in Millionenhöhe erzielen.

Genauso oft hört man, dass nur wer im frühsten Kindesalter zum ersten Mal eine Violine in den Händen hält, auch wirklich Geige spielen lernen kann. Doch spielt das Alter wirklich eine so große Rolle? Ist es mit der Liebe zur Musik nicht wie mit der Liebe im Allgemeinen: Sie kennt kein Alter?

Musiktheorie und Noten lesen lernen, den Bogen richtig halten, die Bewegung des Armes, des Handgelenks und der Finger, wie spielt man Vibrato? Beim Geige lernen kommt vieles zusammen und so ganz einfach ist es nicht; so viel ist klar. Das heißt aber nicht, dass es unmöglich ist. Egal wie alt Du bist.

In diesem Artikel gehen wir dem den Fragen rund ums Geige lernen als Erwachsener auf den Grund. Wir erklären Dir, wie sich der Lernprozess in den verschiedenen Altersgruppen unterschiedet, warum es nie zu spät ist, mit dem Geige spielen anzufangen und  wie der Geigenunterricht abläuft.

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Wie schwierig ist es Geige zu spielen?

Die Violine gilt als eines der schwierigsten Instrumente überhaupt. Gerade deswegen wird weitläufig angenommen, dass es kaum möglich ist, nach einem gewissen Alter noch richtig gut Geige spielen zu lernen. Diese Annahme greift jedoch zu kurz und hat leider schon viele Menschen davon abgehalten, ihr Lieblingsinstrument zu erlernen.

Schauen wir uns einmal genauer an, woher dieses Klischee kommt und was genau dahintersteckt. In diesem Abschnitt möchte ich einige Gedanken mit Dir teilen, die ihm seine Macht nehmen sollen und Dich (hoffentlich) ermutigen, einen ersten Schritt zu gehen, um Deinen Traum vom Geige spielen zu verwirklichen.

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Eine kurze Geschichte des Gegenspiels

Die Geige gehört zur Familie der Streichinstrumente; dabei handelt es sich um Instrumente, die mit Saiten bespannt sind, die durch das Darüberstreichen mit einem Bogen in Schwingung versetzt werden. Der hohle Korpus dient als Resonanzkörper und macht den Klang hörbar.

Bereits im Mittelalter war eine Vorgängerin der Geige, die Fidel in ganz Europa beliebt und verbreitet. Die ersten Geigen wurden im 16. Jahrhundert in Italien gebaut. Aber erst zu Beginn des 17. Jahrhundert nahm sie die Form an, die wir heute kennen.

Die Fidel wurde vor allem in den unteren Gesellschaftsschichten gespielt. Es war ein Instrument für einfache Leute. Durch die Weiterentwicklung wurde die Violine auch für Komponisten des Barock interessant. Insbesondere Claudio Monteverdi komponierte Streichersätze, die die Violine beim europäischen Adel beliebt machte.

Dadurch kam es zu einem radikalen Wandel in der Geschichte der Geige. Das Instrument wurde von den Geigenbauern immer weiter perfektioniert, wodurch die Herstellung teurer wurde. Gleichzeitig schöpften immer mehr Komponisten die neuen Möglichkeiten aus; damit wurde die für Geige komponierte Musik anspruchsvoller.

Innerhalb kurzer Zeit wurde so aus der Fidel der einfachen Bevölkerung die Violine, die dem Adel und dem gehobenen Bürgertum vorbehalten war. So blieb es auch bis ins 20. Jahrhundert hinein. Wenn wir ganz ehrlich sind, hat die Geige (zum Beispiel im Vergleich zur Gitarre) auch heute noch einen elitären Ruf.

Wie wir die Geige heute wahrnehmen, hat viel mit ihrer Gechichte zu tun.
Die Violine wurde keineswegs immer nur in großen Konzertsälen vor einem elegant gekleideten Publikum gespielt. | Quelle: Calum MacAulay via Unsplash

Musiker wie David Garrett tragen, durch ihre Spielweise und ihre Wahl der Stücke außerhalb der Klassik, jedoch mehr und mehr dazu bei, dass das Instrument anders wahrgenommen wird; jugendlich, frischer, cooler.

