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Nähen Lernen: So lernst Du die Basics!

Von Florence, veröffentlicht am 25/10/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Nähen und Stricken > Nähen für Anfänger: Unsere Tipps und Tricks!

„Ich stand nie unter Druck. Stress – kenne ich auch nicht. Ich kenne nur Strass.“, Karl Lagerfeld (1933-2019), deutscher Modeschöpfer, Designer, Fotograf und Kostümbildner.

Selbst der berühmte Karl Lagerfeld konnte seine genialen Ideen nur mit den nicht minder talentierten Händen seiner besten Schneider/innen verwirklichen. Wenn Du gerade erst mit dem Nähen anfängst, können auch Dir ein paar Tipps und Tricks aus Oma’s Nähkiste behilflich sein. Mit etwas Hilfe kommst Du schneller voran und verlierst nicht Deine Motivation!

Nähen sieht meist einfacher aus, als es ist. Handarbeit wird im Allgemeinen oft unterschätzt.

Du träumst vielleicht schon lange davon, einmal wie ein Profi Deinen eigenen Chord Rock zu nähen, einen Stoffbeutel, feine Gardinen, einen Hosensaum oder ein einfaches Sommertop. Du dachtest, Du weißt wie man näht, triffst aber sehr schnell auf die ersten Stolpersteine.

Wie nähst Du ein Sommerkleid, eine schöne Handtasche, einen Hosensaum oder einen selbst gemachten Kissenbezug?

Nähen ist wie jede Handarbeit eine Kunst, die Präzision, Organisationstalent, Vielseitigkeit und eventuell auch einen Nähkurs Online fordert.

Mit der Singer, Pfaff, Brother oder Overlock-Nähmaschine zurecht kommen, Nähaccessoires nutzen, Stoffreste weiterverarbeiten, einen Nähkurs Berlin besuchen… das wird schnell alles etwas zu viel!

Wer Nähen und Sticken will, braucht definitiv gutes Material und einige grundlegende Skills, bzw. Hilfe.

Deshalb hat die Superprof Redaktion Dir hier ein kleines Nähen für Anfänger/innen Tutorial zusammengestellt: die besten Tipps und Tricks, damit all Deine zukünftigen Nähprojekte zum vollen Erfolg werden.

So fängst Du mit dem Nähen an

Du hast in Nähmagazinen wie z.B. Burda geblättert, Näh-Blogs wie pattydoo oder DIY Eule entdeckt und schon einige Tipps und Tricks gesammelt. Ist Dir eines aufgefallen? Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um Nähen zu lernen! Da wären:

  • Nähunterricht Online,
  • Privater Nähunterricht zu Hause,
  • Bücher über’s Nähen,
  • Nähshops Online,
  • Lese einen Nähblog: pattydoo, DIY Eule, piek&fein, FilmundFaden, Fräulein Selbstgemacht, usw.
  • Abonniere Dich bei einem Nähmagazin: Burda, Fibre Mood, Meine Häkelmode, Mollie Makes, Stricktrends, Ottobre, Mein Style, uvm.

Bevor Du mit dem Nähen anfängst, solltest Du Dich darüber informieren, was Du brauchst. Du solltest aber vor allem wissen, was Du genau nähen willst.

Weißt Du, was Du nähen willst? Überlege Dir genau, wie Dein Nähprojekt aussehen soll! | Quelle: Pixabay

Wenn Du genau weißt, was Du nähen willst, weißt Du auch, was Du noch im Nähshop kaufen musst, wieviel Stoff und welche Stoffqualität Du brauchst.

Und damit Dir nicht zu schnell die Puste ausgeht, solltest Du Dir die Arbeit am besten zeitlich aufteilen: einen Abend nimmst Du die Maße, an einem anderen Abend machst Du das Schnittmuster, am nächsten Tag schneidest Du den Stoff mit Muster zurecht, und wiederum einen anderen Tag fängst Du mit dem Nähen an.

Anschließend heißt es aufrüsten: Du brauchst nicht unbedingt die beste Nähmaschine und Du kannst Dir manche Tools auch ausleihen, aber in jedem Fall ist die Arbeit leichter, wenn Du gutes Material benutzt.

