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Kissenbezug selbst nähen: Step by Step!

Von Florence, veröffentlicht am 18/10/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Nähen und Stricken > Kissenbezug nähen: So geht’s!

Sein Zuhause gut einzurichten ist manchmal gar nicht so einfach! Für manch einen ist es aber die schönste Tätigkeit überhaupt.

Gardinen, Rahmen, Pflanzen… Das Innendesign drückt sich in vielen kleinen Details aus. Selbst die Kissen zählen!

Wenn Du die Seele eines/r Schneiders/in hast, wenn Du lernen willst, wie man näht, und selbst wenn Du bis heute noch nie eine Nähnadel in der Hand hattest, auch Du kannst Deine eigenen Kissen nähen und so Dein Zuhause ganz nach Deinem Geschmack einrichten.

Egal was Dein Niveau ist: Kissenbezüge nähen, mit Heißkleber zusammenfügen oder durch Knotentechnik verbinden, wir zeigen Dir wie es geht!

Bereite die Materialien vor

Du fängst eine neue Aktivität an und brennst vor Ungeduld. Was dann oft geschieht: Du wirfst Dich ins Geschehen ohne weiter über die Vorbereitungen nachzudenken.

Bei jeder neuen Tätigkeit ist es jedoch wichtig, sich ein wenig Zeit für die Vorbereitung zu nehmen. So startest Du mit den richtigen Grundlagen.

Wie jede/r Sportler/in, der/die sich vor dem Training aufwärmt oder ein/e Sänger/in, der/die Stimmübungen vor der großen Show macht: Auch ein/e Schneider/in braucht das richtige Material.

Und was braucht es nun, um einen schönen Kissenbezug in Handarbeit herzustellen?

Für einen selbst gemachten Kissenbezug brauchst Du folgendes Material:

  • Eine Schere,
  • Eine Nähnadel,
  • Stecknadeln,
  • Ein Lineal,
  • Einen Stift,
  • Ein Bügeleisen,
  • Stoff,
  • Nähgarn, der zum Stoff passt.

Für die Füllung des Kissens gibt es mehrere Materialoptionen.

Du kannst Füllwatte nehmen, eine gängige Option aus Kunststofffasern, die Du in jedem spezialisierten Laden oder im Internet findest. Falls Du Allergien hast, empfehlen wir Dir die antiallergische Füllung.

Wenn Du nicht extra eine neue Füllung kaufen willst, kannst Du auch die Füllung eines alten Kissens benutzen. Du nimmst die Füllung einfach heraus oder legst gleich das ganze Kissen in den neuen Kissenbezug.

Füllwatte eignet sich sehr gut, um ein gemütliches Kissen zu machen und sie kostet nicht mehr als andere Materialien auch.

Du kannst Dich natürlich auch für eine Naturfaser-Kissenfüllung entscheiden. Da gibt es Kapok, Baumwolle, Hanf, Wollflocken, Kamelflaumhaar, Naturlatex-Flocken uvm.

Die Wahl der richtigen Menge ist auch wichtig, da Dein Kissen bei zu viel Füllung hart und unflexibel, bei zu wenig zu flach werden kann. Das ist eine persönliche Geschmacksfrage!

Auf geht’s zum Stoffladen oder zum Bettenfachgeschäft. Dort bekommst Du alle nötigen Informationen aus erster Hand.

So suchst Du Dein Schnittmuster aus

Anfänger nähen meist mit Schnittmuster. Profis aber auch!

Zur Beruhigung: Mit einem Schnittmuster umzugehen, ist nur halb so schwer, wie es aussieht. Trau Dich!

« Als Schnittmuster bezeichnet man in der Schneiderei die Papiervorlagen (Schnittteile), nach denen Stoff zugeschnitten wird.» (Wikipedia)

Hattest Du schon einmal einen Schnittmusterbogen in der Hand? Übereinandergeordnete Schnittmuster für Mädchenwäsche aus dem Jahre 1900. | Quelle: Wikimedia Commons

Aber wie fertigst Du so ein Schnittmuster selbst an?

Überlege Dir erst einmal wie groß Dein Kissen sein soll. Zu den gewollten Maßen solltest Du zusätzlich noch 5cm hinzurechnen, damit Du auch noch Platz hast, um den Saum zu nähen.

Male nun das Modell auf Papier auf. Anschließend schneidest Du es einfach aus und überträgst die Form auf den Stoff, den Du dann den vorgegebenen Formen nach ausschneidest.

Du kannst natürlich auch schon vorgefertigte Schnittmuster im Internet finden.

