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Die wichtigsten Stiche, die Du zum Nähen brauchst!

Von Bertine, veröffentlicht am 19/09/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Nähen und Stricken > Die verschiedenen Arten des Nähens: Ein Überblick!

“Mode kommt aus der Traumwelt. Und Träume sind die Rettung aus der Wirklichkeit.” – Christian Dior.

Sticken, Stricken, Häkeln… – manuelle und kreative Tätigkeiten machen einfach Spass!

Wie schön, dass sie sich von alten Klischees und einem angestaubten Image befreien konnten und sich nun immer grösserer Beliebtheit erfreuen.

Nähen macht nicht nur Spass, es bringt viele Vorteile! Du kannst ein originelles Kleidungsstück herstellen, ein selbstgemachtes Geschenk nähen, Deine Vorhänge erneuern, Dein Zuhause dekorieren… Beim Nähen kann sich Deine Kreativität und Fantasie voll und ganz austoben!

Aber wie fängst du an?

Alles, was Du am Anfang brauchst sind die Basics zum Nähen wie Nadel, Faden und einige Stoffstücke. Wir zeigen Dir die verschiedenen Grundnähte, die Du immer wieder brauchen wirst.

Die offene und geschlossene Steppnaht

Es gibt verschiedene Methoden, um eine Naht korrekt zu nähen. Die Methoden werden abhängig vom Material angewendet, um das bestmögliche Endergebnis zu erzielen.

Das Bügeleisen wird Dir beim Nähen eine grosse Hilfe sein. | Quelle: Pixabay

Die offene Steppnaht wird im Allgemeinen verwendet, wenn die zum Nähen verwendeten Stoffe sehr dick sind. Es geht im Wesentlichen darum, nach dem Nähen die Nahtzugabe – also die Stoffränder neben der Naht – mit dem Bügeleisen auseinanderzubügeln. Auf diese Weise liegen die beiden Nahtzugaben jeweils auf ihrer Seite und nicht übereinander. Dadurch ist die Naht von außen möglicherweise weniger auffällig.

Um eine offene Steppnaht zu machen, legst Du zunähst die beiden Stoffteile, die Du zusammennähen möchtest, übereinander und befestigst sie mit Stecknadeln, damit sie nicht verrutschen.  Dann nähst Du mit einer Nähmaschine oder per Hand ca. einen Zentimeter von der Kante der beiden Stoffe entfernt.

Sobald Du mit dem Nähen fertig bist, legst Du den Stoff mit der Innenseite der Naht nach oben und bügelst die Nahtzugaben beider Stoffteile auseinander. Dann wendest Du den Stoff und bügelst ihn von der anderen Seite, damit die Naht schön flach wird.

Diese Technik wird häufig zum Nähen von Hosen, Röcken oder Jacken verwendet.

Die geschlossene Steppnaht hingegen wird für alle feinen Stoffe wie Hemden, Blusen oder Dessous verwendet.

Der Hauptunterschied zwischen den beiden Näharten besteht darin, dass Du die beiden Nahtzugaben auf dieselbe Seite bügelst. Du musst sie nicht trennen. Da die Stoffe sehr fein sind, besteht dafür keine Notwendigkeit. Du kannst sogar von Hand oder mit der Maschine eine Overlock-Naht machen, damit die beiden Nahtzugaben nicht ausfransen.

Du kannst bei nahezu allen Stoffen es erst einmal mit der geschlossenen Steppnaht versuchen und zur offenen Steppnaht übergehen, wenn Du merkst, dass der Stoff zu dick ist.

Beide Techniken sind sehr einfach zu erlernen. Es ist durchaus möglich, alleine zu Hause zu trainieren. Wenn Du jedoch anfangs Unterstützung brauchst, kannst Du an einem Nähworkshop teilnehmen, den viele Handarbeitsgeschäfte anbieten oder einen Privatlehrer in Anspruch nehmen.

Wie näht man eine Kappnaht?

Unter allen Nähten ist die Technik der Kappnaht eine der stärksten. Sie wird auch als Doppelstich oder Jeansnaht bezeichnet. Die Kappnaht wird zweimal in Form von zwei parallelen Linien genäht.

Diese Technik kennt ihr natürlich von den Jeans, sie wird aber aufgrund der Stabilität auch gerne zur Herstellung von Hemden oder für die Nähte von Polstern für Möbel verwendet. Sie eignet sich besonders gut zum Nähen des Schrittes einer Hose sowie aller anderen Bereiche an unseren Kleidungsstücken, die grösseren Spannungen ausgesetzt sind.

Was wäre die Jeans ohne Kappnaht? | Quelle: Pexels

Um die Technik zu lernen, kannst Du einen Privatlehrer in Anspruch nehmen, an einem Näh-Workshop teilnehmen oder das Nähen autodidaktisch lernen.

Du solltest allerdings regelmäßig üben, um eine saubere und stabile Naht zu machen.

