"Wer gut und lange leben will, der lebe langsam.", Marcus Tullius Cicero.

In seinem Buch In Praise of Slow erklärt Carl Honoré, warum es in unserer immer schneller werdenden Welt besonders wichtig ist, wieder langsamer zu werden.

Nähen ist ein gutes Mittel, um langsamer zu werden und etwas Zeit für sich zu nehmen. Denn Nähen lernst Du nicht über Nacht. Du musst Dir Zeit nehmen, Geduld haben, Motivation und Disziplin haben.

Es lohnt sich aber auch!

Wie lernst Du also Nähen? Wie gehst Du am besten vor?

Unser Guide hilft Dir beim Nähen lernen!

Ist Nähen lernen einfach?

Wenn Du gerade erst mit dem Nähen anfängst, ist es ganz natürlich, wenn Du noch auf Hindernisse stößt und Zweifel an Deinen Fähigkeiten hast. Und erst recht, wenn Du schon Freund*innen hast, die im Handumdrehen wunderschöne Kreationen hervorzaubern.

Nähen Lernen ist aber im Grunde nicht so schwer, wie es aussieht. Der Schlüssel zum Erfolg ist langsam, also Schritt für Schritt, neue Dinge dazu zu lernen.

Magst Du shoppen gehen?
Wenn Shopping wirklich nicht so Dein Ding ist, kannst Du Deine Kleidung auch selbst nähen. | Quelle: Pixabay

Eine gute Nähmaschine haben

Es ist nicht schlimm, wenn Du Dir mit dem Nähen lernen noch nicht so sicher bist. Du kannst Deine Nähmaschine auch wieder weiterverkaufen. Du solltest trotzdem nicht das günstigste Modell aussuchen. Eine gute Nähmaschine kostet mindestens 150 €. Die günstigeren Modelle gehen leider sehr schnell kaputt. Oder schlimmer noch: Sie nähen nicht richtig.

Wähle für den Anfang am besten eine mechanische Nähmaschine. Eine Overlock oder elektronische Maschine geht vielleicht etwas zu weit.

Und lerne vor allem, wie Deine Nähmaschine funktioniert. Das erscheint Dir logisch, aber sobald Du alleine vor Deiner Nähmaschine sitzt und zum ersten Mal mit ihr nähen willst, wirst Du sicherlich sehr schnell in einen Zustand der Verwirrung geraten. Lies Dir deswegen vorher gut die Bedienungsanleitung durch und bitte im Laden oder bei Deinen Freunden*innen oder Deiner Familie um Rat.

Gutes Nähmaterial benutzen

Mit einer Nähmaschine alleine kommst Du noch nicht weit. Du brauchst außerdem auch noch gutes Nähzubehör. Deine Nähbox sollte mit qualitativ Hochwertigem gefüllt sein:

  • Nähgarn: von Gütermann, Coat, DMC…
  • Nähnadeln: unterschiedlicher Größe, für alle mögliche Stoffarten,
  • Scheren: eine Schere für Stoff und eine für Papier,
  • Schneiderkreide: um auf Stoff Markierungen vorzunehmen,
  • Stecknadeln und Klammern, wirklich viele davon,
  • Ein Maßband: um die Maße zu nehmen,
  • Ein Schneiderlineal: um die Saumzugaben abzumessen, Längen zu überprüfen,
  • Ein Bügeleisen: wichtig zur Benutzung zwischen den einzelnen Nähschritten.

So benutzt Du ein Schnittmuster

Wenn Du ein neues Kleidungsstück nähst, verbringst Du nur 20 % Deiner Zeit damit, an Deiner Nähmaschine zu sitzen. Was passiert dann in den restlichen 80 % der Zeit? Die Vorbereitung für das Nähen!

  • Du kopierst das Schnittmuster,
  • Du schneidest es aus,
  • Du überträgst es auf den Stoff,
  • Du schneidest den Stoff zu,
  • Du steckst den Stoff ab,
  • Du nimmst Markierungen vor...

