Du hast tolle IT-Kenntnisse und beherrschst sowohl Computer im Allgemeinen als auch Softwareprogramme?

Du möchtest Deine Fähigkeiten teilen und Informatikkurse anbieten?

Das ist zweifellos ein vielversprechender Markt. Immerhin sind digitale Technologien heutzutage kaum mehr aus Unserem Alltag wegzudenken.

Dem statistischen Bundesamt zufolge nutzten im ersten Quartal des Jahres 2020 92 % aller Deutschen täglich das Internet. Im Jahre 2019 besaßen darüber hinaus 99,4 der deutschen Haushalte mit Kindern einen Computer.

Diese Zahlen befinden sich seit Jahren im stetigen Wachstum.

Obwohl die Deutschen mittlerweile technisch recht gut ausgestattet sind, heißt das noch lange nicht, dass sie auch gut mit dieser Technik umgehen können. Der Markt für private Informatiknachhilfe wächst also ebenfalls. 

  • Welche Vorraussetzungen sind notwendig, um einen privaten Informatikkurs für Anfänger zu geben?
  • Ist es notwendig, einen bestimmten Abschluss in diesem Bereich zu haben?

Wir ziehen für Dich die Bilanz!

Informatikkurse: Welches Profil weisen die Nachhilfelehrer auf Superprof auf?

Die Profile der Informatiklehrer auf Superprof unterscheiden sich stark. Hier findest Du jede Kursart, angeboten von Lehrern verschiedenster Hintergründe. Manche sind Hochschulabsolventen (Bachelor oder Master in Computer Science, Softwareengineering, Informatik, o.ä.), aber es gibt auch Studierende, die noch ohne Abschluss sind, und Nachhilfelehrer ohne bestimmtes Diplom.

Wer sich mit einem bestimmten Bereich in der Informatik auskennt, hat Wissen, das er teilen kann.
Wenn Du Erfahrung im Grafik- oder Webdesign hast, könntest Du sicher auch Nachhilfekurse anbieten! | Quelle: unsplash

Unter den verschiedenen Kursangeboten lassen sich folgende Inhalte finden:

  • IT-Programming
  • IT-Sicherheit
  • Verwaltung eines Computernetzwerks
  • Anwendungsentwicklung
  • Webentwicklung
  • Einführung in Büroautomatisierung
  • Verwendung Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen
  • Verwendung von sozialen Netzwerken
  • Verwaltung von Datenbanken
  • Webdesign

Die privaten Informatikkurse unterscheiden sich auch darin, wer sie unterrichtet. Hier lassen sich folgende Gruppen finden:

  • Studierende in IT-Programming oder jeglichen anderen Informatikbereichen
  • Autodidakten mit Leidenschaft für IT und technische Lösungen
  • Ingenieure oder Computertechniker
  • Projektleiter im IT-Bereich
  • Programmierer-Analytiker
  • Netzwerkadministratoren

Um private Kurse anbieten ist kein Diplom notwendig. Jeder kann sein Wissen ohne Einschränkung teilen. Nichtsdestotrotz ist nicht Jeder für Informatikkurse geeignet. Hier sind hohe Kompetenzen notwendig, egal, wie diese erworben wurden.

Wie man Informatikkurse ohne Diplom anbieten kann

IT-Lehrer ohne Diplom zu sein ist definitiv realistisch. Du wirst so zwar vielleicht nicht an einer Uni oder am Gymnasium angestellt werden können, aber keine Sorge, es gibt andere Möglichkeiten, um im Informatikbereich zu lehren.

Du brauchst noch lange nicht Deinen Wunsch, Nachhilfe zu geben, aufzugeben, nur weil Du keinen Abschluss hast.
Bei der Informatiknachhilfe kommt es nicht unbedingt auf Abschlüsse an, es gibt auch andere Möglichkeiten! | Quelle: unsplash

Natürlich kannst Du privaten Informatikunterricht anbieten, aber das ist nicht die einzige Lösung, die zur Verfügung steht. Einige Lehrstellen erfordern nicht unbedingt ein Diplom, um zu unterrichten.

Informatiklehrer in einem Ausbildungszentrum werden

Eine Möglichkeit ist es, sich als Ausbilder in einem Ausbildungszentrum zu bewerben. Der Vorteil darin? Du bist von einem pädagogischen Team umgeben, das in der Regel für die Ausbildung der Ausbilder zuständig ist. Auf diese Weise kannst Du Deine pädagogischen Fähigkeiten verbessern und lernen, Dein Wissen effektiv zu vermitteln.

