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So lernst Du Nähen im Turbogang: Tipps und Tricks!

Von Florence, veröffentlicht am 04/11/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Nähen und Stricken > Wie kann man einfach und schnell nähen lernen?

„Stil hat für mich nichts mit Mode zu tun. Stil – das bedeutet den Mut zum eigenen Charakter zu haben und sich zur eigenen Persönlichkeit zu bekennen.“ Tom Ford

Schneider*innen sind im Schnitt zwischen 30 und 50 Jahre alt. In den letzten Jahren sind die Menschen, die sich für das Nähen interessieren, aber immer jünger geworden.

Wer gerade erst mit dem Nähen anfängt, will meist trotzdem schon sehr schnell lernen, wie man einen Stoffbeutel oder ein Kleid näht, wie man mit Stoffen wie Popeline, Wollfilz oder Plumetis umgeht.

Aber wie wirst Du in kürzester Zeit zu einem*r echten Profischneider*in? Wie viel Zeit solltest Du dafür einplanen?

Du solltest wissen, dass wenn Du etwas von neu auf lernst, Du Dir immer ein bisschen Zeit geben musst. Denn Du fängst mit den Grundlagen an: einfache Stiche, Zeichnen, Sticken, Versäubern, Absteppen…

Bevor Du mit komplexeren Nähprojekten beginnst, solltest Du Dir einige Wochen oder gar Monate Zeit geben, um fit zu werden. Das hängt ganz von Deinem Talent für die Handarbeit ab, sowie von der Zeit, die Du wöchentlich dem Nähen widmen kannst.

Superprof gibt Dir jetzt einige Ratschläge, um den Lernprozess noch etwas anzukurbeln.

Nähen Lernen: So nähst Du per Hand

Selbst wenn Du letzten Endes meist mit Deiner Nähmaschine nähen wirst, muss jede*r Näher*in doch auch mit der Hand nähen können. Eine gerade Linie mit regelmäßigem Stichabstand solltest Du schon machen können.

Von Zeit zu Zeit muss es eben Handarbeit sein. Meist geht es dann auch darum, dekorative Stiche zu machen, die sichtbar sein sollen. Da ist es schon besser, wenn Du die auch gut hinbekommst.

Um das Nähen per Hand zu lernen, brauchst Du nur eines zu tun: Üben, Üben, Üben! Und was? Gerade Linien.

Hast Du schon einmal ein Portemonnaie genäht? Wer Nähen will, muss sich mit Nadeln auskennen! | Quelle: Pexels

Erinnert Dich das an die Schule, als Du Zeile für Zeile kopiert hast, um neue Vokabeln oder Gedichte zu lernen? Das ist in der Art ähnlich. Durch die Wiederholung integrierst Du das, was Du lernen willst. Das ist eine uralte Lerntechnik.

Wenn Du etwas immer wieder wiederholst, speicherst Du es in Deinem Gedächtnis ab.

Das Magazin Burda Style zeigt Dir auf seiner Webseite, wie Du die Grundstiche machst.

Fang erst einmal damit an, Quadrat mit 15 cm langen Seiten auszuschneiden. Mit einer Linie und einem Stift gewappnet, zeichnest Du dann horizontale Linien ein. Die erste Linie sollte 1,5 cm Abstand zum Rand haben, die weiteren Linien haben dann den gleichen Abstand zueinander.

Anschließend geht es los. Wie bei einem Nähkurs Online nimmst Du Deinen Faden, Deine Nadel, Deinen Fingerhut, um Deinen Zeigefinger auch zu beschützen und dann machst Du Linie für Linie:

  • Eine Linie mit 2mm Geradstichen,
  • Eine Linie mit Vorstichen, die 10mm lang auf der Vorderseite und 2mm auf der Rückseite sind,
  • Eine Linie mit einfachen Heftstichen,
  • Eine Linie mit Rückstichen,
  • Saumstiche, usw.

Du kannst auf Youtube oder weiteren Webseiten wie z.B. Fashionmakery.com Tipps für das Nähen dieser Stiche erhalten.

Meist hilft es auch ein Foto oder ein Bild des Stiches zu sehen, damit Du auch wirklich verstehst, wo der Faden Schritt für Schritt langgeführt werden muss.

Es immer gut auch neben dem Nähkurs Berlin oder Nähkurs Hamburg auch noch ein wenig selbst zu üben.

