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Tipps und Tricks zum einfachen Nähen!

Von Julia, veröffentlicht am 11/09/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Nähen und Stricken > Tipps und Tricks zum einfachen Nähen!

Wenn Du jeden Tag ein bisschen nähst, wirst du jeden Tag ein bisschen glücklicher

Die Industrialisierung zwingt seit mehr als einem Jahrhundert Maschinen, menschliche Hände zu ersetzen, wobei die Roboterisierung immer weiter voranschreitet.

Während damals die junge Jeanne d’Arc Wolle spann, wenn sie gerade nicht ihre Schafe hütete oder Mütter und Töchter an langen Winterabenden zum Nähen zu Hause saßen, werden die meisten Kleider heutzutage in Spanien oder Italien hergestellt, oder sogar in der Türkei, in Indonesien und China!

In der Vergangenheit, bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts, gab es eine Menge Schneider in ganz Deutschland.

Sie arbeiteten nicht nur in Großstädten wie Berlin sondern auch in Provinzstädten und kleinen ländlichen Städten mit einigen tausend Einwohnern.

Heute ist das Nähen in Deutschland entweder ein Beruf, der mit der luxuriösen Modewelt assoziiert wird, oder ein Hobby, bei dem man beschäftigt ist,  dabei schöne Dinge schafft und gleichzeitig der eigenen Kreativität freien Lauf lassen kann.

Dasselbe gilt – fast – für alle kreativen Hobbys und andere DIY-Aktivitäten: Bindung, Stickerei, Stricken, Häkeln und so weiter. Diese Tätigkeiten sind heute nicht mehr lebensnotwendig, sondern zählen zu den Freizeitbeschäftigungen vieler Menschen!

Die Hauptgründe für das Erlernen des Nähens sind vor allem zweierlei: 1. das persönliche Vergnügen und 2. der Wunsch, einen unterhaltsamen und hoch qualifizierten Handwerksberuf auszuüben.

Aber für diejenigen, die gerade damit anfangen, sollten sich zuerst dem Einmaleins des Nähens widmen! Dies ist auch der Zweck dieses Artikels: Wir wollen Euch mit den wichtigsten Maschinen und manuellen Utensilien vertraut machen, die es Euch ermöglichen, Eure ersten Schritte im Nähen zu machen um dann – wer weiß – vielleicht bald Eure eigenen Kreationen für die haute couture der großen Modenschauen zu produzieren!

Die besten Nähanleitungen

Die Glücklichen unter Euch können von der freundlichen Hilfe einer Großmutter oder Mutter profitieren, um die Grundlagen dieser Handarbeit zu erlernen.

Und diejenigen unter Euch, die es sich leisten können, werden sich vielleicht an private Nählehrer wenden. Solche Privatlehrer findet man zum Bespiel in Kurzwarenläden, wo sie Nähkurse anbieten, um über die Runden zu kommen. Oder es handelt sich um selbstständige Lehrer, die von zuhause aus arbeiten.

Aber wenn Ihr hier gelandet seid, dann wahrscheinlich, weil Ihr Euch das Nähen lieber  zuhause (vielleicht wohnt Ihr auf dem Land, in den Bergen oder am Stadtrand?) selbst beibringen möchtet und dabei alle Möglichkeiten neuer Technologien – zum Beispiel das Internet – voll ausschöpfen wollt.

Bringt Euch das Nähen mit Videotutorials selbst bei! Mit ein paar Utensilien könnt Ihr euch das Nähen ganz bequem von zuhause aus mit Videoanleitungen beibringen! Quelle: congerdesign from Pixabay

So gesehen hält das Internet tolle Tipps für Euch bereit, wo Ihr Näh-Tutorials finden könnt, die für Euch und Euch Niveau am besten geeignet sind.

Anfänger, Erfahrende oder Experten – Es ist für jeden etwas dabei. Und eine gute Recherche wird euch einfach und schnell zum Ziel führen!

Die Anlaufstellen im Internet variieren. Je nach Lerntyp gibt es viele verschiedene Arten, Nähen zu lernen. Einige von Euch werden eher Grafiken zum Lernen bevorzugen, während andere eindeutige Anleitungen bevorzugen.

Wir empfehlen Euch, Euch erstmal ein eigenes Bild zu machen, indem Ihr die wichtigsten Tutorialseiten zum Thema Nähen besucht: makerist.de, Pattydoo.de, eager-self.de oder talu.de um nur mal die am häufigsten besuchten, sicheren Websites zu nennen, deren Angebote von vielen Internetnutzern genutzt werden.