Nächste Etappe: Um Anziehsachen wie einen Pullover aus Popeline oder ein Kleid aus Froufrou Baumwolle zu nähen, brauchst Du den richtigen Stoff und den dazu passenden Nähgarn.

Hast Du Deinen Stoff gewählt, den dazu passenden Nähgarn gefunden?

Fang nun damit an, Deinen Stoff zu waschen und zu dekatieren: So erhält Dein Stoff seine reale Größe und Du verhinderst, dass das fertige Kleidungsstück bei seinem ersten Waschgang schrumpft und unbrauchbar wird.

Du hast eine gute Nähmaschine? Dann fang vielleicht erst einmal mit einfachen Sachen an. Anfänger/innen nähen vielleicht nicht gleich ein Mieder oder ein Seidenkleid.

Starte mit den Basics und geh dann Schritt für Schritt voran. So verzettelst Du Dich nicht und wirst progressiv besser.

Wie machst Du Dein eigenes Schnittmuster?

Du hast Deine Nähbox geöffnet, Deine Nähnadeln und Dein Stoff liegen vor Dir ausgebreitet auf dem Teppich: Wie fängst Du an?

Damit Deine selbst genähten Kreationen auch nach etwas aussehen, Vorder- und Rückseite eines Kleidungsstückes auch miteinander übereinstimmen, solltest Du ein Schnittmuster benutzen.

Hast Du schon einmal Dein eigenes Schnittmuster gemacht? Dank Schnittmuster kannst Du Deinen Stoff auf die richtige Form zuschneiden. | Quelle: Wikimedia Commons

Hast Du schon einmal ein Schnittmuster gekauft? Nein? Das brauchst Du auch nicht unbedingt. Du kannst nämlich auch Dein Schnittmuster selbst anfertigen.

Um Dein eigenes Schnittmuster zu machen, brauchst Du einige Tools:

  • Ein Lineal,
  • Ein Stift,
  • Tesafilm,
  • Ein Druckbleistift (feine Mine),
  • Eine Papierschere,
  • Schnittmusterpapier (wird in Rollen verkauft, 10 bis 15 Meter kosten ca 4,90 € bis 9,90 €): weißes Schnittmusterpapier, kariertes Papier, Seidenpapier, Kraft Papier,
  • Ein japanisches Lineal,
  • Einen Kompass,
  • Burmester Schablonen,
  • Einen Rollschneider.

Erste Etappe: Die Maße nehmen. Wenn Du die Umrisse des zukünftigen Kleidungsstückes richtig entwerfen willst, musst Du die Maße der Person nehmen, die es tragen wird: vom Kopf zum Becken, von den Schulterenden bis zur Brust, usw.

Zweite Etappe: Male nun das Schnittmuster. Markiere auf dem Muster, wo sich was befindet: Vorderseite, Rücken, Ärmel, usw. Halte die geraden Winkel und einen 1cm Abstand für die Nähte ein.

Es gibt vier Methoden, um Dein eigenes Schnittmuster anzufertigen:

  • Nutze ein schon fertiges Schnittmuster als Grundmodell: Passe das schon vorhandene Schnittmuster an Deine Morphologie an. Das ist die einfachste Variante,
  • Kopiere ein Kleidungsstück: Du legst das Kleidungsstück flach auf Schnittpapier und klemmst die Extremitäten am Papier fest. Nun zeichnest Du die Konturen Deines Kleidungsstücks auf das Schnittpapier.
  • Mach ein Schnittmuster nach Maß: Du überträgst die vorher gemessenen Maße auf das Schnittpapier. Das ist für etwas fortgeschrittene Näher/innen.
  • Nutze eine personalisierte Schneiderbüste: Diese Methode ist nur etwas für erfahrene Schneider/innen. Mit ihr kannst Du direkt auf der Büste nähen!

Letzte Option: Dank digitaler Mittel ist das Nähen heute einfacher geworden. Näher und Näherinnen steht heute auch gute Software zur Verfügung, mit der sie Schnittmuster digital anfertigen können.