Schnell nähen: ein Projekt = eine Kompetenz

Versuche immer weiterzulernen. Du kannst Dir z.B. vornehmen, in jedes neue Nähprojekt das Lernen einer neuen Kompetenz zu integrieren:

  • Mit Textilkleber arbeiten,
  • Einen Reißverschluss nähen,
  • Molton in das innere eines Korbes nähen,
  • Einen Rock mit Zickzackstich nähen,
  • Ein Schnittmuster anfertigen,
  • Eine Schminktasche nähen,
  • Knöpfe annähen,
  • Stoffblumen nähen,
  • Kissenbezüge nähen.
  • Mit Leder umgehen können, usw.

Mit jedem neuen Projekt lernst Du etwas Neues dazu.

Setze Dir mit jedem Nähprojekt ein neues Ziel.

Um Dich zu unterstützen, könntest Du z.B. ein kleines Heftchen benutzen, in das Du all Deine neu erlernten Kompetenzen einträgst. So behältst Du auch einen Überblick über Deine Lernfortschritte und bleibst motiviert.

Entdecke hier unsere Nähkurse Frankfurt!

Hast Du guten Nähgarn für Deine Nähmaschine gekauft? Du solltest qualitativ hochwertigen Nähgarn für Deine Nähmaschine kaufen. | Quelle: Pexels

Werde Teil der Nähcommunity und mache schnelle Fortschritte

Heute ist es im Grunde recht einfach, nähen zu lernen. Du findest in jeder Bibliothek ein Buch über die Grundlagen des Nähens, auf YouTube gibt es Nähen Tutorials, es gibt Unmengen an Näh-Blogs und auch Nähkurse werden nun in allen Städten angeboten.

Die Näh-Community wird jeden Tag größer. Werde ein Teil dieser Gemeinschaft und schau dabei zu, wie Deine Motivation und Dein Interesse von Tag zu Tag wachsen.

Es macht so viel Spaß Freunde zu haben, die die gleichen Interessen haben wie Du! Und Du lernst auch viel schneller, denn die Community gibt Dir Energie.

Du kannst Deine Zweifel, Deine Ängste und Fehlschritte teilen, aber auch Deinen Enthusiasmus, Deine Erfolge und Ideen. Das ist wie beim Gruppensport. Alle unterstützen sich gegenseitig und verfolgen das gleiche Ziel.

Probier doch mal auf Facebook einige Nähgruppen zu finden. Es gibt z.B. die Gruppen Nähen für Doofies und Anfänger oder Nähen für Anfänger. Dort kannst Du Dich über alle möglichen Themen austauschen:

  • Couture für Männer,
  • Gute Angebote,
  • Stoffliebhaber*innen,
  • Trödelecke,
  • Schneiderausbildung,
  • Unterwäsche,
  • Wie näht man ein Hochzeitskleid,
  • Näh Workshops…

Wenn Du Schnittmuster suchst und Dein Budget gerade nicht so groß ist, raten wir Dir die Facebook Gruppe kostenlos Schnittmuster.

Am Schönsten bleibt es natürlich immer in echt, also außerhalb der digitalen Community. Wenn Du also das Glück hast, bei Dir in der Nähe leidenschaftliche Näher*innen zu kennen, solltet ihr unbedingt mal einen Kaffee zusammen trinken und gemeinsam Ideen austauschen.

Mit der Hilfe anderer kannst Du meist viel schneller Deine Blockaden überwinden und findest schneller kreative Ideen für neue Nähprojekte.

Nähe so, wie es Dir gefällt

Bei einem Nähkurs der Anfänger*innen und Fortgeschrittene zusammen bringt, kannst Du in kürzester Zeit große Fortschritte machen.

Wie kreativ bist Du beim Nähen? Lass Deiner Kreativität beim Nähen freien Lauf! | Quelle: Pexels

Zwinge Dich aber bloß nicht dazu, etwas zu tun, worauf Du überhaupt keine Lust hast. Wähle Nähprojekte aus, die Dir Spaß machen und die Dich weiterbringen!

Es macht Doch viel mehr Spaß einen Rock zu nähen, den Du wirklich vorhast zu tragen, als an einer hässlichen Schürze zu arbeiten, die Du später tief in Deine Schublade verbannen wirst.