Wenn Ihr gerne Bilder mögt und es bevorzugt, ein einziges Portal zu nutzen, um eine Vielzahl von Tutorials zu entdecken, besucht ganz einfach YouTube, Dailymotion oder anderen Videoplattformen: Viele Nählehrer haben keinen Blog als solchen, sondern bieten auf ihren Video-Kanälen kostenlose audiovisuelle Online-Tutorials.

Hier ein paar Kanalnamen, bei denen Ihr auf Eurer Suche nach Online-Tutorials mit Sicherheit fündig werdet: Näh Café, Mein Zierstoff, Pattydoo oder DIY Eule. Diese Kanäle versorgen sowohl Anfänger als auch Erfahrene oder Fortgeschrittene unter Euch mit Informationen und Anleitungen rund ums Nähen! Zaubert Euch zum Beispiel Eure erste selbstgemachte Decke oder lernt, wie Ihr das erste Stofftier für Eure Nichte oder Euren Neffen näht! 

Aber auch die klassischen und traditionellen Köpfe unter Euch werden auf ihre Kosten kommen:  Es gibt auch gute altmodische „Papier“-Methoden: Hier könnt Ihr Eure Kunstwerke zunächst auf Papierbögen üben und sie anschließend auf Stoff umsetzen. Lasst Euch für die entsprechende Hilfslektüre einfach im Buchladen in Eurer Nähe beraten!

Die besten Blogs zum Nähen lernen!

Nachdem wir Euch nun die besten Online-Tutorials vorgestellt haben, bei denen es bereits sehr technisch zur Sache geht, wenn man eine bestimmte Art von Kleidung herstellen möchte, wenden wir uns nun der Grundlage all dessen zu: dem Nähen lernen.

Hier sprechen wir nicht von großen kommerziellen Websites oder bezahlten E-Learning-Plattformen. Hier sprechen wir von persönlichen Blogs, die von Menschen betrieben werden, die leidenschaftlich nähen und diese Leidenschaft an andere weitergeben möchten.

Ob Anfänger oder Profi im Geschäft, ihre Leidenschaft für Stoffe ist sofort spürbar: Jeder Mensch hat sein eigenes Gespür, seinen eigenen Geschmack und seine eigenen Vorlieben und betont möglicherweise Dinge anders. Daher kann es auch besonders interessant sein, verschiedene Methoden des Nähenlernens zu kombinieren.

Natürlich könnte man annehmen, dass die meistbesuchten Blogs auch gleichzeitig die besten sind, um Nähen zu lernen. Aber diese Statistiken waren nicht unsere einzigen Auswahlkriterien: Wir haben besonders auf die Qualität des Lernangebots und die Klarheit der gegebenen Anweisungen geachtet.

Zu den interessantesten und hilfreichsten Nähblogs gehören vor allem Pattydoo, Funkelfaden, Lilleson und Pelle oder Stoffreise! Diese Blogs haben sowohl für Nähanfänger als auch für Fortgeschrittene super Tipps und Tricks auf Lager – erfahrt von den Profis über Nähtechniken und Stofftechniken, damit Ihr bald schon Euch und Euren Liebsten ein paar tolle Teile nähen könnt!

Verzeiht uns bitte, wenn wir andere Qualitätsblogger vergessen haben, aber die Schätze des Internets sind so vielseitig und zahlreich, dass es unmöglich ist, sie alle aufzulisten! Aber wenn Ihr einen Geheimtipp gefunden habt, könnt Sie es gerne mit unseren Lesern teilen, indem Sie einen Kommentar hinterlassen!

Ihr solltet immer bedenken, dass das Nähen vor allem eine manuelle und keine virtuelle künstlerische Tätigkeit ist: Ein Minimum an Material ist unerlässlich, denn imaginäre Nadeln zwischen den Fingern wären nicht sehr nützlich (auch wenn sie den Vorteil hätten, nicht zu pieksen)!

Dieses Online-Angebot kann außerdem noch durch Seiten ergänzt werden, die sich mit der Auswahl der besten Garne, Stoffe und Nähmaschinen beschäftigen.

Die Nähausbildung / Nähschulen

Ihr seid bereits keine Anfänger mehr und schon in der Welt der Profis angekommen?