Auch die Preise für Geigen sind im Laufe des 20. Jahrhunderts gesunken. Hochwertige Meistergeigen vom Geigenbauer haben zwar immer noch ihren gerechtfertigt, hohen Preis, es ist aber durchaus möglich auch mit einem kleineren Budget zu einem guten Einsteigerinstrument zu kommen.

Hinzu kommt, dass Geigenunterricht für mehr Menschen zugänglich und erschwinglicher geworden ist. So wird die Violine mittlerweile zunehmend zu einem Instrument für alle, die sie gerne spielen wollen; unabhängig von Musikgeschmack, sozialem Status und Alter.

Was ist am Geige spielen so schwierig?

Die Rolle der Geige in Musik und Gesellschaft hat sich also im Laufe der letzten 100 Jahre stark verändert. Nach wie vor ist sie aber ein Instrument, das nicht so leicht zu erlernen ist. Woran liegt das?

Egal ob Du Klavier, Gitarre oder Geige spielen lernst, zu Beginn gibt es vieles auf einmal zu beachten, zu lernen und man muss sich erstmal an die neuen Bewegungsabläufe gewöhnen. Man lernt Noten lesen und die Töne auf dem Instrument zu finden, man übt den Rhythmus zu halten und ist erstmal etwas überfordert damit, beide Hände unabhängig voneinander und trotzdem koordiniert zu bewegen.

Bei der Geige kommen jedoch einige Besonderheiten hinzu, die den Weg zu den ersten Erfolgserlebnissen unter Umständen etwas länger machen, als auf anderen Instrumenten.

Eine Schwierigkeit liegt darin, dass die auf dem Geigengriffbrett nicht klar erkennbar ist, wo die einzelnen Töne liegen. Eine Violine hat vier Saiten, die alle auf einen anderen Ton gestimmt sind. Wenn man eine Saite runterdrückt wird der Ton höher; um wie viel hängt von der Stelle auf dem Griffbrett ab.

Geigen-Anfänger müssen in einem ersten Schritt ihr Gehör schulen, um jeden Ton exakt zu treffen. Das braucht etwas Zeit und Geduld.

Beim Geige spielen ist der ganze Körper beteiligt. Eine weitere Schwierigkeit liegt darin, den Bogen korrekt zu führen. Die kleinste Veränderung des Winkels kann einen großen Einfluss auf den Klang haben. Man muss darauf achten, immer nur die Saiten zu treffen, die gespielt werden sollen. Dabei darf der Bogen aber nicht zu fest aufgedrückt werden.

Das Führen des Geigenbogens erfordert einiges an Feingefühl, dass man sich ebenfalls nicht von einem Tag auf den anderen erarbeiten kann.

Beides ist aber machbar. Wer den Wunsch hat, Geige spielen zu lernen, wird auch die Motivation und Ausdauer dazu aufbringen können.

Wie lange es dauert, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Wir haben alle unterschiedliche Stärken und Schwächen, das zeigt sich auch beim Geige lernen. Außerdem hängt es davon ab, was Du für Vorerfahrungen mitbringst. Wenn Du bereits Noten lesen kannst, wird für Dich ein Lernschritt weniger anfallen, als für andere.

Eine Schwierigkeit der Geige liegt darin, dass es auf dem Griffbrett keine Orientierungspunkte gibt.
Auf der Violine ist die Intonation sehr wichtig. Dafür muss das Gehör geschult werden. | Quelle: William Recinos via Unsplash

Der Mythos Wunderkind

Sobald über die Violine und die berühmtesten Violinist*innen gesprochen wird, fällt schnell der Begriff Wunderkind. Viele berühmte Geiger*innen haben bereits mit vier Jahren mit dem Geige spielen angefangen und wurden schon im Kindesalter als aufsteigende Stars gefeiert.

Es scheint, als sei ihnen ein besonders Talent in die Wiege gelegt worden zu sein, das es ihnen erlaubt, ihrer Geige die schönsten Klänge zu entlocken und die Zuhörer*innen mit den schnellsten Läufen zu beeindrucken.

Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. In den letzten Jahrzehnten wurde viel zum Thema Talent geforscht und es herrscht noch immer eine gewisse Uneinigkeit darüber, was es überhaupt sei und welche Rolle es beim Erlernen eines Instruments spielt.

Klar ist jedoch, dass Talent alleine niemanden zu einem Virtuosen macht. Es gehört immer auch Arbeit dazu. Lass Dich also von sogenannten Wunderkindern nicht entmutigen. Auch sie hatten beim Lernen ihre Schwierigkeiten und haben viele Stunden geübt, bevor sie das erste Mal vor ein Publikum traten.

Wenn man anfängt ein Instrument zu lernen, egal ob als Kind oder Erwachsener, sollte es auch nicht darum gehen, der*die Beste zu werden. Man muss nicht ein zweiter Yehudi Menuhin oder eine zweite Anne-Sophie Mutter sein, um von sich behaupten zu können, dass man gut Geige spielen kann.

Geige spielen lernen für jede Altersgruppe

Kommen wir nun zu der eigentlichen Frage, die Du Dir wohl stellst: wann sollte man mit dem Geige spielen anfangen? Kann es auch zu früh dafür sein? Ist man irgendwann zu alt für Geigenunterricht? Wie geht man vor, wenn ein Geigenlehrer gesucht wird?

Du ahnst es vielleicht bereits, dass sich diese Fragen nicht ganz allgemein in einem Satz beantworten lassen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene lernen unterschiedlich. Daher gestaltet sich auch das Violine spielen lernen in jedem Alter auf eine andere Art und Weise. Schauen wir uns also die verschiedenen Altersgruppen genauer an.

Geige lernen im Kindesalter – Vorsicht ist geboten!

Und schon sind wir wieder bei dem alten Klischee: Geige spielen ist außerordentlich schwierig, es braucht viel Zeit, es zu lernen. Je früher man beginnt, desto besser. Wer nicht bereits im Alter von 4 oder spätestens 5 Jahren angefangen hat, wird nie wirklich weit kommen.

Diese Annahme birgt die Gefahr, dass Menschen, die erst später ihre Leidenschaft für die Violine entdecken, sich gar nicht mehr trauen, noch anzufangen. Gleichzeitig kann sie überambitionierte Eltern dazu bringen, ihr Kind in den Geigenunterricht München zu schicken, wenn es noch gar nicht bereit dafür ist.

Es gibt Argumente, die dafürsprechen, so früh wie möglich mit Musikunterricht anzufangen. Kinder sind neugierig, wissbegierig und können sich schnell Neues aneignen. Das Gehirn ist noch leicht formbar.

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass sich der Großteil der Nervenverbindungen im Gehirn vor dem 7. Lebensjahr bildet. Das deutet darauf hin, dass sich in dieser Zeit viel abspielt in den kleinen Köpfen.

Außerdem wurde belegt, dass Schülerinnen und Schüler besser in der Schule abschneiden, wenn sie Musik gemacht haben oder noch machen. So lernen sie, sich zu konzentrieren und in die Arbeit zu investieren. Je früher Kinder anfangen, Musikunterricht zu nehmen, desto weniger werden sie nur auf das schulische Lernen konditioniert. So sind sie offener für alternative Lernmethoden. 

Doch es hat nicht nur Vorteile, bereits einem sehr jungen Kind das Geige spielen beizubringen. In Deutschland nehmen die meisten Musikschulen Kinder in der Regel auch erst ab dem Grundschulalter auf, also wenn sie 6 oder 7 sind.

Der Hintergedanke dabei ist, dass erst dann die nötige Reife und Konzentrationsfähigkeit entwickelt ist, um die Anweisungen der Lehrer*innen umzusetzen und selbstständig zu Hause zu üben. Auch die Motorik ist dann besser ausgebildet und dem Kind wird es leichter fallen, die Geige korrekt zu halten und den Bogen zu führen.

