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Nähen lernen leicht gemacht!

Von Florence, veröffentlicht am 31/10/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Nähen und Stricken > Ist Nähen lernen schwer?

Wenn man so wie ich ist und es gerade mal schafft, einen Knopf wieder anzunähen, erscheint das Nähen eines Kleides, eines Reißverschlusses oder einer Handtasche noch wie ein fernes Ziel am Horizont.

Schluss mit diesen Vorstellungen!

Nähen lernen ist nicht schwer, aber es ist wie bei anderen Dingen auch: Du brauchst Motivation, Übung und Ausdauer.

Dem griechischen Dichter Pindar zufolge, ist das Nähen die Königin der Welt. Also, bist Du bereit, die Welt zu erobern?

Du brauchst eine gute Nähmaschine

Anfänger/innen haben nicht unbedingt Lust, gleich viel Geld für das ganze Nähmaterial auszugeben. Wenn Du das Traumkleid nähen willst, von dem Du schon so lange träumst, solltest Du allerdings schon ein wenig investieren.

Einsteigermodell oder Profimaschine?

Es muss ja nicht gleich die teuerste Nähmaschine auf dem Markt sein. Auf eine billige Nähmaschine schlechter Qualität solltest Du jedoch auch verzichten. Du wirst schnell auf Schwierigkeiten stoßen und die Gefahr, dass Dir das Faß überläuft und Du Dich wieder vom Nähen abwendest, ist groß.

Es gibt Einsteigermodelle von guten Marken, die nicht allzu teuer sind, wie die von Janone Harmony. Unter 200 € wirst Du jedoch kaum ein Modell finden, mit dem Du korrekt nähen kannst und das auch einige Zeit lang hält.

Hast Du schon einmal eine alte Nähmaschine gesehen? Die alten Nähmaschinen unserer Großmütter sind schön, wie steht es um die Handhabung? | Quelle: Pixabay

Mechanisch oder elektronisch?

Das hängt von Deinen eigenen Vorlieben ab! Eine elektronische, also computerisierte Maschine übernimmt die Einstellungen wie z.B. die Fadenspannung für Dich. Mit einem Knopfdruck wird alles eingestellt. Elektronische Nähmaschinen sind jedoch teurer als mechanische.

Und wie schon erwähnt: Greif nicht gleich nach dem günstigsten Modell, wenn Du ein bisschen etwas von Deiner Maschine haben willst. Wenn Du Dich nicht zwischen mechanisch und elektronisch entscheiden kannst, kannst Du Dir auf dem Nähwelt-Blog ein Pro & Kontra dazu anschauen.

Overlock Nähmaschine: ja oder nein?

Eine Overlock ist ein spezieller Nähmaschinentyp, mit dem Du Stoff in einem Arbeitsgang zusammennähen, versäubern und präzise abschneiden kannst.

Als Anfänger/in brauchst Du allerdings keine Overlock Maschine. Außerdem ist diese Nähmaschine für gewisse Funktionen, wie das Annähen von Knöpfen und das Nähen von Knopflöchern, nicht so gut geeignet. Lerne also erst einmal, wie man mit einer normalen Nähmaschine umgeht, sie wird dann bald schon zu Deiner besten Freundin werden.

Lerne Deine Nähmaschine kennen

Das scheint logisch zu sein, aber Du solltest wirklich versuchen, Deine Nähmaschine gut zu kennen, damit Du all ihre Funktionen voll ausschöpfen kannst.

Nicht jede/r versteht auf Anhieb, wie so eine Nähmaschine funktioniert. Nimm am besten Nähunterricht, Dein/e Lehrer/in wird Dir dann zeigen, wie Deine Nähmaschine funktioniert. Wenn Du es im Alleingang probieren willst, liest Du Dir einfach die Bedienungsanleitung durch und suchst im Internet nach einigen Tutorials!

Tipp: Wenn Du Deine Nähmaschine in einem Laden kaufst, bietet Dir der/die Verkäufer/in vielleicht eine Vorführung und einen Testlauf an. Sag unbedingt ja. Und wenn er/sie Dir das nicht anbietet, solltest Du nicht zögern und sagen, dass es Deine erste Nähmaschine ist. Bitte ihn/sie um Rat, Tipps und Tricks!

Vielleicht gibt es in Deiner Familie oder unter Deinen Freunden ja auch eine/n Schneider/in? Dann solltest Du sie unbedingt um Rat bitten.

Nähen Lernen: ein Besuch im Nähshop

Bevor Du in einem Nähkurs Deine erste Jeans nähst, sollte Deine Nähbox mit einigen Nähtools ausgestattet werden. Wir stellen Dir hier die Essentials vor, damit Du beim Nähen immer das richtige Material zur Hand hast.

Der Faden

Hast Du schon den passeden Nähgarn ausgesucht? Nähmaschinen sind anspruchsvoll, sie brauchen guten Nähgarn. | Quelle: Visualhunt

Dein Faden sollte aus Polyester sein. Denn Baumwolle wird beim Waschen kleiner, was heißt, dass sich Deine Nähte verändern könnten.