Wähle zunächst die beiden Stoffstücke aus, die Du verwenden möchtest,  lege beide Teile links auf links und stecke sie mit Stecknadeln zusammen, damit sich die Naht nicht verschiebt. Dann nähst Du sie mit 1,5 cm Abstand zur Schnittkante im Geradstich zusammen.

Dann schneidest Du die Nahtzugabe eines Stoffstückes um die Hälfte, in diesem Fall also 7 mm, zurück.

Jetzt faltest Du die Stoffteile auseinander, sodass beide rechten Stoffseiten oben liegen. Die längere Nahtzugabe wird dann um die zurückgeschnittene gelegt und zur Seite gebügelt, sodass die erste Naht ummantelt ist.

Zuletzt steppst Du die umgelegte Stoffkante so ab, die beiden Nähte mit etwa 5 mm Abstand parallel zueinander verlaufen und die Kappnaht bilden.

Die Schwierigkeit dieser Methode liegt darin, dass die beiden Nähte genau parallel sein müssen. Übung ist der einzige Weg, um diese Naht nach den Regeln der Kunst zu meistern!

Wie nähst Du den Überwendlichstich?

Der Überrwendlichstich oder Überwendlingstich ist ein beliebter Stich zum Verbinden von zwei Stoffkanten oder auch zum Versäubern von Kanten.

Zum Üben kannst Du ihn an Stoffresten ausprobieren, bevor Du Dich an Kleidungsstücke wagst. Du nimmst also zwei Stoffteile, die Du mit Stecknadeln fixierst, damit sie beim Nähen nicht verrutschen.

Der Überwendlichstich ist ein Standartstich. Macht man auf der sichtbaren Seite eine Art Punktstich, ist er so gut wie nicht zu sehen. Punktstich heißt, man geht durch den Stoff auf die sichtbare Seite und beinahe an der gleichen Stelle wieder zurück.

Mit ein wenig Übung hast Du bald alle Tricks raus. | Quelle: Pixabay

Du beginnst damit, dass Du die Nadel von oben durch den Stoff stichst. Steche die Nadel durch beide Stofflagen und dann wieder von oben ca. 3 Millimeter neben den ersten Stich. Ziehe den Faden durch. Das war dein erster kompletter Stich, da er beide Lagen Stoff zusammennäht. Der Faden sollte nun gleichmässig um beide Stoffkanten herum liegen. Er sollte straff liegen, aber nicht so straff, dass sich der Stoff wölbt.

Wiederhole diese Schritte bis zum Ende. Bringe die Nadel immer von oben nach unten, durch beide Stofflagen.

Einige Schneider verstärken ihre Naht durch Doppelnähte. In diesem Fall bedeutet das, dass die gleiche Arbeit in entgegengesetzter Richtung ausgeführt werden muss.

Zur Verstärkung der Naht kann aber anstelle des Nähfadens auch ein Stickfaden verwendet werden. Diese sind oft dicker und widerstandsfähiger.

Wie lerne ich den Zick-Zack-Stich?

Anfänger werden beim Nähen nicht umhin kommen, den Zick-Zack-Stich zu lernen. Genau wie die Steppnaht ist der Zick-Zack-Stich ein Muss, wenn Du nähen lernen möchtest.

Der Zick-Zack-Stich wird beim Nähen in erster Linie zum Säumen verwendet, aber auch, um die Näharbeit für Stretchstoffe zu erleichtern.

Wenn ein Stoff flexibel und elastisch ist, ist es sehr schwierig, die richtige Fadenspannung für die Naht zu finden, die sauber und einwandfrei ist.

Der Zick-Zack-Stich hilft den Designern dabei.

Der größte Vorteil des Zick-Zack-Stichs besteht darin, dass Du seine Länge und Breite variieren kannst. Abhängig von Deinem Nähprojekt ist es also ganz einfach, den Zick-Zack-Stich an jede Situation anzupassen.

Wie aber macht man einen guten Zick-Zack-Stich?

Der Zickzack-Stich ist vielseitig einsetzbar! | Quelle: Pixabay

Der Nähstich kann von Hand oder mit Nähmaschinen genäht werden.

Die Benutzung einer Nähmaschine ist natürlich sehr einfach und geht sehr schnell. Du wählst einfach den richtigen Modus an der Maschine, schiebst den Stoff unter und beginnst mit dem Nähen.

Von Hand dauert es natürlich etwas länger.

Du kannst ihn machen, indem Du zwei Stoffe miteinander verbindest, indem Du erst einmal nur einen einfachen, leicht schrägen Stich in eine Richtung machst (ähnlich wie der Überwendlingsstich) und dann auf Deiner Naht in entgegen gesetzte Richtung zurück nähst, um Dein Zick-Zack-Muster zu realisieren.

Dann beendest Du einfach die Naht mit einem Haltepunkt und fertig!

Du musst jedoch auf die Spannung des Fadens achten, damit er weder zu eng noch zu lasch ist.

Nähgarn, Stoffe, Nadeln, Schere, Bügeleisen – das ist alles, was Du brauchst, um wundervolle Unikate herzustellen! Worauf wartest Du?

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