Spezialisierte Schulen suchen immer nach Fachleute, die in in ihrem Fachgebiet anerkannt sind, um Informatikstudierende zu unterrichten. Wenn Du über beträchtliche Erfahrung in einem Unternehmen verfügst, kannst Du möglicherweise in einer solchen Einrichtungen arbeiten.

In Nachhilfeorganisationen arbeiten

Du kannst auch Organisationen kontaktieren, die auf Privatunterricht spezialisiert sind. Diese rekrutieren ständig neue Tutoren. Hier kannst Du leicht Schüler finden, die Nachhilfe in Informatik brauchen. So hast Du einen festen Arbeitsplatz und machst Dich nicht von der Ungewissheit der Selbstständigkeit abhängig.

Hiervon gibt es mehrere Organisationen mit jeweils eigenen Bewerbungskriterien. Zögere nicht, Dich zu informieren und sie zu kontaktieren.

Ein Ausbildungszentrum für Informatik eröffnen

Genauso kannst Du auch ein eigenes Ausbildungszentrum eröffnen. Dafür brauchst Du tatsächlich nicht einmal einen bestimmten Abschluss. Gemäß § 18 Abs. 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes gehören “unterrichtende Tätigkeiten” zu den “freiberuflichen Tätigkeiten”, was bedeutet, das Du als Freiberuflicher in diesem Bereich tätig sein darfst und somit auch ein eigenes Ausbildungszentrum gründen darfst. Konkret schreibt die Rechtsanwältin Chanel Eidmüller hierzu:

“Für die unterrichtende Tätigkeit ist eine wissenschaftliche Fachausbildung oder ein formaler Befähigungsnachweis im Allgemeinen nicht erforderlich. Entscheidend ist, dass der Lehrende die betreffenden Kenntnisse und Fertigkeiten beherrscht und vermitteln kann.”

Informatiknachhilfe: Der Abschluss beeinflusst Deine Vergütung

Obwohl es im Allgemeinen möglich ist, ohne Abschluss Informatiknachhilfe zu geben, wird sich das in Deiner Vergütung bemerkbar machen. Berufliche Erfahrung zählt viel in Deutschland, das ist keine Frage, aber ein Diplom verleiht Dir immer eine gewisse Glaubwürdigkeit, die man nicht nachmachen kann.

In der Jobsuche spürt man dies immer wieder, wenn das Einstiegsgehalt mit Bachelor- oder Masterabschluss gut und gerne 15 % mehr beträgt als das Gehalt ohne universitären Abschluss.

Ein fehlender Abschluss wird in jedem Bereich Deine Verdienstmöglichkeiten senken, da ist auch die Informatikbranche keine Ausnahme. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Du private Nachhilfe anbietest oder für eine Bildungseinrichtung arbeiten möchtest.

Beim Anschauen der Profile der Nachhilfelehrer für Informatik auf Superprof lässt sich erkennen, dass die Lehrer mit den geringeren Preisen auch diejenigen sind, die keinen Abschluss haben, etwa Studierende oder Autodidakten.

Wie Du Deine Erfahrung für einen Informatikkurs beziffern kannst

Es ist also wichtig, Deine Fähigkeiten zu beziffern, um eine Deinen Bedürfnissen und Qualifikationen entsprechende Vergütung zu bekommen. Du kannst beispielsweise einen mangelnden Abschluss kompensieren, wenn Du bereits signifikante Arbeitserfahrung gesammelt hast.

Du kannst außerdem Onlinekurse für Informatik anbieten, ohne überhaupt das Haus zu verlassen.

Auf Deinem Lebenslauf oder Deinem Lehrerprofil darf gerne Deine ganze Erfahrung im Informatikbereich stehen:

  • Software, die Du beherrschst
  • Kompetenzen in der Computerwartung
  • von Dir entwickelte Software
  • Programmiersprachen (Java, Python, C+)
  • IT-Entwicklung
Es ist nie zu spät für einen Karrierewechsel, aber dieser sollte überlegt passieren.
Du hast Lust, Dich neu zu erfinden und Nachhilfe zu geben? Schau doch mal nach Bildungszertifikaten, mit denen Du pädagogische Kompetenzen erwirbst! | Quelle: unsplash

So steigt Deine Glaubwürdigkeit und Du kannst den Preis für Deine Informatiknachhilfe, den Du verlangst, rechtfertigen. Vor Allem im Informatikbereich, wo der Stand der Dinge sich schneller als sonst irgendwo verändert, profitieren Schüler davon einen IT-Experten mit reeller Erfahrung aufzusuchen, anstatt sich von einem Lehrer mit Abschluss aber ohne Erfahrung unterrichten zu lassen.

Ein weiterer Punkt, den Du berücksichtigen musst, um ein guter IT-Nachhilfelehrer zu werden: Die pädagogischen Kompetenzen.

