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Deine eigene Kleidung nähen – wie geht das?

Von Bertine, veröffentlicht am 11/09/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Nähen und Stricken > Wie nähst Du deine eigene Kleidung?: Ein Guide!

“Mode geht, Stil bleibt”. Yves Saint-Laurent

Nähen ist angesagt! Fast drei Millionen Menschen in Deutschland stricken, häkeln oder nähen mehrmals in der Woche, rund 6,7 Millionen mehrmals im Monat. Und es werden immer mehr! Kein Wunder: Beim Nähen kannst Du Deiner Kreativität freien Lauf lassen und gleichzeitig Geld sparen.

Du möchtest auch endlich nähen lernen? Dein zukünftiges Kleid oder Deine zukünftige Hose ist im Kopf schon fertig, aber Du weisst nicht, wie Du sie nähen kannst oder wo Du anfangen sollst? Befolge einfach unsere Tipps, um Deinen Kleiderschrank mit Deinen eigenen Kreationen zu füllen!

Warum die eigene Kleidung selber nähen?

Nähen macht Spass und ist einfacher, als Du denkst! | Quelle: Pexels

Du musst keine professionelle Näherin sein, um Deine eigenen Klamotten herzustellen. Nähen kann wirklich jeder lernen und es bringt viele Vorteile. Welche?

Eine einzigartige Garderobe

Sicherlich bist Du auf der Straße schon jemandem begegnet, der genau dasselbe Hemd oder dieselbe Hose trug, die Du so originell gefunden hast … Das ist jetzt vorbei! Nähen heißt, seinen kreativen Ideen freien Lauf zu lassen … Alles ist erlaubt!

Du kannst genau das Kleid nähen, das Dir schon so lange im Kopf herumschwirrt oder ein Kleidungsstück abändern, um es einzigartig zu machen.

Geld sparen

Auch wenn dies möglicherweise nicht das primäre Ziel ist, kannst Du mit dem Nähen Deiner eigenen Kleidung eine Menge Geld sparen. Und in Krisenzeiten ist das ein nicht zu vernachlässigender Vorteil. Kein Warten mehr auf den Schlussverkauf, um sich etwas Neues zu leisten!

Schnittmuster sind oft kostenlos erhältlich, das Basismaterial ist erschwinglich und viele Adressen bieten günstige Stoffe an.

Das schöne Gefühl, etwas selbst zu machen

Nähen bedeutet, stolz sein zu können auf die selbst entworfene und mit eigenen Händen angefertigte Kleidung!

Kleider von der Strange gehören für Dich bald der Vergangenheit an. | Quelle: Pexels

Was brauchst Du zum Nähen?

Sobald Du die Entscheidung getroffen hast, Deine Kleidung selbst zu nähen, brauchst Du nur noch anfangen … Wenn Du einem Nähblog folgst oder einen Nähkurs in der Nähe besuchst, kannst Du schnell lernen, wie Du Deine eigenen Kleider nähen kannst.

Hier ist das Grundmaterial, das Du brauchen wirst:

  • Das Nähzeug

Es gibt Kits mit sehr einfachem Nähzubehör für weniger als 10 Euro … Und das ist für den Anfang völlig ausreichend.

Du brauchst eine Schere, einige Nähnadeln und Stecknadeln, ein Maßband, ein Gummiband, Knöpfe, Druckknöpfe und natürlich die Garnrollen.

  • Schnittmuster

Schnittmuster findest Du in Zeitschriften, Websites oder auf Nähblogs (siehe unten).

  • Eine Nähmaschine

Die Nähmaschine ist nicht unbedingt erforderlich, da es durchaus möglich ist, von Hand zu nähen. Um jedoch schneller zu nähen und komplexere Teile zu erstellen, ist die Nähmaschine ein wertvoller Verbündeter.

Der Kauf einer Nähmaschine ist eine kleine Investition, aber der Gebrauchtmarkt ist eine gute Option. Es gibt auch viele Nähwerstätte, in denen Nähmaschinen und Grundausstattung vorhanden sind und zur Verfügung gestellt werden. Erkundige Dich eventuell, ob es eine solche Werkstatt in Deiner Stadt gibt.

Wo finde ich kostenlose Schnittmuster und Tutorials?

Für Hosen, Kleider, Hemden oder Blazer gibt es online kostenpflichtige herunterladbare Anleitungen. Aber an einigen Stellen findest Du auch kostenlose Schnittmuster.

So findest Du die besten Nähseiten und Blogs, die kostenlose Vorlagen und Tutorials anbieten:

  • Pinterest steckt voller kostenloser Schnittmuster. Gib einfach “Gratis-Schnittmuster” in die Suchleiste ein und Du wirst sicher fündig werden!
  • Auf Makerist.de findest neben kostenpflichtigen Schnittmustern auch zahlreiche kostenlose Schnittmuster.
  • Auch die Näh-Community “Sewunity” bietet kostenlose Schnittmuster.
  • Pattydoo.de, eine der grössten Webseiten zum Thema Nähen, bietet neben kostenpflichtigen Schnittmustern ebenfalls viele kostenlose Schnittmuster an.
  • YouTube wimmelt geradezu von tollen Näh-Tutorials, zum Beispiel “How to Slay Omas Kleiderschrank“.
  • Und nicht zuletzt findest Du Dein Glück sicher auf der “Schnittmuster Datenbank“!