Habe keine Angst davor, ein bisschen egoistisch zu sein.

Nähe am Anfang Dinge für Dich selbst.

So bist Du maximal motiviert. Mit der Zeit wirst Du natürlich auch Lust haben für andere zu nähen.

Nähen soll Spaß machen. Du solltest Dich in keinem Fall herumquälen.

Das Leben ist doch schon stressig genug. Warum sollten Dich Dein Hobbies jetzt auch noch beschweren? Folge Deinem eigenen Rhythmus und lerne aus Deinen Fehlern.

Nähen ist kreativ und es entspannt, da wäre es doch kontraproduktiv, Dir beim Kissenbezug Nähen oder Fäustling Nähen zu viel Druck zu machen.

In der Brigitte haben wir ein passendes Zitat zum Thema gelesen: “Yarn is cheaper than therapy.” Auf Deutsch: “Garn ist günstiger als Therapie.” Und so soll es auch bleiben. Nähen und entspannen, das kommt zusammen!

So lernst Du schnell zu nähen: Die Übung macht den Meister

Bevor Du gleich komplizierte Schnittmuster zückst, wollen wir uns erst einmal Anfänger-Projekten zuwenden.

Wenn Du ganz alleine Nähen lernst, solltest Du für’s Erste nichts versuchen, das zu komplex ist. Das fängt schon bei der Nähmaschine an. Suche eine einfache aus, die alle Grundfunktionen aber nicht zu viel Schnickschnack anbietet.

Die Nähmaschinen-Technik entwickelt sich nicht allzu schnell weiter. Daher kannst Du auch ohne Probleme ein schon gebrauchtes Modell kaufen. Da verpasst Du nichts! Und der Preis ist sehr viel attraktiver.

Zuerst lernst Du dann, wie Deine Maschine funktioniert. Mache dafür einfache Dinge, wie:

  • Einen Saum nähen,
  • Eine Naht wieder aufmachen,
  • Einen Flicken aufnähen,
  • Stoff zuschneiden,
  • Knöpfe mit der Nähmaschine annähen,
  • Annähen von Fertigbündchen,
  • Ecken und Rundungen nähen,
  • Stecken, markieren, messen,
  • Vliese und Bügeleinlagen,
  • Aufgesetzte Taschen nähen.

Fang Deinen Näh Lernprozess unter den besten Bedingungen an. Das heißt, dass Du mit einfachen Aufgaben beginnst und Dich nach und nach an komplexere Techniken und empfindlichere Stoffe heranwagst.

Und vergiss nicht: Was zählt, ist nicht das Endresultat, sondern was Du dabei gelernt hast.

Was Dir am Anfang noch unglaublich schwer erschien, machst Du bald mit links. Das ist der Vorteil am vielen Üben!

Kennst Du elektronische Nähmaschinen? Elektronische Nähmaschinen sind recht teuer. | Quelle: Pexels

Es ist wie bei jedem anderen Hobby auch: Am Anfang bist Du sehr schlecht, aber da Du bei Null startest, sind die kleinsten Fortschritte klar sichtbar. Und das ist doch wirklich ermutigend, nicht?

Schnell Nähen lernen: So wirst Du zum “Näh-Detektiv”

Die besten Schneider*innen (oder Strickfanatiker*innen, Künstler*innen, Bildhauer*innen, Schriftsteller*innen) leben ihre Neugier ganz aus.

Der Anfang kann natürlich schwer sein. Du bist noch nicht so gut und das demotiviert. Fehler sind aber im Grunde gut, denn sie sind immer eine Gelegenheit, um noch etwas besser zu werden. Wer Mut hat Fehler zu machen und sie zu korrigieren, lernt besonders schnell.

Wenn Du merkst, dass Du gut geworden bist, solltest Du Dich nicht auf Deinen Lorbeeren ausruhen. Im Gegenteil, jetzt heißt es: weiterlernen!

  • Gibt es ein Nähtool, das Du noch nicht kennst?
  • Welche Nähtechnik beherrschst Du noch nicht?

Leiste Detektivarbeit. Such im Internet, sprech mit Schneider*innen, Deinen Freunden*innen, geh in einen Nähladen und bitte die Verkäufer*innen um Rat. Gib nicht auf, denn jetzt bist Du ein “Näh-Dedektiv”.