Auf spezialisierten Nähblogs oder Nähseiten teilen viele leidenschaftliche Näher/innen ihre besten Schnittmuster. Auf dem Nähblog Pattydoo bietet Ina aus Berlin eine große Auswahl an Schnittmustern für Frauen, Männer und Kinder an. Wenn Du einen Online Nähkurs oder Nähunterricht bei Dir in der Nähe besuchst, werden Deine Nählehrer/innen Dir natürlich auch Schnittmuster mitgeben.

Ansonsten gibt es natürlich auch noch viele Nähbücher, die Dir Schnittmuster und mehr anbieten. So kannst Du Deinen Nähkurs als Autodidaktin zu Hause machen.

So schneiderst Du den Kissenbezug

Ein Kissen herzustellen gehört zu den einfacheren Nähprojekten. Selbst für Anfänger ist das gut geeignet!

Der Großteil der Arbeit, und das lernst Du auch in Deinem Nähkurs Berlin, ist das Nähen des Kissenbezugs. Der Kissenbezug bestimmt den Stil Deines Kissens, er spiegelt Deinen Geschmack wieder und bringt Frische in Dein Innendesign.

So fertigst Du einen Kissenbezug an, Step by Step:

  • Wasche den Stoff nach dem Kauf erst einmal. Anschließend solltest Du ihn auch noch bügeln, so wird er so flach wie möglich und die Stoffzuschnitte werden genauer.
  • Jetzt kommt Dein Schnittmuster ins Spiel. Du legt das Muster auf die Rückseite Deines Stoffes und malst die Konturen ab. Nun schneidest Du den Stoff aus.
  • Falte den Saum auf allen vier Seiten um und hefte ihn mit Stecknadeln fest. So bleibt der Saum in Position.
  • Als Nächstes bügelst Du über den Saum, damit er wirklich so bleibt, wie Du ihn haben willst. Die vierte Seite bleibt offen, damit die Kissenfüllung noch rein kann.
  • Du kannst die Winkel auch schräg anschneiden, so bleibt Dir nicht zu viel Stoff übrig.
  • Und nun drehst Du das Ganze um und führst die Kissenfüllung ein. Achte darauf die Kissenfüllung gleichmäßig zu verteilen.
  • Und zum Abschluss nähst Du jetzt noch die letzte Seite zu.

Fertig ist Dein neues schönes Kissen! Auf geht’s auf die Couch!

Wo sollen die neuen Kissen hin? Neue Kissen geben Deinem Wohnzimmer einen frischen Look. | Quelle: Pixabay

Ein originelles, selbst gemachtes Kissen veredelt jeden Raum. Und es ist gar nicht so schwierig zu machen. Trau Dich.

Fertige einen Kissenbezug ohne Nähmaschine an

Die Anfertigung eines Kissenbezuges ist nicht nur Nähprofis vorenthalten.

Du kannst Deinen Kissenbezug auch ohne Nähmaschine, Nähgarn und Nähnadel anfertigen. Wusstest Du das? Alles was Du brauchst, ist ein Wundermittel, das besonders Anfängern gelegen kommen wird: Textilkleber oder Heißkleber.

Es gibt viele verschiedene Versionen des Textilklebers, wie es Sabine auf sewsimple gut erklärt. In diesem Fall wäre vielleicht das Nahtband die beste Option, um die Säume des Kissens aneinander festzukleben. Selbst in einem Nähkurs Hamburg wirst Du einige Information zu Textilkleber erhalten.

Du kannst die Nahtband-Spulen im Internet oder in einem Nähladen kaufen. Du musst sie anschließend nur auf die gewünschte Größe zurecht schneiden.

Mit dem Nahtband kannst Du die zwei Seiten des Kissenbezugs an einander fixieren. Du brauchst dafür nur das Band zwischen die zwei Säume zu legen und mit dem warmen Bügeleisen zu fixieren.

Lege dafür das Bügeleisen für einige Sekunden auf die Stellen ab, wo das Nahtband die zwei Stoffteile verbindet. Lass den Stoff warm werden und nimm dann das Bügeleisen wieder herunter. Ein Schneider/innen Tip: Lass den Stoff noch einen Moment ruhen.

Vergiss nicht, Dein Bügeleisen auf die maximale Temperatur zu stellen (wenn es der Stoff des Kissenbezugs erlaubt).

Was brauchst Du, um ein Kissen zu nähen? Sehr viel mehr brauchst Du zum Kissen Nähen nicht. | Quelle: Visualhunt

Kissenbezüge einmal anders gemacht

Dein Kissenbezug kann sehr unterschiedliche Formen annehmen. Du hast die Nähmaschine, Du entscheidest über den Look!