Kinder sind sehr neugierig. Das hilft beim Geige spielen lernen.
Im Musikunterricht kann die Entdeckungsfreude von Kindern ausgenutzt werden. | Quelle: Annie Spratt via Unsplash

Im klassischen Geigenunterricht Berlin wird außerdem schon früh Musiktheorie und Noten lesen unterrichtet, was für Vorschulkinder schnell zu komplex werden kann und sie im schlimmsten Fall die Freude an der Violine verlieren.

Um dem vorzubeugen, kann man Vorschulkinder, die Interesse am Musizieren zeigen, erstmal in die musikalische Früherziehung schicken, wo sie spielerisch an verschiedene Instrumente, Rhythmik und Gehörbildung herangeführt werden.

Zudem gibt es besondere Lehrmethoden für Kleinkinder, die sich den natürlichen Trieb des Beobachtens und Nachahmens zu Nutze machen. Die bekannteste darunter ist die Suzuki-Methode.

In jedem Fall, sollte das Kind aus freien Stücken in den Musikunterricht gehen! Zwang wirkt sich häufig kontraproduktiv aus und die Freude am Musizieren schlägt schnell in Frust und Ablehnung um.

Geigenunterricht für Jugendliche – auf die Motivation kommt es an!

Traditionell hat die Violine eher kein cooles Image. Erst in den letzten Jahren hat sich das etwas verändert, nicht zuletzt durch Künstler wie David Garrett. Auch die Erfindung und Verbreitung der E-Geige hat dazu beigetragen. So kommt es, dass auch wieder mehr Jugendliche Lust haben, dieses Instrument zu lernen – neben den Klassikern E-Gitarre und Schlagzeug natürlich.

Die heutigen Jugendlichen sind mit dem Internet aufgewachsen und werden schnell YouTube-Video-Tutorials oder gratis online Geigenunterricht gefunden haben, um zu probieren es sich selbst beizubringen.

So schnell wie die neue Leidenschaft entflammt ist, so schnell kann sie aber auch wieder erlöschen. Die meisten Jugendlichen haben nicht das nötige Bewusstsein und die Reife, sich selbst einen gut aufgebauten Kurs zusammenzustellen, alle wichtigen Informationen herauszusuchen und sich selbst beim Üben kritisch zu beobachten.

Mit professionellen Geigenlehrer*innen kann man dem entgegenwirken. Aber auch hier sollte der Geigenunterricht nicht als Zwang oder zusätzliche Schulunterricht empfunden werden, sondern vielmehr einen Ausgleich dazu bieten und für Spaß und Erholung sorgen.

Dazu sind altersgerechte Lernmethoden nötig, die Theorie und Praxis auf eine herausfordernde, aber nicht überfordernde Art verbinden. Die Liedauswahl sollte zudem auf den Geschmack und die Interessen der Schüler*innen ausgerichtet sein.

Jugendliche, die sich noch nicht sicher sind, ob sie wirklich einen Teil ihrer Freizeit ins regelmäßige Üben investieren möchten, können sich in einem Intensivkurs (z. B. in den Sommerferien) einen ersten Eindruck vom Instrumentalunterricht verschaffen.

Ähnlich wie in der musikalischen Früherziehung wird hier altersgerecht ein Einstieg ins Musizieren geboten:

  • Allgemeine musikalische Erziehung
  • Improvisationsübungen
  • Rhythmusübungen
  • Notenlesen
  • usw.

Während einer Woche können sie mit anderen Jugendlichen musikalisch ausprobieren und austauschen. Damit holt man sie an dem Punkt ab, der für die meisten Teenager am Wichtigsten ist: neue Freund*innen finden und möglichst viel Zeit mit ihnen verbringen.

Egal welches Niveau (Anfänger, Fortgeschritten, Erfahren) die Schüler*innen haben und welche Musikrichtung sie mögen (Pop, Rock, Jazz, klassische Musik, Folk, Kammermusik, Filmmusik): Gemeinsam mit anderen Jugendlichen Musik zu machen, ist immer ein tolles Erlebnis.