Mist! Mitten beim Nähen ist Dir Deine Nähnadel abgebrochen…

So wählst Du die richtige Nähnadel aus

Damit Deine Nähmaschine ohne Schaden davon kommt und Du kein Loch in Deinen Stoff reißt, solltest Du Deine Nähnadel sorgfältig auswählen. Sie muss mit dem Stoff kompatibel und guter Qualität sein.

Mit welcher Nähnadel willst Du nähen? Größe und Form der Nadelspitze müssen zum bearbeiteten Stoff passen. | Quelle: Pixabay

Die Wahl der richtigen Nähnadel ist ebenfalls sehr wichtig. Denn eine Nähnadel, die nicht zum Stoff passt, kann sehr schnell zu weiteren Komplikationen führen. Das ärgert und Du verlierst viel Zeit.

Die richtige Nähnadel finden… das ist doch wie eine Nadel im Heuhaufen suchen! Wenn Du das denkst, können wir Dir weiterhelfen. Ein Schriftsteller hat uns die Lösung gegeben:

Es genügt den Heuhaufen zu verbrennen und dann die Nadel aufzuheben.

Du solltest dieses grundlegende Prinzip des Nähens kennen: Jeder Stoff hat seine passende Nähnadel.

Denn eine breite Nähnadel wird auf feinem Stoff Schaden anrichten, genauso wie eine feine Nähnadel mit dickem Stoff ihre Schwierigkeiten haben wird.

Es gibt viele verschiedene Nähnadeltypen auf dem Markt. Das sind die sieben wichtigsten:

  • Die Universalnadel
  • Die Jerseynadel,
  • Die Microtexnadel,
  • Die Stretchnadel,
  • Die Ledernadel,
  • Die Jeansnadel,
  • Die Steppnadel.

Jeder Stoff hat nicht nur spezifische ästhetische Merkmale, sondern auch Funktionen. Genau diese Funktionen willst Du für Dein Projekt nutzen.

Wie jede Ader, Vene, jedes Organ oder Hormon eine bestimmte Rolle im menschlichen Körper spielt, genauso haben die Nähnadel, der Stoff und der Nähgarn ihre spezifische Funktion.

Deshalb solltest Du Deine Nähnadel immer erst wählen, wenn Du weißt, welchen Stoff und welchen Faden Du nutzen willst.

Die Dicke des Stoffes hat einen Einfluss auf die Wahl der Nähnadel. Aber auch auf die Wahl des Fadens! Ein feiner und empfindlicher Faden wird leichter reißen, wenn Du ihn mit einer Jeansnadel durch festen Denim Jeans Stoff nähst.

Merke Dir am besten diese Faustregel: Jedem Nähprojekt gebührt seine eigene Nähnadel.

Wie funktioniert die Nähmaschine?

Mit einer guten Nähmaschine kannst Du all Deinen kreativen Ideen freien Lauf lassen.

Weißt Du wie Deine Nähmaschine funktioniert? Wer seine Nähmaschine beherrscht, näht schneller und mit mehr Präzision. | Quelle: Visualhunt

Wenn Du mehr Zeit beim Korrigieren eines Zickzackstichs auf Baumwollstoff, als beim Kissenbezug Nähen verbringst, ist es vielleicht an der Zeit, sich ein Online Tutorial anzuschauen und endlich zu lernen, wie die Nähmaschine funktioniert.

So stellst Du deine Nähmaschine richtig ein

Die Anatomie Deiner Nähmaschine kennen: zum ersten Mal Obergarn unter Untergarn einführen – den Faden von der Spule über den Spulenwickler zum Spulenstopper und Fadenheber leiten – all das muss gelernt werden.

“Ohne Technik ist ein Talent nichts weiter als eine schlechte Gewohnheit”. Das schrieb der französische Chansonnier Georges Brassens (1921-1981) in seinem Lied Le Mauvais Sujet Repenti.

Selbst wenn Du schon ganz gut mit Deiner Nähmaschine umgehen kannst, macht es trotzdem Sinn den Aufbau und die Funktionsweise jedes Teils zu kennen. Vom Spulenwickler, über den Nähfuß bis zur Nähnadel: Du solltest wissen, wie diese Teile funktionieren und falls etwas kaputt geht, es eventuell selbst reparieren können.

Wie machst Du Deine Nähmaschine startklar?