Nähmaschinen brauchen meist gutes Material, um richtig arbeiten zu können. Günstiger Nähgarn von Ikea oder Hema ist also nicht ideal.

Geh am besten in einen Näh- oder Stoffladen, um guten Faden zu finden. Gute Marken sind: Gütermann, Coat, DMC. Eine 200m Garnspule sollte in etwa 3,50 € kosten. Wenn der Faden weniger kostet, solltest Du Dir Gedanken über die Qualität machen.

Die Nähnadeln

Wir haben es nun schon öfter gesagt, aber besonders die Nähnadeln sollten guter Qualität sein. Billige Nähnadeln brechen leicht und können schnell Deinen Stoff beschädigen. Die Nähnadel sollte regelmäßig ausgetauscht werden.

Du solltest Deine Nähnadel immer abhängig vom Stoff auswählen. Feine Nähnadeln sind für feinere Stoffe wie Seide, breite Nadeln für festen Stoff wie Jeans z.B.

Die Nähnadeln haben deshalb auch unterschiedliche Namen: die Universalnadel, die Jerseynadel, die Microtexnadel, die Stretchnadel, die Jeansnadel, die Ledernadel, die Steppnadel…

Die Scheren

Die Schere brauchst Du immer! Du solltest eine Stoffschere haben, sowie eine Schere für das Schnittpapier. Das lernst Du auch beim Nähkurs Berlin.

Schneide mit Deiner Stoffschere nicht das Papier. Das kann die Schere stumpf machen und sie schneidet dann nicht mehr so gut.

Weitere Must-Haves

  • Ein Nahttrenner: Den brauchst Du als Anfänger/in unbedingt! Wie der Name es schon sagt, Du kannst mit ihm Nähte wieder auftrennen,
  • Ein Schneiderlineal: Um die Nahtabstände zu bemessen, Säume zu markieren, usw.,
  • Ein Maßband: Um die Maße zu nehmen,
  • Schneiderkreide: Um Markierungen zu übertragen. Du brauchst abhängig vom Stoff verschiedene Farben,
  • Viele, viele Stecknadeln: Auch feine, um empfindliche Stoffe nicht zu beschädigen,
  • Ein Bügeleisen: Du solltest Deinen Stoff zwischen den unterschiedlichen Nähetappen unbedingt wieder glatt nähen. Anfänger/innen übergehen diesen Schritt oft, dabei macht er die Arbeit um einiges leichter!

Nähen Lernen: So findest Du gratis Hilfe

Du brauchst Hilfe mit Deiner elektronischen Nähmaschine, bei der Wahl der richtigen Nähnadel, oder bei einer einfachen Nähaufgabe… Das Internet kann Dir weiterhelfen!

Im Internet teilen hunderte, sogar tausende leidenschaftliche Näher und Näherinnen ihre Tipps und Ideen mit allen, die sich für das Sticken, Nähen, und sonstige Handarbeit interessieren. Du willst Patchwork lernen, einen unsichtbaren Saum schaffen, einen Kimono nähen, oder eine Jeans flicken, Du findest sicher das passende Internet Näh-Tutorial, das Dir weiterhilft.

Beim Nähen Lernen kannst Du folgende Ressourcen nutzen:

  • Ein kostenloser Online Nähkurs,
  • Youtube Videos Nähen für Anfänger/innen,
  • Webseiten, die sich auf das Nähen spezialisiert haben,
  • Kostenlose Näh-Apps,
  • Näh-Blogs und Pinterest Accounts, die sich auf das Thema Nähen und Handarbeit konzentrieren.

Bevor Du Deine Schneiderecke einrichtest und Dir eine Brother Nähmaschine kaufst, solltest Du geflissentlich die Angebote der verschiedenen Online Nähshops vergleichen. Bei gleicher Qualität gibt es manchmal ganz unterschiedliche Preise!

Du kannst Deine ersten Schritte mit einfachen Online Näh-Tutorials machen. Blogs oder Youtube Channels wie pattydoo, Funkelfaden und DIY Eule helfen Dir aber auch bei weiterführenden Aufgaben und bieten immer Stoff für neue originelle Nähideen.

Mit diesen Ressourcen kannst Du Dich optimal auf jeden Nähkurs Hamburg vorbereiten. Viel Spaß!

Warum probierst Du also nicht einmal einfache Nähaufgaben mit Hilfe eines Online Tutorials zu machen? Bald schon kannst Du dann jeden Knopf wieder annähen und jeden Reißverschluss im Handumdrehen wieder reparieren.

Mit Schnittmuster Nähen

Wie fertigst Du ein Schnittmuster an? Die Anfertigung des Schnittmusters braucht Zeit und Präzision. | Quelle: Pixabay

Ohne Deine Nähmaschine geht natürlich gar nichts. Und doch machst Du mit ihr nur 20 % der Arbeit. Die übrigen 80% sind der Vorbereitung gewidmet: das Kopieren und Ausschneiden des Schnittmusters, die Übertragung auf den Stoff, der Stoffschnitt, den Stoff abstecken, die Stoffmarkierung…

Für eine/n Anfänger/in bedeutet das ganz schön viel Arbeit. Deswegen solltest Du Dir das Leben auf jeden Fall so leicht wie möglich machen.