Wenn sie sich also nach einer gratis Unterrichtseinheit für regelmäßigen Geigenunterricht entschieden haben, kann man ihnen zugleich die Möglichkeit bieten, in einer Band oder einem Jugendorchester mitzuspielen. Die meisten Musikschulen haben solche Angebote in ihren Stundenplänen.

Je größer die Motivation, umso schneller das Geige lernen.

Geigen lernen im Erwachsenenalter – nichts ist unmöglich!

Als Erwachsener mit dem Geige lernen anzufangen hat nicht nur Nachteile.
Auch im Erwachsenenalter kann man noch mit dem Geige lernen anfangen. | Quelle: Davide Artuso via Unsplash

Während Vorschulkinder unter Umständen mit Geigenunterricht überfordert sind und Jugendliche zu viele andere Interessen haben, um voller Motivation und Ausdauer zu üben, haben Erwachsene eher das Problem, dass ihnen das Selbstvertrauen und die Zeit fehlt. Jede Altersgruppe hat also mit ihren ganz eigenen Schwierigkeiten beim Geige lernen zu kämpfen.

Konzentrieren wir uns aber erstmal auf die Art des Geigenlernens bei Erwachsenen.

Das mangelnde Selbstvertrauen kommt oft daher, dass man sich noch nie wirklich mit Musik auseinandergesetzt hat und es unmöglich erscheint, einen Zugang zu finden, wenn man die 25 einmal überschritten hat. Man sieht nur einen riesigen Berg von Theorie und zu lernender Spieltechnik vor sich, den e zu bewältigen gilt, während andere das bereits als Kind scheinbar nebenbei gelernt haben.

Des Weiteren betrachten sich Erwachsene häufig selbstkritischer als Kinder und Teenager. Ihnen fällt eher auf, was noch nicht funktioniert, anstatt sich schon über kleine Erfolgserlebnisse zu freuen.

Die gute Nachricht ist: beide Punkte können in Vorteile umgewandelt werden.

Egal ob mit Privatlehrer, in der Musikschule oder ob Du Dir das Geige spielen mithilfe von Büchern selbst beibringen willst, wenn Du eine Ahnung davon hast, was es alles zu erlernen und einzuüben gibt, kannst Du Dich besser strukturieren.

Als Erwachsener wird die Lernmethode wieder eine andere sein als bei Kindern und Jugendlichen. Du kannst Dich länger konzentrieren und Zusammenhänge schnell erfassen und einordnen. Dein Geigenunterricht wird dementsprechend etwas anspruchsvoller ausfallen und darauf ausgerichtet sein, dass Du wirklich verstehst, warum Du was machst, anstatt, wie Kinder, einfach nur nachzumachen, was gezeigt wird.

Wahrscheinlich hörst Du auch ohne musikalische Vorerfahrung recht gut heraus, wenn ein Ton nicht sauber klingt. Das ist natürlich erstmal frustrierend, denn das Korrigieren gelingt nicht immer so leicht. Mit gezielten Gehörübungen kannst Du Dich jedoch auch in diesem Punkt verbessern.

Du bist als Erwachsene*r dazu aufgefordert, Dinge, die die Kleinen mit der Zeit fast schon nebenbei lernen, gezielt anzugehen; Du hast aber auch die nötige Erfahrung und Reife dafür. Zu Beginn gibt es also etwas mehr zu bewältigen. Schlussendlich wirst Du aber etwas schneller vorankommen und zumindest einen Teil der scheinbar verlorenen Zeit wieder aufholen.

Dabei hilft Dir auch die kritische Selbstbetrachtung. Lerne möglichst schnell sie für Dich auszunutzen. Zu Beginn haben die meisten Erwachsenen die Tendenz, sich selbst herunter zu machen und sich jedes Talent abzusprechen, sobald etwas nicht funktioniert.

Behalte immer im Hinterkopf, dass Talent alleine nie ausreicht. Beim Geige spielen kann nicht alles auf Anhieb klappen. Freue Dich darüber, wenn Du hörst, dass Du rhythmisch falsch spielst, nicht den richtigen Ton triffst oder einen Fehler in der Haltung bemerkst; denn das bedeutet, dass Du Dich selbst korrigieren kannst.