Zu erst setzt Du die passende Nähnadel ein. Die abgerundete Seite des Kolbens sollte zu Dir zeigen, die flache in Richtung der Maschine. Mache die Schraube der Nadelhalterung locker, führe die Nadel bis zum Anschlag ein und dreh die Schraube dann wieder fest.

Anschließend wird der Unterfaden auf dem Spulenwickler aufgespult. Die Untergarnspule wird dafür oben in den Spulenwickler gelegt. Du kannst im Internet mehrere Videos finden, die Dir zeigen, wie das geht. Die volle Untergarnspule kommt dann ins Untergarnspulenfach unter der Stichplatte.

Der Obergarn muss nun durch die Obergarnführung entlang bis ins Nadelöhr geführt werden.

Wenn Du das Ganze in Bildern sehen willst, schau Dir dieses Video an:

Schritt für Schritt Nähen

Für den Anfang solltest Du Dir keine zu schwierigen Nähaufgaben aufbürden. Probiere es mit einfachen Aufgaben!

Wenn Du durch Freunde oder anderweitig an Stoffreste kommst, die nicht weiter benutzt werden sollen, kannst Du auf ihnen die Grundstiche üben: Geradstich, Zickzackstich, Steppstich, Blindstich, Stretch-Dreifachnaht, usw.

Und kennst Du den Rückwärtsnähhebel? Er wird viel zu oft vergessen, dabei ist er sehr nützlich. Mit ihm kannst Du Deine Nähte vernähen und verhinderst so, dass sie zu leicht wieder aufgehen. Nähe einige Stiche vorwärts und aktiviere dann den Rückwärtsnähhebel, um wieder einige Stiche zurückzugehen. Und nun legst Du den Hebel wieder um, um wieder in die richtige Richtung zu nähen.

Beim Nähen heißt es Schritt für Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Fang heute klein an und in einigen Jahren wirst Du die schönsten Kreationen zaubern.

Was fängst Du mit den Stoffresten an?

Eine weitere wichtige Frage, vor allem für umweltbewusste Näher und Näherinnen: Was machst Du eigentlich mit den Stoffresten?

Stoffrollen kannst Du in jedem Stoffladen kaufen. Aber Stoff hat seinen Preis! Vor allem wenn Du gute Textilien kaufst und viel nähst.

Anstatt die Stoffreste in einem Karton in Deinem Schrank vermodern zu lassen, kannst Du sie weiterverwenden und so Deine Rechnung und Deinen ökologischen Fußabdruck verringern: Recycle Deine Stoffreste!

Wenn Du Deine Stoffreste wegschmeißt, heißt das, dass bis zu 20% oder gar 30% Deines Stoffvolumens in die Mülltonne wandert.

Du kannst Deinen nicht benutzten Stoffen zu neuem Leben verhelfen, indem Du tolle Kleidung mit ihnen anfertigst: einen Kissenbezug auf einem alten Vorhang z.B. oder ein schwarzes Kleid aus einem alten Laken, ein Portemonnaie aus einer alten Cordhose…

Dafür solltest Du zu erst einmal Deine Stoffreste sortieren.

Mache Haufen nach Farben und Größe, fang z.B. mit den kleinsten Stoffresten an und geh bis zu den größten.

Anschließend kannst Du die Stoffreste nach Farben sortieren: Rot bis Blau, von Rosa bis Schwarz, Grau, Grün, Sonnengelb bis Eierschalenweiß, Azurblau bis Smaragdgrün, usw.

Was machst Du mit Deinen Stoffresten? So sieht ein kreatives Stoffchaos aus! | Quelle: Visualhunt

Passe nun Deine Schnittmuster an, damit Du aus den alten Stoffresten kleine Baby-Kleidung, Accessoires für den Alltag oder dekorative Objekte für Dein Zuhause machen kannst…

Aus Alt wird Neu: Die Reste vorheriger Näharbeiten sind Stoff für viele neue kreative Ideen!

Für einen schnellen Start geben wir Dir gleich schon einmal einige Ideen mit:

  • Eine Puppe für Kinder,
  • Puppenkleidung,
  • Einen Patchwork Ball,
  • Ein personalisiertes Lesezeichen,
  • Ein schöner Beutel für dreckige Wäsche,
  • Ein Umschlag für ein Fotoalbum,
  • Ein Portemonnaie,
  • Eine Winterdecke,
  • Kissenbezüge,
  • Ein Stuhlkissen.

