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Nähen Lernen mit der Nähmaschine: Das wichtigste Know-how

Von Florence, veröffentlicht am 04/11/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Nähen und Stricken > Wie lernt man das Nähen mit der Nähmaschine?

FashionUnited zufolge, arbeiten in Deutschland 44,7 Millionen Menschen in der Modeindustrie. Die größten deutschen Modeunternehmen sind Adidas, Zalando, Puma, Hugo Boss und Gerry Weber.

Bevor Du jedoch in der Modeindustrie durchstartest, solltest Du erst einmal mit den Grundlagen anfangen: die Näh-Basics für Anfänger*innen!

Pack Deine Nähbox aus! Wir helfen Dir jetzt bei Deinen ersten Schritten: Nähen einfach gemacht!

Nach einigen Nähunterrichtsstunden wirst Du Deine erste Kleidung nähen. Nähkurse Berlin, Online Näh-Tutorials, alles ist möglich.

Die Grundfunktionen Deiner Nähmaschine für Anfänger*innen

Bevor Du eine Nähmaschine kaufst, solltest Du einige Dinge wissen.

Bevor Du Dein Herz und Deine Seele in Dein neues Hobby steckst, brauchst Du eine Nähmaschine. Und es ist gar nicht so einfach, eine Nähmaschine zu kaufen, wenn man sich noch nicht so gut auskennst. Wir raten Dir dazu eine ganz normale, gängige Nähmaschine für den Alltagsgebrauch zu kaufen. Eine Industrienähmaschine ist sehr schwer und kaum vom Platz zu bewegen.

Weißt Du wann die erste Nähmaschine gebaut wurde? Die erste Nähmaschine wurde 1790 von dem Engländer Thomas Saint gebaut. | Quelle: Pixabay

Wenn Du willst, dass Deine Nähmaschine ein langes Leben hat, solltest Du auf zwei Faktoren achten: Das Gewicht (sie sollte schon etwas schwerer sein) und den Preis (mehr als 150 €).

Das sind die zehn Grundfunktionen, die Deine Nähmaschine in jedem Fall haben sollte:

  • Der Geradstich: Diesen Stich benutzt Du in 90% der Fälle. Jede Nähmaschine hat diese Basicfunktion,
  • Der Zickzackstich: Das ist der zweit meistbenutzte Stich und jede Nähmaschine hat ihn, egal ob es manuelle oder elektronische Maschinen sind,
  • Der Fadenspannungsregler: Einige Nähmaschinen stellen die Fadenspannung automatisch ein, Du solltest aber in jedem Fall auch in der Lage sein, die Spannung selbst einzustellen,
  • Das Stichlängen-Rad: Dieses Rad kannst Du manuell auf unterschiedliche Stichlängen einstellen. Du wirst oft die gleichen Stichlängen benutzen, Du solltest aber auch viele Versuche machen, um herauszufinden was für Dich passt,
  • Die Zubehörbox: Hier kannst Du das Zubehör verstauen. Wenn Du sie aufmachst, hilft Dir das auch beim Nähen einer Hose oder eines Ärmels, da Du jetzt das Hosenbein oder den Ärmel über das Ende der Nähmaschine ziehen kannst,
  • Der automatische Knopfannäher: Auch wenn Du einen Knopf auch ohne Knopfannäher annähen kannst, da es sich im Grunde nur um einen sehr engen Zickzackstich handelt, ist dieses Zubehörteil doch sehr nützlich,
  • Der Overlockstich: So lange Du keine Overlock-Nähmaschine hast, kannst Du mit dieser Nähmaschine arbeiten,
  • Der elastische Stich: Mit ihm kannst Du Stretchstoffe und Jersey nähen, Du solltest mindestens einen elastischen Stich haben,
  • Die Nähfußdruckeinstellung: Sehr nützlich, wenn Du mit elastischen oder sehr feinen Stoffen arbeitest,
  • Drei-Step-Zickzackstich: Mit ihm kannst Du Risse stopfen, Flicken aufsetzen und Gummibänder aufnähen. Er ist sehr resistent.

Du hast es sicher schon verstanden: Wenn Du eine Nähmaschine kaufst, solltest Du viele verschiedene Aspekte beachten. Wir haben Dir aber sicherlich mit unserem Guide schon etwas weitergeholfen.