Tipp: Für Anfänger*innen kann die Vorbereitung ziemlich herausfordernd sein. Mach Dir die Arbeit leichter, indem Du Dir Schnittmuster besorgst, die schon die Saumzugaben beinhalten.

Arbeite am Anfang nur mit einfachen Schnittmustern, die auch mit einer Anleitung versehen sind. Das Burda Magazin bietet z.B. oft solche Schnittmuster Pakete an. Die Anleitung und die Erklärungen sind meist sehr präzise. So kannst Du in aller Ruhe lernen, wie man näht.

Mit einfacher Kleidung anfangen

Klar, Du träumst wahrscheinlich schon von schönen Midi-Kleidern oder einem stylischen Jacket. Damit Du aber nicht zu schnell frustriert wirst und Deine Motivation verschwindet, solltest Du wirklich erst einmal mit einfachen Nähprojekten wie diesen beginnen: Kissenbezüge, Lätzchen, Halstücher, einfache Taschen oder Aufbewahrungsboxen.

Katinka
Katinka
Lehrer für Französisch - Leseverständnis
5.00 5.00 (17) 29€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Stergios
Stergios
Lehrer für Klavier
50€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Irina
Irina
Lehrer für Personal Trainer
5.00 5.00 (2) 35€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Matthias
Matthias
Lehrer für Programmierung
5.00 5.00 (24) 90€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Bami
Bami
Lehrer für DaF Deutsch als Fremdsprache
4.83 4.83 (4) 20€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Lucas
Lucas
Lehrer für Schwimmen
5.00 5.00 (23) 70€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Caro
Caro
Lehrer für Spanisch
4.92 4.92 (38) 25€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Peter
Peter
Lehrer für DaF Deutsch als Fremdsprache
4.88 4.88 (8) 34€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Julia
Julia
Lehrer für Professionelles Coaching
5.00 5.00 (16) 45€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Raphaël
Raphaël
Lehrer für Gitarre
5.00 5.00 (16) 40€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Olga
Olga
Lehrer für Gesang
5.00 5.00 (3) 70€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Moritz
Moritz
Lehrer für Fitness
60€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Eleonora
Eleonora
Lehrer für Solfeggio
5.00 5.00 (3) 30€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Viktor
Viktor
Lehrer für Mathematik
4.91 4.91 (56) 50€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Alexandra
Alexandra
Lehrer für Spanisch - Hörverständnis
5.00 5.00 (41) 35€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Fernando
Fernando
Lehrer für Mathematik
4.97 4.97 (32) 17€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!

Wie lernst Du schnell zu nähen?

Ein*e wirkliche*r Schneider*in zu werden, kreative Ideen zu haben und diese auch umzusetzen, all das braucht Zeit. Aber die Grundlagen des Nähens kannst Du in nur wenigen Wochen lernen. Alles hängt von Deiner Motivation und der Dir zur Verfügung stehenden Zeit ab.

Was ist Deine Traumkleidung?
Eines Tages wirst Du tolle Kleidung selbst nähen können. | Quelle: Pexels

Mit der Hand Nähen lernen

Wenn Du etwas Neues lernst, brauchst Du am Anfang oft viele Wiederholungen, bis die neuen Fertigkeiten wirklich sitzen. Das ist so, wie wenn Du eine neue Sprache lernst. Indem Du eine neue Vokabel Tag für Tag übst, integrierst Du sie in Dein Gedächtnis. Beim Nähen ist das nicht anders. Und zu den Grundlagen gehört das Nähen mit der Hand.

Es ist im Grunde ganz einfach: Du musst viel üben! Das Stiche Nähen steht an erster Stelle: den Vorstich, den Heftstich, den Rückstich, den Staffierstich, den Hexenstich... Nimm Dir am besten Stoffreste, eine Nähnadel mit Nähgarn und einen Fingerhut und probiere alle Handstiche darauf aus. So lernst Du das Nähen im Handumdrehen!

Für schnelle Fortschritte kannst Du einen unserer Nähkurse besuchen.