Um diesen Weg zu gehen, müsst Ihr unbedingt eine akademische Ausbildung absolvieren, damit Ihr euch diesen Namen verdient habt! Selbst die besten Nähanfänger werden es schwer haben, anerkannt zu werden und Kunden zu finden, wenn sie keinen soliden Abschluss vorweisen können.

In diesem Zusammenhang gibt es genügend Schulen und Ausbildungsinstitute, die sich auf das Nähen spezialisiert haben, um eine bewusste und gezielte Wahl zu treffen.

Zwischen akademischen, höheren und professionellen Studiengängen ist die Bandbreite der Auswahlmöglichkeiten ziemlich groß.

Ihr liebt haute couture? Werdet professionelle Maßschneider! Mit einer professionellen Ausbildung könnt Ihr vielleicht schon bald eigene Kleider für die nächste Fashion week nähen! Quelle: tokatlian from Pixabay

Leider wurden die Lehrstellen auf Hochschulniveau in den letzten Jahren zurückgefahren, sodass die „Fashion and related industries trades“- gelinde gesagt – altmodisch geworden sind.

Der Ernst der Dinge beginnt erst mit einer professionellen Schneiderausbildung (meistens über 3 Jahre), die alternativ zu einem Hochschulabschluss zugänglich ist.

Es gibt eine große Anzahl von Ausbildungsinstituten in vielen deutschen Städten, die Euch am Ende als Maßschneider entlassen. Viele dieser Institutionen bieten auch anschließende Weiterbildungen an, zum Beispiel zum/r Textiltechniker/in.

Ihr lebt eher ländlich und weit entfernt von der nächsten Großstadt? Dann habt Ihr die Möglichkeit, ein Fernstudium zu absolvieren, zum Beispiel im Studiengang „Mode schneidern und gestalten“ über die Laudius Akademie für Fernstudien. Außerdem gibt es Online-Nähkurse – so stellt die physische Abwesenheit eines Lehrers oder die räumliche Entfernung zum nächsten Ausbildungsinstitut kein Problem mehr dar!

Die besten kostenlosen Schnittmuster

Euch ist ein Modell eingefallen, das Ihr gerne reproduzieren wollt?

Nun, das ist durchaus möglich… solange man das richtige Muster dafür findet! Nur die talentiertesten Näherinnen können aus einem Anzug selbst ein Muster machen, aber es erfordert Fachwissen, das in der Regel über das Basiswissen der Hobbynäher hinausgeht!

Glücklicherweise gibt es im Netz viele kostenlose Nähmuster, die meist nach Geschlecht und Alter, aber auch nach Art der Kleidung und Stil geordnet sind.

Um verwendet zu werden, muss ein Nähmuster – sozusagen das reale Pendant zum Online-Tutorial – notwendigerweise irgendwann physisch sein, d.h. in die Hand genommen werden, um anschließend mit einer Nähmaschine die verschiedenen Teile des gewünschten Kleides oder Rocks zu erstellen.

Aber mal ehrlich: Diese Muster sind im Endeffekt doch nicht ganz kostenlos: In den Geschäften werden sie in der Regel in Form von Kartons oder Karten verkauft. Im Kiosk nebenan findet man außerdem oft Zeitschriften, die sich mit dem Thema Nähen beschäftigen und oft kostenlose Muster als Beilage enthalten.

Schnappt Euch Nadel und Faden und legt los mit Nähen! Es braucht nicht viel mehr als Nadel und Faden, um mit dem Nähen anzufangen. Worauf wartet Ihr noch? Quelle: Image by tookapic from Pixabay

Doch aufgepasst! Über Euren Computer könnt Ihr Euch ganz einfach Schnittmuster im PDF- oder JPEG-Format (oder einem anderen Dateityp) mit wenigen Klicks kostenlos herunterladen: Ein Drucker genügt, damit Ihr Euch denjenigen ausdrucken könnt, die Euch am besten gefallen!

Was diese berühmten „Galerien“ oder Datenbanken betrifft, denken wir insbesondere an Nähfrosch, Pattydoo, die Schnittmusterdatenbank oder Pinterest (ja, auch soziale Netzwerke haben hier Mitspracherecht, weil sie eine tolle Plattform für den Austausch zwischen Konsumenten bieten!).

Also – worauf wartet Ihr noch? Schnappt Euch euren Nähnadel und ein Stück Stoff und los geht’s!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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