Fehler können ganz schön frustrierend sein, aber wie schon gesagt: Sie sind auch das beste Mittel, um schnell Fortschritte zu machen.

Wenn Du schnell Nähen lernen willst, solltest Du Dir Ziele stecken, die nicht zu schwer sind und Dich somi demotivieren könnten, aber gleichzeitig auch herausfordernd genug sind, um Dich vorwärts zu bringen.

Mit jedem Nähprojekt machst Du einen Schritt nach vorne.

Gib Dein Bestes!

Was sind die Grundtechniken beim Nähen?

Wenn Du beim Nähen schnelle Fortschritte machen willst, solltest Du die Grundtechniken beherrschen. Auf eine solide Basis kann mehr und besser aufgebaut werden. Wir stellen Dir hier die wichtigsten Nähtechniken vor.

Vor dem Nähen kommt das Abstecken

Bevor Du zwei Stoffteile miteinander vernähen kannst, solltest Du sie abstecken, damit sie sich beim Nähen nicht bewegen und Du in aller Ruhe Deine Stiche machen kannst.

Abstecken ist nicht schwer, aber umso wichtiger:

  • Lege die Stoffteile übereinander, Vorderseite gegen Vorderseite und Kant an Kant,
  • Fang nun an, die zwei Stoffteile an den Nähten und in der Mitte miteinander an befestigen, die Stecknadeln immer quer zur Naht zu stecken,
  • Lass zwischen den Stecknadeln einen 3cm Abstand. Die Stecknadeln sollten über den Stoffrand herausschauen, denn so kannst Du sie nachher einfacher wieder herausnehmen,
  • Wenn Du mit der Nähmaschine nähst, ziehst Du einfach die erste Stecknadel heraus und fängst dann mit dem Nähen an.

Es gibt noch andere Abstecktechniken, die Du zum Beispiel nutzt, um einen Hosensaum zu nähen oder beim Anpassen eines Nähprojekts. Geh auf Entdeckungstour!

Eine Naht wieder auftrennen

Als Anfänger*in vernähst Du Dich manchmal (oder öfter). Keine Panik, das passiert und zwar auch den Profis! Außerdem kannst Du den Fehler wieder korrigieren. Du brauchst dafür nur die Naht wieder aufzutrennen.

Alles was Du dafür brauchst, ist ein Nahttrenner. Du könntest natürlich auch eine feine Schere benutzen, aber ein Nahttrenner ist manchmal doch praktischer und meistens beim Kauf einer Nähmaschine im Set mit inbegriffen.

  • Dein Nahttrenner hat eine lange und eine kurze Spitze,
  • Führe die lange Spitze zwischen die zwei Stoffteile, die lange Spitze ist die Seite, die nah am Stoff ist,
  • Schneide nun den Faden mit der scharfen Klinge, die sich zwischen den zwei Spitzen befindet,
  • Löse die zwei Seiten der Naht, die sich nun Stück für Stück entfernen lassen wird,
  • Mach so lange weiter, bis die Naht komplett herausgekommen ist.

Einen Knopf mit der Nähmaschine annähen

Einen Knopf mit der Hand wieder anzunähen, kann manchmal recht aufwendig und dabei auch noch ziemlich langweilig sein. Mit einer Nähmaschine ist es jedoch ein Kinderspiel!

Übe am Anfang am besten mit Stoffresten:

  • Erst einmal solltest Du den Standard-Zickzackfuß Deiner Nähmaschine herausnehmen und einen Knopfannähfuß einsetzen. Wenn dieser nicht in Deinem Nähmaschinenset war, kannst Du ihn auch separat bestellen,
  • Nun solltest Du Dir ganz genau überlegen, wo Du Deinen Knopf annähen willst und die Stelle auf dem Stoff markieren,
  • Lege nun den Knopf auf die Markierung,
  • Schiebe den Knopf zusammen mit dem Stoff unter den Knopfannähfuß, die Knopflöcher sollten mittig des Nähfußes sein,
  • Jetzt misst Du den Abstand zwischen den beiden Knopflöchern und gibst ihn als Stichbreite ein,
  • Wichtig: Bevor Du mit dem Nähen anfängst, solltest Du ein, zwei Stiche mit dem Handrad der Maschine testen, um zu überprüfen, ob die Nähmaschinennadel auch wirklich die Knopflöcher trifft,
  • Wenn alles passt, kannst Du jetzt Deinen Knopf annähen,
  • Zum Schluss verknotest du die Enden auf der Rückseite, jetzt bist Du fertig!

