Nach von Statista veröffentlichten Daten waren in Deutschland im Jahre 2019 997.000 Menschen in der IT-Software Branche tätig, verglichen mit 524.000 Menschen in 2008. 

Beachtliche Zahlen, die zeigen, wie wichtig Computer und neue Technologien heutzutage für unsere Wirtschaft sind.

Du bist selber Softwareingenieur, IT-Techniker, Programmierer oder IT-Student?

Du möchtest Dein Wissen teilen und einen privaten Computerkurs geben?

Egal ob Du nur Dein Monatseinkommen etwas verbessern möchtest oder eine neue Haupttätigkeit suchst, wenn Du Informatik unterrichten möchtest, solltest Du Dir ein paar Fragen stellen.

Um Dir einen Einstieg in die Welt der Privatkurse zu bieten, hier die wichtigsten Dinge, die Du als privater Informatiklehrer beachten solltest.

Computerkurse: Wie Du Schüler finden kannst

Um private IT-Kurse anbieten zu können, brauchst Du zuerst einmal Schüler. Dafür ist Reden und Kontakte knüpfen der Schlüssel.

Der Bedarf ist hoch. Informatikkompetenzen sind heutzutage unverzichtbar, Dein erster Kurs ist also greifbar nahe. Studierende, Senioren, Privatpersonen, Arbeitnehmer… Die Liste Derjenigen, die Informatik lernen wollen, ist lang. Der Bedarf für kompetente Lehrkräfte in diesem Bereich ist auch so hoch, weil sich der Stand der Dinge in den neuen Technologien stets verändert.

Um Schüler für Deine IT-Kurse zu finden, kannst Du das Internet aufsuchen
Wo findet man die meisten Schüler? Das Internet ist eine Option! | Quelle: unsplash

Um Deine ersten Nachhilfeschüler für Informatikkurse zu finden, schlagen Wir folgende Möglichkeiten vor:

  • Hörensagen: Diese Lösung ist simpel und effektiv. Wende Dich an Deine Umgebung (Familie, Freunde, Arbeitskollegen…). Hier kennt sicher Jemanden, der auf der Suche nach einem Informatiklehrer ist. Von da an werden es Deine eigenen Schüler sein, die Dich weiterempfehlen. Achte also früh darauf, zufriedene Nachhilfeschüler zu haben und kompetente Hilfe anzubieten.
  • Annoncen in lokalen Gewerben schalten: Eine andere leichte Lösung ist es, sich bei lokalen Händlern vorzustellen und ein paar Aushänge in deren Geschäften zu platzieren. Der Vorteil? So findest Du Schüler, die nah von Dir wohnen. Du musst für diese Methode nur einen Aushang entwerfen, der alle wichtigen Informationen und Kontaktdaten enthält.
  • Internetplattformen, die auf Privatkurse spezialisiert sind. Superprof wäre hier ein Beispiel. Mit ein paar wenigen Klicks hast Du ein Profil erstellt, um Deine Dienstleistung anzubieten. Diese Methode bietet Dir eine große Sichtbarkeit und Zugang zu einer großen Gruppe potentieller Schüler. Außerdem: Kurstarif und -inhalt festzulegen bleibt Dir überlassen. Auf Superprof zahlst Du beispielsweise keine Gebühr, um Deine künftigen Schüler zu kontaktieren.
  • Auf Privatkurse spezialisierte Organisationen: Der Vorteil? Du musst nicht einmal Deine Schüler suchen. Wenn es sich um eine Organisation mit hohem Bedarf für IT-Nachhilfelehrer handelt, bist Du sicher gut aufgehoben. Andererseits wird Dir hier eine Kommission für Deine Kurse angerechnet.
  • Deine eigene Internetseite erstellen: Im Internet fühlst Du Dich zu Hause? Dann ist es keine schlechte Idee, einfach eine eigene Website für Deine Privatkurse zu erstellen. Eine Seite oder ein Blog hilft Dir dabei, viele Schüler anzusprechen.

Wie man also sieht gibt es viele Möglichkeiten, um Schüler für den Privatunterricht zu finden.

Um gleich am Anfang mehr Fahrt reinzubringen kannst Du natürlich auch mehrere Ansätze gleichzeitig verwenden.

IT-Kurse: Welcher Preis?

Der zweite Punkt, über den Du nachdenken musst, wenn Du Einzelunterricht anbieten willst: Was ist der richtige Preis für Deine Informatikkurse?