Diese sind essentiell, um aus dem Unterrichten einen langlebigen Beruf zu machen. Du kannst der größte Informatikexperte der Welt sein, ohne die Grundlagen für das erfolgreiche Verbreiten von Wissen zu kennen.

Hast Du schonmal darüber nachgedacht, eine anerkannte Ausbildung für pädagogische Kompetenzen zu durchlaufen und die notwendigen Kompetenzen für gutes Lehren zu erwerben?

Es gibt einige Ausbildungsformen verschiedener Länge, in denen Du diese pädagogischen Grundlagen erlernen kannst. Sie bieten Dir die Möglichkeit, verschiedene Methoden für Deine Nachhilfe zu erlernen. So kannst Du Deinen Unterricht besser an Deine Schüler, deren Niveau und deren Alter anpassen.

Das Angebot ist breit (Abendkurse, Fernkurse, Wochenende), beispielsweise gibt es:

  • Kurze Weiterbildungen, die von privaten Unternehmen angeboten werden und mit einem Zertifikat abschließen
  • Ausbildungen mittlerer Dauer, also Kurse mehrer Wochen, in denen die wichtigsten Kompetenzen erlernt werden
  • Volle Ausbildungen, von zwei bis drei Jahren, staatlich anerkannt und vollumfassend

Wie in allen Bereichen muss auch ein Informatiklehrer ständig das eigene Wissen überprüfen, auf dem neusten Stand bleiben und sich weiterbilden.

Die 7 wichtigsten Fähigkeiten eines Nachhilfelehrers in Informatik

Gehalt hin oder her, Diplome sind nicht alles. Wenn Du im Bildungsbereich tätig bis, solltest Du ein paar Kompetenzen haben, die Dich zu einem guten Nachhilfelehrer machen. Lehren ist eine Leidenschaft. Ohne die richtige Motivation und eine offene Einstellung kommst Du also nicht weit.

Solltest Du gewisse Erfahrung im Informatikbereich gesammelt haben, kannst Du sicher Jemandem etwas beibringen
Egal ob Datenanalyse oder Büroautomatisierung, für IT-Nachhilfe gibt es immer Bedarf! | Quelle: unsplash

Hier also die 7 wichtigsten Fähigkeiten, die Du brauchst, um ein guter Nachhilfelehrer für Informatikkurse für Schüler zu werden:

  • Elan und Schwung: Ein Kurs wird unter Anderem auch dann spannend, wenn der Nachhilfelehrer in mit Energie hält
  • Einbindung: Der Tutor sollte methodische Ansätze vorschlagen, die den Bedürfnissen seiner Studenten angepasst sind
  • Geduld: Deine Schüler werden immer wieder Schwierigkeiten haben, manche Inhalte zu verstehen. In solchen Fällen solltest Du geduldig bleiben und die Dinge mehrmals erklären
  • Zuhören: Um voranzukommen muss man als Schüler ein paar Herausforderungen überwinden. Hier ist es als Tutor Deine Aufgabe, zuzuhören und an der Seite Deiner Schüler zu sein, damit diese ihre Schwierigkeiten überkommen können
  • Kreativität: Den Kurs spannend zu gestalten und an die Schüler anzupassen erfordert ein wenig Kreativität. Es reicht einfach nicht, die wichtigsten Inhalte runterzurattern, vielmehr geht es darum, die Themen anzuwenden und die Schüler anzusprechen
  • Anpassungsfähigkeit: Jeder Schüler hat andere Bedürfnisse, die Du in der Vorbereitung Deiner Informatiknachhilfe berücksichtigen solltest und die verschiedene pädagogische Ansätze erfordern
  • Kommunikation: Verständliches Erklären und Wiederholen ist im Bereich der Informatik und ihrer Anwendung nicht immer einfach. Ein guter Nachhilfelehrer findet für jedes Konzept die richtigen Wörter und einfachen Erklärungen.

Programmierer, Grafikdesigner, Techniker, Softwareingenieur, Webdesigner, Wartungstechniker, Computertechniker… Egal was Dein Hintergrund ist, Deinen Schülern kannst Du immer etwas beibringen. Auch leidenschaftliche Autodidakten besitzen Wissen, das sie teilen können. Zögere also nicht, einen eigenen privaten Informatikkurs für Schüler anzubieten!

Alles, was mit dem Internet und Informatik im Allgemeinen zu tun hat befindet sich in einer stetigen Entwicklung, so wie alle neueren Technologien. Daher existiert im Bildungsbereich ein großer Bedarf an Nachhilfelehrern, die diese Themen kompetent vermitteln können.

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Siad

Student der Poltikwissenschaft, Hobbiefotograf und Kochbegeisterter. Spezialität: Hummus