Gut zu wissen: Knöpfe, die mit der Nähmaschine angenäht wurden, halten in der Regel auch länger, als die per Hand angenähten.

Was für Stoffe magst Du? Beim Shoppen kannst Du Dich von schönen Stoffen für Deine Eigenkreationen inspirieren lassen. | Quelle: Pexels

Druckknöpfe anbringen

Falls Du Dich an die klassischen Knöpfe noch nicht herantraust, kannst Du natürlich auch Druckknöpfe anbringen. Und zwar ganz ohne Nähen! Dafür brauchst Du nur Druckknöpfe und eine Vario-Zange.

  • Überlege Dir, wo Du Deinen Knopf auf dem Stoff anbringen willst,
  • Positioniere den zackigen Teil unter dem Stoff, dort wird der Stoff durchstochen,
  • Lege den gegenüberliegenden Teil des Druckknopfes auf die andere Seite des Stoffes,
  • Nun kannst Du mit der Zange die Druckknopfteile fassen,
  • Drücke langsam, bis der Druckknopf komplett befestigt ist,
  • Notiere: Du brauchst für solche Druckknöpfe mit Zackenring nicht vorher extra ein Loch stanzen!

Diese Version des Drucknopfes ist stoffschonend, wenn Dein Stoff aber wirklich sehr fein ist, kannst Du ihn vorher auch mit einer Einlage etwas verstärken.

Einen Saum oder Stoffrand nähen

Das gehört definitiv zu den wichtigsten Näh-Basics! Wenn Du einen einfachen Geradstich anwendest, ist das Saum-Nähen wirklich nicht so schwierig. Das schaffst Du auch ohne die Hilfe Deiner Mutter oder Großmutter.

  • Zuerst wird die Saumzugabe nach innen umgeheftet, gebügelt und gleichmäßig auf die gewünschte Breite zugeschnitten. Dann wird der Saum entweder mit der Nähmaschine oder mit der Hand angenäht.
  • Für den einfachen Umschlagsaum, schlägst Du die Kante des Kleidungsstückes um (ca 1 cm Umschlag),
  • Wenn der Stoff stark franzt, solltest Du die Kante vorher mit einem Zickzackstich versäubern,
  • Bei dünnen Stoffen solltest Du vor dem Nähen Bügeln oder mit Stoffklammern Fixieren,
  • Nun nähst Du den Umschlag mit einem einfachem Geradstich an der Innenkante fest,
  • Vergiss nicht die Naht am Ende noch einmal zu vernähen, also für einige Stiche den Rückwärtsgang einzulegen.

Ein Gummiband einnähen

Wenn Du ein Kleidungsstück mit einem Gummiband versehen willst, brauchst Du erst einmal einen Tunnel, durch den das Gummiband gezogen werden kann. Wenn es diesen Tunnel oder Saum noch nicht gibt, musst Du ihn selbst anfertigen:

  • Klapp Deinen Bund erstmal auf die linke Seite um, es sollte etwas mehr Platz da sein, als das Gummiband breit ist, da Du ja noch eine Naht einbringen musst,
  • Steck am besten die umgeklappte Kante mit Stecknadeln fest und lass dabei eine 3-4 cm breite Öffnung, durch die nachher das Gummiband gezogen wird,
  • Nähe nun die umgeklappte Seite zu und achte darauf, dass Du nah am Rand nähst, damit Platz für das Gummiband bleibt. Du kannst einen normalen Geradstich nehmen, mit einer Stichlänge von 2,5 mm.

Um das Gummiband durch den Tunnel zu ziehen, benutzt Du eine Sicherheitsnadel:

  • Steche mit der Sicherheitsnadel durch das Ende des Gumibandes und mach sie wieder zu,
  • Zieh nun das Gummiband durch den Tunnel, indem Du die Sicherheitsnadel Stück für Stück weiter durchschiebst,
  • Wenn Du das Gummiband einmal durchgezogen hast und beide Enden des Gummibandes an der Öffnung liegen, fixierst Du diese mit einer Stecknadel oder der Sicherheitsnadel,
  • Näh die beiden Enden mit einem Geradstich zusammen, näh ruhig mehrmals vor und zurück, damit es sich nicht wieder löst,
  •  Lege das Gummiband wieder in die Öffnung rein, achte darauf, das es sich nicht verdreht hat,
  • Zu guter Letzt verschließt Du die Öffnung einfach wieder.