Diese Objekte haben alle Geschenkpotenzial. Deine Nächsten werden sich freuen.

Wie reparierst Du eine Jeans?

Deine Lieblingsjeans: Du hast sie viele Jahre lang getragen und jetzt fällt sie langsam auseinander. Was kannst Du machen?

Es ist vielleicht an der Zeit, sich um Dein Lieblingsstück zu kümmern. Denn selbst wenn Denim Jeans Stoff sehr resistent ist, wird auch er mit der Zeit abgenutzt. Das wird dann meist durch Löcher an den Knien oder im Taschenbereich sichtbar.

Ja, aber wie repariert man eigentlich eine Jeans?

Bevor Du mit dem Nähen anfängst, solltest Du Dir Deine Hose und alle Nähte einmal näher anschauen. So verpasst Du nicht eventuelle kleine Löcher und kannst Dich um alles auf einmal kümmern.

Wie Du mit den Löchern umgehst, hängt vor allem davon ab, wo sich die Löcher befinden.

Und es stellt sich natürlich auch die Frage, welche Technik Du vorziehst.

Du kannst ein Loch in Deiner Jeans z.B. per Hand wieder zu nähen.

Dafür brauchst Du erst einmal das passende Nähmaterial. Du benötigst Grundlegendes wie z.B. einen Faden, eine Nadel, eine Schere…

Sobald Du das Material zusammengesucht hast, kannst Dir einen ruhigen Ort mit Unterlage aussuchen. Ein Tisch wäre nicht schlecht!

In Deinem Wohnzimmer, Deinem Büro oder sogar in Deiner Küche: Was wichtig ist, ist dass der Tisch frei und der Ort aufgeräumt ist.

Abhängig davon wo das Loch ist und wie groß es ist, kannst Du einfach die beiden Seiten des Lochs mit simplen Stichen vernähen. Am Ende vernähst Du noch ein wenig die Naht und machst einen Knoten. Ganz einfach!

Du kannst aber auch eine Nähmaschine benutzen. Frag Doch mal bei Deiner Familie oder Deinen Bekannten nach. Wenn Du noch nie eine Nähmaschine benutzt hast, kannst Du sie auch darum bitten, die Maschine schon für Dich startklar zu machen, das erspart Dir viel Zeit.

Eine Nähmaschine ist praktisch: Du kannst mit ihr schneller und sauberer nähen. Allerdings ist das Nähen für Anfänger/innen mit Maschine aufwendiger, da Du erstmal verstehen musst, wie sie funktioniert.

Eine andere Option ist Textilkleber oder Heißkleber. Dann brauchst Du auch weder Faden noch Nähnadel!

Er funktioniert wie normaler Kleber auch (muss manchmal aber angebügelt werden) und Du kannst mit ihm ein altes Stück Jeans über das Loch kleben. Das ist aber eher für kleinere Löcher geeignet.

Hast Du schon einmal Löcher in Deiner Jeans gehabt? Löcher in der Jeans: der Destroyed Look ist in. | Quelle: Visualhunt

Und was ist wenn ein Loch in Deine Jeans gebrannt wurde? Ein kleiner Moment der Unaufmerksamkeit, ein/e tollpatschige/r Sitznachbar/in bei einer Party, eine Karambolage auf dem Bürgersteig und schon hast Du den Salat: eine Zigarette hat ein Loch in Deine Jeans gebrannt.

Das Loch einfach wieder zuzunähen ist hier vielleicht nicht die beste Lösung: Denn die Brandspuren bleiben dann ja noch sichtbar. Ein Flicken ist dann angebracht.

Flicken gibt es in den unterschiedlichsten Stilen: Wappen, Tiere, Blumen und andere Motive. Du brauchst den Flicken nur gut zu bügeln oder anzunähen und schon ist von dem Brandloch nichts mehr zu sehen.

Im Grunde kannst Du Deine Jeans so auch voll an Deinen Geschmack anpassen: Deine Jeans wird einzigartig!