Schritt für Schritt Nähen lernen

Versuch mit jedem neuen Nähprojekt eine neue Nähtechnik zu erlernen. Setze Dir Lernziele, Du kannst sie z.B. auch in ein kleines Heftchen schreiben. So siehst Du nach einer Weile auch was für Fortschritte Du gemacht hast und was Du noch alles lernen willst. Das motiviert!

Versuch vor allem einfache Dinge zu nähen. Es ist viel befriedigender ein einfaches Sommerkleid gut hinzubekommen, als mit einem komplizieren Hochzeitskleid kläglich zu scheitern. Zu viel Frustration nimmt Dir alle Energie.

Und bleibe neugierig! Du kannst jeden Tag etwas Neues lernen und Deine Fehler korrigieren. Fehler gehören zum Lernen mit dazu. Was wichtig ist, ist dass sie Dich nicht zu sehr entmutigen, deshalb solltest Du sie immer positiv wahrnehmen und sie Dir zu Nutze machen.

Nähunterricht nehmen

Wenn Du ein Budget dafür hast, kannst Du natürlich Geld in einen Nähkurs mit einem*r professionellem Nählehrer*in investieren. So lernst Du immer noch am schnellsten.

Auf Superprof gibt es viele kompetente Nählehrer*innen die Nähkurse Online und vor Ort anbieten. Der Nähunterricht kostet abhängig vom Niveau, der Qualifikation und Erfahrung des*r Lehrers*in zwischen 10 und 25 € die Stunde.

Wie lernst Du das Nähen mit der Nähmaschine?

Zu den Basics gehört auch das Nähen mit der Nähmaschine. Der*die Schneider*in näht in diesem Falle nicht wirklich, sondern leitet die Maschine an. Die Nähmaschine wird somit zur Verlängerung der Schneider*in.

Hast Du schon einmal mit einer alten Nähmaschine genäht?
Egal ob alt oder neu: Das Nähen mit Nähmaschine will gelernt sein. | Quelle: Pixabay

Die Grundfunktionen

Es kann etwas einschüchternd sein, als Nähanfänger*in seine eigene Nähmaschine zu kaufen. Es ist wichtig eine Nähmaschine zu kaufen, die nicht gleich wieder kaputt geht. Du solltest deswegen beim Kauf auf zwei Aspekte achten: das Gewicht und den Preis. Das sind die wichtigsten Grundfunktionen, die Deine Nähmaschine unbedingt haben sollte:

  • Der Geradstich: Den nutzt Du 90 % der Zeit,
  • Der Zickzackstich: Der wird auch oft benutzt, z.B. um zu verhindern, dass ein Stoff ausfranst,
  • Der Fadenspannungsregler: Es ist wichtig, die Fadenspannung manuell kontrollieren zu können,
  • Der Freiarm: Damit Du um ein Hosenbein oder einen Ärmel herum nähen kannst,
  • Der Overlockstich: übernimmt die Arbeit der Overlock-Nähmaschine,
  • Der Jersey- oder Stretchstich: Für elastische Stoffe wie Stretch oder Jersey.

Der Preis für eine gute Nähmaschine, die auch eine Weile hält, beträgt in etwa 200 € (das ist der Einstiegspreis bei guten Marken wie Janome z.B.).

Das wichtigste Zubehör

Wenn Du eine schon gebrauchte Nähmaschine kaufst, kann es sein, dass Dir einige Zubehörteile fehlen. Du brauchst Dir jedoch keine Sorgen zu machen, denn Du kannst Dir die Teile zu günstigen Preisen nachkaufen. Da wären:

  • Der Nähfuß,
  • Der Spulenkoffer,
  • Der Reißverschlussfuß,
  • Der Knopfannähfuß,
  • Zusätzliche Garnspulen,
  • Klassische Nähmaschinennadeln und Jeans- und Stretchnadeln.

Die verschiedenen Nähtechniken Deiner Nähmaschine

Jetzt kennst Du den Aufbau Deiner Nähmaschine sowie die wichtigsten Funktionen. Jetzt kannst Du die verschiedenen Nähtechniken mit der Nähmaschine lernen.