Um auf der sicheren Seite zu sein, solltest Du eine anerkannte Traditionsmarke wählen. Der Einstiegspreis wird dann etwa 200 € betragen. Solch eine Maschine wird aber auch eine Weile halten. Die Nähmaschine sollte außerdem manuell und nicht elektronisch sein, denn am Anfang macht es Sinn alle Funktionen wirklich von Grund auf kennenzulernen.

Hast Du schon einmal ein Vintage Schnittmuster gesehen? So schön können alte Schnittmuster sein! | Quelle: Wikimedia Commons

Das Must-Have Zubehör Deiner Nähmaschine

Eine Nähmaschine kann mit einem breiten Angebot an Zubehör kommen. Aber nicht jedes extra Tool ist wirklich sinnvoll.

Lass Dich nicht von einem Sonderangebot mitreißen, das Dir 168 Accessoire-Teile zu Deiner Nähmaschine mitgibt. In Wirklichkeit sind nämlich nur 12 absolut notwendig.

Wenn Du wiederum eine gebrauchte Nähmaschine kaufst, und Dir einige Accessoires fehlen, ist das auch nicht schlimm. Denn Du kannst das meiste Zubehör auch nachträglich zu sehr vernünftigen Preisen kaufen.

Das ist das Must-Have Zubehör für Deine Nähmaschine:

  • Der Nähfuß und der Nähfußhalter,
  • Die Spulenkapsel,
  • Der Reisverschlussfuß,
  • Der Knopfannähfuß,
  • Ein adäquater Schraubenzieher für Deine Nähmaschine,
  • Eine kleine Ölburette,
  • Einen kleinen Vorrat an Fadenspulen,
  • Klassische Nähmaschinennadeln zum Auswechseln,
  • Jeansnadeln und Stretchnadeln,
  • Der Blindstichfuß,
  • Eine kleine Bürste, um die Nähmaschine außen und innen zu putzen,
  • Ein Bonus: den Transport-Nähfuß.

Hast Du schon einmal mit Seide genäht? Wenn Du Deine Nähmaschine gut beherrschst, kannst Du auch mit Seide nähen. | Quelle: Pexels

Jetzt wo Du etwas zum Kauf sowie den Aufbau der Nähmaschine kennst, kannst Du mit dem Nähunterricht anfangen. Wie näht man mit einer Nähmaschine? Es ist an der Zeit, Dein neu gekauftes Schmuckstück auszuprobieren.

Mit der Nähmaschine Nähen lernen: Step by Step

Du findest im Internet und auf YouTube viele Schritt für Schritt Anleitungen oder Online Nähkurse, um Deine Nähmaschine startklar zu machen. Das ist für Anfänger*innen eine super Hilfe! Denn bevor Du mit dem Nähen, Stricken und Stopfen anfangen kannst, musst Du erst einmal mit Deiner Nähmaschine vertraut werden.

Zuallererst musst Du den Unterfaden auf dem Spulenwickler aufspulen.

Der Garn wird von der Oberspule genommen und über die Obergarnführung gelegt. Dann führst Du ihn in die Untergarnspule, die in den Spulenwickler gelegt wird. Wenn Du nun das Fußpedal drückst, wickelt sich der Untergarn ganz von alleine auf.

Anschließend kannst Du die volle Untergarnspule ins Untergarnspulenfach legen, das sich unter der Stichplatte befindet. Das Fadenende bleibt draußen.

Wenn Du das in Bildern sehen und außerdem noch herausfinden willst, wie Du den Obergarn einführst, schau Dir dieses Video von Flora von Fleur an:

Viele Nähanfänger*innen verlieren schnell den Mut, weil sie nicht mir ihrer Nähmaschine zurecht kommen. Im Nähunterricht lernst Du aber sehr schnell, wie Deine Maschine tickt. Bald schon wirst Du Deine Nähmaschine auch im Schlaf betätigen können.

Die verschiedenen Nähtechniken mit der Nähmaschine

Es gibt viele verschiedene Schnittmuster und wenn Du nur eine einzige Nähtechnik kennst, kommst Du nicht weit. Deswegen ist es wichtig, oft zu üben. Dafür sind Stoffreste sehr praktisch, Du kannst auf ihnen die unterschiedlichsten Stiche testen. Der YouTube Channel Congabaeren hat über 100 didaktische Videos hochgeladen, mit denen Du die unterschiedlichsten Nähtechniken lernen kannst.