Spart es Geld, seine eigene Kleidung zu nähen?

Viele Websites bieten kostenlose Vorlagen und Tutorials. Aber das Material? Spart man wirklich Geld, wenn man seine eigenen Kleider näht?

Es stimmt, wenn man den Preis für Schnittmuster, Material, Stoff und und letzten Endes auch die Arbeitszeit berechnet, kann es manchmal teurer sein, sein eigenes Kleid zu nahen, als eines im Laden zu kaufen. Aber das muss nicht sein!

Es gibt viele schöne Stoffe, aber das kann auch ganz schön ins Geld gehen… | Quelle: Pexels

Kaufe weniger Stoffe … aber gute!

Es mangelt nicht an preiswerten Stoffen, aber beim Nähen merkt man schnell, dass manche schwer zu verarbeiten sind und nach ein paar Mal waschen auch nicht mehr schön sind.

Der Trick besteht darin, qualitativ hochwertige Stoffe zu kaufen und vorher genau auszurechnen, wie viel man für sein Nähprojekt braucht – zögere nicht, Dich von den Verkäufern beraten zu lassen. Achte auch auf Aktionen und Sonderposten!

Der Stolz auf etwas Selbstgemachtes

Sicher ist das Nähen von eigenen Kleidungsstücken nicht so günstig wie die Schleuderpreise von Billigmarken, aber die Qualität der Materialien und die Verarbeitung sind auch nicht zu vergleichen.

Ausserdem kannst Du den Schnitt auf Deine Morphologie abstimmen – Deine Kleidung ist massgeschneidert! Bei dieser Qualität wird das Nähen der eigenen Kleidung rentabel!

Ganz zu schweigen von der Originalität des Kleidungsstückes und dem Stolz, den Du empfinden wirst, etwas Schönes selbst geschaffen zu haben und auf Deine Weise etwas gegen die Fabriken unternommen zu haben, die Arbeiter in den Ländern der Dritten Welt ausbeuten …

Stoffreste verwenden

Stoffreste zu verwenden, sind eine gute Möglichkeit, um Geld zu sparen und gleichzeitig originelle Stücke zu erhalten. Also nicht wegwerfen, sondern bis zum letzten Zentimeter verwenden!

Es gibt viele Tipps, um Accessoires wie Kulturbeutel, ein Stirnband, ein Plaid oder Haargummis aus Stoffresten zu nähen.

Stilvoll recyceln

Ein weiterer Tipp, falls es Dir für die Erneuerung Deiner Garderobe an Zeit mangelt: Recycele bereits vorhandene Kleidung. Die erste Idee, wenn man ein Kleidungsstück nicht trägt, ist, es auszusortieren. Aber ein Kleid, das schlecht sitzt, kann zu einem sehr hübschen Oberteil werden, Jeans zu Shorts für den Sommer, ein Rock ein trendiger Kissenbezug …

Mit ein wenig Fantasie oder guten Ratschlägen sind die Möglichkeiten endlos.

Im Internet findest Du Tutorials, die Dir erklären, wie Du Deine Ideen verwirklichen kannst. | Quelle: Pexels

Definitionen zum Nähen

Wenn Du mit dem Nähen beginnst, können einige Begriffe oder Konzepte zunächst kompliziert erscheinen. Hier ist ein Mini-Lexikon zum Nähen, um Dir den Einstieg zu erleichtern.

Absteppen

Eine oder mehrere Nähte entlang einer Kante oder einer anderen Naht, um diese zu stabilisieren und gleichzeitig auch zu verzieren.

Applizieren

Aufnähen bzw. -sticken von Stoffmotiven.

Einreihen

Hierbei wird der Stoff in kleine regelmäßige oder unregelmäßige Falten gelegt. Dies dient zur Verzierung oder als Verarbeitungsschritt. Als Verzierung kommt Einreihen bei Puffärmel oder Faltenröcken zum Einsatz. Als Verarbeitungsschritt hilft das Einreihen beim Nähen von gerundeten Kanten, z.B. bei gerundeten Taschen.

Fadenlauf

Als Fadenlauf bezeichnet man die Stoffrichtung, die beachtet werden muss, wenn die Schnittteile zum Zuschneiden auf den Stoff gelegt werden. Bei gewebten Stoffen verläuft der Fadenlauf parallel zur Webkante. Bei gestrickten Stoffen verläuft er entlang eines Maschenstäbchens (= Maschenlauf). Entlang des Fadenlaufes sind die Stoffe meist weniger dehnfähig.

Linke Stoffseite

Das ist die „nicht schöne“ Stoffseite, die beim fertig genähten Teil meist innen ist.

Smoken

Per Hand genähte kleine fixierte Schmuckfältchen oder spezieller Ziereffekt, der durch mehrfaches Einreihen des Stoffes entsteht. Wenn beim Smoken mit der Nähmaschine ein Gummifaden verwendet wird, wird der gesmokte Bereich elastisch. Damit könnt ihr ganz einfach Sommerröcke oder -kleider nähen.

Webkante

Das sind die seitlichen, festen Kanten eines Gewebe – sie sind identisch mit der Richtung des Fadenlaufes.

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