Das Geld ist eines der Hauptkriterien, die die Wahl Deiner Schüler beeinflussen, wenn auch nicht das einzige. Wer den Einstieg in die Informatik wagen will, wird sich zuerst die Profile der verfügbaren Tutoren anschauen, bevor er die Entscheidung fällt. Bei gleichem Preis und gleichem Angebot ist es vor Allem der Preis, der den Unterschied macht.

Bevor Du aber den Preis festlegst, den Du für Deine Privatkurse fordern möchtest, solltest Du Dir die Konkurrenz anschauen und überlegen, wo Du im Nachhilfemarkt Raum finden könntest. Ein guter Preis ist weder zu tief, noch zu hoch. Das Ziel ist es, Deinen künftigen Schülern gegenüber glaubwürdig zu wirken.

Auf Superprof kannst Du recherchieren, welche Preise üblich sind.
Um Deinen Preis festzulegen kannst Du auf Superprof recherchieren, was die Konkurrenz verlangt. | Quelle: unsplash

Was also sind die Faktoren, die Du bei der Festlegung des Preises für Deine Informatikkurse berücksichtigen solltest?

  • Die Kursart: Einsteigerkurse, Surfen im Internet, Auffrischungskurs, Fortgeschrittenenkurs, Programmiersprache, Appentwicklung, IT-Sicherheit, Büroautomatisierung… Die Kursart ist es, die Deine Kompetenzen bestimmt. Und diese bestimmen wiederum den Preis.
  • Die Konkurrenz: Logisch, denn wie bereits erklärt musst Du Dich im Verhältnis zur Konkurrenz positioniere, also Deine Preise daran anpassen, was Lehrer fordern, die eine ähnliche Zielgruppe wie Du haben.
  • Der Standort: Deine Computerkurse für zu Hause werde sich auf eine bestimmte Region beschränken. Schaue also bei der Konkurrenz genau hin, ob sie auch in der gleichen Stadt oder Gegend tätig sind, da Du so erfährst, welches Preise hier üblich sind.
  • Das Profil der Schüler: Man verlangt nicht den selben Preis für einen Arbeitnehmer, der sich an Programmierung versuchen will, wie für Senioren, die die IT-Grundlagen (Internet navigieren, Dateien ordnen, E-Mails abschicken) lernen wollen.
  • Dein Profil: Deine Verdienstmöglichkeiten erhöhen sich mit besseren Abschlüssen und mehr Arbeitserfahrung im IT-Bereich. Ein Student oder ein Autodidaktiker werden nicht den gleichen Preis fordern können, wie ein Softwareingenieur mit jahrelanger Erfahrung.

Für Dich heißt das, schau Dir, bevor Du den Preis für Deine Informatikkurse festlegst, all diese Faktoren an und recherchiere im Internet (zum Beispiel auf Superprof). Ruckzuck hast Du die Durchschnittspreise in Deiner Gegend herausgefunden und weißt, wieviel Du für Deine spezifische Kursart verlangen kannst.

Vergiss dabei aber nicht zusätzliche Kosten, die durch Deinen Kurs aufkommen (Materialien, Anfahrtskosten…). Es sollte immer klar sein, damit aus aus dieser Tätigkeit ein langlebiger Beruf werden kann, brauchst Du ein stabiles Einkommen und einen Tarif, der Dir das ermöglicht.

Brauchst Du einen Abschluss, um Informatikkurse anzubieten?

Um es kurz zu halten: Nein, Du brauchst keinen Informatikabschluss um private Nachhilfe anbieten zu dürfen. Gesetzlich gesehen gibt es hier keine Einschränkung. 

In der Praxis musst Du aber das fehlende Diplom mit irgendetwas aufwiegen, um glaubwürdig zu sein. Arbeitserfahrung, technische oder pädagogische Kompetenzen… Dein Ziel ist es, potentiellen Schülern von Deinen Fähigkeiten und Deiner Eignung, diesen Kurs zu halten, zu überzeugen.