  • Gerade nähen: Das erscheint Dir vielleicht ziemlich offensichtlich, aber auch gerade Nähen will gelernt sein,
  • Im rechten Winkel nähen: Du willst eine Tasche nähen? Dann stehen die Chancen gut, dass Du im rechten Winkel nähen musst. Das ist für Anfänger*innen gar nicht so einfach.
  • Eine gebrochene Linie nähen: Wenn Du Accessoires oder Flicken (z.B. einen Stern) nähen willst, musst Du wissen, wie man gebrochene Linien näht,
  • Im Kreis/Bogen nähen: Hier ist es vor allem wichtig stetig, aber langsam voran zu gehen und den Stoff gut mitzuführen. Dann klappt’s!
  • Eine Naht wieder aufnähen: Gerade als Anfänger*in wirst Du noch viele Fehler machen. Das ist ganz normal, wenn man noch dazu lernt. Dann heißt es: Nähte wieder lösen, und am besten ohne den Stoff dabei zu beschädigen,
  • Dekoflicken aufnähen: Das ist etwas anspruchsvoller, aber auch schnell zu erlernen. Du musst sie auf der Rückseite annähen und dann den Stoff umstülpen,
  • Ein Knopfloch: Außer natürlich, wenn Deine Maschine das schon ganz alleine kann, ansonsten musst Du lernen, wie das geht,
  • Versäubern: Um den Saumabstand zu nähen. Das ist sehr wichtig, denn sonst könnte der Stoff später ausfransen.

Lerne im Nähkurs wie Deine Nähmaschine funktioniert

Selbst wenn Du alleine nähen lernen willst, kann ein Nähkurs für Anfänger*innen doch eine gute Idee sein. Und warum solltest Du so einen Nähkurs für Anfänger*innen nehmen?

  • Weil in der mitgelieferten Bedienungsanleitung und den Internet Tutorials eben doch nicht alles über die Funktionsweise der Nähmaschine steht,
  • Weil die Anleitungen nicht immer intuitiv gestaltet sind,
  • Weil Du mit einem*r Nählehrer*in viel Zeit gewinnst (und vielleicht einen Nervenzusammenbruch verhinderst), das ist perfekt, um schnell ein neues Hobby zu lernen,
  • Weil Du den*die Lehrer*in alle Fragen stellen kannst, die Dir auf der Zunge brennen,
  • Weil Du so von Anfang an weniger Fehler machst und wichtige Lernetappen nicht aus Versehen überspringst.

Und außerdem ist der Nähunterricht nicht einmal unbedingt teuer. Schau Dich in Deiner Stadt am besten bei Vereinen oder Cafés nach kostenlosen oder günstigen Nähkursen um.

Hast Du schon einmal mit einer Schneiderbüste genäht? Mit einer Schneiderbüste kannst Du kreativ werden! | Quelle: Pixabay

Auf Superprof findest Du viele tolle Nählehrer*innen in ganz Deutschland. Gemeinsam mit Deinem*r Nählehrer*in kannst Du lernen, wie man einen Knopf wieder annäht, einen Saum näht oder ein Schnittmuster anfertigt. Die Unterrichtsstunde kostet zwischen 10 und 25 € und die erste Stunde zählt meist als Probestunde und ist somit kostenlos!

Zusammenfassend:

  • Die Wahl der richtigen Nähmaschine ist sehr wichtig: Welche Funktionen hat sie, welchen Preis und mit welchen Accessoires wird sie geliefert?
  • Die zweite Etappe ist: Die Nähmaschine kennen lernen. Den Ober- und Untergarn einfädeln, die Spulenkapsel einlegen, die Nähmaschinennadel auswechseln… Die Nähmaschine richtig einzustellen, gehört zur Basis. Alles andere Kreative, das Zeichnen, Abstecken, Nähen und Sticken, kommt danach.
  • Als Anfänger*innen wählst Du erst einmal einfache Nähprojekte. Du kannst mit Stoffresten üben, gerade Stiche zu nähen.
  • Wenn es Dir wirklich schwer fällt, mit Deiner Nähmaschine umzugehen, ist die beste Lösung die Buchung eines Nähkurses bei einem*r Profinäher*in.
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