Knöpfe sind auch so ein Problem. Wie oft hast Du schon einen Knopf verloren? Deine Jeans muss aber nicht knopflos bleiben.

Um den Knopf zu ersetzen, brauchst Du nur einen neuen, vielleicht bunteren Knopf zu finden und ihn in der Nähe des alten Knopfes anzunähen.

Achte darauf beim Knopf Annähen auch etwas Abstand zum Stoff zu halten. Sonst passt das gegenüberliegende Jeansteil nicht mehr unter den Knopf und er wird nutzlos.

So nähst Du eine Fliege!

Für eine Feier, eine Hochzeit, eine Kostümparty oder einen Cocktailabend: Eine Fliege findet vielseitig Einsatz! In jedem Fall macht es Sinn eine zu besitzen. Und warum nähst Du Dir nicht selbst eine?

Dafür brauchst Du natürlich wieder Nähmaterial. Jede Aufgabe braucht ihre adäquaten Mittel.

Du findest alles, was Du brauchst, in großen Kaufhäusern, in Näh- und Stoffläden und natürlich im Internet.

Baumwollstoff, Textilkleber oder Saumband, Stecknadeln, weißer Faden, Schere oder Nahttrenner, ein Lineal, eine Stricknadel, einen Fingerhut. Das ist alles zum Glück nicht allzu teuer.

Wenn Du nicht vorhast, in Zukunft öfter Mal zu nähen, kannst Du auch bei Deinen Bekannten und Freunden herum fragen, ob Dir jemand etwas leiht.

Bevor Du anfängst Deinen Stoff auszuschneiden, solltest Du Dir genau überlegen, wie groß Deine Fliege und welcher Art sie sein sollte. Das wissen die meisten nicht: Es gibt unterschiedliche Fliegenstile.

Es gibt viele verschiedene Fliegentypen: Die Clip-On Fliege, die vorgefertigte Fliege, die selbstgebundene Fliege, die flache Fliege, die spitze Fliege… Bald schon wirst Du zum/r echten Fliegenspezialisten/in!

Wenn Du noch nicht genau weißt, für welche Form Du Dich entscheiden willst, solltest Du einen Blick ins Internet wagen. Dort findest Du viele tolle Ideen, um Deine eigene Fliege zu nähen.

Deine Wahl hängt natürlich auch von Deinem eigenen Geschmack ab, dem Stil der Person, der Du die Fliege schenken willst und dem Anlass zu dem sie getragen werden soll.

Ein klassischer einfarbiger Stoff für ein offizielles Event, eine bunte gemusterte Fliege für einen Kostümabend… Lass Deiner Fantasie freien Lauf!

Sobald Du Dich auf eine Form festgelegt hast, kannst Du mit dem Schnittmuster anfangen. In einem Nähladen oder im Internet kannst Du ebenfalls Schnittmuster kaufen. Online findest Du sicherlich auch einige kostenlose Modelle. Drucke Dein Schnittmuster aus und übertrage die Konturen auf Deinen Stoff.

Bücher zum Thema Nähen bieten meist auch einige tolle Schnittmuster an.

Sobald der Stoff ausgeschnitten wurde, brauchst Du nur noch den Rand der beiden Stoffe miteinander zu vernähen. Lasse eine kleine Öffnung (einige cm), damit Du nachher den Stoff umstülpen kannst.

Das ist nicht nur etwas für Experten. Anfänger nähen auch schon sehr schöne Fliegen. Du musst nur die Anleitung Schritt für Schritt verfolgen.

Wenn Du trotzdem noch zweifelst, kannst Du auch immer eine/n Freund/in um Hilfe bitten oder an einem Nähkurs teilnehmen. Näh- und Stoffläden, Vereine oder private Lehrer/innen bieten oftmals Nähunterricht an. So lernst Du die Grundlagen des Nähens und hast am Ende eine tolle Fliege zu verschenken.

Bei einem Nähkurs bringen Dir Lehrer/innen bei, wie Du Deine Nähmaschine benutzt, mit der Hand nähst, die richtige Nähnadel auswählst, den richtigen Nähgarn kaufst, Deine Stoffreste weiterverwendest… Die besten Tipps um ein/e gute/r Näher/in zu werden!