Wähle deswegen am besten schon vorgefertigte Schnittmuster aus. Es gibt große Schnittmuster Bibliotheken im PDF Format und Du findest darin eine riesige Auswahl an Kleidungsstücken. Als Anfänger/in solltest Du jedoch mit einfachen Schnittmuster-Sets beginnen.

Magazine wie Burda Style, Nähtrends oder Tillisy bieten regelmäßige tolle Schnittmuster-Sets mit unterschiedlichen Niveaustufen an. Die Anweisungen sind in der Regel sehr detailliert, so dass auch ein/e Nähanfänger/in sich darin zurecht findet. So lernst Du schnell und einfach wie man näht, strickt, stickt oder einen Saum näht.

Wenn Du gerade erst mit dem Nähen anfängst und Deinen ersten Nähkurs Online machst, solltest Du Schnittmuster wählen, bei denen der Nahtabstand schon mit einberechnet wurde. So riskierst Du nicht, beim Abstecken zu wenig Stoff für die Nähte mit einzuberechnen.

Und anschließend entscheidest Du: Entweder Du paust Dein Schnittmuster ab, um es unversehrt zu lassen oder Du schneidest es aus. Wie Du magst!

Fang mit einfachen Kleidungsstücken an

Hast Du schon einmal Patchwork gemacht? Aller Anfang ist schwer: Fang nicht gleich mit Patchwork an! | Quelle: Pixabay

Es kann natürlich etwas frustrierend sein, immer nur einfache Sachen zu nähen, wenn Du schon von Deiner ersten Haute Couture Kollektion träumst. Aber damit Deine Motivation auch länger anhält, solltest Du unbedingt klein anfangen.

Wer seine erste Ballettstunde nimmt, tanzt auch nicht gleich ein russisches Ballett. Das ist beim Nähen nicht anders.

Lass die technisch komplexen Details erstmal beiseite. Das heißt also: keine Reverskragen, Jacketärmel oder schwierige Stoffe wie Leder oder Popeline.

Wenn Du oder Freunde von Dir vor Kurzem ein Baby bekommen habt, dann ist das die perfekte Gelegenheit um Lätzchen, kleine Kissenbezüge, Fäustlinge und Decken zu nähen.

Und wenn Du etwas für Dich selbst tun willst, wähle einfache Modelle: einen Schal, ein einfaches Kleid, ein Top…

Das sind einfache Kleidungsstücke, die auch schon ein/e Anfänger/in nähen kann:

  • Arum Kleid: Auf der Webseite Deer and Doe kannst Du viele verschiedene Schnittmuster mit Anleitungen kaufen. Die sind ideal für Anfänger/innen. Um dieses Kleid zu machen, brauchst Du zusätzlich zu Deiner Näh-Grundausstattung nur Textilkleber zu kaufen,
  • Trop top: Mehrere Tops in einem, was will man mehr? Diese Tops sind einfach in der Herstellung. Es gibt Grundmodelle für Anfänger/innen und etwas kompliziertere für die fortgeschrittenen unter euch. An die Scheren, auf die Plätze, los!
  • Ein Trapezrock: Der ist ganz einfach zu nähen und Du lernst dabei schon einige grundlegende Handgriffe. Du kannst ihn mit unterschiedlichen Stoffen und in verschiedenen Farben für alle Deine Freundinnen, Deine Tochter oder Dich selbst anfertigen!

Der Blog Kreativlabor Berlin bietet auch viele gute Ideen für tolle Schnitte.

Zusammenfassend:

  • Wenn Du mit dem Nähen anfängst, ist es wie bei anderer Handarbeit auch: Du brauchst ein wenig Material, viel Motivation und regelmäßiges Üben. Dann klappt das schon!
  • Du solltest Dir sicher sein, dass Du auch weitermachen willst. Wie Du für das Musizieren ein Musikinstrument kaufen musst, fordert das Nähen auch eine gewisse Investition: Plane mindestens 200 € für Deine erste Nähmaschine ein. Falls Du nach ein paar Monaten merkst, dass das Nähen doch nichts für Dich ist, kannst Du die Maschine natürlich wieder verkaufen.
  • Damit Deine Nähmaschine auch immer gesund und munter bleibt, solltest Du ihr nicht die schlechtesten Nähnadeln und Nähgarn geben.
  • Wenn Du Hilfe brauchst, solltest Du sie Dir auch holen. Im Internet kannst Du Nähkurse und kostenlose Nähtutorials finden.
  • Besorge Dir einfache, kostenlose Schnittmuster und fang schnell mit dem Nähen an. Es ist wirklich wichtig, mit einfachen Aufgaben zu beginnen, damit sich schnell ein Erfolgserlebnis einstellt und Du motiviert bleibst. Später kannst Du dann zu technisch anspruchsvolleren Kleidungsstücken übergehen.

Nun hast Du alle Fäden in der Hand. Mach etwas daraus!

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