Wenn Du mehr Nähen Tutorials und Nähkurse Online finden willst, raten wir Dir einmal den Blog Pattydoo oder den YouTube Channel DIY Eule zu besuchen.

Nimm Nähunterricht

Wie vollständig ist Deine Nähbox? Wer gerne näht, braucht viel Material. | Quelle: Pexels

Das sicherste Mittel, um schnelle Fortschritte zu machen, ist natürlich Nähunterricht zu nehmen.

Mit einem*r Nählehrer*in lernst Du schneller aus Deinen Fehlern, Du verlierst weniger Zeit, lernst mehr Techniken und machst viel mehr Fortschritte in kürzester Zeit.

Dein*e Nählehrer*in hilft Dir mit Deiner Overlock-Nähmaschine, sagt Dir welche Tools Du brauchst, und zeigt Dir die wichtigsten Nähstiche und wann sie angebracht sind…

Fazit: Am schnellsten lernst Du bestimmt mit einem*r Nählehrer*in. Wenn Du bald schon Deine erste Haute Couture Kollektion herausbringen willst (träumen ist erlaubt), solltest Du Dich für diese Option entscheiden.

Auf Superprof findest Du viele kompetente Nählehrer*in in ganz Deutschland. Abhängig vom Niveau, der Erfahrung des*r Lehrers*in, den gewünschten Lernzielen kostet der Nähunterricht auf Superprof zwischen 11 und 25 €  die Stunde.

Wenn es keinen Nähunterricht in Deiner Nähe gibt, hast Du natürlich auch die Möglichkeit, Nähunterricht via Webcam zu nehmen.

Am effektivsten ist der Unterricht aber, wenn Du Deine*n Lehrer*in live siehst.

Auf unserer Plattform legen die Lehrer*innen selbst ihre Stundentarife fest. Wir nehmen auch keine Kommission. Der*die zukünftige Schüler*in muss sich nur zu Beginn einmal anmelden und ein jährliches Abonnement von 49€ zahlen. Dann erhältst Du Zugriff auf alle Lehrerprofile und kannst sie frei kontaktieren.

Den Jahresbeitrag musst Du übrigens nur zahlen, wenn ein*e Lehrer*in auf Deine Anfrage zusagt.

Die erste Stunde wird meist als Probestunde wahrgenommen und ist daher kostenlos. Das ist eine gute Möglichkeit, um zu schauen, wie gut Lehrer*in und Schüler*in miteinander zurecht kommen.

Die Basics, um schnell nähen zu lernen:

  • Nähen Lernen braucht Zeit, das liegt in der Natur der Sache. Versuche also nicht, wichtige Etappen zu überspringen. Die Näh-Basics sollten sitzen.
  • Es hängt ganz von Deiner Zeit und Deiner Motivation ab, aber Du solltest Dir mindestens ein paar Wochen, wenn nicht gar Monate Zeit geben, bevor Du anfängst, echte Kleidung zu nähen.
  • Im Internet findest Du viele Tipps und Tricks, Tutorials und Anleitungen, die für jede*n Näher*in nützlich sind, egal ob Anfänger*in oder Fortgeschrittene*r. Merke Dir Pattydoo und DIY Eule.
  • Die beste und schnellste Art Nähen zu lernen ist immer noch der Nähunterricht. Bei Superprof kostet der Nähunterricht Berlin oder Nähunterricht Hamburg abhängig von Niveau und weiteren Kriterien 11-25 €.

Schnell Nähen lernen: die Begriffe

Wenn Du lernst, wie man näht, werden Dir auch viele neue Wörter begegnen.

Was heißt “custom-made”?

Dieser Ausdruck kommt aus dem Englischen und heißt, dass eine Ware an die Bedürfnisse einer bestimmten Person angepasst worden ist. Auch Du kannst das machen!

Was ist “Einlagestoff”?

Einlagestoffe werden häufig zum Verstärken eines Stoffes verwendet. Sie werden meist zwischen Futter und Oberstoff eingearbeitet. So geben sie z.B. Taschen oder Kragen ihre Form. Es gibt Bügel- und Näheinlagen.

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