Im Internet gibt es natürlich auch informative Tutorials und Videos zu dem Thema. Auf Blogs, spezialisierten Webseiten oder auf Youtube bringen Dir leidenschaftliche Fliegen-Kenner/innen alles über dieses besondere Stilmerkmal bei.

Hier eine tolle Anleitung um eine Fliege selbst zu nähen:

DIY: Deine eigene kleine Tasche

Wenn Du gerade erst mit dem Nähen anfängst, hast Du sicherlich das Gefühl, dass viele Dinge noch außer Reichweite sind. Eine Handtasche, ein Täschchen, Kleidung… All das können doch nur Nähprofis nähen. 

Ist das wirklich so? Wir möchten Dir Mut zusprechen. Denn die meisten Dinge können Anfänger/innen auch schon nähen.

Du kannst komplexere Näharbeiten vereinfachen und an Dein Niveau anpassen oder Dich auf Tutorials und Anleitungen für Anfänger/innen verlassen, die Du im Internet oder in Büchern findest.

Du kannst sogar Hilfe in einem Nähkurs Berlin bekommen. Es gibt extra Nähkurse, bei denen Du Dein persönliches Nähprojekt mitbringen kannst und Dir spezifische Hilfe angeboten wird.

Warum solltest Du also nicht endlich die kleine Tasche nähen, von der Du schon so lange träumst?

Das Tolle am Selbermachen ist, dass Du über jedes Detail selbst entscheiden kannst. Sobald Du Deine Traumtasche entworfen und genäht hast, kannst Du auch eine für eine Freundin nähen. Das ist ein tolles Geburtstagsgeschenk!

Wer näht, spart auch Geld. Der Stoff für die Tasche ist sicherlich günstiger als eine fertige Tasche im Store. Und außerdem bist Du am Ende stolz, denn diese Tasche hat nicht H&M entworfen, sondern Du ganz alleine.

Es gibt viele verschiedene Taschenstile. Wie willst Du die Tasche nutzen? Wie groß soll sie sein? Diese Fragen solltest Du Dir stellen, bevor Du mit dem Nähen anfängst.

Überlege Dir genau, bei welchen Anlässen Du die Tasche tragen willst. Die Größe muss passend sein, und der Stoff sollte resistent sein. Den Stoff solltest Du also nicht nur nach Schönheitskriterien auswählen, sondern auch seinen funktionalen Eigenschaften entsprechend.

Wenn Du den Stoff in einem Fachgeschäft kaufst, hat das den Vorteil, dass Du die Verkäufer/innen um Rat fragen kannst. Sie sind es gewohnt, Schneider und Schneiderinnen bei der Wahl des Stoffes zu beraten, das ist ihr Beruf!

Andere Aspekte sollten auch noch beachtet werden: Wie soll die Tasche schließen, soll sie einen Schulterriemen haben oder nicht?

Was die Anfertigung angeht, kannst Du wählen: entweder per Hand oder mit der Nähmaschine.

Wähle die Nähmethode, mit der Du Dich am wohlsten fühlst.

Manche ziehen die Nähmaschine vor, weil sie so schneller nähen, andere brauchen die absolute Kontrolle und müssen mit der Hand nähen.

Aber im Grunde ist es egal, mit welchen Mitteln Du nähst, was zählt, ist dass Du Spaß dabei hast.

Folge nun Schritt für Schritt der Anleitung, die Dir Dein/e Nählehrer/in oder das Internettutorial gegeben hat.

Manche Täschchen sind etwas komplexer, sie haben eine Innentasche oder der Stoff ist doppelt. Wenn Du Anfänger/in bist, kannst Du einfach zwei Stoffrechtecke miteinander vernähen, die Säume nähen und das Ganze dann umdrehen.

Denn egal was Du nähst, die Naht wird immer auf der “falschen” (innen) Stoffseite vernäht.

Du kannst nachher noch einen Druckknopf, einen Reißverschluss oder jede andere Form des Verschlusses hinzufügen. In jedem Stoffladen findest Du viele Verschlussoptionen. Frag am besten nach.

Nun kommt der Part, der am meisten Spaß macht: Du personalisierst jetzt Dein Tasche. Mit Perlen, Knöpfen, Bildern… Das ist Dein Entwurf, lass Deiner Kreativität freien Lauf!