Nutze Deine Beobachtungsgabe nicht nur um Dich zu kritisieren. Denke ab und zu zurück an eine Geigenstunde vor ein paar Wochen oder Monaten. Wie klang Dein Geigenspiel damals? Welche scheinbar unüberwindbare Herausforderung hast Du seither gemeistert? Was hast Du dazu gelernt? Du kannst stolz auf Dich sein, schon so weit gekommen zu sein.

Du siehst, auch wenn Du erst im Erwachsenenalter mit dem Geigenunterricht anfängst, ist es kein Ding der Unmöglichkeit. Es ist alles eine Frage der Perspektive: Wer mit 40 anfängt wird sicher nicht mehr davon träumen, mit 20 der größte Star zu sein.

Die Liebe zur Musik kennt kein Alter – Geige lernen für Erwachsene

Man hört oft den Spruch „Die Liebe kennt kein Alter“. Die Lieber zur Musik im Allgemeinen und zur Geige im Speziellen ist da keine Ausnahme.

Ob man 5, 15, 35 oder 65 ist – wenn man wirklich eine Leidenschaft dafür hat, kann man Geige lernen. Bei manchen dauert es etwas kürzer, bei anderen länger. Das hat aber nicht nur mit dem Lebensalter und mit Begabung zu tun. Auch musikalische Vorerfahrung, Motivation und die Herangehensweise haben einen großen Einfluss.

Also, bist Du bereit? Dann leg jetzt los – egal, wie viele Kerzen dieses Jahr auf Deiner Geburtstagstorte waren.

Auch als Erwachsener kannst Du noch Geige spielen lernen.
Wenn die Leidenschaft da ist, ist es nie zu spät um mit Geigenunterricht anzufangen. | Quelle: Danny Englander via Unsplash

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten Geige zu lernen. Die erfolgversprechendste ist nach wie vor der Unterricht mit einem*einer Geigenlehrer*in. So kannst Du Dir sicher sein, von der korrekten Haltung über das Geige stimmen lernen bis zum eigentlichen Geigenspielen professionell betreut zu sein.

Manche Musikschulen bieten Geigenunterricht für Erwachsene an. Du kannst aber auch mit einem*einer Privatlehrer*in bei dir zu Hause arbeiten oder Geigenunterricht online buchen. Dies hat den Vorteil, dass Du die Zeiten mit dem*der Lehrer*in flexibel abmachen und anpassen kannst.

Schau Dich doch mal um auf Superprof, vielleicht ist die richtige Lehrkraft für Dich dabei! Vereinbare eine gratis Unterrichtseinheit zum Kennenlernen. Je wohler Du Dich im Unterricht fühlst, umso schneller wirst Du Fortschritte machen.

Die größte Herausforderung ist wohl, sich im oft stressigen Arbeitsalltag die Zeit zu nehmen, sich mit einem neuen Instrument auseinanderzusetzen und oft genug zu üben. Mache Dir von Anfang einen genauen Plan, um das Geigeüben als festen Bestandteil in Deinen Alltag zu integrieren.

Beachte dabei, was es alles zu erlernen gibt. Gestalte Deine Übungseinheiten abwechslungsreich, sodass alles abgedeckt ist und Du Dich nie auf zu viel auf einmal konzentrieren musst. In kleinen, langsamen Schritten kommt man oft schneller voran, als wenn man versucht, große Sprünge zu machen.

Vergiss nicht, regelmäßig Gehörübungen zu machen, damit Du lernst, die Töne rein und sauber zu intonieren. Das ist oft der größte Knackpunkt für Menschen, die erst im Erwachsenenalter mit dem Geigespielen anfangen.

Du bist auf dieser Seite gelandet, weil Du den Wunsch hast, Geige zu lernen. Damit hast Du die wichtigste Bedingung um es zu schaffen bereits erfüllt: Du bist motiviert. Lass Dich nicht von Zweifeln und Klischees abhalten. Für die Liebe ist man nie zu alt.

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Anna

Man lernt nie aus ...