Auf schneidern-naehen.de lernst Du mit einfachen Anleitungen und passenden Bildern die grundlegenden Nähtechniken Deiner Nähmaschine:

  • Zickzack und Gerade,
  • Rundes und Ecken nähen,
  • Eine Kappnaht nähen,
  • Gerade und schöne Nähte, usw.

Nimm Nähunterricht um zu lernen, wie man mit einer Nähmaschine näht

Wenn Du trotz Bedienungsanleitung, Internet Näh-Tutorials und den Tipps Deines*r Verkäufers*in, immer noch nicht mit Deiner Nähmaschine klarkommst, kannst Du auch einen Nähkurs nehmen.

Die Bedienung der Nähmaschine ist nicht immer intuitiv und außerdem gibt es viele tolle Nähkurse zu günstigen Preisen.

Kleiner Tipp: Auf Superprof kostet die erste Stunde meist nichts, da sie eine Probestunde ist. Perfekt um sich kennenzulernen und herauszufinden, ob Du mit diesem*r Nählehrer*in nähen lernen willst.

Nähideen für Anfänger*innen

Einfache Nähprojekte sind die beste Möglichkeit, um Schritt für Schritt Fortschritte zu machen. Wer kaum einen Schritt vor den anderen machen kann, fängt nicht gleich an loszusprinten.

Der Kissenbezug

Das ist das perfekte Nähprojekt um zu lernen, wie man gerade näht.

Und wenn Du Lust hast, Dein ganzes Zuhause mit schönen neuen Kissen umzudekorieren, kannst Du das bald auch tun. Kissenbezüge Nähen ist gar nicht so schwer!

Wie sieht Dein Lieblingskissen aus?
Mit etwas Übung kannst Du Dein Lieblingskissen auch selbst nähen. | Quelle: Pixabay

Die Origami Tasche

Eine gute Methode, um schnelle Fortschritte zu machen, ist es viele kleine Taschen und Täschchen zu nähen.

Eine Tasche für jede Gelegenheit? Warum nicht?

Und sobald Du das Prinzip einmal verstanden hast, hält Dich auch nichts davon ab, die Maße der Origami Tasche von Bernina's Blog auch an Deine eigenen Wünsche anzupassen.

Das Trapezkleid

Wer hat gesagt, dass Du als Näh-Anfänger*in nur unnützen Krimskrams nähen kannst?

Du willst ein einfaches, schönes Sommerkleid nähen? Dann solltest Du Dir einmal das Burda Magazine Online anschauen. Dort kannst Du z.B. das Schnittmuster und die Nähanleitung für ein ausgestelltes Sommerkleid mit tiefem V Ausschnitt für nur 3,99 € herunterladen.

Zusammenfassend:

  • Nähen Lernen ist an sich nicht so schwierig. Manchen fällt es etwas leichter oder sie haben schon Vorerfahrung in Handarbeit. Aber mit Geduld und regelmäßigem Üben, kann es jede*r schaffen.
  • Du wirst nicht von heute auf morgen schwierige High Fashion nähen können. Die Näh-Grundlagen kannst Du Dir jedoch in wenigen Wochen aneignen.
  • Die Nähmaschine ist das wichtigste Tool des*r Schneider*in. Es gehört also zum A und O, dass Du ihre Funktionen kennst und lernst, wie man mit ihr umgeht.
  • Um Nähen zu lernen, fängst Du am besten mit einfachen Nähprojekten an: ein Kissenbezug, Aufbewahrungsboxen aus Stoff, Lätzchen, einfache Kleider und Brillenetuis.
Auf der Suche nach einem Lehrer für ?

Dir gefällt unser Artikel?

0.00/5, 0 votes
Loading...

Florence

Meine Städte sind Berlin und Paris, aber mein Herz gehört der Welt, den Menschen und unterschiedlichen Kulturen: Ich reise und übersetze leidenschaftlich gerne. Meine Neugier und mein Wissensdurst kennen keine Grenzen!