Wenn Du mehrere Taschen nähst, wirst Du mit der Zeit immer geschickter und kreativer. Probier es aus!

So nähst Du einen Kissenbezug

Kissen gehören zu jedem Haushalt dazu. Sie sind da für Deinen Komfort, Du kannst Dich auf ihnen ausruhen, ein Nachmittagsschläfchen machen, beim Fernsehen Deinen Nacken stützen, Kinder machen mit ihnen gerne eine Kissenschlacht, sie sind aber auch ein wichtiges Deko-Element. Schöne Kissen, die Deinem Geschmack entsprechen, vermitteln Dir das Gefühl: Ich bin Zuhause!

Leider hast Du gerade die Kissen Deiner Großmutter geerbt. Du magst die Kissen, aber der Stil… passt nicht wirklich zu dem deines Wohn- oder Schlafzimmers.

Eigentlich passen die Kissen zu gar keinem Zimmer in Deiner Wohnung.

Aber Du kannst sie natürlich nicht weggeben, da Du emotional an ihnen hängst.

Du hast jetzt zwei Optionen: Du kannst sie trotzdem einfach auf Deine Wohnzimmercouch legen und damit leben, dass Deine Freunde Dich ab jetzt uns bis in alle Ewigkeit deswegen aufziehen werden. Oder aber Du kannst den Kissen einen neuen Look verleihen.

Hast Du schöne Kissen Zuhause? Schöne gemütliche Kissen will man nicht missen! | Quelle: Pexels

Du hast Dich für die zweite Option entschieden?

Dann hast Du jetzt mehrere Möglichkeiten.

Da Du schon ein Kissen hast, brauchst Du auch keine Kissenfüllung mehr.

Eventuell brauchst Du doch noch etwas Kissenfüllung. Nach jahrelanger Nutzung kann ein altes Kissen ganz schön platt gedrückt werden.

Das Wichtigste ist aber erstmal, einen neuen Kissenbezug zu nähen.

Dafür kaufst Du einfach den Stoff Deiner Träume und schneidest ihn in zwei große Quadrate. Sie sollten so groß wie das Kissen sein und dann solltest Du noch 10 cm auf jeder Seite hinzufügen, damit Du Platz zum Nähen hast.

Schneide eines der Quadrate in zwei und lege und vernähe die zwei Teile so, dass sie in der Mitte des Kissens überlappen. Nähe nun alle Kanten der Quadrate, die Säume, und drehe das Ganze um.

Nun kannst Du Dein altes Kissen in den frisch genähten Kissenbezug legen.

Mit diesem Kissenbezug mit Hotelverschluss, kannst Du ganz einfach das Kissen reinlegen und wieder rausnehmen. Das ist praktisch, um den Kissenbezug zu waschen.

Es gibt auch noch andere Möglichkeiten einen Kissenbezug zu nähen: Mit Textilkleber, Saumband oder einfach mit Knottechniken. Ein genähter Kissenbezug ist jedoch feiner und auch nachhaltiger.

Nun kannst Du den Kissenbezug nach Lust und Laune dekorieren.

Mit Textilmarkern kannst Du direkt auf den Stoff malen. Du kannst auch Knöpfe, Perlen oder Spiegelstücke auf den Kissenbezug kleben. Minimalistisch einfach oder bunt und verspielt? Das hängt ganz von Deiner Persönlichkeit ab.

Du kannst die Dekoarbeiten mit Nähmaschine, aber auch ganz klassisch per Hand mit Nadel und Faden ausführen. Wähle die Variante, bei der Du Dich am besten fühlst, das kann auch davon abhängen, wie Du Nähen in Deinem Nähkurs gelernt hast.

Und wenn Deine Gr0ßmutter Dir gleich einen ganzen Schrank voller Kissen vererbt hat, kannst Du auch Deine Freunde/innen anrufen und einen “Pimp my Pillow” Nachmittag organisieren.

Bei der Gelegenheit könnt ihr auch die neuesten Tipps und Tutorials miteinander teilen. Das macht Spaß und ihr werdet gleich noch zu besseren Schneidern/innen!

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