Wir haben nun schon gesehen, wie man einen einfachen Kissenbezug näht. Kissenbezüge können jedoch auch doppelt sein, keine Nähte oder einen Hotelverschluss haben…

Kissenbezug mit Hotelverschluss

Bei einem Kissenbezug mit Hotelverschluss ist das Auswechseln des Kissens ganz einfach gemacht, da es in der Mitte des Kissenbezugs eine Öffnung (ohne Reißverschluss) gibt.

Und so geht’s:

  • Schneide erst einmal zwei große Stoffquadrate mit 60 cm Länge/Breite aus.
  • Schneide eines der Stoffquadrate in zwei. Klebe oder nähe eine der Hälften 10 cm vom Rand des großen Stoffstücks entfernt auf.
  • Das Gleiche machst Du nun mit der anderen Stoffhälfte auf der gegenüberliegenden Seite des großen Stoffstückes. Die beiden Hälften sollten in der Mitte überlappen.
  • Jetzt musst Du den Saum der beiden Stoffhälften nähen und die Ränder des Kissens kleben oder zusammen nähen.

Jetzt brauchst Du nur noch alles einmal umzustülpen und ein Kissen oder eine Kissenfüllung hereinzulegen. Am besten eignet sich ein Kissen, da eine lose Kissenfüllung aus der Öffnung fallen könnte.

Erfahre hier, wie Du Deine eigene kleine Tasche nähst!

Einfacher Kissenbezug ohne Nähen oder Kleben

Wenn Du sehr große Stoffteile hast, gibt es eine lustige Methode, mit der Du in weniger als fünf Minuten einen neuen Kissenbezug zaubern kannst.

  • Schneide ein Stoffstück aus, das ca 1,5m breit ist oder drei Mal so groß wie das Kissen werden soll.
  • Lege nun Dein Kissen auf die Rückseite des Stoffes und falte die kürzeren Stoffenden auf dem Kissen zusammen.
  • Mit den längeren Enden formst Du vier Spitzen (den Kissenecken entlang).
  • Schlage nun die Spitzen zurück zur Mitte und mach einen Knoten.
  • Behalte Deine Stoffreste für Dein nächstes Nähprojekt.

Dein Kissen ist nun fertig.
Das Tolle an dieser Option ist, dass sie kaum Zeit benötigt und sehr dekorativ ist. Außerdem kannst Du Deine Kissenbezüge regelmäßig wechseln, wenn Dir mal nach einem anderen Muster ist.

Individualisiere Dein Kissendesign

Einen neuen Kissenbezug herzustellen, geht manchmal richtig schnell. Wenn es dann aber an die individuellen dekorativen Aspekte geht, kann sich das Ganze ziemlich in die Länge ziehen. Dabei liegt der Spaß doch gerade im Detail! Ein DIY (Do It Yourself) Kissen ist erst dann fertig, wenn es wirklich Deinen Wünschen entspricht.

Manche lieben Kissen in Katzenform, andere möchten ein Einhorn auf ihrem Sofa sitzen haben. Du entscheidest selbst, wie Dein Kissen aussehen soll!

Auch wenn hier die Möglichkeiten unendlich sind und Deinem Geschmack keine Grenzen gesetzt sind, haben wir trotzdem schon einmal einige Tipps zusammengesucht.

Hast Du schon einmal an Knopf-Deko gedacht? Auch ein schöner Knopf kann entzücken! | Quelle: Pexels

Custom Perlen für’s Kissen

Perlen sind klassisch weiß, können aber auch ganz bunt und in den unterschiedlichsten Größen gekauft werden. Mal edel, oder eher verspielt, geben sie Deinen Kreationen einen besonderen Touch.

Wenn Du Perlen auf Dein Kissen nähen willst, raten wir Dir, das zu machen, bevor Du die Stoffteile aneinander nähst oder klebst. Das ist einfacher!

Selbstgenähte Motive

Ebenfalls vor dem Zusammennähen der Stoffteile kannst Du auch noch zu einem anderen Deko-Move greifen: Nähe verschiedene Tiere, Formen oder Objekte (Katzen, Eistüte, Sonne, Brille) auf die Stoffstücke. Wer weiß, vielleicht entdeckst Du ja auch eine/n abstrakten Künstler/in in Dir und nähst geometrische Formen?

Knöpfe machen Spaß

Knöpfe kommen Dir vielleicht etwas überholt vor, aber sie sind immer noch ein tolles Accessoire, um Kissen zu dekorieren! Und vergiss nicht, Tradition kommt zurück (wie das Nähen einer Anzugsfliege für Männer).

Du kannst sie an zufälligen Stellen auf dem Kissenbezug annähen oder sie in einer bestimmten Form annähen. Kleine, große, bunte? Ganz wie Du magst!

Du kannst sogar ein Muster nutzen (ein Herz z.B.) und dann die Knöpfe um dieses Muster herum annähen. Das garantiert ein perfektes Resultat!

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