Heutzutage ist es immer wichtiger, sich mit dem Computer auszukennen.
Technik und Internet sind mittlerweile überall verbreitet, der Bedarf sich mit Computern auszukennen wächst daher! | Quelle: unsplash

Vergiss nicht, Deine Ausbildung und Arbeitserfahrung schlagen sich auf Deine Verdienstmöglichkeiten nieder. Es könnte daher, falls Du aus der Nachhilfe einen langfristigen Hauptberuf machen willst, sinnvoll sein, ein offizielles Diplom anzustreben:

  • Kurzausbildungen: Wenn Du im Informatikbereich bereits geschult bist, kannst Du einen Intensivkurs belegen, um die wichtigsten pädagogischen Kompetenzen für Deine Kurse zu erlernen.
  • Staatlich Anerkannte Bildungswege: Du kannst natürlich auch IT-Kompetenzen oder pädagogische Fähigkeiten im Rahmen einer zwei- bis dreijährigen Ausbildung oder eines Studiums erlernen, dafür ist es nie zu spät. 

Auch ohne Abschluss kannst Du in den verschiedensten Bereichen als Lehrender tätig sein, außer nationalen Bildungseinrichtung. Ausbildungszentren für Arbeitnehmer und Privatperson sowie Nachhilfeunternehmen für Schüler sind immer auf der Suche nach Lehrern mit verschiedenen Hintergründen. Du solltest immer in der Lage sein, deine Kompetenzen zu beweisen, aber wenn Du ein gewisses technisches Wissen besitzt, bleibt Dir diese Option offen. Du könntest außerdem auch ein eigenes Ausbildungszentrum gründen und so Informatik ohne Abschluss lehren.

Auch hier ist es wichtig, sich gut zu informieren und eine Marktanalyse zu machen, um das Potential des eigenen Projekts zu kennen.

Informatikkurse: Wie Du sie vorbereiten kannst

Vor der ersten Unterrichtseinheit ist ein Schritt unumgänglich: Die Kursvorbereitung.

Du solltest nicht nur wissen, auf welchem Niveau sich Dein Schüler befindet, was seine Ziele und was seine Bedürfnisse sind, sondern es liegt auch an Dir, dass er alle notwendigen Materialien besitzt, um den Kurs zu absolvieren.

Um schnellen Fortschritt zu erzielen, brauchen Deine Schüler gute Rahmenbedingungen.

Zur Kursvorbereitung gehört auch eine Bestandsaufnahme
Bevor Du mit dem IT-Kurs loslegst solltest Du feststellen, auf welchem Niveau sich Dein Schüler befindet! | Quelle: unsplash

Hier die Dinge, die Du um jeden Preis bei der Vorbereitung Deiner Computerkurse beachten solltest:

  • Das richtige Zubehör: Dazu gehört natürlich ein Computer, aber auch Zusatzequipment, abhängig vom Kursinhalt (Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogramme, Verwaltungssoftware, Programmiersprache…). Falls irgendwas fehlt, solltest Du Deine Schüler beraten und beim Download und der Installation von Software beraten.
  • Der Kursinhalt: Strukturiere Deinen Kurs und ermögliche es, bereits gelernte Themen zu wiederholen und gleichzeitig neue Punkte zu lernen.
  • Kursunterstützende Materialien: Bereite Dokumente vor, die dem Niveau Deines Schülers entsprechen und ihm dabei helfen, Gelerntes zu wiederholen und es alleine zu üben.
  • Praktische Aufgaben: Um in der Informatik voranzukommen muss man üben. Das ist die schnellste Methode zum Lernen. Bereite Übungen vor, die in den Einheiten zur praktischen Anwendung dienen.

Um Deinen Kurs vorzubereiten kannst Du auch Open-Source-Materialen zur pädagogischen Unterstützung suchen und herunterladen. Sie helfen dabei, den Unterricht auf Deine Schüler abzustimmen und das Maximum herauszuholen. Die Vorbereitung kostet aber Zeit, denn im Gegensatz zu Gruppenkursen ist der personalisierte Unterricht das A und O des Einzelkurses.

Eine Option für Deine Nachhilfe ist es außerdem, Onlinekurse zu geben, per Skype oder Zoom etwa. Hierfür brauchst Du das nötige Equipment, wie etwa Webcam und Mikrofon.

Onlinekurse sind eine interessante Möglichkeit, um Anfahrtszeiten zu reduzieren und geografische Beschränkungen zu überwinden.

Wenn Du diese Handvoll Tipps befolgst, kannst Du Dich schnell in der Welt der privaten Nachhilfe etablieren. Du brauchst nur noch festzulegen, was für einen Kurs Du machen willst, und Dich auf die Suche nach den ersten Schülern machen!

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Siad

Student der Poltikwissenschaft, Hobbiefotograf und Kochbegeisterter. Spezialität: Hummus